Die Frage kann ich nicht wirklich beantworten.Fehlt etwas?
Wenn ich mich auf den mich umgebenden leeren Raum konzentriere, ihn zu empfinden versuche, wird es innerlich ganz ruhig, still und auch bewegungslos. Dann tauchen meist Gedanken auf, die mich daran erinnern, dass es eine Frage gibt, auf die eine Antwort gesucht wird….. Die Frage, ob in der Leere etwas fehlt, führt bei mir dazu, dass nach Dingen gesucht wird, die fehlen…. Der Verstand ist dann am arbeiten…..
Da scheint es dann wie zwei unterschiedliche Wahrnehmungen zu geben. Wobei sich die Gedanken auf das, was ist, irgendwie draufsetzen.
Warum hänge ich da so dran fest? Habe das Gefühl, ich kreise und kreise und kreise….. um den heißen Brei herum….
Ich verstehe meine Situation selbst nicht.
Ich beklage mich, dass ich immer noch so sehr an den Ich-Gedanken festhalte; so fühlt es sich jedenfalls an….. stehe mir selbst im Weg….öde mich selbst an, nerve mich…. Denn ich habe den Eindruck, dass die Ich-Illusion durchschaut ist – aber nix mit meinem Leben, mit meinem Alltag zu tun hat. Denn vom Eindruck her mache ICH immer noch alles…. Das ist irgendwie sehr schräg und macht mich oft ärgerlich…. Weil ich nicht weiß, was da an Erwartungen und Wünschen schlummert….
Ich mag überhaupt nicht mehr in dieser „Ich-Form“ schreiben – es fühlt sich aber nach wie vor stimmiger an, weil ICH ja schreibe. Und dennoch weiß ich, dass alles Gedanken sind, die jetzt geschrieben werden. Ich weiß es, aber ich empfinde es nicht.
Und es ist wie ein aufgeblasener Wunsch, das auch wirklich empfinden zu wollen. Diesem Wunsch scheine ich immer noch hinterher zu jagen.
Und manchmal denke ich, ich schreibe hier gar nichts mehr, weil mich alles einfach nur nervt. Weil ich mich total nerve.
Ich weiß nicht, was bei mir selber fehlt. Was mir fehlt oder was zu viel ist.

