Lieber Tompi,Wenn ich das richtig interpretiere, bist "Du" ausserhalb von all dem. Ausserhalb von Ich und Ichlosigkeit. Ist das richtig? Gibt es da noch etwas, das Du suchst? Sind da noch Fragen, die ungeklärt sind oder der Erkenntnis im Weg stehen? Wie fühlst Du Dich mit all dem gerade? Hast Du das Gefühl die Ich-Illusion ein für allemal durchschaut zu haben?
herzlichen Dank!
Jemand der etwas tut ist nicht feststellbar, und Kausalität macht somit auch keinen erkennbaren Sinn. Dennoch gehen Deine Fragen einher (scheinen etwas zu bewirken), mit einer gewissen Verlagerung des Fokus. Von Erinnerungen, Plänen und einem separaten Ich zu jetzt, jetzt, jetzt.
Dem was da ist, allem also.
Warum wird einem das nicht gleich gesagt von all den Lamas und Saddhus ;-) Oder vielleicht haben sie es ja gesagt...
Es gibt immer noch Ausweichen in das Ich-Muster und seine Versuche etwas zu machen. Dann wieder einfach das was ist. Wenn man das auf der Zeitleiste sieht.
Wow, diese Stille, wartend an der Supermarktkasse. Und in der Stille Klänge, Bewegungen,. Alles ganz normal und doch so intensiv. Keine Engel und Posaunen, keine Sonnenauf- oder Untergänge, sondern nur fettarme Milch, Brot und Marmelade auf dem Laufband ;-)
Um wieder etwas weniger poetisch und klarer zu formulieren: Weder Ich noch Ichlosigkeit bieten eine Heimat. Aber Jetzt hat immer offene Arme. Ich wüsste nicht mehr was ich anderes suchen soll.

