Lieber Philo,
nun zu den anderen Fragen:
Okay und wie soll das Ergebnis der Untersuchung ausschauen? Vielleicht magst du das mal beschreiben.
Hmm, das Ergebnis der Untersuchung...
* ein zweifelsfreies Erkennen/Erleben der Ich-Losigkeit
* das aufhören der UnterSUCHungen
* das Gefühl, angekommen zu sein ...
es gibt die Vorstellung, dass das Gefühl von "etwas dreht sich im Kreis" endlich aufhört. Oder dass die Schicht sich auflöst, die die klare Sicht verhindert. Dass die Klarheit, die ja unmittelbar hier ist, sich doch anhaltend offenbart.
Und jetzt kommt der Gedanke - ja das alles sind doch nur Gedanken die mich von der klaren Sicht abhalten!
Aber die Gedanken anhalten geht irgendwie scheinbar nicht.
Beim Spazierengehen im Wald sehe ich wunderschöne Farben, Formen (Bäume) und dazwischen? Nichts!
Und was ist zwischen den Gedanken? Nichts!
Die Gedanken kreisen weiter, wollen nihct aufhören, werde sogar wütend darum !
Genug für heut, jetzt entspanne ich und geniesse den freien verregneten Tag.
In welchen Situationen bekommst du gesagt das du dich zu sehr einmischt?
Hierüber habe ich länger geforscht. Tatsächlich habe ich es im gesamten Leben erst 2x so gesagt bekommen. Aber es gibt einen Teil, der sich selbst direkt reflektiert und verschiedene Situationen dazu gefunden hat. Es sind die Menschen, die mir am nächsten sind und sogenannte Schatten-Themen triggern, die mit tiefen Verlust- oder Existenz-Ängsten zu tun haben. Wenn mir sowas begegnet - zB mit der Nachbarin, die aus Mangelbewusstsein weit über ihre Kräfte hinaus arbeiten geht - habe ich häufig interveniert und sie überzeugen wollen, dass sie zuviel arbeitet.
Dies hat sich seit einiger Zeit verändert - vllt seit ich mit dir im Austausch bin. Seither bin ich vile mehr in der Selbstfürsorge und im Vertrauen, dass das Leben mir dient, ganz gleich was geschieht. Die Ängste sind deutlich weniger und so begegne ich der Nachbarin inzwischen mit Mitgefühl, wenn sie wieder mal sehr erschöpft oder gar krank nach Hause kommt.
Liebe Grüße an dich Philo,
Anna