Warum sollte das Leben denn schwieriger sein?Es gibt etwas, das meint, ohne Ich wäre das Leben vielleicht schwierig.
Und: für wen?
Warum sollte das Leben denn schwieriger sein?Es gibt etwas, das meint, ohne Ich wäre das Leben vielleicht schwierig.
Warum sollte das Leben denn schwieriger sein?
Wie gehst du damit um?Es gibt hier öfters eine Furcht davor, allein zu sein.
Was passiert, wenn diese Gedanken abgeändert werden, sodass sie dem was Erfahren wird eher entsprechen?Die Gedanken "ich kümmere mich darum, ich schaffe das" usw., mit denen ich mir bisher Kontrolle suggeriert habe, haben nun ihre Bedeutung verändert.
Wenn ich das fühle, denke ich, dass sich da etwas zusammenbraut, das ich nicht ertrage. Hm. War mir gar nicht so klar. Wo Du mich so fragst, spüre ich den wunden Punkt sehr deutlich, der quasi "zu doll" zu sein scheint und wo mein Erleben in die Vermeidungs- Ablenkungsschiene abbiegt. Alleinsein und Verlassenseinsgefühle rufen Bilder von Starre und Not auf. Wo Du mich so fragst und ich wahrnehme merke ich, dass die aufkommende totale Hilflosigkeit eine sehr unangenehme Erinnerung ist, aber mehr halt nicht. Es ist eine Erinnerung. Und diese Erinnerung kommt öfters auf. Das brauche ich nicht zu ändern, kann ich eh nicht."Es gibt hier öfters eine Furcht davor, allein zu sein."
Wie gehst du damit um? Was machst du mit dieser Furcht, mit dieser Empfindung, wenn sie da ist?
Es fühlt sich ungewohnt an. Mein Leben kommt mir unvorhersehbar vor, was es ja auch ist. Da schimmert ein schmerzliches Abschiedsgefühl vom Aufpasser-Kontroll-Ich auf, mit der begleitenden Frage, wer dessen Job nun übernehmen wird. Natürlich niemand. Dann spüre ich eine Öffnung dahin, dass es halt nicht für mich fassbar ist, was geschieht, was ich mache/denke usw. Ich kriege es alles eh erst mit, wenn es schon geschehen ist. Die Welt rückt erstaunlich nah, also, die Illusion vom Ich hatte ja Abstand hergestellt, und ich merke, dass es hier um sowas wie Vertrauen geht. Mir kommen Bilder wie als ob ich doch noch mein Schneckenhaus behalte, oder das Licht mir grell vorkommt, die Welt sehr krass... ist ok, mein Herz wird sich Schritt für Schritt an das ganze Fühlen gewöhnen.Was passiert, wenn diese Gedanken abgeändert werden, sodass sie dem was Erfahren wird eher entsprechen?
Wenn z.b. aus "ich schaffe dass" ein "das Problem wird gelöst" oder "die Schwierigkeit wird überwunden" wird?
Ist der Punkt wirklich zu doll?Wo Du mich so fragst, spüre ich den wunden Punkt sehr deutlich, der quasi "zu doll" zu sein scheint und wo mein Erleben in die Vermeidungs- Ablenkungsschiene abbiegt.
Nein, der Punkt ist schon "doll", aber nicht "zu doll".Ist der Punkt wirklich zu doll?
Ist die Vermeidung/ Ablenkung wirklich nötig?
Wenn ich bspw. in meine innere Nervosität spüre, dann höre ich meine Gedanke sowas sagen wie "guck, das ist Angst, guck, das ist Trauer usw, also ich höre dieses permanente kontrollierende Labelling. Das ist teilweise so penetrant, dass ich gar nix mehr fühle. Es ist für mich neu, dass ich merke, dass ich dem nicht zuhören muss, und dass es für meine Gefühle irrelevant ist, was die Gedanken sich so denken. Dann sind diese Gefühle da. Ich höre noch den Kommentar, ich hätte mir sehr ein einfacheres Leben gewünscht. Den Zahn hast Du mir ja zu Beginn gezogen. Es ist, wie es ist. Jetzt gerade in diesem Moment (ich habe ca. 20 min über Deiner Frage meditiert) kommt wieder ein Festhalten auf.Wie ist das, wenn nicht in die Ablenkung/ Vermeidung gegangen wird?
Was ist dann anders?
Nein, es gibt kein eigenständiges Ich in irgendeiner Form, die sich mit den Sinnen wahrnehmen lässt, und es hat es auch nie gegeben. Das, was ich Ich nenne, ist einfach nur eine Vorstellung.1. Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges „Ich“, „mich“ oder „Selbst“? Gab es das jemals?
Meine Ich-Illusion besteht aus dem Gedanken, da wäre etwas, was meine Handlungen kontrollieren kann, und nicht nur das, auch die Ergebnisse der Handlungen. Und da ist nicht nur diese Vorstellung, dieser Kontrollvorstellung folgt der Gedanke, es sei für mein Überleben sehr wichtig, besonders gut zu handeln. Dabei ensteht Druck, spürbar in Form einer körperlichen Aufregung, und die nahm ich bisher als "Selbstgefühl" wahr. Das habe ich als "Ich" missverstanden. Also diese Feedbackschleife zwischen den fordernden Gedanken und der körperlichen nervösen Reaktion ist wie ein innerliches Theaterstück. Es folgen Schuld- und Schamgefühle daraus.2. Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.
Da sind Gefühle von Ergebenheit gegenüber allem, was zu spüren ist. Es gibt hier und da unmittelbare Reaktionen, wie ein Lachen, die sich neu anfühlen. Fühle mich durchlässiger, spontaner. Es fühlt sich ruhiger an, und weniger verschämt.3. Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es war verwunderlich herauszufinden, dass ich nicht selber entscheide, dass ich das Entscheiden nicht beobachten kann, dass es keine Entscheiderin gibt. Nachdem das untersucht war, ging die Ich-Illusion verloren.4. Was hat dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
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