Bereit zu schauen

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Sat Apr 17, 2021 3:26 pm

Ich soll hier ehrliche Antworten geben und nur das, was ich selbst erfahre.
:-) So ist es. Tust du ja auch sehr schön.

Die Zahl zwischen 1 und 100 ploppt einfach auf, aber dennoch kann ich stattdessen auch 42 sagen. Oder 43, selbst wenn zunächst eine 63 erscheint. Gut, 43 war die nächste Idee, die kam.
OK, sagen wir: es taucht jetzt 13 auf. "Du" sagst aber nicht 13, sondern die nächste Zahl, die dir einfällt, sagen wir 43. Doch jetzt kommts: wie entsteht denn die Zahl 43 ? Tauch sie nicht genauso auf, wie die 13? nicht gedacht und nicht gemacht, sie taucht einfach auf. Genauso wie der Gedanke: "Ich sag jetzt ne andere Zahl". Doch dieser Gedanke hats in sich, denn: da IST das Ich drin. Klingt glaubhaft. Doch die Bewertung glaubhaft, ist halt auch nur ein Gedanke, wie 13 und 43 (die Gewichtung ist eben auch Inhalt eines anderen Gedanken), wie die Perlenkette.

Wobei ich vor lauter nicht weiter wissen, gestern und heute hier nichts schrieb und es mir eben dann in den Sinn kam, doch noch zu schreiben und eben einfach das hier zu schreiben, was gerade entsteht.
Super, ist doch hoch interessant was Du schreibst.

Wenn ich die Übungen mache, denke ich schon, dass ich sie selbst mache, auch wenn ich in den Übungen selbst, meine Zweifel daran bekomme.
Was ist, wenn Du das denken weglässt? Wer denkt denn? Hast du jemals irgendeinen Gedanken gemacht? Hast Du ihn geformt? Oder einfach nur beobachtet?

Gesehen wird das aber nicht. Das ist eher das Fantasiespiel, dass ich mir vorstelle, es nicht selbst zu tun.
Worin liegt hier der Unterschied zu der Vorstellung, es tatsächlich selber zu tun?
Sind nicht beides nur Vorstellungen?

Das ICH ist unbeweisbar. Ich kann es nicht vorzeigen. Es wird nur gedacht. Dennoch empfinde ich das Ich real
Wenn es real ist, dann kannst du es mir bitte beschreiben.
Zur Fata Morgana Metapher sieht das so aus:
Du kannst auch nach dem Erkennen der Fata Morgana noch immer steif und fest behauten, da ist Wasser. Doch Du kannst hundertmal hineingreifen, und findest doch nur: Sand.
Es erfordert nur eines: die Bereitschaft eine neue Sichtweise einzunehmen. Das Beharren auf einer Meinung ist da nicht recht förderlich....doch lass uns weitersehen :-)

Das Ich-Gefühl ist einfach dominant, selbst wenn ich beobachte, dass es oft nicht so ist. Das steht nebeneinander.
Gedanken und Bilder kommen, ebenso Impulse und Bewegungen des Körpers. Das geschieht. Und parallel denke ich aber, dass ich viele Dinge tue.
Wie Du schon sagts: du denkst.
Vielleicht kannst du diesen "Denkfilter" bei der nächsten Übung mal außen vor lassen:

Nehmen wir an, du hast deine Schlüssel verloren und schwörst, dass du sie in deinem Mantel gelassen hast. Du schaust nach und überprüfst alle Taschen - die Schlüssel sind nicht da.
Du schwörst, dass sie es sein müssen, denn das war der letzte Ort, an dem du dich an sie erinnerst. Du hast eine lebhafte Erinnerung daran, dass du sie dort platziert hast, nachdem du das Haus verlassen hast.
Aber wenn du es überprüfst, sind sie nicht da. An dieser Stelle könntest du weiter glauben, dass die Schlüssel in deiner Tasche sind, oder du könntest zugeben, dass du dich geirrt hast.
Das ist einfach so.
Du kannst deutlich sehen, dass das Selbst eine Illusion ist, aber trotzdem ein Gefühl von "Selbst-Sein" verspürst - genau wie bei den Schlüsseln.
Aber zu fühlen/zu glauben, dass etwas wahr ist oder nicht, oder dies zu sehen, ist etwas anders.

Nun möchte ich dich bitten, diesen GEFÜHL des Selbst sehr gründlich zu erforschen. Nicht indem du darüber nachdenkst, sondern indem du es FÜHLST.
Behalte den Fokus der Aufmerksamkeit auf das Gefühl des Selbst und frage nach:-
Hat das Gefühl von Selbst einen Ort?
Hat das Gefühl von Selbst eine Form oder eine Größe?
Sagt oder kommuniziert das Gefühl von Selbst etwas?
Wenn die Antwort ja ist, wie macht das Gefühl von Selbst genau das?
Hat Gefühl von Selbst irgendwelche Eigenschaften oder Attribute?
Woraus ist das Gefühl von Selbst gemacht? Ein Bild? Klang? Geschmack? Geruch?
Empfindung? Gedacht?


Mach diese Übung genau, und Schau dabei nach, ob dieses Selbst nicht mehr als Ein bloßer Gedanke(oder mehrere) ist.
Und schau auf die feste Überzeugung, dass es da ein Ich geben muss. Was ist sie? Nicht auch ein bloßer Gedanke?

Ist da tatsächlich mehr als einfach: Wahrnehmung, Erfahrung?

Bin gespannt :-)
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MartaFeb
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Sun Apr 18, 2021 2:30 pm

OK, sagen wir: es taucht jetzt 13 auf. "Du" sagst aber nicht 13, sondern die nächste Zahl, die dir einfällt, sagen wir 43. Doch jetzt kommts: wie entsteht denn die Zahl 43 ? Tauch sie nicht genauso auf, wie die 13? nicht gedacht und nicht gemacht, sie taucht einfach auf. Genauso wie der Gedanke: "Ich sag jetzt ne andere Zahl". Doch dieser Gedanke hats in sich, denn: da IST das Ich drin. Klingt glaubhaft. Doch die Bewertung glaubhaft, ist halt auch nur ein Gedanke, wie 13 und 43 (die Gewichtung ist eben auch Inhalt eines anderen Gedanken), wie die Perlenkette.

Okay, als ich es vorgestern schrieb, war da bereits die Idee, dass alle weiteren Gedanken und auch der Gedanke, etwas anderes zu machen, als zunächst vorgegeben, auch von selbst aufkamen. Du meinst also, dass das gesamte Denken, auch das Nachdenken oder "gezielt" etwas anderes Denken, immer ganz von selbst auftaucht, ohne eine Entscheidung eines Ichs. Dass das "ich" ein weiterer, einfach nur personalisierter Gedanke ist, der ebenfalls einfach auftaucht, hatte ich in einer anderen Übung bereits beobachtet,
Das bedeutet, dass neben dem ganzen "Müll", der den lieben langen Tag gedacht wird, auch intelligentes Denken ebenfalls von selbst geschieht. Wenn Menschen große planvolle Dinge auf die Beine stellen (z.B. eine große Kathedrale planen und bauen), dann geschieht dies auch einfach aus dem Zusammenspiel heraus wie auch die Bienen ihre Waben bauen und sich den Weg zu den Blütenfeldern vortanzen. Intelligenz aus sich selbst heraus in Aktion.

Was ist, wenn Du das denken weglässt? Wer denkt denn? Hast du jemals irgendeinen Gedanken gemacht? Hast Du ihn geformt? Oder einfach nur beobachtet?

Die Gedanken und Ideen kamen stets von selbst und wurden wahrgenommen. "Ich" dachte aber bislang, dass "ich" sie bewerte und darüber entscheide, was getan wird. Hier wird aber demnach nur bewertet und entschieden, ohne "mich". Diese Sicht ist total ungewohnt und ich muss dass mal wirken lassen und weiter beobachten.

Gesehen wird das aber nicht. Das ist eher das Fantasiespiel, dass ich mir vorstelle, es nicht selbst zu tun.

Worin liegt hier der Unterschied zu der Vorstellung, es tatsächlich selber zu tun?
Sind nicht beides nur Vorstellungen?

Okay.

Das Beharren auf einer Meinung ist da nicht recht förderlich....doch lass uns weitersehen :-)

Haha. Okay. Das, was hier in liberation unleashed vermittelt wird, ist ziemlich abgefahren. Ich habe mittlerweile mit einigen Freunden darüber gesprochen. Es findet - außer bei einer einzigen Freundin - bei niemanden eine Resonanz. Alle gucken mich an und sagen mir direkt und indirekt, ich habe einen Vogel.
Mir war nicht bewusst, dass ich auf meiner gewöhnlichen Sicht beharrre. Sie ist nur total gewohnt, eintrainiert und völlig konform mit dem gesamten Umfeld.
Nichtsdestotrotz zieht mich DAS HIER an und etwas hält es für richtig. Solange aber die tatsächliche Sicht fehlt, bleibt da etwas auch noch kritisch. Ich bin aber bereit, dass wirklich weiter zu untersuchen und auch dabei offen zu bleiben.


Nachts, wenn man schläft, braucht es auch kein "ich". Der Körper atmet von selbst, stoffwechselt, wechselt die Lage mehrfach, ohne dabei aus dem Bett zu fallen, hält seine Körpertemperatur von selbst und lässt nach der Bettdecke greifen oder sie wegwerfen. Bunte Traumbilder entstehen, wecken Emotionen. Manche Träume werden wahrgenommen, aber ein "ich" braucht es für all das nicht. Im Wachzustand meint man, dies wäre anders, aber hier macht der Körper ebenfalls von alleine mit allem weiter.

Nehmen wir an, du hast deine Schlüssel verloren und schwörst, dass du sie in deinem Mantel gelassen hast. Du schaust nach und überprüfst alle Taschen - die Schlüssel sind nicht da.
Du schwörst, dass sie es sein müssen, denn das war der letzte Ort, an dem du dich an sie erinnerst. Du hast eine lebhafte Erinnerung daran, dass du sie dort platziert hast, nachdem du das Haus verlassen hast.
Aber wenn du es überprüfst, sind sie nicht da. An dieser Stelle könntest du weiter glauben, dass die Schlüssel in deiner Tasche sind, oder du könntest zugeben, dass du dich geirrt hast.
Das ist einfach so.
Du kannst deutlich sehen, dass das Selbst eine Illusion ist, aber trotzdem ein Gefühl von "Selbst-Sein" verspürst - genau wie bei den Schlüsseln.
Aber zu fühlen/zu glauben, dass etwas wahr ist oder nicht, oder dies zu sehen, ist etwas anders.

Das heißt, ich suche das Selbst und finde es nicht dort, wo ich suche. Das bemerke ich hier bei den Übungen und Fragen ja tatsächlich. Ich suche viele Male in allen Taschen - da ist keins zu finden. Jetzt heißt es also, die Überzeugung einfach mal fallenlassen und zugeben, dass da offensichtlich keins ist.

Nun möchte ich dich bitten, diesen GEFÜHL des Selbst sehr gründlich zu erforschen. Nicht indem du darüber nachdenkst, sondern indem du es FÜHLST.
Behalte den Fokus der Aufmerksamkeit auf das Gefühl des Selbst und frage nach:-
Hat das Gefühl von Selbst einen Ort?
Hat das Gefühl von Selbst eine Form oder eine Größe?
Sagt oder kommuniziert das Gefühl von Selbst etwas?
Wenn die Antwort ja ist, wie macht das Gefühl von Selbst genau das?
Hat Gefühl von Selbst irgendwelche Eigenschaften oder Attribute?
Woraus ist das Gefühl von Selbst gemacht? Ein Bild? Klang? Geschmack? Geruch?
Empfindung? Gedacht?

Das Gefühl von selbst hat keinen Ort und keine Größe. Es altert auch nicht, weswegen man so eine Befremdung bekommt, wenn man den eigenen identizierten Körper auf Fotos sieht und das Altern feststellt. Denn das gefühlte Selbst ist immer gleich und zeitlos.

Sagt oder kommuniziert das Gefühl von Selbst etwas?
Hmmm, gute Frage. Kann ich ad hoc nicht beantworten.

Hat Gefühl von Selbst irgendwelche Eigenschaften oder Attribute?
Identifiziert mit einer Person, ja. Ohne Identifikation? Aus dem Bauch heraus (= gefühlt): nein.

Woraus ist das Gefühl von Selbst gemacht? Ein Bild? Klang? Geschmack? Geruch?
Mit Identikation: dem Aussehen des eigenen Körperbildes. Ohne: nichts davon.

Empfindung? Gedacht?
Das ist für den jetzigen Moment zu schwierig für mich. Ich lasse es so stehen und schaue mir das noch weiter an.

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Sun Apr 18, 2021 8:48 pm

Hab grad gesehen, dass meine Antwort nicht drin ist....nicht gespeichert? Softwarefehler?...Wie dem auch sein, ich werde dir halt morgen wieder antworten :-)
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Mon Apr 19, 2021 5:51 pm

Auf ein Neues :-)
Du meinst also, dass das gesamte Denken, auch das Nachdenken oder "gezielt" etwas anderes Denken, immer ganz von selbst auftaucht, ohne eine Entscheidung eines Ichs. Dass das "ich" ein weiterer, einfach nur personalisierter Gedanke ist, der ebenfalls einfach auftaucht, hatte ich in einer anderen Übung bereits beobachtet,
Ja :-) Wenn gleich es nur wichtig ist, was Du beobachtest, was ich meine spielt da keine Rolle (zumindest nicht als Konzept).

Intelligenz aus sich selbst heraus in Aktion.
Ist das nicht schön?

Doch:
Wer unterschiedet denn "Müll" von intelligentem Denken? Taucht der Müll Gedanke nicht ebenso auf wie er Intelligente? Ist da ein Unterschied im Ursprung der Gedanken? und wenn die Gedanken erfahren werden, kommt da nicht erst Hintennach die Bewertung: "Das ist jetzt intelligent", oder "das ist jetzt Müll"...und was dann halt noch so alles an Gedanken dazukommt ("Hurra, ich bin ein Genie", oder "Mann, ich hab sie wohl nicht alle"...)
Ist im Erfahren der Gedanken an sich ein Unterschied?
Oder wird der Unterschied erst hintennach wiederum durch Gedanken "festgestellt"? Lohnt sich, das anzugucken ;-)

Übung: Wieviel ist 3 mal 8?
Schau ganz genau hin: Machst "Du" das Ergebnis, oder wird in Wirklichkeit einfach gewartet, bis das Ergebnis als Gedanke auftaucht? Rechnest du wirklich?
Oder wird einfach das auftauchende Ergebnis gesehen? Und vielleicht tauchen vorher Gedanken auf wie : "ich rechne das jetzt aus". Und hintennach: "Ich habe das jetzt ausgerechnet".
Und haben diese Gedanken mit dem Ergebnis (=Gedanke) gar keine erfahrbare Verbindung?

Kannst du bei genauer Betrachtung einen Akteur dabei finden?
Oder scheint es nur so? (Und lass jetzt mal alle gewohnten, antrainierten Konzepte beiseite, nur das was WIRKLICH beobachtet wird)


Diese Sicht ist total ungewohnt und ich muss dass mal wirken lassen und weiter beobachten.
Sehr tu, tu das...:-)
Alle gucken mich an und sagen mir direkt und indirekt, ich habe einen Vogel.
Sagten sie das nicht auch zu Kolumbus? Zu Galilei?

zieht mich DAS HIER an und etwas hält es für richtig. Solange aber die tatsächliche Sicht fehlt, bleibt da etwas auch noch kritisch. Ich bin aber bereit, dass wirklich weiter zu untersuchen und auch dabei offen zu bleiben.
Es gibt viele Wege der Erkenntnis, LU ist nur einer davon....wenn du dich hingezogen fühlst, dann bleib dran, dann ists schon richtig für dich.

Kritsch zu sein ist gut, aber du darfst Kritik nicht mit Voreingenommenheit verwechseln.

Identifiziert mit einer Person, ja. Ohne Identifikation? Aus dem Bauch heraus (= gefühlt): nein.
Gut!

Was ist Identifikation? I
Ist sie nichts anderes als ein Gedanke (es können auch mehrere Gedanken sein, die sich aufeinander beziehen, ich schreibe "Gedanke" der Einfachheit halber). Ist Identifikation irgend wie durch die Sinne erfahrbar?

Empfindung? Gedacht?
Das ist für den jetzigen Moment zu schwierig für mich. Ich lasse es so stehen und schaue mir das noch weiter an.
Tu das, vielleicht helfen Dir obige "Zeiger" ein Stück dabei, und erzähle darüber :-)
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Mon Apr 19, 2021 7:24 pm

Ja :-) Wenn gleich es nur wichtig ist, was Du beobachtest, was ich meine spielt da keine Rolle (zumindest nicht als Konzept).

Bei mir sind ja einige Annahmen vorhanden, die der Erkenntnis im Wege stehen. Ich habe den Eindruck, dass es den Weg schon ebnet, die eine oder andere davon auch intellektuell zu begreifen und dann ein Stück beiseite legen zu können.

Eine der Annahmen war zum Beispiel, dass nach dem simplen Aufploppen von Gedanken, anschließend dann doch das Ich daherkommt und als Person abwägt und entscheidet.
Zu erkennen, dass dies auch nur weitere aufploppende Gedanken sind, hilft mir schon. Die Ich-Identifikation ist hartnäckig und lüftet sich eine Decke, liegt darunter schon die nächste und es wurde nur zum Teil mitgemacht.

Doch:
Wer unterschiedet denn "Müll" von intelligentem Denken? Taucht der Müll Gedanke nicht ebenso auf wie er Intelligente? Ist da ein Unterschied im Ursprung der Gedanken? und wenn die Gedanken erfahren werden, kommt da nicht erst Hintennach die Bewertung: "Das ist jetzt intelligent", oder "das ist jetzt Müll"...und was dann halt noch so alles an Gedanken dazukommt ("Hurra, ich bin ein Genie", oder "Mann, ich hab sie wohl nicht alle"...)
Ist im Erfahren der Gedanken an sich ein Unterschied?
Oder wird der Unterschied erst hintennach wiederum durch Gedanken "festgestellt"? Lohnt sich, das anzugucken ;-)

Okay, gut. Gedanken kommen, anschließend Gedanken der Bewertung. Gedanken können alles mögliche sein. Ich merke, dass es verführerisch ist, sie zu bewerten, in gute und schlechte, irrsinnige und hilfreiche, überflüssige und weiterführende. Richtig ist wohl, sie werden bewertet, Abwägungen finden statt, Entscheidungen werden getroffen, all das passiert, bloß nicht durch eine denkende, separierte Ich-Instanz. Wenn ich mich versuchsweise auf diese Sicht einlasse, kommt sehr viel Entspannung auf.

Übung: Wieviel ist 3 mal 8?
Schau ganz genau hin: Machst "Du" das Ergebnis, oder wird in Wirklichkeit einfach gewartet, bis das Ergebnis als Gedanke auftaucht? Rechnest du wirklich?
Oder wird einfach das auftauchende Ergebnis gesehen? Und vielleicht tauchen vorher Gedanken auf wie : "ich rechne das jetzt aus". Und hintennach: "Ich habe das jetzt ausgerechnet".
Und haben diese Gedanken mit dem Ergebnis (=Gedanke) gar keine erfahrbare Verbindung?

3x8 ist etwas Gelerntes und es ploppt auf. Bei 13x17 wurde nicht mehr auswendig gelernt, aber dann ploppen Rechenwege auf. Gelernte oder von alleine Erschlossene.

Ein Irrtum, den ich jetzt erkenne, ist, dass ich Gedanken bislang kategorisiert habe. Einfache, die von alleine geschehen, und komplexe, die Denkleistung erfordern (und dies geschieht durch ein angenommenes ich). Aber nur weil Gedanken intelligent sein können, heißt offensichtlich nicht, das ein Selbst dahinter steckt. Intelligenz ploppt auch auf. Die Welt hätte nicht so intelligent zusammengepuzzelt sein können, wenn individuelles Denken erforderlich sein würde. Niemand hat Photosyntese gedacht, damit Photosyntese stattfindet. Und Wissenschaftler, die sie beschrieben haben, hatten Erkenntnisse, die zu Forschung animiert haben.
Geniale Gedanken entstehen offensichtlich auch einfach so.

Alle gucken mich an und sagen mir direkt und indirekt, ich habe einen Vogel.

Sagten sie das nicht auch zu Kolumbus? Zu Galilei?

Die Marta hier hält sich für einen gewöhnliches Exemplar.
Ist auch egal, was sie sagen. Die Person Marta lebt ihr Leben nach ihrer Ausstattung und hier hat es sie nun hingebracht.

Kritsch zu sein ist gut, aber du darfst Kritik nicht mit Voreingenommenheit verwechseln.

Die Voreingenommenheit ist gar nicht bewusst gewesen, die antrainierte Sicht sitzt tief im Programm und wird gar nicht bemerkt.

Was ist Identifikation? I
Ist sie nichts anderes als ein Gedanke (es können auch mehrere Gedanken sein, die sich aufeinander beziehen, ich schreibe "Gedanke" der Einfachheit halber). Ist Identifikation irgend wie durch die Sinne erfahrbar?

Naja, wenn der Teller der Person Marta auf den Fuß fällt, schmerzt es Marta und nicht Katharina. Der Teller wird gesehen, der Fall wird gesehen, der Schmerz wird gefühlt, ein zusammenhängener Körper, dessen Grenze Haut ist, wird mit dem Ich-Gedanken verbunden. An diesem Punkt nehme ich das so wahr.


Zurück zu der noch offenenen Frage:
Woraus ist das Gefühl von Selbst gemacht? Ein Bild? Klang? Geschmack? Geruch?
Empfindung? Gedacht?

Ich war irritiert durch den Wechsel der Fragen zu 'Gefühl'. So wie ich bei Gedanke das Geschehen im Kopf lokalisiere, lokalisiere ich Fühlen im Unterbauch. Das eine scheint aber wie das andere von der gleichen Qualität zu sein. Dorthin per Gedanken platziert.


Mich treibt noch etwas zum Thema Entscheidung um. "Ich" muss in dieser Woche zu einer recht weitreichenden Entscheidung kommen. Dadurch dass ich denke, dass "ich" das entscheiden muss, entsteht sehr viel Stress und Druck. Das, was gewollt wird, ist bereits von alleine aufgeploppt. Jetzt kommen all die Gedanken des Zweifels und des mangelnden Zutrauens. Wenn es kein "ich" gibt, das entscheidet, wird die Entscheidung von alleine getroffen werden (oder durch Nichtentscheiden ebenfalls entschieden werden). Das heißt, es gibt gar nichts zu tun, was nicht von selbst getan werden wird?

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Mon Apr 19, 2021 9:01 pm

Bei mir sind ja einige Annahmen vorhanden, die der Erkenntnis im Wege stehen. Ich habe den Eindruck, dass es den Weg schon ebnet, die eine oder andere davon auch intellektuell zu begreifen und dann ein Stück beiseite legen zu können.
Nu ja, wir benutzen teilweise den Verstand, um den Verstand "auszutricksen". Ich will nur nix weitergeben, was dann ev. nur im Intellekt bleibt. Letztendlich zählt nur das selbst erkannte. Aber ja, darum kommunizieren wir ja hier :-)

Richtig ist wohl, sie werden bewertet, Abwägungen finden statt, Entscheidungen werden getroffen, all das passiert, bloß nicht durch eine denkende, separierte Ich-Instanz. Wenn ich mich versuchsweise auf diese Sicht einlasse, kommt sehr viel Entspannung auf.
Sehr schön!
Kannst du diese Sicht auch bei "Dir" beobachten? Also nicht nur intellektuell annehmen, sondern auch selbst erfahren? (übrigens ist eben "Ich" und "selbst" halt auch ein rhetorisches Hilfskonstrukt, wie sollten wir uns hier sonst unterhalten).
Wie bei den Übungen?

Geniale Gedanken entstehen offensichtlich auch einfach so.
So ist es :-)

Die Voreingenommenheit ist gar nicht bewusst gewesen, die antrainierte Sicht sitzt tief im Programm und wird gar nicht bemerkt.
Diese antrainierte Sicht zu durchschauen, das ist eigentlich die Essenz unserer Unterhaltung hier :-). Sehr gut, dass Dir das auffällt!!

Naja, wenn der Teller der Person Marta auf den Fuß fällt, schmerzt es Marta und nicht Katharina. Der Teller wird gesehen, der Fall wird gesehen, der Schmerz wird gefühlt, ein zusammenhängener Körper, dessen Grenze Haut ist, wird mit dem Ich-Gedanken verbunden. An diesem Punkt nehme ich das so wahr
Natürlich! Wie sonst solltest Du lernen, dass ein auf den Fluss aufklatschender Teller schmerzt...und um damit aufklatschende Teller vermeiden zu können! Ist total lebensnotwendig ...und doch auch hier einfach das was geschieht.
Dazu brauchts null Marta, auch wenn Marta das glaubt.

Wenn es kein "ich" gibt, das entscheidet, wird die Entscheidung von alleine getroffen werden (oder durch Nichtentscheiden ebenfalls entschieden werden). Das heißt, es gibt gar nichts zu tun, was nicht von selbst getan werden wird?
Ja und Nein.
Es geschieht von selbst, mit oder ohne Stress. Doch sollten nicht aus einem Konzept heraus die Hände in den Schoß gelegt werden, da "es ja e von selbst geschieht". Verstehst du, was ich meine?
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Tue Apr 20, 2021 6:12 am

Jetzt kommen all die Gedanken des Zweifels und des mangelnden Zutrauens. Wenn es kein "ich" gibt, das entscheidet, wird die Entscheidung von alleine getroffen werden (oder durch Nichtentscheiden ebenfalls entschieden werden). Das heißt, es gibt gar nichts zu tun, was nicht von selbst getan werden wird?
Siehst Du wie die Gedanken (alias Zweifel, mangelndes Zutrauen, etc.) auftauchen? Und wieder verschwinden und wieder auftauchen....kannst Du das mal so beobachten? Diesen verrückten Tanz der Geschichten?
Wie sie ohne irgendein zutun einfach erscheinen....Machst du die Gedanken? Oder tauchen sie einfach so auf....so wie auch:
Das, was gewollt wird, ist bereits von alleine aufgeploppt
Und siehst du, dass du in Wirklichkeit nichts davon gemacht hast?

Die Gedanken verschwinden nicht...doch das "sich als Urheber der Gedanken sehen", das verschwindet...

Lass dich da mal drauf ein, wenn's grad möglich ist...

Und du hast mal so in etwa geschrieben:
"Es kann gar nicht anders sein, als es gerade ist".
So ist es....
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Tue Apr 20, 2021 4:07 pm

Siehst Du wie die Gedanken (alias Zweifel, mangelndes Zutrauen, etc.) auftauchen? Und wieder verschwinden und wieder auftauchen....kannst Du das mal so beobachten? Diesen verrückten Tanz der Geschichten?
Wie sie ohne irgendein zutun einfach erscheinen....Machst du die Gedanken? Oder tauchen sie einfach so auf....

Ich habe das viele Male heute beobachtet. Da ist eine gewisse Struktur, wie die große Aufgabe angegangen wird und wie Gedanken auftauchen, die wiederum Gefühle erzeugen (meistens Angst und Stress und wegen der vielen Dinge, die berücksichtigt werden wollen, auch Gedanken der Überforderung). Wenn es ein Ich in den Abläufen gäbe, hätte "ich" das längst geändert, aber so läuft es jetzt einfach ab. So tickt es hier einfach. Wenn Gedanken von Kritik aufkommen - eigene kritische Gedanken wie vorgestellte Kritik von anderen an Marta - wird auch das wahrgenommen.

Die Geschichten und Gedanken erscheinen einfach, sind auch keine neuen, sondern welche die regelmäßig in Zusammenhang mit neuen Aufgaben gedacht werden.

Das, was gewollt wird, ist bereits von alleine aufgeploppt

Und siehst du, dass du in Wirklichkeit nichts davon gemacht hast?

Die Gedanken verschwinden nicht...doch das "sich als Urheber der Gedanken sehen", das verschwindet...

Lass dich da mal drauf ein, wenn's grad möglich ist...

Der Wunsch wurde nicht gemacht, er kam einfach auf. Die Entscheidung wird auch nicht gemacht. Gerade werden Fakten gesammelt, rechtliche Rahmenbedingungen geprüft, Beratungen eingeholt. Vom Ausgang dieser Erkundungen und vom Zusammenspiel mit weiteren Akteuren in dieser Angelegenheit wird dann eine Entscheidung fallen. Ich ahne, dass diese Entscheidung tatsächlich nicht von mir gemacht werden wird. Sondern sie wird einfach ebenfalls aufploppen, wenn es soweit ist.

Kannst du diese Sicht auch bei "Dir" beobachten? Also nicht nur intellektuell annehmen, sondern auch selbst erfahren? (übrigens ist eben "Ich" und "selbst" halt auch ein rhetorisches Hilfskonstrukt, wie sollten wir uns hier sonst unterhalten).
Wie bei den Übungen?

Ja, schon. Nicht durchgängig, aber immer wieder mal. Zwischendurch identifiziere ich mich mit der Geschichte und meiner Rolle darin und denke, die ganze Aufregung im Körper und die ganzen belastenden Gedanken wären selbst gemacht und dann kommt darauf noch der nächste Gedanke, ich müsste das doch anders können.
Aber dann wird diese Geschichte wieder wahrgenommen und etwas in mir lässt es los. Zumindest für den Moment.

Naja, wenn der Teller der Person Marta auf den Fuß fällt, schmerzt es Marta und nicht Katharina. Der Teller wird gesehen, der Fall wird gesehen, der Schmerz wird gefühlt, ein zusammenhängener Körper, dessen Grenze Haut ist, wird mit dem Ich-Gedanken verbunden. An diesem Punkt nehme ich das so wahr

Natürlich! Wie sonst solltest Du lernen, dass ein auf den Fluss aufklatschender Teller schmerzt...und um damit aufklatschende Teller vermeiden zu können! Ist total lebensnotwendig ...und doch auch hier einfach das was geschieht.
Dazu brauchts null Marta, auch wenn Marta das glaubt.

Marta kann blind Sachen schnappen, die plötzlich irgendwo runter fallen. Zack, schnellt die Hand und greift zu, selbst in eigentlich unmöglichen Situationen. Ich habe oft schon gedacht, wie das möglich ist, denn es geschieht so blitzartig, dass ein Ich das gar nicht überlegen und bewegen könnte.

Ja und Nein.
Es geschieht von selbst, mit oder ohne Stress. Doch sollten nicht aus einem Konzept heraus die Hände in den Schoß gelegt werden, da "es ja e von selbst geschieht". Verstehst du, was ich meine?

Ich glaube, ich verstehe das. Da werden, s.o., ja schon auch Dinge getan, die der Entscheidungsfindung dienen.

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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Tue Apr 20, 2021 6:42 pm

Aber dann wird diese Geschichte wieder wahrgenommen und etwas in mir lässt es los. Zumindest für den Moment.
Schön :-).

Es muss auch nicht immer loslassen. Doch das Wissen um die Illusion der Geschichte, das genügt.
Ist es denn in Dir dieses loslassen? Ist es nicht einfach der Gedanke "Ich" muss etwas tun?
Und ist es für den Moment nicht sogar ein Loslassen von "Dir"?
Ein Loslassen von der Vorstellung, "Ich" oder "Marta" müsste etwas ändern? Ein Moment ohne Ich?

Marta kann blind Sachen schnappen, die plötzlich irgendwo runter fallen. Zack, schnellt die Hand und greift zu, selbst in eigentlich unmöglichen Situationen. Ich habe oft schon gedacht, wie das möglich ist, denn es geschieht so blitzartig, dass ein Ich das gar nicht überlegen und bewegen könnte.
Cool :-)
Es geschieht und es bleibt keine Zeit zum Nachdenken: Keine Zeit für Marta, da ist nur Aktion, die wahrgenommen wird :-)
Denken kommt erst hintennach....und damit Marta ;-)
Aber ist es, wenn etwas langsam geschieht nicht auch so? Es wird reagiert, es wird gedacht, es wird geplant und gemacht?
Nur, dass in der Langsamkeit viel Zeit bleibt für Gedanken, für Gedanken über mich, über "Ich" ?

Viel Zeit für die Vorstellung von "Marta" und was sie so kann und nicht kann...:-)

Mal wieder ne kleine Übung zur DE (direkten Erfahrung):

Wo auch immer du gerade sitzt, such nach einem Objekt, das du benutzen könntest.
Am besten, Du schreibst bei der Übung mit...
Nimm das Objekt nicht auf, schau dir nur das an, was du sehen kannst, ohne es zu berühren oder zu drehen.

Hast du eines?

Sieh es dir jetzt an und beschreibe, was du siehst.
Nimm dir etwas Zeit damit. Schau einfach, sonst nichts. Schreib es auf, nur das was wirklich wahrgenommen wird (z.B. Form: rund wäre bereits eine gedankliche Interpretation (Form eigentlich auch, aber dann hätten wir nix mehr zu kommunizieren)). Oder Farbe (Grün wäre schon wieder Interpretation).

Erledigt?
Beschreibe nun die Rückseite des Objekts.

Wie wird gewusst, wie die Rückseite aussieht?

Was sagt dir wie sie aussieht?

Wie kann man wissen, dass es überhaupt eine Rückseite gibt? Dass das Objekt 3D ist?

Kann dies in direkter Erfahrung erkannt werden?

Ist es überhaupt als Objekt bekannt?

Beobachte genau, was wahrgenommen wird.....dann die erscheinenden Gedanken...und wie ein "Objekt" entsteht.
Was wäre da ohne deine beschreibenden Gedanken?


Erzähl, was Dir dabei aufgefallen ist...:-)
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Wed Apr 21, 2021 2:17 pm

Es muss auch nicht immer loslassen. Doch das Wissen um die Illusion der Geschichte, das genügt.
Ist es denn in Dir dieses loslassen? Ist es nicht einfach der Gedanke "Ich" muss etwas tun?
Und ist es für den Moment nicht sogar ein Loslassen von "Dir"?
Ein Loslassen von der Vorstellung, "Ich" oder "Marta" müsste etwas ändern? Ein Moment ohne Ich?

Ich habe noch einmal nachgespürt. Es wird plötzlich mitten in der Identikation mit dem jeweiligen Stressthema wahrgenommen, dass da eine Geschichte abläuft, die mit Gedanken und dazu passenden Gefühlen angefüllt ist. Dann erfolgt kein Loslassen, sondern aus der Wahrnehmung heraus, verklingt die Geschichte dann. Vom Gefühl ähnlich wie das Aufwachen nach einem Traum, wenn man sich bewusst wird, dass die geträumte Geschichte nicht die Realität ist. Das Herz schlägt noch beschleunigt, beruhigt sich dann aber rasch und gut ist.

Und ja richtig, es verschwindet das Gefühl, irgendetwas tun/ändern/kontrollieren zu müssen. So und so läuft die Geschichte ab, so und so laufen die Gedanken und Gefühle üblicherweise ab, das nimmt seinen Lauf.

Mal wieder ne kleine Übung zur DE (direkten Erfahrung):

Wo auch immer du gerade sitzt, such nach einem Objekt, das du benutzen könntest.
Am besten, Du schreibst bei der Übung mit...
Nimm das Objekt nicht auf, schau dir nur das an, was du sehen kannst, ohne es zu berühren oder zu drehen.

Hast du eines?

Sieh es dir jetzt an und beschreibe, was du siehst.
Nimm dir etwas Zeit damit. Schau einfach, sonst nichts. Schreib es auf, nur das was wirklich wahrgenommen wird (z.B. Form: rund wäre bereits eine gedankliche Interpretation (Form eigentlich auch, aber dann hätten wir nix mehr zu kommunizieren)). Oder Farbe (Grün wäre schon wieder Interpretation).

Erledigt?
Beschreibe nun die Rückseite des Objekts.

Wie wird gewusst, wie die Rückseite aussieht?

Was sagt dir wie sie aussieht?

Wie kann man wissen, dass es überhaupt eine Rückseite gibt? Dass das Objekt 3D ist?

Kann dies in direkter Erfahrung erkannt werden?

Ist es überhaupt als Objekt bekannt?

Beobachte genau, was wahrgenommen wird.....dann die erscheinenden Gedanken...und wie ein "Objekt" entsteht.
Was wäre da ohne deine beschreibenden Gedanken?

Erstmal finde ich es schwierig, etwas ohne weitere Attribute zu beschreiben, vielleicht verstehe ich das auch falsch.
Wenn ich nicht "Flasche" und "orange" und "grün" schreiben soll, bleibt nicht mehr viel darüber zu sagen.
Es fällt auch schwer, etwas vorbehaltlos anzuschauen, wenn man das Ding 1000fach kennt.
Es wäre vielleicht etwas anderes, in ein leeres Wespennest von innen zu schauen oder ein technisches Gerät aufzuschrauben und hineinzuschauen und nicht zu "wissen", was sich da alles befindet und wozu es gemacht ist.
Vielleicht brauche ich auch ein bisschen Geduld bei der Übung, ähnlich wie bei der Körperübung, da steht auch erstmal eine Weile die gewohnte Wahrnehmung im Raum und verblasst erst dann.

Ich habe es gerade noch einmal versucht, einmal vorbehaltlos auf einen Gegenstand zu schauen, als ob ich ihn zum ersten Mal in meinem Leben sehe. Dann sehe ich eine gewisse Struktur in dem Ding (in dem Fall Haarbürste), weiß nicht, was auf der Rückseite ist (weiß ich tatsächlich nicht, vielleicht ein Schriftzug?), meine aber schon, dass es eine Rückseite gibt. Auch die dreidimensionale Wahrnehmung bleibt bestehen.

Das Objekt entsteht durch Benennung, Zweck, Wissen und Erfahrung. Ohne Objekt, einfach nur Wahrnehmung.
Ich habe gerade mal für Spaß die oberste Schreibtischschublade aufgezogen (da, wo all das Sammelsurium hineinwandert, das keinen eigenen festen Platz hat). Der Verstand rast durch die Schublade, etikettiert was das Zeug hält, unterscheidet die Sachen. Es kann aber auch als Sammelsurium in seiner Gesamtheit mit unterschiedlichsten Farben und Formen gesehen werden. Tatsächlich kann ich nicht alles auf einmal überblicken, wenn ich nicht darin herumwühle.
Nur so hineinzuschauen, war einfach auch schön. So ohne "mal aufräumen müssen", haha.

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Wed Apr 21, 2021 6:38 pm

Vom Gefühl ähnlich wie das Aufwachen nach einem Traum, wenn man sich bewusst wird, dass die geträumte Geschichte nicht die Realität ist.
Schön :-)

Und ja richtig, es verschwindet das Gefühl, irgendetwas tun/ändern/kontrollieren zu müssen. So und so läuft die Geschichte ab, so und so laufen die Gedanken und Gefühle üblicherweise ab, das nimmt seinen Lauf
:-)

Erstmal finde ich es schwierig, etwas ohne weitere Attribute zu beschreiben, vielleicht verstehe ich das auch falsch.
Wenn ich nicht "Flasche" und "orange" und "grün" schreiben soll, bleibt nicht mehr viel darüber zu sagen.
Es fällt auch schwer, etwas vorbehaltlos anzuschauen, wenn man das Ding 1000fach kennt.
Nun, in der Übung geht es darum, zu sehen, wie der Verstand aus einer reinen Wahrnehmung (direkte Erfahrung) ein "Objekt" entstehen lässt. Also Wie es für DICH zum Objekt wird.
Du darfst sehr wohl Flasche sagen, doch das ist schon längst Verstandes Interpretation, die Wahrnehmung ist wohl eher die: Farbe (diese wird eingegrenzt, daraus ergibt sich Form, das wird schon mal wahrgenommen). Nun kommt der Verstand: Vergleich mit Erinnerungen UND: Ah, eine Flasche. Farbe der eingegrenzten Form: Vergleich mit Erinnerungen: grün. Etc. Etc.)
Weißt du was ich meine? Nimmst due eine Flasche wahr? Nein in keinster Wese, dein Verstand vergleicht unermüdlich die direkte Erfahrung mit Erinnerungen, doch real ist nur: Farben, die gesehen werden).

Auch die dreidimensionale Wahrnehmung bleibt bestehen
tatsächlich? Siehst DU 3D, siehst du den Gegenstand gleichzeitig von der Seite? Oder ist nicht sogar die 3 dimensionale Wahrnehmung eine (genial schnelle) Interpretation des Gesehenen? Eine (wenngleich auch perfekte) Leistung des Verstandes?

Das Objekt entsteht durch Benennung, Zweck, Wissen und Erfahrung. Ohne Objekt, einfach nur Wahrnehmung
Es gibt nur Wahrnehmung, alles andere ist ein Sache des Verstandes. Neu diese Sichtweise, aber doch ist es so......kannst Du mir folgen?

Standardfrage: Kannst du bei dieser Wahrnehmungsübung so etwas wie ein beteiligtes Ich erkennen? Oder laufen einfach Automatismen ab (schnell und perfekt abgestimmt, dennoch nur: Automatismen)

Ohne irgendein ICH? Möglicherweise taucht irgendwann der Gedanke, "ICH hab ne Flasche gesehen" auf? But that's all....:-)
*Don't think about it...just look...and you'll see*

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MartaFeb
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Thu Apr 22, 2021 9:37 pm

Nun, in der Übung geht es darum, zu sehen, wie der Verstand aus einer reinen Wahrnehmung (direkte Erfahrung) ein "Objekt" entstehen lässt. Also Wie es für DICH zum Objekt wird.
Du darfst sehr wohl Flasche sagen, doch das ist schon längst Verstandes Interpretation, die Wahrnehmung ist wohl eher die: Farbe (diese wird eingegrenzt, daraus ergibt sich Form, das wird schon mal wahrgenommen). Nun kommt der Verstand: Vergleich mit Erinnerungen UND: Ah, eine Flasche. Farbe der eingegrenzten Form: Vergleich mit Erinnerungen: grün. Etc. Etc.)
Weißt du was ich meine? Nimmst due eine Flasche wahr? Nein in keinster Wese, dein Verstand vergleicht unermüdlich die direkte Erfahrung mit Erinnerungen, doch real ist nur: Farben, die gesehen werden).

Okay. Heute erst spät noch eine Antwort. Ich glaube, weil ich Schwierigkeiten hatte, das zu verstehen und zu sehen. Direkte Erfahrung ist nur Farbe und irgendwie Form, ich lasse das mal wirken.
Ich erinnere mich daran, wie mein erstes Kind mit unter 3 Monaten immer völlig ausgeflippt ist vor Freude, wenn das farbige Mobile oder aber auch die Blätter im Baum sich bewegten. Farbe, Form und Bewegung waren vermutlich die Auslöser. Was das war, war total egal. Wir haben immer im Vorbeigehen das Mobile und überall mit Heftzwecken an Dachschrägen mit Bändern befestigte baumelnde Stofftiere angeschubst.
Wenn ich mit einer Übung nicht richtig weiter weiß, versetze ich mich in den Zustand eines kleinen Babys, das noch fast nichts weiß.
Oder ich fokussiere meine Augen auf die Weite, so dass ich die Dinge in der Nähe nur noch vage wahrnehme. Dann ist die Wahrnehmung etwa so. Farbe, abgegrenzte Farbwechsel, kein 3D.

Mir ist noch nicht ganz klar, wozu diese Reduktion und das Fokussieren auf die direkte Erfahrung dient. Also im Kontext mit dem Erkennen, kein getrenntes Selbst zu sein.

Standardfrage: Kannst du bei dieser Wahrnehmungsübung so etwas wie ein beteiligtes Ich erkennen? Oder laufen einfach Automatismen ab (schnell und perfekt abgestimmt, dennoch nur: Automatismen)

Ohne irgendein ICH? Möglicherweise taucht irgendwann der Gedanke, "ICH hab ne Flasche gesehen" auf? But that's all....:-)

Es findet automatisch dieses Kategorisieren und Benennen statt. Bzw. das automatisierte Erkennen von Gegenständen. Ein Ich braucht es dazu nicht.

Eigentlich ist es doch ganz sinnvoll, dass der Verstand des Menschen all diese Funktionen gelernt hat.


Erste Beobachtung des heutigen Tages:
Ich habe heute im Auto mit dem inzwischen großen Kind 1 gesessen, weil wir eine halbe Stunde Zeit zwischen zwei Terminen hatten. Plötzlich hat sie mittendrin das Auto angelassen, ganz ohne dass da eine bewusste Entscheidung stattgefunden hat, jetzt loszufahren. Schlüssel gedreht, losgefahren. Da war der Impuls, aber kein Gedanke oder eine Entscheidung. Ein "Ich" gab es dabei nicht.

Zweite Beobachtung:
All die Ideen, die im Laufe eines Tages aufkommen. Die sind bei weitem nicht alle sinnvoll oder werden auch umgesetzt. Manche sind auch richtig gut. Sie kommen einfach. Ganz ohne ein Zutun. Sie werden plötzlich gedacht. Sehr cool. "Ich" habe damit nichts zu schaffen.

Dritte Beobachtung:
All die Gedanken und vermeintlichen Arbeitsaufträge, was alles getan werden muss (Ablage, Aufräumen, Renovieren, Ausmisten, Überarbeiten, etc.), ploppen ebenso den lieben langen Tag auf. Wenn sie nur als wahllos aufploppende Gedanken gesehen werden, verlieren sie ihre einschüchternde und stressende Macht. Einfach nur Gedanken. Mehr nicht.
Was nicht heißt, dass nicht das eine oder andere dann auch getan wird. Aber was für eine Wonne, weder Urheber noch Knecht dieses unermüdlichen Auftraggebers sein zu müssen.

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Mauritius
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Re: Bereit zu schauen

Postby Mauritius » Fri Apr 23, 2021 1:28 pm

Wenn ich mit einer Übung nicht richtig weiter weiß, versetze ich mich in den Zustand eines kleinen Babys, das noch fast nichts weiß.
Oh ja sehr gut! "Werdet wie die Kinder" ;-)
Ist dieser Zustand denn unnatürlich, ist das kleine Baby kein Mensch? Doch, aber es ist nicht identifiziert....da geschieht sehen, da geschieht staunen, da geschieht zwicken im Bauch da geschieht Hunger, da geschieht schreien.....
Hat das Baby ein Ich? Braucht das Baby ein Ich?

Mir ist noch nicht ganz klar, wozu diese Reduktion und das Fokussieren auf die direkte Erfahrung dient. Also im Kontext mit dem Erkennen, kein getrenntes Selbst zu sein.
Weil diese direkte Erfahrung...sagen wir, der Zustand des Babys ist...und du daraus ersehen kannst, wie dein Gedanken deine "Welt" "formen", ja sie für dich entstehen lassen. Und wie sie letztendlich "Dich" entstehen lassen. Wo kein Ich ist, da ist auch keine Trennung (wie auch, wenn einfach nur Erfahrung da ist, ohne Bewertung....gibt es keine Trennung). Erst der Gedanke "Ich und die anderen" oder "Dies und jenes", etc....hier beginnt die Trennung. Doch in der direkten Erfahrung, da ist nichts getrennt....da ist einfach nur erscheinen und vergehen.

Es findet automatisch dieses Kategorisieren und Benennen statt. Bzw. das automatisierte Erkennen von Gegenständen. Ein Ich braucht es dazu nicht.
Sehr gut....lass dich immer wieder auf diese Erkenntnis ein, ja verinnerliche sie...sie darf sich "entfalten". :-)

Eigentlich ist es doch ganz sinnvoll, dass der Verstand des Menschen all diese Funktionen gelernt hat.
Oh ja, um nicht zu sagen lebensnotwendig....wo wäre der Mensch sonst...auf der Stufe eines Einzellers vielleicht?
Doch etwas zu können, heißt nicht, das auch zu sein.

Die sind bei weitem nicht alle sinnvoll oder werden auch umgesetzt. Manche sind auch richtig gut.
Cool...wer sagt, welche Gedanken sinnvoll oder richtig gut sind? Sind das nicht auch einfach nur Gedanken, die sich auf andere Gedanken beziehen, Vergleichen und abwägen und zum Inhalt eine Bewertung über die andere Gedanken haben? ;-)

Wenn sie nur als wahllos aufploppende Gedanken gesehen werden, verlieren sie ihre einschüchternde und stressende Macht.
Sie werden nicht nur als aufploppend gesehen. Es ist auch so. Dies meinte ich irgendwann damit, eine Frage der Sichtweise. Irgendwann erscheint die "alte" Sichtweise nicht mehr als echt.

Einfach nur Gedanken. Mehr nicht.
Was nicht heißt, dass nicht das eine oder andere dann auch getan wird. Aber was für eine Wonne, weder Urheber noch Knecht dieses unermüdlichen Auftraggebers sein zu müssen.
Wie schön...der Beginn echter Freiheit :-)
Und wenn Schmerz auftaucht, egal weswegen, dann ist da eben Schmerz. Doch der Widerstand dagegen, der Widerstand im Kopf, die Identifizierung mit der, die Widerstand hat.....das ist dann Leiden.

Lass das mal alles ein wenig sacken, beobachte weiter, und erzähl, wie es dir damit ergeht...ich bin gespannt :-)
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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Sun Apr 25, 2021 12:00 pm

Danke, Mauritius, für all das hier.

Heute ist der letzte Tag der mehrwöchigen Auszeit von der Berufstätigkeit, bin gespannt, wie nun alles weitergeht und sich zusammenfügen wird. Die große Entscheidung steht nun bereits zu 90%. Das ein oder andere klärende Gespräch will noch geführt werden und dann kann zur Tat geschritten werden.

Ist dieser Zustand denn unnatürlich, ist das kleine Baby kein Mensch? Doch, aber es ist nicht identifiziert....da geschieht sehen, da geschieht staunen, da geschieht zwicken im Bauch da geschieht Hunger, da geschieht schreien.....
Hat das Baby ein Ich? Braucht das Baby ein Ich?

Nein, es braucht kein Ich. Es ist einfach. Mein Widerstand gegen die Sichtweise des getrennten Ichs wird tatsächlich auf subtile Weise weniger, wenn auch die Wahrnehmung ein Ich zu sein, immer noch passiert. Ist aber egal. Es ist so, wie es ist. Marta hat nun Geduld ;-)

Weil diese direkte Erfahrung...sagen wir, der Zustand des Babys ist...und du daraus ersehen kannst, wie dein Gedanken deine "Welt" "formen", ja sie für dich entstehen lassen. Und wie sie letztendlich "Dich" entstehen lassen. Wo kein Ich ist, da ist auch keine Trennung (wie auch, wenn einfach nur Erfahrung da ist, ohne Bewertung....gibt es keine Trennung). Erst der Gedanke "Ich und die anderen" oder "Dies und jenes", etc....hier beginnt die Trennung. Doch in der direkten Erfahrung, da ist nichts getrennt....da ist einfach nur erscheinen und vergehen.

Okay

Eigentlich ist es doch ganz sinnvoll, dass der Verstand des Menschen all diese Funktionen gelernt hat.

Oh ja, um nicht zu sagen lebensnotwendig....wo wäre der Mensch sonst...auf der Stufe eines Einzellers vielleicht?
Doch etwas zu können, heißt nicht, das auch zu sein.

Hatte vorgestern ein langes Gespräch mit einem Freund darüber. Der entwicklungstechnische Fortschritt der Menschheit war ein Punkt davon. Das bedeutet, all das, was ist, ist möglich. Und dass sich die beteiligten Menschen als einzelne getrennte Ichs dabei erleben, tut nichts zur Sache?

Wenn sie nur als wahllos aufploppende Gedanken gesehen werden, verlieren sie ihre einschüchternde und stressende Macht.

Sie werden nicht nur als aufploppend gesehen. Es ist auch so. Dies meinte ich irgendwann damit, eine Frage der Sichtweise. Irgendwann erscheint die "alte" Sichtweise nicht mehr als echt.

Cool.


Gestern habe ich mannigfaltig erlebt, wie fortlaufend Geschichten aufkommen, Gefühle erzeugen, auf die Stimmung einwirken und wieder vergehen. Auf und ab. Freude, Bedrücktsein, Traurigkeit, Liebe, Begeisterung, Sorge, Angst, Ratslosigkeit, Dankbarkeit, Faszination, Glück und wieder von vorne.
Ich war sehr fasziniert, immer wieder davon Abstand nehmen zu dürfen. Erleichtert. "Ich" muss das nicht alles auflösen, lösen, tun, in Ordnung bringen, und, und, und.
Es reicht aus, es wahrzunehmen. Die Dinge werden auch so getan. Und wenn dies "suboptimal" geschieht, ist auch das nur ein Gedanke. Selbst wenn Marta glaubt, sie könnte es besser machen, wenn sie das Ruder in die Hand nimmt, ist auch das nur ein Gedanke und das Ergebnis ist genauso gut oder schlecht, wie auch immer. Es bleiben alles gedankliche Bewertungen.

Auf dem oben erwähnten langen Spaziergang mit dem Freund wurde von diesem auch etwas über die Art der Beziehung miteinander über all die Jahre angesprochen. Da gibt es durchaus Ereignisse, auf die ich nicht stolz bin. Ich konnte das gut im Kontext von Marta und ihrer Geschichte sehen, offen ansprechen, Bedauern äußern und gleichzeitig deutlich spüren, dass es einfach so war, wie es war (bzw. wie diese Sache heute gedacht wird). Das hat sich gut und friedvoll angefühlt.

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Re: Bereit zu schauen

Postby MartaFeb » Sun Apr 25, 2021 7:54 pm

Vor einer Stunde ist dann die Entscheidung gefallen.
Klar, war vorbereitet, aber der letzte Impuls kam plötzlich auf, die Hauptperson wurde angerufen, ging direkt ans Telefon, wurde von Marta gefragt und ein fröhliches “Ja, total gerne“, kam zur Antwort.

Nun denn, nun gibt's einiges zu tun.

Brauchte es ein “Ich“ für diese Entscheidung?

Nein.

Es war in diesem Prozess und auch in der gedanklichen Vorstellung der Tragweite sehr, sehr erleichternd, dass “Ich“ mich raushalten durfte.


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