:-) So ist es. Tust du ja auch sehr schön.Ich soll hier ehrliche Antworten geben und nur das, was ich selbst erfahre.
OK, sagen wir: es taucht jetzt 13 auf. "Du" sagst aber nicht 13, sondern die nächste Zahl, die dir einfällt, sagen wir 43. Doch jetzt kommts: wie entsteht denn die Zahl 43 ? Tauch sie nicht genauso auf, wie die 13? nicht gedacht und nicht gemacht, sie taucht einfach auf. Genauso wie der Gedanke: "Ich sag jetzt ne andere Zahl". Doch dieser Gedanke hats in sich, denn: da IST das Ich drin. Klingt glaubhaft. Doch die Bewertung glaubhaft, ist halt auch nur ein Gedanke, wie 13 und 43 (die Gewichtung ist eben auch Inhalt eines anderen Gedanken), wie die Perlenkette.Die Zahl zwischen 1 und 100 ploppt einfach auf, aber dennoch kann ich stattdessen auch 42 sagen. Oder 43, selbst wenn zunächst eine 63 erscheint. Gut, 43 war die nächste Idee, die kam.
Super, ist doch hoch interessant was Du schreibst.Wobei ich vor lauter nicht weiter wissen, gestern und heute hier nichts schrieb und es mir eben dann in den Sinn kam, doch noch zu schreiben und eben einfach das hier zu schreiben, was gerade entsteht.
Was ist, wenn Du das denken weglässt? Wer denkt denn? Hast du jemals irgendeinen Gedanken gemacht? Hast Du ihn geformt? Oder einfach nur beobachtet?Wenn ich die Übungen mache, denke ich schon, dass ich sie selbst mache, auch wenn ich in den Übungen selbst, meine Zweifel daran bekomme.
Worin liegt hier der Unterschied zu der Vorstellung, es tatsächlich selber zu tun?Gesehen wird das aber nicht. Das ist eher das Fantasiespiel, dass ich mir vorstelle, es nicht selbst zu tun.
Sind nicht beides nur Vorstellungen?
Wenn es real ist, dann kannst du es mir bitte beschreiben.Das ICH ist unbeweisbar. Ich kann es nicht vorzeigen. Es wird nur gedacht. Dennoch empfinde ich das Ich real
Zur Fata Morgana Metapher sieht das so aus:
Du kannst auch nach dem Erkennen der Fata Morgana noch immer steif und fest behauten, da ist Wasser. Doch Du kannst hundertmal hineingreifen, und findest doch nur: Sand.
Es erfordert nur eines: die Bereitschaft eine neue Sichtweise einzunehmen. Das Beharren auf einer Meinung ist da nicht recht förderlich....doch lass uns weitersehen :-)
Wie Du schon sagts: du denkst.Das Ich-Gefühl ist einfach dominant, selbst wenn ich beobachte, dass es oft nicht so ist. Das steht nebeneinander.
Gedanken und Bilder kommen, ebenso Impulse und Bewegungen des Körpers. Das geschieht. Und parallel denke ich aber, dass ich viele Dinge tue.
Vielleicht kannst du diesen "Denkfilter" bei der nächsten Übung mal außen vor lassen:
Nehmen wir an, du hast deine Schlüssel verloren und schwörst, dass du sie in deinem Mantel gelassen hast. Du schaust nach und überprüfst alle Taschen - die Schlüssel sind nicht da.
Du schwörst, dass sie es sein müssen, denn das war der letzte Ort, an dem du dich an sie erinnerst. Du hast eine lebhafte Erinnerung daran, dass du sie dort platziert hast, nachdem du das Haus verlassen hast.
Aber wenn du es überprüfst, sind sie nicht da. An dieser Stelle könntest du weiter glauben, dass die Schlüssel in deiner Tasche sind, oder du könntest zugeben, dass du dich geirrt hast.
Das ist einfach so.
Du kannst deutlich sehen, dass das Selbst eine Illusion ist, aber trotzdem ein Gefühl von "Selbst-Sein" verspürst - genau wie bei den Schlüsseln.
Aber zu fühlen/zu glauben, dass etwas wahr ist oder nicht, oder dies zu sehen, ist etwas anders.
Nun möchte ich dich bitten, diesen GEFÜHL des Selbst sehr gründlich zu erforschen. Nicht indem du darüber nachdenkst, sondern indem du es FÜHLST.
Behalte den Fokus der Aufmerksamkeit auf das Gefühl des Selbst und frage nach:-
Hat das Gefühl von Selbst einen Ort?
Hat das Gefühl von Selbst eine Form oder eine Größe?
Sagt oder kommuniziert das Gefühl von Selbst etwas?
Wenn die Antwort ja ist, wie macht das Gefühl von Selbst genau das?
Hat Gefühl von Selbst irgendwelche Eigenschaften oder Attribute?
Woraus ist das Gefühl von Selbst gemacht? Ein Bild? Klang? Geschmack? Geruch?
Empfindung? Gedacht?
Mach diese Übung genau, und Schau dabei nach, ob dieses Selbst nicht mehr als Ein bloßer Gedanke(oder mehrere) ist.
Und schau auf die feste Überzeugung, dass es da ein Ich geben muss. Was ist sie? Nicht auch ein bloßer Gedanke?
Ist da tatsächlich mehr als einfach: Wahrnehmung, Erfahrung?
Bin gespannt :-)

