Aufwachen

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Klaus
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Re: Aufwachen

Postby Klaus » Mon Oct 15, 2018 6:57 pm

Danke für Dein Guiding, ich bin sehr damit einverstanden, dass Du immer wieder denselben "Punkt" ansprichst. Also Akzeptanz gegenüber Allem, was mir geschieht. Das würde sich gut anfühlen. Irgendwie verzichtet man dann auf das Ich und die damit einher gehenden Ansprüche.

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Glueckseligkeit
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Re: Aufwachen

Postby Glueckseligkeit » Mon Oct 15, 2018 7:11 pm

Irgendwie verzichtet man dann auf das Ich und die damit einher gehenden Ansprüche.

Alles, was zum Einssein führt, lässt zwangsläufig das Ich verschwinden. Denn das "Ich" mit all seinen Beurteilungen ist das, was - scheinbar - teilt. In der vollkommenen Akzeptanz zerfließen Denken und "Ich".

Wenn ein schlechter Gedanke oder ein schlechtes Gefühl kommen und Du akzeptierst diese kompromisslos, voll und ganz, was passiert mit diesen? Das ist die Freiheit. Die Enge verschwindet. Das Herz geht auf. Übe das und berichte gerne darüber.
Liebe Grüße
Andreas

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Klaus
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Re: Aufwachen

Postby Klaus » Wed Oct 17, 2018 8:43 am

Gestern gab es viele Gelegenheiten, schlechte Gedanken/Gefühle zu akzeptieren. War im Krankenhaus, OP-Leistenbruch: Eine Distanz ergibt sich bei Akzeptanz, Identifikation wird erschwert. Kein Widerstand und die Energie wird gespart. Das Problem war nur: Wann sollte das Handeln anfangen: Am Bett neben mir kommunizierte laut eine türkische Familie, danach der übernächste Bettnachbar, dabei lief der Fernseher. Dass um 20.45 Uhr zu erwartende Fußballspiel ließ mich Reissaus nehmen und ich entließ mich humpelnd nach Hause. Wann handeln aufgrund unerträglicher Gefühle? Trotzdem keine Identifikation mit Handlungen versucht.

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Glueckseligkeit
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Re: Aufwachen

Postby Glueckseligkeit » Sun Oct 21, 2018 4:08 pm

In der Rolle des Denkers, Kritikers und Beurteilers ist es schwer, von als unerträglich wahrgenommenen Faktoren Abstand zu finden. Wenn Du im Krankenhaus liegst und ausgerechnet eine lautstarke türkische Familie und dann auch noch ein Fußballspiel "vom Schicksal aufgehalst" zu bekommen, ist sehr interessant. Oder? Warum gerade Du? Warum war im Zimmer nicht Ruhe, weil jemand in Deinem Zimmer war, der genauso die Ruhe liebt wie Du? Werde neugierig und interessiert, was passiert. Im Fokus hast Du den Wunsch nach Ruhe. Warum hast Du ausgerechnet diesen Wunsch? Es gibt Menschen, die nichts toller finden als in die Disco zu gehen und stundenlang der lauten Musik ausgesetzt zu sein. Warum willst Du Ruhe? Und warum begegnet Dir Unruhe, wenn Du doch Ruhe möchtest?

Schreib einfach mal, was Dir so als Antwort kreativ in den Kopf kommt...
Liebe Grüße
Andreas

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Klaus
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Re: Aufwachen

Postby Klaus » Sun Oct 21, 2018 7:12 pm

Also, lieber Andreas,
warum will ich Ruhe im Krankenbett? Weil ich kein Smartphone habe, das mich fesselt und kein Fernsehen mag, wenn mir gerade der Bauch aufgeschnitten wurde. Und weiter: Ich suche nicht nach Ablenkung sondern nach mir selbst (sonst wäre ich ja auch nicht hier). Ich ertrage die normal ferngesteuerten Menschen nicht (mehr) und es ist mir ein Greuel, ihnen so ausgeliefert zu sein, wie es im Krankenhaus war.
Und warum begegnet Dir Unruhe, wenn Du doch Ruhe möchtest?
Ist wohl ein Test (von niemandem), mich an die Grenze der Belastbarkeit zu bringen.. und aus der Fassung, wie es ja auch geschah. Mehr Leid, mehr Aufwachen! So etwa nach der Devise. Oder: Das Leid sollte immer größer werden, damit man gezwungen ist, aufzuwachen, weil man sich nirgendwo mehr in einer Komfortzone verstecken kann. Ich weiss nicht, ob das jetzt kreativ war, aber ich habe furchtbare Angst vor dieser Welt.

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Re: Aufwachen

Postby Glueckseligkeit » Sun Oct 21, 2018 7:36 pm

Lieber Klaus,

Ich ertrage die normal ferngesteuerten Menschen nicht (mehr)

Könnte es sein, dass Du in diesen ferngesteuerten Menschen Dein eigenes nervende und trostlose Gefühl von "ferngesteuert sein" wahrnimmst?

aber ich habe furchtbare Angst vor dieser Welt.

Was genau macht Dir Angst? Lass uns dem auf den Grund gehen, wenn Du magst.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Aufwachen

Postby Klaus » Sun Oct 21, 2018 8:38 pm

Könnte es sein, dass Du in diesen ferngesteuerten Menschen Dein eigenes nervende und trostlose Gefühl von "ferngesteuert sein" wahrnimmst?
Ja klar könnte das sein, aber ich versuche, nein, ich muss unbedingt weg davon, so unbewusst und im Tiefschlaf zu vegetieren.
Es ist die schiere Not, warum ich das, was die "Anderen" (scheinbar auch noch lustvoll) so an täglichem Programm absolvieren, nicht mitmachen kann. Es geht nicht und ging auch noch nie. Es wird nur immer schlimmer, je älter ich werde.
Was genau macht Dir Angst? Lass uns dem auf den Grund gehen, wenn Du magst.
Das Unbewusste darin und das scheinbar Normalste der Welt, sich so zu benehmen und zu leben, macht mir Angst. Weil, sie wissen noch nicht mal, was sie tun. Es ist völlig in Ordnung, so zu "sein". Dabei sind es nur fremdbestimmte Marionetten, die mich - sogar ohne, dass sie es beabsichtigen - nerven, so dass ich eigentlich nur noch fliehen will, aber ich weiss nicht, wohin.
Wer denkt diese Gedanken?

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Re: Aufwachen

Postby Glueckseligkeit » Sun Oct 21, 2018 8:46 pm

Das Unbewusste darin und das scheinbar Normalste der Welt, sich so zu benehmen und zu leben, macht mir Angst. Weil, sie wissen noch nicht mal, was sie tun. Es ist völlig in Ordnung, so zu "sein". Dabei sind es nur fremdbestimmte Marionetten, die mich - sogar ohne, dass sie es beabsichtigen - nerven, so dass ich eigentlich nur noch fliehen will, aber ich weiss nicht, wohin.

Ein Impuls in mir vermutet, dass da eine alte Konditionierung aus Kindertagen drinhängt. Ich glaube, dass wir mal schauen sollten, ob wir außerhalb von Bits und Bytes in Kommunikation treten können.

Wer denkt diese Gedanken?

Das ist die entscheidende Frage...
Etwas, das sich dem Bewusstsein entzieht. Denn wenn es bewusst wäre, würdest Du Dir diese Gedanken ja nicht antun, oder?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Aufwachen

Postby Klaus » Sun Oct 21, 2018 8:57 pm

Ein Impuls in mir vermutet, dass da eine alte Konditionierung aus Kindertagen drinhängt. Ich glaube, dass wir mal schauen sollten, ob wir außerhalb von Bits und Bytes in Kommunikation treten können.
Sehr gerne, ich schreibe Dir eine Mail.


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