Suche Begleiter

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exorlen
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Postby exorlen » Wed Nov 01, 2017 11:36 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Das, wofür ich mich halte, also die Person als die ich der Welt gegenüber auftrete, ist nur eine Rolle. Nützlich ist diese Rolle im sozialen Gefüge, aber Identifikation mit genau dieser Rolle führt zu Leid.

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich möchte mich aus meiner Person befreien, ich erhoffe mir damit auch Leid und Abhängigkeit hinter mir zu lassen.
Ich möchte die Wirklichkeit herausfinden.
Aufmerksam geworden bin ich auf nondualitische Sichtweisen durch privates Interesse an Psychologie. Erkenntnisse, die aus psychologischen Sichtweisen abgeleitet werden können, decken sich zum größten Teil mit spirituellen Traditionen.

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich wurde schon einmal begleitet, ich habe die Illusion auch für eine Weile durchschaut, nur leider griff es nach ein paar Wochen nicht mehr. Jetzt stehe ich wieder ganz am Anfang, ich habe nicht mal mehr eine Vorstellung davon, was Leere und Ich-Losigkeit bedeutet.

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Eine starke Veränderung meiner Wahrnehmung, die mich von Gedanken und dem Leid, den sie erzeugen, befreit.

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10/10

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flowings
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Re: Suche Begleiter

Postby flowings » Fri Nov 03, 2017 2:57 pm

Hallo, exorien!

Bitte lies den Text “Einführende Worte“ aufmerksam durch und bestätige mir, dass dir alles klar ist (bzw frag mich, wenn Unklarheiten da sind)

Bitte sei dir darüber im Klaren, dass das Durchschauen der Ich-Illusion nicht das Leiden an sich beenden wird!
Ich wurde schon einmal begleitet, ich habe die Illusion auch für eine Weile durchschaut, nur leider griff es nach ein paar Wochen nicht mehr.
Fand diese Begleitung hier auf LU statt?
Wie lange ist das her?


Alles Liebe!
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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Fri Nov 03, 2017 5:20 pm

Ja die Begleitung fand hier bei LU statt. Es war im März/April. Ich hoffe, dass dies kein Problem ist.

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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Fri Nov 03, 2017 5:24 pm

Hallo, exorien!

Bitte lies den Text “Einführende Worte“ aufmerksam durch und bestätige mir, dass dir alles klar ist (bzw frag mich, wenn Unklarheiten da sind)

Bitte sei dir darüber im Klaren, dass das Durchschauen der Ich-Illusion nicht das Leiden an sich beenden wird!


Alles Liebe!
Befreit ein Leben ohne Ich nicht von Leid, das durch Gedanken erzeugt wird?

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Re: Suche Begleiter

Postby flowings » Fri Nov 03, 2017 6:35 pm

die Begleitung fand hier bei LU statt. Es war im März/April. Ich hoffe, dass dies kein Problem ist.
Natürlich nicht!
Deine Antworten helfen mir einfach, zu sehen, wo du stehst.
Kann es sein, dass die Ich-Illusion nicht vollständig durchschaut wurde?
Hast du die sechs Abschlussfragen beantwortet und wurden diese abschliessend besprochen?
Hast du eventuell eine "Further Inquiry" im After-Gate-Bereich gestartet?

Befreit ein Leben ohne Ich nicht von Leid, das durch Gedanken erzeugt wird?
Nein. Abgesehen davon, dass ein Leben ohne Ich jetzt schon stattfindet:
Das Durchschauen der Ich-Illusion wird keine Gedanken auflösen; weder fröhliche, noch leidvolle.
Es ist möglich, dass das Leiden immer "harmloser" wird, weil sich die Identifikation damit auflöst.
Dies kann "nach dem Torlosen Tor" geschehen - unter Umständen in einem sich langsam entfaltenden Prozess.
Niemand weiss genau, wie das bei dir sein wird - es ist daher wichtig, dass du dich von solchen Erwartungen nicht vereinnahmen lässt: Sie können deine Klarheit stören, deinen offenen Blick auf das, was JETZT ist, verschleiern.

Schau dir mal genau an, woher deine Erwartungen stammen...
Gehört, gelesen, ausgedacht, gehofft?
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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Sat Nov 04, 2017 2:18 am

Zumindest kurzzeitig würde ich sagen, dass die Illusion durchschaut wurde. Also einige Momente mit totaler Desidentifikation.
Die 6 Abschlussfragen habe ich beantwortet. Mein Guide meinte dann, es geht nicht um erdenken, sondern erleben, also dass ich die Ich-Illusion gedanklich nachvollzogen habe, aber nicht wirklich erlebt habe. Womöglich ist dies wahr.

Meine Erwartungen kommen von dem, was ich über die Illusion gehört habe:
https://www.youtube.com/watch?v=id_MRkPN8P4

Ist es möglich, die Illusion zu durchschauen und für immer hinter sich zu lassen?

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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Sat Nov 04, 2017 1:00 pm

Ich meine, totale Akzeptanz dessen was ist, ein Leben im Hier und Jetzt ohne Ausnahme.
Sich so weit von Gedanken entfernen, dass ich sie als kleine unwichtige Geschichten sehen kann.

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Re: Suche Begleiter

Postby flowings » Sat Nov 04, 2017 1:10 pm

Ist es möglich, die Illusion zu durchschauen und für immer hinter sich zu lassen?
Ja.
Wir vergleichen das Durchschauen der Ich-Illusion gerne mit dem Durchschauen der "Weihnachtsmann-Illusion":
Wenn man als Kind herausfindet, das Santa Claus nicht echt ist - wenn man wirklich diese Illusion durchschaut hat, dann ist das unumkehrbar. Man kann nicht wieder anfangen, an den Weihnachtsmann zu glauben.
Vielleicht sind da noch Prägungen in einem, die noch ablaufen: es tauchen noch bestimmte "Weihnachtsmanngefühle" (Respekt, Furcht, Freude, Festlichkeit...) auf, wenn einem ein Typ mit rotem Mantel und Bart gegenüber steht und einen mit tiefer Stimme anspricht, aber so richtig ernst kann man das dann nicht mehr nehmen.

es geht nicht um erdenken, sondern erleben,
Genau das ist der Casus Knacksus!
Was wir tatsächlich erleben und wie wir dieses reine Erleben gedanklich interpretieren, was wir also glauben, sind zwei paar Schuhe.

Womit wir zu den Erwartungen kommen:
Du hast etwas gehört und glaubst das nun.
Die Dame in dem Youtube-Video zum Beispiel beginnt mit den Worten "Are you ready to end your suffering?" und baut damit eine Erwartung auf, die so nicht pauschal wahr ist und nicht für alle Menschen gleich zutreffen kann. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist nicht das Ende der Fahnenstange, sondern eher ein "Stromeintritt".
Solange du denkst / glaubst / dir vorstellst, dass du hier mit einem Paukenschlag das Leiden komplett aus deinem Leben entfernen kannst, wirst du dich selbst darin behindern, unvoreingenommen auf das Erleben im Jetzt zu schauen: Dein Blick wird immer suchend auf dieses Ziel in einer fiktiven Zukunft ausgerichtet sein bzw verschleiert sein.

Die besten Erfolgsaussichten für diese Arbeit hier sind, wenn du deine Aspiration auf das hier fokussierst:
Ich möchte die Wirklichkeit herausfinden.
Bitte sei zu jedem Zeitpunkt in unserem Dialog wach darüber, ob irgendwelche Erwartungen oder Vorstellungen den klaren Blick aufs tatsächliche Erleben trüben!
Teile mir mit, wenn du das erkennst!
Einverstanden?
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Re: Suche Begleiter

Postby flowings » Sat Nov 04, 2017 1:13 pm

Ich meine, totale Akzeptanz dessen was ist, ein Leben im Hier und Jetzt ohne Ausnahme.
Gut möglich, dass das auf deinem Weg passieren wird.
Das würde auch das Leiden mit einschliessen, nicht wahr?
Sich so weit von Gedanken entfernen, dass ich sie als kleine unwichtige Geschichten sehen kann.
Was genau soll sich von Gedanken entfernen?
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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Sat Nov 04, 2017 5:29 pm

Ich meine, totale Akzeptanz dessen was ist, ein Leben im Hier und Jetzt ohne Ausnahme.
Gut möglich, dass das auf deinem Weg passieren wird.
Das würde auch das Leiden mit einschliessen, nicht wahr?
Sich so weit von Gedanken entfernen, dass ich sie als kleine unwichtige Geschichten sehen kann.
Was genau soll sich von Gedanken entfernen?
Ich bin so fest mit meiner Person identifiziert, dass ich momentan eine Vorstellung von einem Ich habe. Wie kann ich diese Identifikation lockern? Beim Blick in den Spiegel, bei sozialer Interaktion und in Gedanken halt ich die Vorstellung aufrecht. Allein schon die Sprache geht von einem Ich aus, in jedem zweiten Satz taucht das Wort auf.
Was kann ich tun?

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Re: Suche Begleiter

Postby flowings » Sat Nov 04, 2017 7:12 pm

Allein schon die Sprache geht von einem Ich aus, in jedem zweiten Satz taucht das Wort auf.
Ja, unsere Sprache und unser Denken basieren auf Unterscheidung, in der Sprache und im Denken entsteht die Trennung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Innen- und Aussenwelt, zwischen Ich und Du.
Im wirklichen, direkten Erleben - bevor also das Denken eine Vorstellung entwickelt - existiert kein "Ich" - und genau das wollen wir hier untersuchen.
Was kann ich tun?
Schau aufs direkte Erleben. Entdecke, wie der ständig laufende Denkprozess das wirkliche Erleben ununterbrochen interpretiert, etikettiert, analysiert.
Was ist wirklicher? Das, was erlebt wird oder das, was geglaubt wird?
Beim Blick in den Spiegel (...) halt ich die Vorstellung aufrecht.
Lass uns mal damit beginnen, den Blick - nicht in den Spiegel, sondern allgemein den Blick nach "Aussen" zu untersuchen, um anhand des Sehens zu schauen, was wirkliches unmittelbares Erleben ist und wie das Denken diese Erfahrung deutet und in Einzelteile zerlegt.

Schliess für einige Sekunden die Augen. Wenn du sie öffnest, achte auf den ersten Augenblick:
Kannst du diesen Moment wahrnehmen, wo nur Sehen da ist - ohne Denken?
Ist es nicht so, dass alles, was im Blickfeld vor dir liegt, in diesem winzigen Sekundenbruchteil gesehen wird?
Aber ist in diesem kurzen Augenblick wirklich alles schon benannt? Ist da schon Tisch, Vase, Fenster, Baum vorhanden - oder geschieht die Unterteilung und Benennung in einzelne Objekte erst anschliessend in automatisch ablaufenden Gedanken?
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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Sun Nov 05, 2017 5:10 pm

Allein schon die Sprache geht von einem Ich aus, in jedem zweiten Satz taucht das Wort auf.
Ja, unsere Sprache und unser Denken basieren auf Unterscheidung, in der Sprache und im Denken entsteht die Trennung zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Innen- und Aussenwelt, zwischen Ich und Du.
Im wirklichen, direkten Erleben - bevor also das Denken eine Vorstellung entwickelt - existiert kein "Ich" - und genau das wollen wir hier untersuchen.
Was kann ich tun?
Schau aufs direkte Erleben. Entdecke, wie der ständig laufende Denkprozess das wirkliche Erleben ununterbrochen interpretiert, etikettiert, analysiert.
Was ist wirklicher? Das, was erlebt wird oder das, was geglaubt wird?
Beim Blick in den Spiegel (...) halt ich die Vorstellung aufrecht.
Lass uns mal damit beginnen, den Blick - nicht in den Spiegel, sondern allgemein den Blick nach "Aussen" zu untersuchen, um anhand des Sehens zu schauen, was wirkliches unmittelbares Erleben ist und wie das Denken diese Erfahrung deutet und in Einzelteile zerlegt.

Schliess für einige Sekunden die Augen. Wenn du sie öffnest, achte auf den ersten Augenblick:
Kannst du diesen Moment wahrnehmen, wo nur Sehen da ist - ohne Denken?
Ist es nicht so, dass alles, was im Blickfeld vor dir liegt, in diesem winzigen Sekundenbruchteil gesehen wird?
Aber ist in diesem kurzen Augenblick wirklich alles schon benannt? Ist da schon Tisch, Vase, Fenster, Baum vorhanden - oder geschieht die Unterteilung und Benennung in einzelne Objekte erst anschliessend in automatisch ablaufenden Gedanken?
Ja das Erleben ist real, das Denken interpretiert es. Trotzdem besteht die Vorstellung, dass jemand alles wahrnimmt, den Seheindruck etc-
Ich schaue aufs direkte Erleben und es stellt sich eine angenehme Ruhe ein.
Ist völlige Desidentifikation möglich, ist es möglich jeden Moment voll zu erleben oder wird sich die Vorstellung an ein Ich immer wieder aufdrängen?

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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Sun Nov 05, 2017 5:12 pm

Ich bin der Betrachter, der das Treiben meiner Person auf dem Spielfeld der Wirklichkeit wahrnimmt.

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Re: Suche Begleiter

Postby flowings » Sun Nov 05, 2017 6:02 pm

Ja das Erleben ist real, das Denken interpretiert es. Trotzdem besteht die Vorstellung, dass jemand alles wahrnimmt, den Seheindruck etc-

Ist die Vorstellung, dass da "Jemand" ist, der alles wahrnimmt, Teil des direkten, wirklichen Erlebens oder Teil der gedanklichen Interpretation?


Schau dir das anhand folgender zweiteiliger Übung genauer an:
Image
"Ich sehe eine Erdbeere" ist das, was wir für gewöhnlich sagen - und innerhalb unserer alltäglichen Konsensrealität würde das wohl jeder so unterschreiben.

Aber was passiert hier wirklich?

  • Schau dir zunächst mal an, wie das Etikett "Erdbeere" als gedankliche Vorstellung auftaucht, gefolgt von allerlei anderen "Erdbeergedanken".
    Geschieht das automatisch oder steuerst du diese Vorgänge bewusst?
    Ist "Erdbeere" wirklich? Was wird hier wirklich gesehen?
  • Schau direkt auf das Sehen - bevor das Denken die Wirklichkeit interpretiert:
    Ist da ein "Ich", dass das Sehen macht? Ist da ein "Ich", dem das Sehen "zustösst"?
    Ist da ein vom Prozess des Sehens unabhängiger Beobachter wahrzunehmen?
    Sind Gesehenes, Sehen und Seher im wirklichen Erleben tatsächlich drei verschiedene Dinge?
    Oder ist da in Wirklichkeit nur "Sehen"?


Denk nicht nach, sondern SCHAU HIN...
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Re: Suche Begleiter

Postby exorlen » Mon Nov 06, 2017 12:36 pm

Ja ich habe eine vage Vorstellung davon. Es gibt nur das direkte Erleben ohne ein Ich.
Meine Frage ist noch, ob es möglich ist, die Identifikation so zu lockern, wenn ich nur oft genug hinseh, sodass die Illusion im Alltag nicht mehr greift und damit egozentrisches Leiden ein Ende nimmt?
Ich schaffe es nämlich nicht, nur beim Erleben zu bleiben. Mein Denken gleicht die Wirklichkeit mit einer Wunschvorstellung ab, es sollte so sein und nicht so.


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