Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Frage wie ich das stetige Gefühlschaos und die stetige Verwirrung, die ich seit Jahren in mir spüre überwinden kann. Als ich nach vielen Versuchen letztendlich anfing unter Panikattacken zu leiden, begann ich eine Psychotherapie. Sicher hat mir diese geholfen, jedoch spürte ich schnell, dass es mehr geben muss als nur seine Vergangenheit zu analysieren, Selbstbilder zu entdecken beziehungsweise mentale Strategien zu entwickeln um Panikattacken zu verstehen bzw. zu verhindern.
Als ich auf Ramana Maharshi stieß war mir schnell klar, dass dies der richtige Weg für eine dauerhafte "Heilung" für mich sein muss, ich spürte, dass meine jahrelange Suche ein Ende gefunden hatte. Alles schien plötzlich klar und verständlich. Als ich dann auf Youtube ein Interview mit Tom (http://www.hier-jetzt-sein.de / laut Youtube Guide auf Liberation Unleashed) gesehen habe, fasste ich den Entschluss mich hier zu registrieren und um einen Guide zu bitten um einen weiteren Schritt in Richtung Freiheit gehen zu können.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich habe mich intensiv mit Ramana Maharshi und vielen Vertretern der Advaita bzw. auch der Neo-Advaita beschäftigt (u.a. Tony Parsons, Torsten Brügge, Eckart Tolle). Darüberhinaus habe ich das auf Eurer Seite angebotene PDF (Gateless Gatecrashers) gelesen und analysiert bzw. versucht dies auf meinen Wissensstand anzuwenden.
Auf der intellektuellen Ebene habe ich das Konzept verstanden und sehe es auch als die einzig sinnvolle Wahrheit an (alles andere macht absolut keinen Sinn / selbstverständlich ist das "Ich"/der Charakter meiner Person eine Illusion; es ist unnütz meine Selbstbilder zu analysieren, da "Ich" nur ein Gedanke ist und alle Selbstbilder ob positiv oder negativ nur Illusionen sind).
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich würde mir wünschen, dass ich mit der Hilfe eines Guides das aktuell schwerpunktmäßig intellektuelle Verständnis auf höherer Ebene verinnerlichen kann. Leider falle ich immer wieder in alte Gedankenströme zurück und kann mich nicht vollständig "de-identifizieren" mit meinen Gedanken/Selbstbildern. Insgesamt spüre ich, dass ich über das rein intellektuelle Verstehen noch nicht ganz hinaus bin.
Die von Euch angebotene "Direct Pointing"-Technik spricht mich sehr an, da sie nüchtern ist und die Dinge auf den Punkt bringt. Nach dem Durchlesen von Gateless Gatecrashers habe ich festgestellt, dass Eure Guides die richtigen Fragen stellen können um auch das letzte Fünkchen Zweifel zu beseitigen. Ich spüre, dass ich aktuell immer noch damit beschäftigt bin, das Ganze auf intellektueller Ebene zu lösen. Ich komme hier aber nicht mehr weiter.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Lieber cleme-ns,
herzlich willkommen im Forum von Liberation Unleashed. :-). Wie soll ich dich ansprechen, cleme-ns oder anders?
Mein Name ist Ghata und ich begleite dich gern bei der Untersuchung der Ich-Illusion.
Du hast dich ja bereits intensiv mit der Fragestellung befasst.
Für unsere Untersuchung hier lege bitte alle Videos, Audios und Bücher über das Thema beiseite. Sie werden dir nicht weiterhelfen, wie du bereits gemerkt hast.
Ich werde dich nichts lehren. Ich werde dir Fragen stellen, die du in der unmittelbaren Erfahrung untersuchst und dann beantwortest. Wir werden hier auch nicht verschiedene Lehren diskutieren. Das Einzige, was zählt, ist deine unmittelbare Erfahrung. Bitte sei zu 100% ehrlich. Es gibt keine richtigen und falschen Antworten.
Intensität und Fokus ist wichtig für die Untersuchung, deshalb schreibe bitte mindestens jeden 2. Tag.
Hier sind meine ersten Fragen:
Wie wird sich der Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich dadurch verändern, was gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Lieben Gruß,
Ghata
herzlich willkommen im Forum von Liberation Unleashed. :-). Wie soll ich dich ansprechen, cleme-ns oder anders?
Mein Name ist Ghata und ich begleite dich gern bei der Untersuchung der Ich-Illusion.
Du hast dich ja bereits intensiv mit der Fragestellung befasst.
Für unsere Untersuchung hier lege bitte alle Videos, Audios und Bücher über das Thema beiseite. Sie werden dir nicht weiterhelfen, wie du bereits gemerkt hast.
Ich werde dich nichts lehren. Ich werde dir Fragen stellen, die du in der unmittelbaren Erfahrung untersuchst und dann beantwortest. Wir werden hier auch nicht verschiedene Lehren diskutieren. Das Einzige, was zählt, ist deine unmittelbare Erfahrung. Bitte sei zu 100% ehrlich. Es gibt keine richtigen und falschen Antworten.
Intensität und Fokus ist wichtig für die Untersuchung, deshalb schreibe bitte mindestens jeden 2. Tag.
Hier sind meine ersten Fragen:
Wie wird sich der Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich dadurch verändern, was gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Lieben Gruß,
Ghata
In the seen just the seen. In the heard just the heard.
(Bahiya-Sutta)
http://www.unterwegsmitbuddha.de
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Hallo Ghata,
zuerst einmal vielen Dank, dass du Dir die Zeit für mich nimmst. Es ist bemerkenswert, dass ihr kostenfrei Suchende begleitet.
Du kannst mich Clemens nennen :)
Zum anderen habe ich natürlich bestimmte Vorstellungen im Kopf was sich ändern wird. Zum Beispiel, dass die Panikattacken aufhören und ich Frieden und Ruhe spüre, eins bin mit der Welt und was man sonst noch so über den Zustand liest/hört wenn der Augenblick der Erkenntnis da ist. Mir ist bewusst, dass dies lediglich Vorstellungen/Wünsche meines Kopfes sind um endlich Panik und Angst zu entkommen, jedoch tue ich mir zum aktuellen Zeitpunkt noch teilweise schwer diese Vorstellungen als bloße Illusionen zu akzeptieren und mich voll auf das Unbekannte einzulassen. Auch wenn der Wille da ist...ich arbeite daran!
Gleich bleiben werde ich - denn ich war ja schon immer gleich. Gleich bleiben wird wohl auch alles sonst - mein Kopf wird weiterhin selbständig Gedanken bilden, ich werde Gefühle von Trauer, Unbehagen, Freude, Schmerzen, etc. wie bisher erleben - jedoch diesmal hoffentlich als Wahrnehmer und nicht als Charakter "Clemens".
Dass ich mich nicht mehr/nie mehr mit meinen Gedanken identifiziere, auch wenn der Gedankenstrom noch auftaucht.
Dass ich mehr Ruhe und Stille spüren kann. Das erhoffe ich mir vor allem aus dem Wegfall der Identifizierung mit meinen Gedanken. Seit ich mich mit der Ich-Illusion beschäftige, habe ich schon zunehmend Momente der Ruhe und Stille erlebt. Diese noch weiter ausbauen zu können wäre toll.
Vielen Dank für deine Mühen,
ich bin gespannt auf deine Antwort.
Liebe Grüße,
Clemens
zuerst einmal vielen Dank, dass du Dir die Zeit für mich nimmst. Es ist bemerkenswert, dass ihr kostenfrei Suchende begleitet.
Du kannst mich Clemens nennen :)
Ich möchte ehrlich sein: zum einen bin ich mir bewusst, dass (hoffentlich) außer einem tiefen Verständnis für das was wahr ist und was nicht, sich nicht viel ändern wird. Und das wäre ok für mich.Wie wird sich der Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Zum anderen habe ich natürlich bestimmte Vorstellungen im Kopf was sich ändern wird. Zum Beispiel, dass die Panikattacken aufhören und ich Frieden und Ruhe spüre, eins bin mit der Welt und was man sonst noch so über den Zustand liest/hört wenn der Augenblick der Erkenntnis da ist. Mir ist bewusst, dass dies lediglich Vorstellungen/Wünsche meines Kopfes sind um endlich Panik und Angst zu entkommen, jedoch tue ich mir zum aktuellen Zeitpunkt noch teilweise schwer diese Vorstellungen als bloße Illusionen zu akzeptieren und mich voll auf das Unbekannte einzulassen. Auch wenn der Wille da ist...ich arbeite daran!
Anders werden wird hoffentlich meine Sichtweise auf die Welt/das Leben, durch Verinnerlichung/Erkenntnis der Ich-Illusion. Damit einhergehend kommt dann hoffentlich das "Sehen" der Wahrheit und kein Rückfall mehr/keine Verunsicherung mehr durch das was mein Kopf von mir/der Welt an Gedanken ausspuckt. Verändern wird sich damit, dass die Identifizierung mit dem was in meinem Körper, meinen Gedanken los ist, wegfällt und ich mich dauerhaft als das wahrnehme was ich bin - Wahrnehmung und kein fiktiver Charakter.Was wird sich dadurch verändern, was gleich bleiben?
Gleich bleiben werde ich - denn ich war ja schon immer gleich. Gleich bleiben wird wohl auch alles sonst - mein Kopf wird weiterhin selbständig Gedanken bilden, ich werde Gefühle von Trauer, Unbehagen, Freude, Schmerzen, etc. wie bisher erleben - jedoch diesmal hoffentlich als Wahrnehmer und nicht als Charakter "Clemens".
Dass mein endloser Gedankenstrom weniger wird. Seit ich mich mit dem Thema "Ego" beschäftige, singt mein Kopf den ganzen Tag ununterbrochen irgendwelche Lieder, als ob sich das Ego bemerkbar machen wollte...nicht zum aushalten...Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Dass ich mich nicht mehr/nie mehr mit meinen Gedanken identifiziere, auch wenn der Gedankenstrom noch auftaucht.
Dass ich mehr Ruhe und Stille spüren kann. Das erhoffe ich mir vor allem aus dem Wegfall der Identifizierung mit meinen Gedanken. Seit ich mich mit der Ich-Illusion beschäftige, habe ich schon zunehmend Momente der Ruhe und Stille erlebt. Diese noch weiter ausbauen zu können wäre toll.
Vielen Dank für deine Mühen,
ich bin gespannt auf deine Antwort.
Liebe Grüße,
Clemens
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Lieber Clemens,
danke für deine freundlichen Worte und dass du deine Erwartungen so offenherzig geschildert hast. :)
Es steht ja alles Mögliche über den "erleuchteten" Zustand in den Büchern... du kannst davon ausgehen, dass nach dem Tor das meiste davon nicht eintreffen wird. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist der erste Schritt, die Erkenntnis wird sich noch weiter vertiefen.
Ich weiß nicht, ob man dir als Kind beigebracht hat, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Wenn ein Kind dann entdeckt, dass es gar nicht ein richtiger Weihnachtsmann ist, sondern ein verkleideter Mensch - was ändert sich?
Genauso ist es, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird.
Deshalb ist es leider auch nicht sicher, dass die Panikattacken und Ängste verschwinden. Im schlimmsten Fall können sie sogar noch stärker werden.
Würdest du trotzdem weitermachen wollen?
Schreibe deine unmittelbaren Reaktionen auf diese Aussage auf:
Es gibt kein Ich, kein Selbst, nirgendwo und hat es nie gegeben.
Es gibt niemanden, der Angst und Panik hat oder sie loswerden könnte. Es gibt niemanden, den der Gedankenstrom belästigen könnte und niemanden, der Ruhe und Stille erreicht. Es gibt niemanden, der irgendetwas erlebt.
Lieben Gruß,
Ghata
danke für deine freundlichen Worte und dass du deine Erwartungen so offenherzig geschildert hast. :)
Es steht ja alles Mögliche über den "erleuchteten" Zustand in den Büchern... du kannst davon ausgehen, dass nach dem Tor das meiste davon nicht eintreffen wird. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist der erste Schritt, die Erkenntnis wird sich noch weiter vertiefen.
Ich weiß nicht, ob man dir als Kind beigebracht hat, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Wenn ein Kind dann entdeckt, dass es gar nicht ein richtiger Weihnachtsmann ist, sondern ein verkleideter Mensch - was ändert sich?
Genauso ist es, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird.
Deshalb ist es leider auch nicht sicher, dass die Panikattacken und Ängste verschwinden. Im schlimmsten Fall können sie sogar noch stärker werden.
Würdest du trotzdem weitermachen wollen?
Schreibe deine unmittelbaren Reaktionen auf diese Aussage auf:
Es gibt kein Ich, kein Selbst, nirgendwo und hat es nie gegeben.
Es gibt niemanden, der Angst und Panik hat oder sie loswerden könnte. Es gibt niemanden, den der Gedankenstrom belästigen könnte und niemanden, der Ruhe und Stille erreicht. Es gibt niemanden, der irgendetwas erlebt.
Lieben Gruß,
Ghata
In the seen just the seen. In the heard just the heard.
(Bahiya-Sutta)
http://www.unterwegsmitbuddha.de
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Liebe Ghata,
danke für deine Antwort.
Ja, ich möchte weiter machen. Selbst wenn irgendetwas "schlimmer" werden sollte, ist es mir wichtiger die Wahrheit zu kennen. Alles Andere ist erst einmal zweitrangig.
Meine Reaktionen auf deine Aussagen:
Verständnis. Akzeptanz. Klar, da gibt es niemanden, der all diese Dinge will. Eigentlich gibt es auch niemanden der noch durch das Tor will, niemanden der erleuchtet sein will, niemanden der noch etwas verinnerlichen oder verstehen möchte, niemanden der noch Fragen hat oder Antworten sucht...und gegeben hat es ihn auch nie...
Mehr kann ich dazu nicht sagen, wenn ich ehrlich bin.
Viele liebe Grüße,
Clemens
danke für deine Antwort.
Ja, ich möchte weiter machen. Selbst wenn irgendetwas "schlimmer" werden sollte, ist es mir wichtiger die Wahrheit zu kennen. Alles Andere ist erst einmal zweitrangig.
Meine Reaktionen auf deine Aussagen:
Verständnis. Akzeptanz. Klar, da gibt es niemanden, der all diese Dinge will. Eigentlich gibt es auch niemanden der noch durch das Tor will, niemanden der erleuchtet sein will, niemanden der noch etwas verinnerlichen oder verstehen möchte, niemanden der noch Fragen hat oder Antworten sucht...und gegeben hat es ihn auch nie...
Mehr kann ich dazu nicht sagen, wenn ich ehrlich bin.
Viele liebe Grüße,
Clemens
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Lieber Clemens,
Bei unserer Untersuchung kommt es darauf an, das eigentliche unmittelbare Erleben von den Interpretationen des Erlebens zu trennen.
Experimentiere einmal damit:
Stelle einen Kaffeebecher vor dich auf den Tisch.
Was ist zu sehen? Beziehe dich ausschließlich auf die reines Sinneswahrnehmung des Sehens.
Was ist nicht zu sehen? Achte auch auf zwei- und dreidimensionales Sehen.
Was wird in der Wahrnehmung von den Gedanken ergänzt und hinzugefügt?
Ich bin gespannt auf deine Forschungsergebnisse.
Lieben Gruß,
Ghata
Super. Der Wunsch die Wahrheit um jeden Preis zu sehen ist das Allerwichtigste. :-)Ja, ich möchte weiter machen. Selbst wenn irgendetwas "schlimmer" werden sollte, ist es mir wichtiger die Wahrheit zu kennen. Alles Andere ist erst einmal zweitrangig.
Sehr schön, besonders auch, dass dadurch nicht noch weitere Ängste ausgelöst werden.Meine Reaktionen auf deine Aussagen:Verständnis. Akzeptanz. Klar, da gibt es niemanden, der all diese Dinge will. Eigentlich gibt es auch niemanden der noch durch das Tor will, niemanden der erleuchtet sein will, niemanden der noch etwas verinnerlichen oder verstehen möchte, niemanden der noch Fragen hat oder Antworten sucht...und gegeben hat es ihn auch nie...
Bei unserer Untersuchung kommt es darauf an, das eigentliche unmittelbare Erleben von den Interpretationen des Erlebens zu trennen.
Experimentiere einmal damit:
Stelle einen Kaffeebecher vor dich auf den Tisch.
Was ist zu sehen? Beziehe dich ausschließlich auf die reines Sinneswahrnehmung des Sehens.
Was ist nicht zu sehen? Achte auch auf zwei- und dreidimensionales Sehen.
Was wird in der Wahrnehmung von den Gedanken ergänzt und hinzugefügt?
Ich bin gespannt auf deine Forschungsergebnisse.
Lieben Gruß,
Ghata
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Liebe Ghata,
wenn ich mit einem Becher experimentiere, nehme ich folgendes wahr:
Konzentriere ich mich auf die reine Sinneswahrnehmung des Sehens, nehme ich nur das wahr, was ich auch tatsächlich mit meinen Augen sehen kann. Das heißt, die Hälfte der Vorderseite und die Hälfte der Innenseite des Bechers - von meinem aktuellen Betrachtungswinkel aus gesehen. Außerdem nehme ich die Spiegelung in der Bechervorderseite wahr, hier ist verschwommen das Muster des Tisches zu sehen auf dem der Becher steht.
Schaue ich den Becher von schräg oben an, so nehme ich ihn dreidimensional wahr.
Ändere ich meinen Betrachtungswinkel und schaue auf derselben Höhe wie der Becher, dann scheint er eher zweidimensional. Es ist also abhängig vom Betrachtungswinkel - obwohl der Becher in der Realität immer gleich ist.
Nicht sehen kann ich die Rückseite und die Innenseite, den Boden innen und außen.
Spannend ist, dass die Gedanken das Gesehene interpretieren und das nicht sichtbare automatisch ergänzen. Dabei zeigen sie mir genau auf, wie der Becher weiter verläuft (weil ich schon hunderte Becher gesehen habe, ist die Vorstellung da) bzw. wie die nicht sichtbare Form wohl aussieht.
Spannend ist auch, dass wenn ich den Becher aus einem Winkel betrachte, in der er zweidimensional erscheint, meine Gedanken ihn dennoch nicht als zweidimensional zulassen. Zwar merke ich, dass ich den Becher zweidimensional wahrnehme, jedoch würde ich nicht glauben, dass er es tatsächlich ist.
Obwohl der Becher gerade leer ist, ergänzen meine Gedanken den Kaffee und zeigen mir das entsprechende Bild. Tatsächlich nehme ich einen leeren Becher wahr.
Ich werde morgen leider nicht dazu kommen zu schreiben, sondern erst wieder am Sonntag.
Vielen Dank für deine Hilfe und Unterstützung,
liebe Grüße,
Clemens
wenn ich mit einem Becher experimentiere, nehme ich folgendes wahr:
Konzentriere ich mich auf die reine Sinneswahrnehmung des Sehens, nehme ich nur das wahr, was ich auch tatsächlich mit meinen Augen sehen kann. Das heißt, die Hälfte der Vorderseite und die Hälfte der Innenseite des Bechers - von meinem aktuellen Betrachtungswinkel aus gesehen. Außerdem nehme ich die Spiegelung in der Bechervorderseite wahr, hier ist verschwommen das Muster des Tisches zu sehen auf dem der Becher steht.
Schaue ich den Becher von schräg oben an, so nehme ich ihn dreidimensional wahr.
Ändere ich meinen Betrachtungswinkel und schaue auf derselben Höhe wie der Becher, dann scheint er eher zweidimensional. Es ist also abhängig vom Betrachtungswinkel - obwohl der Becher in der Realität immer gleich ist.
Nicht sehen kann ich die Rückseite und die Innenseite, den Boden innen und außen.
Spannend ist, dass die Gedanken das Gesehene interpretieren und das nicht sichtbare automatisch ergänzen. Dabei zeigen sie mir genau auf, wie der Becher weiter verläuft (weil ich schon hunderte Becher gesehen habe, ist die Vorstellung da) bzw. wie die nicht sichtbare Form wohl aussieht.
Spannend ist auch, dass wenn ich den Becher aus einem Winkel betrachte, in der er zweidimensional erscheint, meine Gedanken ihn dennoch nicht als zweidimensional zulassen. Zwar merke ich, dass ich den Becher zweidimensional wahrnehme, jedoch würde ich nicht glauben, dass er es tatsächlich ist.
Obwohl der Becher gerade leer ist, ergänzen meine Gedanken den Kaffee und zeigen mir das entsprechende Bild. Tatsächlich nehme ich einen leeren Becher wahr.
Ich werde morgen leider nicht dazu kommen zu schreiben, sondern erst wieder am Sonntag.
Vielen Dank für deine Hilfe und Unterstützung,
liebe Grüße,
Clemens
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Lieber Clemens,
ich begleite dich sehr gerne. Herzlichen Dank für deine Antwort :-)
Du hast gut hingeschaut. Eine Frage habe ich noch, am besten stellst du dafür noch einmal einen Becher auf den Tisch.
Lieben Gruß,
Ghata
ich begleite dich sehr gerne. Herzlichen Dank für deine Antwort :-)
Du hast gut hingeschaut. Eine Frage habe ich noch, am besten stellst du dafür noch einmal einen Becher auf den Tisch.
Ist in der reinen Sinneswahrnehmung auch "der Becher" enthalten, die Vorderseite, Innenseite....? Oder ist das bereits eine Beschreibung durch die Gedanken?Konzentriere ich mich auf die reine Sinneswahrnehmung des Sehens, nehme ich nur das wahr, was ich auch tatsächlich mit meinen Augen sehen kann. Das heißt, die Hälfte der Vorderseite und die Hälfte der Innenseite des Bechers - von meinem aktuellen Betrachtungswinkel aus gesehen.
Lieben Gruß,
Ghata
In the seen just the seen. In the heard just the heard.
(Bahiya-Sutta)
http://www.unterwegsmitbuddha.de
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Hi Ghata,
Allerdings fällt es mir schwer das Objekt als solches wahrzunehmen. Der Kopf "labelt" alle Sinneswahrnehmungen sofort.
Ich habe das auch mit anderen Objekten versucht: im Endeffekt unterscheiden sich keine davon, nimmt man die Komponente der Gedanken weg.
Rein logisch betrachtet sind dann alle Sinneswahrnehmungen nur Wahrnehmungen, die eben in meinem eigenen Wahrnehmungsfeld auftauchen. Ich meine sie würden auch ohne das Zutun meiner Gedanken auftauchen und existieren auch als solches. Nur existieren sie nicht real als "Baum" oder "Becher" mit Vorder- und Rückseiten, sondern sie existieren einfach nur. Erst die Gedanken machen daraus separate Objekte.
Ich hoffe du kannst meinen Ausschweifungen folgen...
Liebe Grüße,
Clemens
In der reinen Sinneswahrnehmung ist natürlich weder der Becher noch Vorder- und Rückseite enthalten. Ein guter Hinweis :)Ist in der reinen Sinneswahrnehmung auch "der Becher" enthalten, die Vorderseite, Innenseite....? Oder ist das bereits eine Beschreibung durch die Gedanken?
Allerdings fällt es mir schwer das Objekt als solches wahrzunehmen. Der Kopf "labelt" alle Sinneswahrnehmungen sofort.
Ich habe das auch mit anderen Objekten versucht: im Endeffekt unterscheiden sich keine davon, nimmt man die Komponente der Gedanken weg.
Rein logisch betrachtet sind dann alle Sinneswahrnehmungen nur Wahrnehmungen, die eben in meinem eigenen Wahrnehmungsfeld auftauchen. Ich meine sie würden auch ohne das Zutun meiner Gedanken auftauchen und existieren auch als solches. Nur existieren sie nicht real als "Baum" oder "Becher" mit Vorder- und Rückseiten, sondern sie existieren einfach nur. Erst die Gedanken machen daraus separate Objekte.
Ich hoffe du kannst meinen Ausschweifungen folgen...
Liebe Grüße,
Clemens
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Lieber Clemens,
du schaust sehr gut hin :-)
Schau einmal, wie weitgehend die Gedanken die Welt erschaffen.
Mache dieses Experiment so häufig wie möglich über den ganz Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als Farbe/Bild, Geräusch, Geruch, Geschmack, Empfindung, Gedanke.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst: Einen Baum sehen, einfach = Bild/Farbe. Den Kaffee riechen = Geruch. Den Wind im Gesicht spüren = Empfindung. Die Zahnpasta auf der Zahnbürste schmecken = Geschmack. Ein Auto vorbeifahren hören = Geräusch. Gedanke an die Arbeit = Gedanke . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und berichte, wie es dir ergangen ist.
Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein „Ich“, ein „Selbst“?
Ich bin gespannt, was du herausfindest.
Lieben Gruß,
Ghata
du schaust sehr gut hin :-)
Es ist Übungssache. Die Gedanken werden weiterhin alles benennen, das ist ihre Aufgabe. Trotzdem wirst du mit etwas Übung unterscheiden können, was Gedanke und was Sinneswahrnehmung ist.Allerdings fällt es mir schwer das Objekt als solches wahrzunehmen. Der Kopf "labelt" alle Sinneswahrnehmungen sofort.
Hervorragend! Ja, Sinneswahrnehmungen würden auch ohne Benennung auftauchen. Und die Gedanken erschaffen dann die Objekte.Rein logisch betrachtet sind dann alle Sinneswahrnehmungen nur Wahrnehmungen, die eben in meinem eigenen Wahrnehmungsfeld auftauchen. Ich meine sie würden auch ohne das Zutun meiner Gedanken auftauchen und existieren auch als solches. Nur existieren sie nicht real als "Baum" oder "Becher" mit Vorder- und Rückseiten, sondern sie existieren einfach nur. Erst die Gedanken machen daraus separate Objekte.
Schau einmal, wie weitgehend die Gedanken die Welt erschaffen.
Mache dieses Experiment so häufig wie möglich über den ganz Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als Farbe/Bild, Geräusch, Geruch, Geschmack, Empfindung, Gedanke.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst: Einen Baum sehen, einfach = Bild/Farbe. Den Kaffee riechen = Geruch. Den Wind im Gesicht spüren = Empfindung. Die Zahnpasta auf der Zahnbürste schmecken = Geschmack. Ein Auto vorbeifahren hören = Geräusch. Gedanke an die Arbeit = Gedanke . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und berichte, wie es dir ergangen ist.
Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein „Ich“, ein „Selbst“?
Ich bin gespannt, was du herausfindest.
Lieben Gruß,
Ghata
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Hi Ghata,
Ich werde das auch morgen noch den ganzen Tag versuchen und dir dann antworten. Ich möchte mich noch genauer damit auseinandersetzen.
Danke für deine Geduld :)
Liebe Grüße,
Clemens
Ich werde das auch morgen noch den ganzen Tag versuchen und dir dann antworten. Ich möchte mich noch genauer damit auseinandersetzen.
Danke für deine Geduld :)
Liebe Grüße,
Clemens
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Sehr gerne, Clemens :)
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Hi Ghata,
Schaffe ich es mich zu fokussieren, dann kann ich recht gut unterscheiden.
Sehr interessant ist, dass die Gedanken eigentlich auf quasi jede Wahrnehmung folgen. Es ist so, dass ich feststellen muss, dass ich kaum bis keine Momente habe/hatte, in denen ich auf natürliche Art und Weise einfach nur wahrnehme. Die Gedanken bewerten alles und spinnen ihre eigene Geschichte. Ich kann ganz klar erkennen, dass bei fast jeder Wahrnehmung das Ego im Spiel ist. Es ist fast so, als ob die Gedanken jede Wahrnehmung bewerten und diese entsprechend meines Egos zurechtbiegen. Dadurch entsteht die Welt des Egos und verschleiert die Realität!
Was mir schwer fällt, ist, dass diese Erkenntnis allein fast nichts an der Situtation ändert. Zwar erkenne ich was die Gedanken machen, jedoch sind meine Gedanken laut wie eh und je...ich vermute Übung macht den Meister...
Außerdem scheint es als ob im Unterbewusstsein immer noch genau dieselben Schleifen ablaufen und ich diese nicht bewusst mit der Übung trennen kann. Zum Beispiel: tief vergraben im Unterbewusstsein liegt ein Selbstbild, welches durch das Ich zusammengesponnen wurde: "Ich muss perfekt sein". Ich weiß, dass das Ich sich mit diesen Bildern identifiziert. Nur kann ich die Übung nur extrem schwer auf diese vergrabenen Bilder anwenden, da hier kaum Gedanken greifbar sind.
"Leicht" ist es bei offensichtlichen Gedanken, zum Beispiel wenn ich eine Person wahrnehme und meine Gedanken sofort mit einer Bewertung loslegen: "was hat der/die denn an..." :D hier bin ich schon so weit, dass die Identifizierung komplett wegfällt.
Schwer bis unmöglich ist es bei den ganzen vergrabenen Selbstbildern. Zumindest momentan.
Ich hoffe du verstehst was ich meine...
Lass uns weiter forschen!
Liebe Grüße,
Clemens
Ich habe das nun 2 Tage gemacht. Insgesamt fällt es mir nicht leicht die Übung dauerhaft durchzuziehen, da die Gedanken sehr stark sind und es mich wirklich Anstrengung kostet mich zu fokussieren.Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und berichte, wie es dir ergangen ist.
Schaffe ich es mich zu fokussieren, dann kann ich recht gut unterscheiden.
Sehr interessant ist, dass die Gedanken eigentlich auf quasi jede Wahrnehmung folgen. Es ist so, dass ich feststellen muss, dass ich kaum bis keine Momente habe/hatte, in denen ich auf natürliche Art und Weise einfach nur wahrnehme. Die Gedanken bewerten alles und spinnen ihre eigene Geschichte. Ich kann ganz klar erkennen, dass bei fast jeder Wahrnehmung das Ego im Spiel ist. Es ist fast so, als ob die Gedanken jede Wahrnehmung bewerten und diese entsprechend meines Egos zurechtbiegen. Dadurch entsteht die Welt des Egos und verschleiert die Realität!
Was mir schwer fällt, ist, dass diese Erkenntnis allein fast nichts an der Situtation ändert. Zwar erkenne ich was die Gedanken machen, jedoch sind meine Gedanken laut wie eh und je...ich vermute Übung macht den Meister...
Außerdem scheint es als ob im Unterbewusstsein immer noch genau dieselben Schleifen ablaufen und ich diese nicht bewusst mit der Übung trennen kann. Zum Beispiel: tief vergraben im Unterbewusstsein liegt ein Selbstbild, welches durch das Ich zusammengesponnen wurde: "Ich muss perfekt sein". Ich weiß, dass das Ich sich mit diesen Bildern identifiziert. Nur kann ich die Übung nur extrem schwer auf diese vergrabenen Bilder anwenden, da hier kaum Gedanken greifbar sind.
"Leicht" ist es bei offensichtlichen Gedanken, zum Beispiel wenn ich eine Person wahrnehme und meine Gedanken sofort mit einer Bewertung loslegen: "was hat der/die denn an..." :D hier bin ich schon so weit, dass die Identifizierung komplett wegfällt.
Schwer bis unmöglich ist es bei den ganzen vergrabenen Selbstbildern. Zumindest momentan.
Ich hoffe du verstehst was ich meine...
Nein, definitiv nicht. Das habe ich logisch begriffen und alles Andere macht auch keinen Sinn. Ich denke hier werde ich mich auch keinen Schritt mehr zurückbewegen: das Ich/Selbst existiert nicht sondern ist nur Fiktion. Ich spüre nur nicht, dass ich schon weiter als zur reinen Logik gekommen bin... :)Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein „Ich“, ein „Selbst“?
Lass uns weiter forschen!
Liebe Grüße,
Clemens
Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Lieber Clemens,
wir werden auf jeden Fall weiterforschen :-). Danke dir für deine Ehrlichkeit!
Die Gedanken folgen in der Tat auf jede Wahrnehmung. Es ist ihre normale Aufgabe alles zu benennen und sie werden es auch weiterhin tun. Trotzdem kannst du erkennen, was wahrgenommen und was hinzugefügt ist. Gehe nicht davon aus, dass die Gedanken aufhören. Sie werden es höchstens in speziellen Versenkungszuständen tun, im normalen Leben wirst du sie weiter dabei haben.
Und es stimmt, durch die gedanklichen Hinzufügungen wird die Wahrnehmung verzerrt.
Wo ist dieses Ego, wo empfindest du es? Ist es dasselbe wie das Ich, das intellektuell durchschaut ist?
Liebe Grüße,
Ghata
wir werden auf jeden Fall weiterforschen :-). Danke dir für deine Ehrlichkeit!
Sehr gut gesehen. :-)Sehr interessant ist, dass die Gedanken eigentlich auf quasi jede Wahrnehmung folgen. Es ist so, dass ich feststellen muss, dass ich kaum bis keine Momente habe/hatte, in denen ich auf natürliche Art und Weise einfach nur wahrnehme. Die Gedanken bewerten alles und spinnen ihre eigene Geschichte. Ich kann ganz klar erkennen, dass bei fast jeder Wahrnehmung das Ego im Spiel ist. Es ist fast so, als ob die Gedanken jede Wahrnehmung bewerten und diese entsprechend meines Egos zurechtbiegen. Dadurch entsteht die Welt des Egos und verschleiert die Realität!
Die Gedanken folgen in der Tat auf jede Wahrnehmung. Es ist ihre normale Aufgabe alles zu benennen und sie werden es auch weiterhin tun. Trotzdem kannst du erkennen, was wahrgenommen und was hinzugefügt ist. Gehe nicht davon aus, dass die Gedanken aufhören. Sie werden es höchstens in speziellen Versenkungszuständen tun, im normalen Leben wirst du sie weiter dabei haben.
Und es stimmt, durch die gedanklichen Hinzufügungen wird die Wahrnehmung verzerrt.
Wo ist dieses Ego, wo empfindest du es? Ist es dasselbe wie das Ich, das intellektuell durchschaut ist?
Liebe Grüße,
Ghata
In the seen just the seen. In the heard just the heard.
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Re: Bitte um Hilfe für einen weiteren Schritt
Liebe Ghata,
ok, verstanden :) ich habe mich noch einmal damit auseinandergesetzt und verstehe, dass die Gedanken nicht aufhören werden.
Ich möchte es mal so ausdrücken: solange ich mich nicht mehr mit Ihnen identifiziere, können sie gerne bleiben, hehe.
Ich weiß dass das Ego ultimativ nicht existiert und damit nicht lokalisierbar ist, so weit bin ich aber noch nicht.
Daher Schritt für Schritt:
aktuell empfinde ich das Ego als "zwischengeschaltete" Gedankenwelt. "Zwischengeschaltet" daher, da es zwischen mir und meinen Sinneswahrnehmungen steht. Jede Sinneswahrnehmung wird durch meine Gedanken interpretiert. Da ich meine, das Ego hier "lokalisieren" zu können, existiert das Ego selbst nur in meinen Gedanken. Damit kann ich das Ego nicht sein.
Das Ego äußert sich für mich aber nicht nur über Gedanken, das wäre denke ich zu einfach. Jeder Gedanke der vom Ego "produziert" wird, hängt für mich mit genau diesem Prozess zusammen (aufgefallen durch die Übung):
1.) Sinneswahrnehmung
2.) Abgleich Sinneswahrnehmung mit vermeintlicher Identität (=Selbstbild / Ich bin XYZ)
3.) Interpretation Sinneswahrnehmung aufgrund von Selbstbild ==> Gedanken werden abgefeuert
4.) Aufkommen einer nachgelagerten Emotion (abhängig von Ergebnis des Abgleichs des Egos mit meinem Selbstbild; z.B. Angst, Ehrgeiz, etc.)
ODER Fall 2 (ohne Sinneswahrnehmung)
1.) Gedanken über die Vergangenheit/Zukunft (tauchen völlig zufällig auf)
2.) Ego schaltet sich ein und gleicht Gedanken mit Selbstbild ab / interpretiert Gedanken
3.) Emotion(en) (wie oben)
==> In beiden Fällen "lokalisiere" ich das Ego in meiner Gedankenwelt. Alle Selbstbilder die das Ego nutzt/hat um mir eine Identität zu geben (Ich bin...XYZ), sind in meiner Gedankenwelt aufgrund von Erfahrungen zusammengesponnen
Ich habe aber das Gefühl, dass ich mich in die richtige Richtung bewege. Bitte "pointe" mich weiter mit deinen Fragen.
Danke und liebe Grüße,
Clemens
ok, verstanden :) ich habe mich noch einmal damit auseinandergesetzt und verstehe, dass die Gedanken nicht aufhören werden.
Ich möchte es mal so ausdrücken: solange ich mich nicht mehr mit Ihnen identifiziere, können sie gerne bleiben, hehe.
Ich glaube jetzt bin ich zumindest einen kleinen Schritt weiter: ich kann das Ego "lokalisieren".Wo ist dieses Ego, wo empfindest du es?
Ich weiß dass das Ego ultimativ nicht existiert und damit nicht lokalisierbar ist, so weit bin ich aber noch nicht.
Daher Schritt für Schritt:
aktuell empfinde ich das Ego als "zwischengeschaltete" Gedankenwelt. "Zwischengeschaltet" daher, da es zwischen mir und meinen Sinneswahrnehmungen steht. Jede Sinneswahrnehmung wird durch meine Gedanken interpretiert. Da ich meine, das Ego hier "lokalisieren" zu können, existiert das Ego selbst nur in meinen Gedanken. Damit kann ich das Ego nicht sein.
Das Ego äußert sich für mich aber nicht nur über Gedanken, das wäre denke ich zu einfach. Jeder Gedanke der vom Ego "produziert" wird, hängt für mich mit genau diesem Prozess zusammen (aufgefallen durch die Übung):
1.) Sinneswahrnehmung
2.) Abgleich Sinneswahrnehmung mit vermeintlicher Identität (=Selbstbild / Ich bin XYZ)
3.) Interpretation Sinneswahrnehmung aufgrund von Selbstbild ==> Gedanken werden abgefeuert
4.) Aufkommen einer nachgelagerten Emotion (abhängig von Ergebnis des Abgleichs des Egos mit meinem Selbstbild; z.B. Angst, Ehrgeiz, etc.)
ODER Fall 2 (ohne Sinneswahrnehmung)
1.) Gedanken über die Vergangenheit/Zukunft (tauchen völlig zufällig auf)
2.) Ego schaltet sich ein und gleicht Gedanken mit Selbstbild ab / interpretiert Gedanken
3.) Emotion(en) (wie oben)
==> In beiden Fällen "lokalisiere" ich das Ego in meiner Gedankenwelt. Alle Selbstbilder die das Ego nutzt/hat um mir eine Identität zu geben (Ich bin...XYZ), sind in meiner Gedankenwelt aufgrund von Erfahrungen zusammengesponnen
Schwierige Frage...vielleicht verstehe ich Dich auch nicht richtig. Ich denke ja, es ist dasselbe. Denn das oben beschriebene Ego, ist aus meiner Sicht immer noch keine tatsächliche Realisierung, sondern nur ein intellektuelles Konzept/Verstehen was abläuft und ein intellektuelles Verstehen dass es kein Ego/Ich gibt.Ist es dasselbe wie das Ich, das intellektuell durchschaut ist?
Ich habe aber das Gefühl, dass ich mich in die richtige Richtung bewege. Bitte "pointe" mich weiter mit deinen Fragen.
Danke und liebe Grüße,
Clemens
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