Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

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geronimo
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Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Fri Feb 08, 2013 9:41 am

Ich bin am Ende, in jeder Hinsicht. Ich könnte jetzt hier meine Geschichte erzählen, die Geschichte von Robert, der
krank wurde und auf die Suche geschickt wurde. Anfangs war das einfach unglaublich berührend. Der Glaube ich hätte die Essenz berührt, das Eine als bedingungslose Liebe. Diese zwei Jahre in denen Stille und Frieden waren. Damals dachte ich, das ist es, genau das. Mehr brauch ich nicht. Dann kam der Absturz, schleichend und doch plötzlich war das alles weg, die ganze Erfahrung war weg. Und zurück blieb ich, traurig, wütend, schokiert und in unüberwindlicher Panik.
Ich suchte mein Heil in den unterschiedlichsten Methoden, Konzepten und vor allem Büchern. Dachte ich könnte mir diese Berührung irgendwie zurückholen. Doch alles vergeblich. Es fühlte sich einfach schrecklich an. Versuchte zu verstehen...keine Chance.
Dann kamen neue Bücher über "Das Abschied vom Ich". Die Suche begann von neuem. Hab mir einen Lehrer nach dem anderen reingezogen und jetzt?...
Da sind nur noch Gefühle von tiefer Enttäuschung, Frustration, Wut, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Da ist das Gefühl, dass Das nicht zu verstehen ist. Ich kann und will nicht mehr verstehen. Fühl mich wie ausgebrannt und ohne Kontrolle.
Fühle Scham und seit gestern die nackte Angst. Ich will hier gar nicht schreiben und es geschiet trotzdem. Will aufhören zu suchen und zu fragen, will einfach nur normal wieder leben und es zieht mich. Dieser unwiderstehliche Drang. Hab fast alle Bücher verschenkt und den Rest weggesperrt, hab über Lehrer geschimpft, wollte nichts mehr hören und sehen...das war sehr erleichternd und jetzt bin ich wieder dabei. Ich will nicht mehr und will doch. Will Erklärungen warum das jetzt so ist und weiß aus eigener Erfahrung, dass es darauf keine Antwort gibt. Hab erlebt, dass jede Antwort eine Sackgasse ist, egal welche und egal von wem. Jetzt bin ich hier in diesem Forum und schreibe, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß und weil ich gestern bei einem Interview mit Tom den inneren Drang und die Bereitschaft verspührte nach meinem Ich zu fragen. Brauche ich für all die Gefühle, die jetzt hochsteigen wirklich Mich, mein geliebtes Ich?
Bitte nimm mich an die Hand und lass mich sehen, Bitte.

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby nisarama » Wed Feb 20, 2013 4:32 pm

Hallo geronimo,

Willkommen im Forum! Ich freue mich, dich zu begleiten und bin ganz gespannt auf unseren Dialog.

Ist dir der Willkommenstext vertraut?
http://liberationunleashed.com/nation/v ... f=18&t=337
„Dieses Forum hat eine einzige Funktion, und die ist, Suchende zum "torlosen Tor" zu geleiten und das Ich als Illusion zu durchschauen....“
Bitte vergegenwärtige dir auch noch einmal die empfohlenen "Regeln" für unseren Dialog hier. Dies ist ganz wichtig.

Es geht also darum, das Ich als Illusion zu durchschauen. Und weniger darum, kluge Antworten zu finden. Ist es auch das, was du möchtest?

Auf deine "Geschichte" werden wir später noch eingehen. Für heute möchte ich dich fragen:

Welche Erwartungen hast du bezüglich unserer Untersuchung hier?
Wie würde es dir gehen, wenn deine Erwartungen erfüllt werden?
Was wäre dann anders?
Wie stellst du dir jetzt vor, dass das "Ich" funktioniert?

Schaue einfach, was auftaucht. Ich freue mich auf deine Antworten.

Herzliche Grüsse,
nisarama

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Thu Feb 21, 2013 3:44 pm

Hallo nisarama,

herzlichen Dank, dass du mich begleiten möchtest.
Den Willkommenstext habe ich mir nochmals durchgelesen und ich bin bereit ehrlich hinzuschauen. Es geht mir nicht mehr darum kluge Antworten zu finden, denn die haben mich alle enttäuscht. Ich möchte einfach nur noch hinschauen und selbst prüfen ob es Mich gibt. Ohne Begleitung komme ich immer wieder an Grenzen und deshalb bin ich jetzt froh darüber, dass du mich begleitest.

"Welche Erwartungen hast du bezüglich unserer Untersuchung hier?"
Die Erwartung ist herauszufinden, wer Ich bin. Ich hab darüber gelesen und gehört, dass das Ich nicht existiert und es gab Momente in denen tatächlich nur das da war, was gerade da war also ohne persönlichen Bezug. Doch letztendlich blieb es dauerhaft nur ein Glaube. Meine Erwartung ist nicht mehr fragen zu müssen und die Suche nach Wahrheit, Sinn und mir selbst aufhört.

"Wie würde es dir gehen, wenn deine Erwartungen erfüllt werden?
Was wäre dann anders?"
Ich lebe mein Leben weiterhin mit allem was dazugehört, nur eben ohne dieser Angst des Ich, dass alles was geschieht und erfahren wird, ich mache und mir widerfährt. Somit können Gefühle wie Angst und Gedanken nicht mehr persönlich andocken sondern erleben sich sozusagen selbst. Sorry, es fällt mir schwer etwas zu beschreiben, was momentan nicht meiner Wahrnehmung entspricht.

"Wie stellst du dir jetzt vor, dass das "Ich" funktioniert?"
Ich bin jetzt ziemlich aufgeregt, weil ich nicht erwartet habe, so schnell einen Guide zu bekommen :-)
Das ist ein guter Ausgangspunkt. "Ich bin jetzt...": Zuerst waren da Gefühle wie Erschrecken, Angst und Aufgeregtheit. Dann kam da der Gedanke hereingeschneit das jetzt einfach so hinzuschreiben. Und in dem ganzen Geschehen ist da der Gefühlsglaube, dass das jetzt mir passiert. Das fühlt sich jetzt sehr real an, weil alles zusammen, gleichzeitig geschieht.
Jetzt versuch ich nochmal draufzuschauen...das Gefühl von innerer Aufregung bleibt. Es ist sehr stark. Der Gedanke taucht auf etwas falsch zu machen. Dann der Impuls das zu schreiben...Gedanken der Abwegung, schreiben oder nicht schreiben...dann der Impuls einfach weiterzuschreiben usw. Ich frage mich gerade wo ich da bin? Ich bin ganz stark mit dem Körpergefühl verbunden. Über diesen Punkt komme ich jetzt nicht hinaus.

Liebe Grüße
geronimo

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby nisarama » Thu Feb 21, 2013 5:57 pm

Hallo geronimo,

na, dann können wir ja loslegen. Was immer an Gedanken oder Gefühlen auftaucht, ist völlig in Ordnung. Ok?
Die Erwartung ist herauszufinden, wer Ich bin.
Was geschieht bei dir, wenn ich jetzt einfach sage, dass es KEIN "Ich" in irgendeiner Form gibt, dass es KEIN "Ich" in irgendeiner Form gegeben hat oder jemals geben wird?
Lege mal all das, was du gehört oder gelesen hast, kurz beiseite, und schaue, was jetzt in deiner Erfahrung auftaucht.
Ich lebe mein Leben weiterhin mit allem was dazugehört.....
Aha. Da ist also "dein" Leben, das "du" lebst. Ist das wirklich so?
Ich frage : Wo in deiner direkten Erfahrung findest du "geronimo", der "sein" Leben lebt. Diesen "geronimo" sollte es doch geben, oder? Wo ist er?
Zuerst waren da Gefühle wie Erschrecken, Angst und Aufgeregtheit. Dann kam da der Gedanke hereingeschneit das jetzt einfach so hinzuschreiben.
Ja genau. Da tauchten Gefühle auf und verschwanden wieder. Dann kam ein Gedanke, dann der nächste usf.

So geschieht das Leben. Braucht es dafür ein "Ich" oder ist es einfach das, was geschieht?
Und in dem ganzen Geschehen ist da der Gefühlsglaube, dass das jetzt mir passiert.
Könntest du bitte näher erklären, was du mit "Gefühlsglaube" meinst? Ist da noch etwas Zusätzliches, ausser dass Gedanken (wie z.B. der Gedanke "ich bin aufgeregt" oder "das ist meine Angst"), Körperempfindungen und Gefühle auftauchen?
Ich bin ganz stark mit dem Körpergefühl verbunden
Ja, da ist (war) zweifellos ein Körpergefühl mit bestimmten Empfindungen. Findest du auch ein "Ich" in irgendeiner Form, das mit diesem Körpergefühl in irgendeiner Art und Weise verbunden ist? Oder ist es so, dass mit diesem Körpergefühl einfach weitere Gedanken auftauchen?

Nimm dir Zeit mit den Antworten.

Liebe Grüsse,
nisarama

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Fri Feb 22, 2013 12:31 pm

Hallo nisarama,

ich war eingeloggt und hab dir über die Schnellantwort geschrieben. Als ich das abschicken wollte, musste ich mich neu einloggen und jetzt ist all das Geschriebene gelöscht. Das hier ist mein erstes Forum und vielleicht kannst du mir kurz erklären, was da schief gelaufen ist. Muss ich dir über Post Reply antworten?

Ich schreib später nochmal. Jetzt bin ich zu gefrustet.

Gruß
geronimo

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby nisarama » Fri Feb 22, 2013 1:32 pm

Hallo geronimo,

Wähle stets "post reply" für Antworten.

Um ein Zitat zu verwenden, drücke den button "Quote" und zwischen die Tags kopiere oder schreibe den Text, der als Zitat erscheinen soll.

Da ist also Frustration aufgetaucht. In unserer Untersuchung geht es ja auch darum, WER diese Frustration scheinbar sein eigen nennt.

Herzliche Grüsse und bis bald,
nisarama

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Fri Feb 22, 2013 5:35 pm

Hallo nisarama,
ok auf ein Zweites. Danke für die Tipps.
In unserer Untersuchung geht es ja auch darum, WER diese Frustration scheinbar sein eigen nennt.
Als der Text weg war, war da ein heftiges Erschrecken und dann Frustration. Danach kam der Gedanke, dass die ganze Arbeit umsonst war und mit dem Gedanken war das Gefühl, dass das mir passiert. Muss das sein...usw. Ich hätts am liebsten rückgängig gemacht. Dann kam kurz Wut und später Traurigkeit und kurz feuchte Augen. Da kommt grad der Gedanke, dass das Ich die Diskrepanz ist zwischen dem was ist und dem wie es dem Gedanken und Gefühl nach hätte sein sollen...obwohl dieser Gedanke ja auch das ist was jetzt ist. Ich kann nicht sehen, wie aus der Frustration mehr wird als das was sie halt ist.
Was geschieht bei dir, wenn ich jetzt einfach sage, dass es KEIN "Ich" in irgendeiner Form gibt, dass es KEIN "Ich" in irgendeiner Form gegeben hat oder jemals geben wird?
Zuerst taucht mal Ratlosigkeit auf. Ich weiß grad nicht was ich schreiben soll...jetzt taucht mein Körper als vages Bild in Gedanken auf. Ich als Körper sitze hier und die Hände bewegen sich, das ist doch Form?!...lustig, das war grad eine Mischung aus Sehen und Gedanke. Da ist jetzt der innere Antrieb, deine Frage zu beantworten und immer wieder kreisen die Gedanken um die Frage. Aber irgendwie kommt die Frage gar nicht wirklich an. Wenn dieser Körper stirbt, bleiben höchstens Gedanken und Gefühle an diesen Körper in den Köpfen anderer Menschen, sonst nix. So sehe ich das, wenn ich an meine verstorbene Schwester denke. Aber in diesem Moment nehme ich diesen Körper als etwas Persönliches war, etwas um was man sich kümmern muss. So ist zumindest das Gefühl.
Aber irgendwie bin ich immer noch ratlos...solange die Wissensschublade über das was ich über ich oder nicht-ich gehört habe, zubleibt. Aber die erscheint gerade uninteressant.
Aha. Da ist also "dein" Leben, das "du" lebst. Ist das wirklich so?
Ich frage : Wo in deiner direkten Erfahrung findest du "geronimo", der "sein" Leben lebt. Diesen "geronimo" sollte es doch geben, oder? Wo ist er?
Es fällt mir sehr schwer zu antworten ohne auf angelesenes, gehörtes Wissen oder auf sonstige Gedanken zurückzugreifen. Also was kann ich jetzt sozusagen selbst und direkt über mich wissen. Hmm...steh grad richtig vor einer Wand. Es taucht gerade der Gedanke über meine Geschichte auf, nichts Konkretes. Der Bezugspunkt jetzt ist immer mein Körper mit den Gedanken und Gefühlen die dort auftauchen. Ich will immer Mehr sehen. Das ist wie ein Glaube, da muss was sein, was ich bin oder was mich ausmacht.
Ja genau. Da tauchten Gefühle auf und verschwanden wieder. Dann kam ein Gedanke, dann der nächste usf.

So geschieht das Leben. Braucht es dafür ein "Ich" oder ist es einfach das, was geschieht?
Also jetzt tauchen Gefühle der Hilflosigkeit, Verwirrung und "ich dreh mich im Kreis" Gedanken auf. Braucht es dafür mich? Es braucht einen Ort, wo das alles wahrgenommen oder empfangen wird. Das empfinde ich als ich. Das ist ne komische Formulierung...dieser Ort scheint das Ich-Gefühl zu sein. Das kommt mir gerade wie ein verrücktes Gedankenkarussell vor, ein einziges Gedankenspiel...
Könntest du bitte näher erklären, was du mit "Gefühlsglaube" meinst? Ist da noch etwas Zusätzliches, ausser dass Gedanken (wie z.B. der Gedanke "ich bin aufgeregt" oder "das ist meine Angst"), Körperempfindungen und Gefühle auftauchen?
Das hat nix zu bedeuten. Da sind nur Gedanken, Körperempfindungen und Gefühle, die ich nicht unter Kontrolle habe. Ich hätt sie gerne unter Kontrolle, das ist der Gedanke. Doch in der Rückschau erweist sich das immer als Wunschgedanke. Im Moment, wenn alles auf einmal da ist, ist das Gefühl wie das Bindemittel für die Gedanken. Das Gefühl macht die Gedanken so echt und real. Aber das ist jetzt nur ein gedanklicher Versuch um zu erklären, was dieses "das passiert jetzt mir"-Erleben ausmacht. Ganz ehrlich, ich weiß nicht.
Ja, da ist (war) zweifellos ein Körpergefühl mit bestimmten Empfindungen. Findest du auch ein "Ich" in irgendeiner Form, das mit diesem Körpergefühl in irgendeiner Art und Weise verbunden ist? Oder ist es so, dass mit diesem Körpergefühl einfach weitere Gedanken auftauchen?
Da ist jetzt Müdigkeit. Ich bin müde, kam als Gedanke hinterher. Es tauchen weitere Gedanken auf, zu diesem Körpergefühl. Jetzt ist Aufregung...doch ich steh vor einer Wand, kann nix finden.

Danke für deine Begleitung
geronimo

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby nisarama » Fri Feb 22, 2013 11:35 pm

Lieber geronimo,

Nun hat es also doch mit dem Posten geklappt.

Du schreibst viel, dass Gefühle wie Frustration, Ratlosigkeit oder Hilflosigkeit auftauchen. Das ist das, was erscheint. Und ist absolut in Ordnung! Und du schreibst auch "ich stehe vor einer Wand".

Ist es möglich, diese Gefühle einfach DA SEIN zu lassen, ihre Energie wahrzunehmen, genauso wie es im Moment ist, - OHNE sie zu benennen und OHNE irgendetwas zu ändern? Etwa so, wie man das Wetter wahrnimmt?

Was geschieht, wenn du das tust? Schau einfach! Da gibt es nichts zu denken und kein richtig oder falsch.

Schau ganz genau, ob du tatsächlich jemanden vorfindest, der diese Gefühle fühlt oder dem diese Gefühle "zustossen". Schau selbst und finde es heraus!

Gefühle haben oft auch eine Schutzfunktion. Spüre hin! Gibt es etwas, dass geschützt werden müsste?

Meine dritte Aufgabe: nimm etwa Ratlosigkeit oder deine "Wand" her. Lass sie einfach sein so wie es gerade ist.

Und stelle die Frage: Was ist "HINTER" der Ratlosigkeit (oder der Wand) ?

Antworte nicht mit dem Verstand, sondern lass die Antwort von selbst aufsteigen.

Ich freue mich sehr auf deine neuen Erkenntnisse.

Viele Grüsse, nisarama

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Sat Feb 23, 2013 6:04 pm

Hallo nisarama,
st es möglich, diese Gefühle einfach DA SEIN zu lassen, ihre Energie wahrzunehmen, genauso wie es im Moment ist, - OHNE sie zu benennen und OHNE irgendetwas zu ändern? Etwa so, wie man das Wetter wahrnimmt?

Was geschieht, wenn du das tust? Schau einfach! Da gibt es nichts zu denken und kein richtig oder falsch.
Seit heut morgen taucht immer wieder ein sehr starkes Gefühl auf. Jetzt auch. Im Brustbereich ist es spürbar. Der Wunsch das zu beenden taucht auf, der Gedanke "das halt ich nicht aus" erscheint...das Gefühl fühlt sich unangenehm an, wie kalter Schnee auf nackter Haut statt Sonnenschein...also einfach ein unangenehmes Gefühl.
Im ersten Überraschungsmoment, wenn dieses Gefühl auftaucht wird Flucht wahrgenommen...aber die Flucht ist auch nur ein Gefühl, nichts Konkretes. Es ist was Automatisches. Es passiert von ganz alleine.
Schau ganz genau, ob du tatsächlich jemanden vorfindest, der diese Gefühle fühlt oder dem diese Gefühle "zustossen". Schau selbst und finde es heraus!
Da ist immer nur jemand, der diese Gefühle beschreibt oder bewertet...also eigentlich sind das nur Gedanken, die zu den Gefühlen auftauchen. Es fühlt sich so an, als ob mein Körper fühlt als Reaktion auf etwas, einen Gedanken, ein gesprochenes Wort, das Ergebnis eines Fußballspiels oder irgendein anderes Ereignis. Der Bezugspunkt scheint mein Körper zu sein.
Gefühle haben oft auch eine Schutzfunktion. Spüre hin! Gibt es etwas, dass geschützt werden müsste?
Da kommt ganz spontan der Gedanke, ja das Gefühl der Angst bei dem Versuch zu Fuß eine sechspurige Autobahn zu überqueren. Absolut sinnvoll und rein funktional.
Da gibt es den Schutz davor Fehler zu machen, den Kontrollschutz...ich habe Angst Fehler zu machen, die Kontrolle zu verlieren, selbst wenn es offensichtlich ist, dass ich das nicht in der Hand habe. Da ist grad das Gefühl oder der Gedanke, es wird der Glaube geschützt, dass ich die Fäden in der Hand habe.
Meine dritte Aufgabe: nimm etwa Ratlosigkeit oder deine "Wand" her. Lass sie einfach sein so wie es gerade ist.

Und stelle die Frage: Was ist "HINTER" der Ratlosigkeit (oder der Wand) ?
Jemand will darüber jetzt ne Geschichte erzählen, was dahinter ist, weil er nix findet. Da ist nur das Gefühl und Gedanken dazu und Gefühle zu den Gedanken als Reaktion. "Ich" kann wirklich nicht mehr finden und selbst das war gerade nur ein Impuls, wobei "Ich" gerade in Frage gestellt wurde. Da kommt gerade das Bild, wie sich die Katze in den Schwanz beißt.
Da ist der Drang Mehr zu sehen. Ich lass den Drang jetzt einfach mal sein...

Morgen bin ich den ganzen Tag unterwegs und komme sehr spät nach Hause. Deshalb schreibe ich sehr wahrscheinlich erst wieder montag vormittag.
Lieben Dank bis dahin und bis montag
geronimo

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Sun Feb 24, 2013 9:57 pm

Heute Abend sitz ich da und lese nochmals die Fragen und Gefühle steigen auf und vergehen wieder und mehr ist da nicht dann ein kurzes Erschrecken, was ist wenn das alles Ist? Ein kurzes Gefühl des Grauens. Es tut mir leid wenn ich das jetzt so schreibe, aber das ist wie ein Abgrund...davor stand ich schon mal, letztes Jahr. Ich versteh nicht mal was daran so schlimm sein soll, dass nicht mehr ist. Es ist ein Gefühl von Leere und Sinnlosigkeit...und heftiges Pochen in der Brust. Der Gedanke daran tut weh, schrecklich weh...als ob alles zusammenbricht.
Was ist, wenn ich diese Gefühle einfach so sein lasse? ...die Gefühle sind weg. Ein bisschen Herzklopfen bleibt.

Gute Nacht
geronimo

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby nisarama » Sun Feb 24, 2013 10:53 pm

Hallo geronimo,

Vielen Dank für deine Antworten. Eine wunderschöne Bewegung ist darin zu erkennen.
Im ersten Überraschungsmoment, wenn dieses Gefühl auftaucht wird Flucht wahrgenommen...aber die Flucht ist auch nur ein Gefühl, nichts Konkretes. Es ist was Automatisches. Es passiert von ganz alleine.
Genau. Da taucht ein Gefühl auf, von ganz alleine. Da war niemand da, der sich entschieden hätte, dieses Gefühl zu fühlen, oder danach einen bestimmten Gedanken zu denken. Oder findest du etwas Anderes?
Da ist immer nur jemand, der diese Gefühle beschreibt oder bewertet...also eigentlich sind das nur Gedanken, die zu den Gefühlen auftauchen. Es fühlt sich so an, als ob mein Körper fühlt als Reaktion auf etwas, einen Gedanken, ein gesprochenes Wort, das Ergebnis eines Fußballspiels oder irgendein anderes Ereignis. Der Bezugspunkt scheint mein Körper zu sein.
Du hast gut geschaut. Es sind Gedanken, die zu den Gefühlen auftauchen, nichts weiter. Vertiefe dieses Sehen, wann immer Gelegenheit dazu ist.
Und mache dir klar, ob da "jemand" ist, der Gefühle beschreibt oder bewertet, oder ob das tatsächlich nur Gedanken sind, die zu den Gefühlen auftauchen (wie du ja schon gesehen hast).

Gibt es diesen Bezugspunkt "mein Körper" wirklich, oder ist es ein scheinbarer Bezugspunkt, weil die Gedanken "mein Körper" sagen? Spüre einfach einmal hin.

Was passiert, wenn du sozusagen versuchsweise, als eine Art Experiment, dein Erleben anders beschreibst?
Wenn etwa gesagt wird: Gefühle werden beschrieben und bewertet. Ein Impuls (etwa ein Gedanke oder ein gesprochenes Wort) taucht auf, und danach eine Körperempfindung usf.
Wie fühlt sich das an? Vielleicht zutreffender oder wahrer?
..ich habe Angst Fehler zu machen, die Kontrolle zu verlieren, selbst wenn es offensichtlich ist, dass ich das nicht in der Hand habe. Da ist grad das Gefühl oder der Gedanke, es wird der Glaube geschützt, dass ich die Fäden in der Hand habe.
Hast du schon jemals die Kontrolle gehabt, oder war da jemals etwas, das die Fäden in der Hand gehabt hätte? Du sagst ja selbst, dass es offensichtlich ist, dass "du" das nicht in der Hand hast. Und weisst du warum? Weil dieses "Ich" eine Illusion ist.
Oder passierte einfach das Leben? War es z.B. nicht eher so, dass Entscheidungen passierten, aber keine separate Instanz da war, die entschieden hätte?

Du kannst nichts verlieren ausser der Illusion, dass du die Fäden in der Hand hättest. Das Leben läuft gleich weiter, vielleicht etwas klarer und gelöster.
Jemand will darüber jetzt ne Geschichte erzählen, was dahinter ist, weil er nix findet.
Ja, da ist NICHTS dahinter!

Was ist HINTER dem Erschrecken, dem Grauen, der Sinnlosigkeit? HINTER dem Gedanken, dass alles zusammenzubrechen scheint?
Vielleicht auch einfach nur nichts?
Ein NICHTS, das zugleich die Quelle von ALLEM ist? Ist dort vielleicht auch Liebe?

Alles Gute für heute,
nisarama

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Mon Feb 25, 2013 8:19 pm

Hallo nisarama,
Genau. Da taucht ein Gefühl auf, von ganz alleine. Da war niemand da, der sich entschieden hätte, dieses Gefühl zu fühlen, oder danach einen bestimmten Gedanken zu denken. Oder findest du etwas Anderes?
Jetzt kommen wieder Tränen, einfach so...Gefühl von Resignation und Wärme. Das kann ich unmöglich selbst erzeugen, denn es war zu spontan ohne Grund...und immer wieder stellt sich die Frage, die völlig sinnlos erscheint. Fast jede Prüfung ergibt das gleiche Ergebnis. Gedanken und Emotionen erscheinen spontan und doch ist hier kein Erkennen, kein Sehen, dass keiner Prüfung mehr bedarf. Eine endlose Wiederholung...
Und mache dir klar, ob da "jemand" ist, der Gefühle beschreibt oder bewertet, oder ob das tatsächlich nur Gedanken sind, die zu den Gefühlen auftauchen (wie du ja schon gesehen hast).
Gerade sind da verzweifelte Gedanken, die zu verzweifelten Gefühlen auftauchen. Jetzt kommt der Versuch das einfach mal so sein zu lassen...der Gedanke, das schaffst du eh nicht...jetzt is grad nix...kurze Gedankenblitze...immer mit dem Gefühl, das passiert hier und hier heißt mir...das ist auch wieder ein Gedanke, der jetzt aber nicht als Gedanke gesehen wird sondern als...ja als was dann? Die Frage beantwortet sich in Gedanken durch einen weiteren Gedanken als Reaktion auf den Frage-Gedanken. Das ist nur ein gedankliches Gedankenspiel ohne Denker. Das taucht als Bild auf. Nur Denken. Das wurde kurz gesehen. Nur kurz.

Gibt es diesen Bezugspunkt "mein Körper" wirklich, oder ist es ein scheinbarer Bezugspunkt, weil die Gedanken "mein Körper" sagen? Spüre einfach einmal hin.

In Gedanken ist es so, als ob das Denken im Kopf dieses Körpers stattfinden...das erscheint wie eine in den Kopf gelenkte Vorstellung...so als ob die Gedanken das durch die Gedanken da hinlenken. Wie ein Perpetuum Mobile. Die Gefühle scheinen mir mehr mit dem Körper verknüpft oder die Wahrnehmung ist direkter nicht so gedankengesteuert. Wenn ein Gefühl auftaucht...ahh erst wird das Gefühl wahrgenommen und fast gleichzeitig erscheint eine Körperreaktion. Es erscheint grad so, als ob der Körper nicht der Bezugspunkt ist...so als ob es solch einen Punkt gar nicht braucht. Kann das grad schwer in Worte fassen. Ein Gefühl taucht auf. Punkt.
Werd das nochmal im "Alltag" prüfen!
Was passiert, wenn du sozusagen versuchsweise, als eine Art Experiment, dein Erleben anders beschreibst?
Wenn etwa gesagt wird: Gefühle werden beschrieben und bewertet. Ein Impuls (etwa ein Gedanke oder ein gesprochenes Wort) taucht auf, und danach eine Körperempfindung usf.
Wie fühlt sich das an? Vielleicht zutreffender oder wahrer?
Dann bin Ich raus. So fühlt sich das an. Absolut neutral, völlig frei von Emotion. Kein Klammern, kein Widerstand, kein persönliches Verletztsein, völlig wertneutral. Es fühlt sich weder zutreffender noch wahrer an. Es ist dann einfach so. Irgendwie erleichternd, als ob dann die Bedeutung weg wäre.
Hast du schon jemals die Kontrolle gehabt, oder war da jemals etwas, das die Fäden in der Hand gehabt hätte? Du sagst ja selbst, dass es offensichtlich ist, dass "du" das nicht in der Hand hast. Und weisst du warum? Weil dieses "Ich" eine Illusion ist.
Oder passierte einfach das Leben? War es z.B. nicht eher so, dass Entscheidungen passierten, aber keine separate Instanz da war, die entschieden hätte?
Es fällt grad sehr schwer weiterzuschreiben. Mein ganzer Körper zittert und friert...und keine Ahnung was ich schreiben soll...wenn ich deine Frage jetzt prüfe (jetzt wird es ruhiger)...jetzt weiß ich grad nicht was im nächsten Moment passiert. Diese Antwort wusste ich auch nicht. Ich entscheide mich jetzt nicht weiter darauf zu antworten, weil keine Antwort auftaucht...ich hab das nicht entschieden, dass keine Antwort auftaucht. Also konnte ich mich gar nicht anders entscheiden, oder? Es tauchen Zweifel auf...
Was ist HINTER dem Erschrecken, dem Grauen, der Sinnlosigkeit? HINTER dem Gedanken, dass alles zusammenzubrechen scheint?
Vielleicht auch einfach nur nichts?
Ein NICHTS, das zugleich die Quelle von ALLEM ist? Ist dort vielleicht auch Liebe?
Mit NICHTS kann Ich mich nicht identifizieren mit LIEBE schon, denn bedingungslose Liebe als Ausdruck der Stille wurde zwei Jahre erlebt. "Niemand" wusste was da eigentlich geschieht. Einfach Liebe ohne wenn und aber, einfach nur Liebe ohne zu begreifen was das überhaupt ist. Alles wurde angeschaut, ein Glas Wasser, der zornige Mensch vor mir, der Baum, der Gedanke...da war nur Liebe, die Liebe der Stille...es konnte nur Liebe gesehen werden. Dann nichts mehr, nichts...das tut heute noch so weh...verzeihung, dass ich so RumIche. Ich kann diesen Eindruck nicht vergessen...auch wenn gesehen wird, dass das jetzt nicht ist. Jetzt ist alles nur leer...

Lieben Gruß
geronimo

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby nisarama » Tue Feb 26, 2013 10:18 am

Hallo geronimo,
Fast jede Prüfung ergibt das gleiche Ergebnis. Gedanken und Emotionen erscheinen spontan und doch ist hier kein Erkennen, kein Sehen, dass keiner Prüfung mehr bedarf.
Vertraue darauf, was deine eigene Prüfung bzw. Untersuchung ergibt. Oder ist da etwa auch noch ein Gedanke, dass "Erkennen" oder "Sehen" anders sein sollte? Oder der Gedanke "Das kann es wohl nicht sein." ?
Das ist nur ein gedankliches Gedankenspiel ohne Denker. Das taucht als Bild auf. Nur Denken. Das wurde kurz gesehen. Nur kurz.
Das ist es und war es auch immer! Beobachte einfach, wenn Zeit vorhanden ist, dieses Gedankenspiel ohne Denker.
Es erscheint grad so, als ob der Körper nicht der Bezugspunkt ist...so als ob es solch einen Punkt gar nicht braucht. Kann das grad schwer in Worte fassen. Ein Gefühl taucht auf. Punkt.
Genau, es ist auch schwer in Worte zu fassen. Wie du sagst, "ein Gefühl taucht auf. Punkt." Und ohne Punkt tauchen danach vielleicht Geschichten über dieses Gefühl auf.
Dann bin Ich raus. So fühlt sich das an. Absolut neutral, völlig frei von Emotion. Kein Klammern, kein Widerstand, kein persönliches Verletztsein, völlig wertneutral. Es fühlt sich weder zutreffender noch wahrer an. Es ist dann einfach so. Irgendwie erleichternd, als ob dann die Bedeutung weg wäre.
Ich empfehle dir, dieses Experiment eine Zeit lang zu machen, bei allen möglichen Gelegenheiten.
Vielleicht stellst du dann fest, dass einfach das da ist, was gerade da ist. Was immer das ist. Und niemand hat es gemacht oder gewählt. Und all die Bedeutungen, die früher daran geheftet wurden, lösen sich ganz von selbst davon oder fallen vielleicht von selbst weg. Es ist einfach das da, was ist, ohne eine Geschichte dazu.
Mit NICHTS kann Ich mich nicht identifizieren mit LIEBE schon, denn bedingungslose Liebe als Ausdruck der Stille wurde zwei Jahre erlebt.
Es geht überhaupt nicht darum, dass "Du" dich mit irgendetwas identifizierst, weder mit Nichts noch mit Liebe. Das "Ich" ist eine Gedanken-Illusion, also wer sollte sich mit etwas identifizieren? Es gibt nichts anderes als Erleben - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Denken etc. Und wenn geglaubt wird, dass da jemand ist, der all diese Sachen tut, dann finde ihn bitte und zeig ihn mir, ok? Oder ist dieser Jemand nur ein weiterer Gedanke?

Manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass du dir bestimmte Erfahrungen wünscht oder erwartest. Wie es zu sein hätte. Ist es so?
Wünsche, Erwartungen oder Erinnerungen (an frühere Zustände) sind etwas, das JETZT auftaucht. Sie sind Teil dessen, was JETZT ist. Nichts weiter.
Für das Durchschauen der Ich-Illusion ist es gänzlich irrelevant, welche Erfahrungen gerade da sind. Eine ist gleich gut wie die andere. Durchschaut wird, DASS kein "Ich" da ist bzw. DASS das vermeintliche "Ich" eine Illusion oder eine Fata Morgana ist. Mach dir dabei auch klar, dass eine Fata Morgana nicht verschwindet, nur weil sie als Fata Morgana erkannt wurde.

Meine Aufgabe für dich ist es also, das Auftauchen von Gedanken von Gefühlen einfach wahrzunehmen. OHNE weitere Geschichten daran zu heften. Hilfreich ist auch, dein Erleben im Sinne unseres Experimentes zu beschreiben. Einfach schauen, ohne weitere Bedeutungen.

Ich freue mich, wenn du mir über das Ergebnis deiner weiteren Untersuchungen berichtest. Du bist schon so nah dran, geronimo.

Liebe Grüsse,
nisarama

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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Tue Feb 26, 2013 11:04 pm

Hallo nisarama,
Vertraue darauf, was deine eigene Prüfung bzw. Untersuchung ergibt. Oder ist da etwa auch noch ein Gedanke, dass "Erkennen" oder "Sehen" anders sein sollte? Oder der Gedanke "Das kann es wohl nicht sein." ?
Ja, diese Gedanken sind da.
Das ist es und war es auch immer! Beobachte einfach, wenn Zeit vorhanden ist, dieses Gedankenspiel ohne Denker.
Genau, es ist auch schwer in Worte zu fassen. Wie du sagst, "ein Gefühl taucht auf. Punkt." Und ohne Punkt tauchen danach vielleicht Geschichten über dieses Gefühl auf.
Jetzt taucht der Gedanke auf, schön und gut gestern war das so klar. Doch heute abend lese ich das und da ist nichts mehr so klar. Heute war ein sehr ereignisreicher Tag, es gab viel zu tun und es tauchten immer mal wieder Impulse auf hinzuschauen, was grade ist...und jetzt? Ich weiß nicht so recht, irgendwie schwebt das grad alles in der Luft...keine Richtung, kein Ziel. Ich versuche dran zu bleiben...die Gedanken sind grad ziemlich wirr. Sind das alles nur Gedanken? Nur Gedanken? Stillstand, Gefühl von Stillstand. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um das Experiment zu machen.
Manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass du dir bestimmte Erfahrungen wünscht oder erwartest. Wie es zu sein hätte. Ist es so?
Ja, diese Vorstellungen und Gefühle sind da.
Meine Aufgabe für dich ist es also, das Auftauchen von Gedanken von Gefühlen einfach wahrzunehmen. OHNE weitere Geschichten daran zu heften. Hilfreich ist auch, dein Erleben im Sinne unseres Experimentes zu beschreiben. Einfach schauen, ohne weitere Bedeutungen.
Das Gefühl das grad auftaucht, wird als Niedergeschlagenheit und sich klein fühlen bewertet. Dazu taucht der Gedanke auf, das geronimo wirst du nie sehen, weil du...bist. Das Gefühl das bewertet wurde verstärkt sich. Wo soll das hinführen als Impuls taucht auf und du bist am Ende als Gedanke. Eine Körperreaktion taucht auf, die als Verspanntheit beschrieben wird. Was solls, denkt es sich, was solls? Der Mehr Impuls taucht auf. Nur ein Impuls als Gedanke. Das ist wie Berichtschreiben, als Gedanke. Wer schreibt das als Gedanke. Eine Körperreaktion, welche denn? Eine Gedankenfrage und die Körperreaktion, die immer noch als Verspannung beschrieben wird...hier wird kurz Erleichterung wahrgenommen, einfach ein Gefühl, dass beschrieben wurde...in Gedanken. Total verrückt, als Gedanke. So reiht sich eins zum anderen, als Gedanke. Da ist nicht mehr, als GEdanke. Ein Gefühl, dass als ich weiß nicht was bewertet wurde taucht auf. Eine Körperreaktion erscheint, die als Müdigkeit beschrieben wird. Du bist nicht müd, als Gedanke. Ein Gefühl ist da, dass als Langeweile bewertet wird, ein Gefühl ist da, dass als Trotz beschrieben wird erscheint. Ein Gefühl nach dem anderen taucht auf, eins löst das andere ab, der GEdanke für das Schauspiel, das als Schauspiel bewertet wird, ein Gedanke. Ich werd verrückt erscheint. Wie lang soll das noch gehen erscheint. Katze schleckt sich erscheint, dass als solches beschrieben wird erscheint. Endlos erscheint. Ich erscheint. Warum nicht? als Frage erscheint, was als Frage beschrieben wird. Ich hör jetzt auf als Gedanke erscheint. Die Handlung, die als Aufhören bewertet wird vollzieht sich jetzt.

Gute Nacht
geronimo

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geronimo
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Re: Keine Lust mehr zu suchen und zu verstehen...

Postby geronimo » Wed Feb 27, 2013 9:07 am

Durchschaut wird, DASS kein "Ich" da ist bzw. DASS das vermeintliche "Ich" eine Illusion oder eine Fata Morgana ist. Und wenn geglaubt wird, dass da jemand ist, der all diese Sachen tut, dann finde ihn bitte und zeig ihn mir, ok? Oder ist dieser Jemand nur ein weiterer Gedanke?
Ein Gefühl taucht auf, immer wieder (als Gedanke) das als Angst beschrieben wird. Jetzt ein Gedanke, immer wieder (als Gedanke) das ist unmenschlich. Ein Gefühl taucht auf, das als Erschrecken beschrieben wird, als Schock. Ein Gedanke, ist das alles? Wer schreibt das, ein GEdanke. Eine Körperreaktion taucht auf, die als Herzklopfen betitelt wird. Ein Gefühl als Unruhe bewertet, taucht auf. Das erste Gefühl erscheint und der Gedanke es verstärkt sich, weil es sich stärker anfühlt. Die Situationsbeschreibung fühlt sich heute persönlicher an als gestern, als Gedanke erscheint. Ein Gefühl erscheint, das als Ich beschrieben wird. Muss jetzt aufhören erscheint. Eine Körperreaktion erscheint. Sie wird als Frieren betitelt...der Gedanke, das ist alles noch persönlich...Frieren und erstes Gefühl...ich will das nicht aufgeben... was aufgeben? Was? Gefühl als Ruhe bewertet...nicht darüber nachdenken, laufen lassen...du kannst nichts tun, nicht Du...erscheint...Körperreaktion als Müdigkeit betitelt...lass sein...aufhören...Gefühl als persönlich bewertet...schon zu viel...aufhören.


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