Aufwachen

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Devi
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Re: Aufwachen

Postby Devi » Mon Jul 30, 2018 4:01 pm

Hallo Jadzia,
Wie ist dieser allererste Moment?
Sind da sofort Gedanken da oder verzögert?
Heute war es (wie häufig) so, dass ich mit plapperndem Hirn, also während der Gedanken aufgewacht bin. Meist sind dies Alltagsgedanken, die sich auf To-Dos beziehen. Sie beginnen wohl im Traum und das Wachwerden wird von diesen Gedanken begleitet.

Ich kenne auch das Wachwerden, bei dem es innerlich noch alles still ist, es keinen Bezug gibt zu wer, wo, warum und welcher Tag. Die Gedanken kommen dann verzögert.
Stell dich noch einmal hin und schließe die Augen:
Fühlst du Füße und einen Boden? Sind das zwei Wahrnehmungen, einmal Fuß, einmal Boden oder nur eine Wahrnehmung Fuß/Boden?
Danke für das geduldige Erklären. Uhi, wirklich alles Label.
Es ist nur eine Wahrnehmung.
Sofort schiebst sich ein Bild des Fußes dazwischen. Es ist wirklich schwierig, nur in der Wahrnehmung zu bleiben.
Können diese Label direkt erfahren werden oder sind all die Informationen von Gedanken dazugegeben?
Es sind alles Gedanken, Bilder.
Lass das mal sacken und dann frag dich: kann ich ‚Körper‘ in DE wahrnehmen.
Nein, kann ich wohl nicht. Aber ständig schiebt sich ein Bild oder ein Label dazwischen. Ich möchte dem noch ein bisschen nachspüren, um es besser zu trennen.

Viele Grüße

Devi

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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Mon Jul 30, 2018 5:48 pm

Gut geschaut!
Ich kenne auch das Wachwerden, bei dem es innerlich noch alles still ist, es keinen Bezug gibt zu wer, wo, warum und welcher Tag. Die Gedanken kommen dann verzögert.
Das sind die interessanten Momente, wenn die Gedanken noch nicht losgelegt haben.
Wenn das wieder passiert beobachte genau was wahrgenommen wird.
Es ist nur eine Wahrnehmung.
Sofort schiebst sich ein Bild des Fußes dazwischen. Es ist wirklich schwierig, nur in der Wahrnehmung zu bleiben.
Genau, es ist nur eine. Das mit dem Augenmerk auf Wahrnehmung wird mit der Zeit einfacher, das ist wie immer Training, was sich dann irgendwann verselbstständigt.
Lass das mal sacken und dann frag dich: kann ich ‚Körper‘ in DE wahrnehmen.
Nein, kann ich wohl nicht. Aber ständig schiebt sich ein Bild oder ein Label dazwischen. Ich möchte dem noch ein bisschen nachspüren, um es besser zu trennen.
Kannst du sehen, dass ‚Körper‘ ein Wort, ein Label ist?

Spür in Ruhe nach und immer wieder – nur direkte Erfahrung.

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Devi » Tue Jul 31, 2018 2:58 pm

Hallo Jadzia,
Das sind die interessanten Momente, wenn die Gedanken noch nicht losgelegt haben.
Wenn das wieder passiert beobachte genau was wahrgenommen wird.
Ich erinnere mich an das erste Mal, als das passierte, noch sehr gut. Ich hatte allerhefigsten Liebeskummer und wachte auf in einer Gedankenleere und einem Wohlgefühl. Eine Zeitlosigkeit, in der alles in Ordnung war oder besser die Frage, ob in Ordung oder nicht, gar nicht existierte. Und dann kam die Geschichte.... Damals habe ich gemerkt, dass ich nicht die Geschichte bin.
Kannst du sehen, dass ‚Körper‘ ein Wort, ein Label ist?
Ja, Körper ist ein Label. Da gibt es Empfindungen, mal mehr oder weniger gelabelt. Mal mehr oder weniger zu "mir"gehörend.

Viele Grüße
Devi

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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Tue Jul 31, 2018 5:19 pm

Damals habe ich gemerkt, dass ich nicht die Geschichte bin.
Du bist auch nicht das ‚ich‘.
Du hast jetzt schon öfter geguckt – oder hast du es doch irgendwo gefunden? ;-)
Ja, Körper ist ein Label. Da gibt es Empfindungen, mal mehr oder weniger gelabelt. Mal mehr oder weniger zu "mir"gehörend.
Genau, Körper ist genau so ein Label, wie Banane, Auto und Hose.
Wie kann etwas mal weniger oder mehr zu ‚mir‘ gehören? Wie kann etwas zu etwas gehören was nur in einer Geschichte existiert?
Gibt es irgendetwas was diesem ‚mir‘ gehören könnte?

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Devi » Wed Aug 01, 2018 4:20 pm

Hallo Jadzia,
Du bist auch nicht das ‚ich‘.
Du hast jetzt schon öfter geguckt – oder hast du es doch irgendwo gefunden? ;-)
Wie kann etwas mal weniger oder mehr zu ‚mir‘ gehören? Wie kann etwas zu etwas gehören was nur in einer Geschichte existiert?
Gibt es irgendetwas was diesem ‚mir‘ gehören könnte?
Es ist irgendwie seltsam - nein, es wurde kein ich gefunden. Niemand der kontrolliert. Die Selbstoptimierungsgedanken zogen sich zurück, wenn wer sollte da noch optimiert werden.
Aber dann - zack - laufen die Gedanken in alten Bahnen. Und es wird wieder eine Ich-Geschichte konstruiert. Jezt ist mehr Distanz, aber dennoch. Ein bisschen so. als würde man (unsere altes Beispiel) eine Serie schauen und obwohl man weiß, es ist nur ein Film und der läuft auch nicht weg, MUSS man quasi die nächste Folge schauen....

Verwirrte Grüße
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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Wed Aug 01, 2018 4:43 pm

Es ist irgendwie seltsam - nein, es wurde kein ich gefunden. Niemand der kontrolliert. Die Selbstoptimierungsgedanken zogen sich zurück, wenn wer sollte da noch optimiert werden.
Schön ne? Das Leben und Sein darf einfach so sein, wie es ist, ohne dass da angeblich ständig was verbessert oder verändert werden müsste.
Aber dann - zack - laufen die Gedanken in alten Bahnen. Und es wird wieder eine Ich-Geschichte konstruiert. Jezt ist mehr Distanz, aber dennoch. Ein bisschen so. als würde man (unsere altes Beispiel) eine Serie schauen und obwohl man weiß, es ist nur ein Film und der läuft auch nicht weg, MUSS man quasi die nächste Folge schauen....
Gedanken tun das, was Gedanken nun mal tun.
Der Film, die Akteurin, all diese kleinen Geschichten, die die große Geschichte so glaubhaft machen, das alles darf weiterlaufen und wird es auch tun. Das ist ok.
Wen oder was sollte das stören? Gedanken sind ein Teil dessen, was ist.

Das ist, wie mit dem Glauben an den Weihnachtsmann, der verschwindet sobald erkannt wird, dass es ihn in gar nicht gibt, aber man kann immer noch an den Weihnachtsmann denken, in den Gedanken hat er seinen Platz.

Die ‚Ich‘-Geschichte ist schon so gut eingelaufen, die wiederholt sich nur immer wieder, immer wieder die gleichen Gedanken.
Achte mal auf diese Wiederholungen und schau mit liebevollem Interesse zu, wie diese Geschichte sich immer wieder selbst bestätigt.

Erzähl, was dir auffällt.

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Devi » Fri Aug 03, 2018 2:26 pm

Hallo Jadzia,

ich weiß gar nicht so recht, was ich Dir schreiben soll.

Die Devigeschichte wird immer unwirklicher - wie ein Film, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Ich lasse mich immer mehr davon überraschen, was ich machen werde. Weniger Pläne, sondern warten, was in dem Moment für ein Impuls bzw. für eine Aktion kommt. Funktioniert.

Dennoch ist da ein Beobachter, von dem ich als "ich" schreibe. Ich mache, ich fahre, ich sitze. Nur ist dies irgendwie zeitloser - es gibt keine Geschichten zu diesem "ich". Kein Bild und keine Vergangenheit. Und auch keine Entscheidung/Kontrolle. Außer es kommt im Moment der Entscheidung der Impuls, dem "ich" folge. Und "mich" dann wundere, wie ich eigentlich an diesen Ort gekommen bin, obwohl "ich" das gar nicht vorhatte. So bin ich gestern auf dem örtlichen Weinfest gelandet.

Manchmal steigt die Geschichte noch ein - oft auf der Arbeit, wenn ich mich verkannt oder bedroht fühle. Das sind dann wie alte Bahnen, die Gedanken steigen ein, aber sind unwirklicher und halten sich nicht so lange.

Ich beobachte weiter...

Schönes Wochenende wünscht
Devi

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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Fri Aug 03, 2018 3:19 pm

Die Devigeschichte wird immer unwirklicher - wie ein Film, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Ich lasse mich immer mehr davon überraschen, was ich machen werde. Weniger Pläne, sondern warten, was in dem Moment für ein Impuls bzw. für eine Aktion kommt. Funktioniert.
Wie fühlt sich das an?
Leben läuft, auch ohne die Geschichte und das war auch nie anders, es wurde nur geglaubt, dass es anders sei.
Leben geschieht, Pläne, Nachdenken ist nicht wirklich notwendig.
Dennoch ist da ein Beobachter, von dem ich als "ich" schreibe.
Ist das ein Beobachter oder ist das ‚Ich‘ ein Referenzpunkt?
Da ist Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, da wird erfahren – aber hat da das Wort ‚ich‘ irgendetwas mit zu tun?
Gibt es einem von Allem getrennten Beobachter oder Wahrnehmer? Einen der, wie von außen zuguckt? Wäre das nicht Trennung und Zwei: einen Beobachter und das Beobachtete?

Lass uns mal das Hören nehmen:
Hören geschieht, hör hin, irgendein Geräusch, lausche.
Gibt es jemanden der hört, eine Hörende?
Oder gibt es nur Hören und das Gehörte?

Hör noch genauer hin:
Ist das Hören und das Gehörte voneinander getrennt oder sind sie eins?

Braucht es einen Beobachter damit Hören geschieht?
Braucht es überhaupt einen Gedanken damit Hören wahrgenommen werden kann?

Nur direkte Wahrnehmung, wiederhol das öfter, bis du die Fragen ganz sicher beantworten kannst.
Manchmal steigt die Geschichte noch ein - oft auf der Arbeit, wenn ich mich verkannt oder bedroht fühle. Das sind dann wie alte Bahnen, die Gedanken steigen ein, aber sind unwirklicher und halten sich nicht so lange.
Nette oder nicht so nette Gedankengewohnheiten, oder? ;-)
Es lohnt sich immer wieder mal zu gucken welche Identifikationen oder Glaubenssätze hinter diesen Gedanken verborgen sind.

Wer oder was kann sich verkannt oder bedroht fühlen?
Kann ein Gedanke sich verkannt oder bedroht fühlen?

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Devi » Fri Aug 03, 2018 4:52 pm

Hallo Jadzia,
Ist das ein Beobachter oder ist das ‚Ich‘ ein Referenzpunkt?
Da ist Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, da wird erfahren – aber hat da das Wort ‚ich‘ irgendetwas mit zu tun?
Referenzpunkt ist ein perfekter Ausdruck!
"Ich" erfahre ist eher eine Gewohnheit, wie soll es anders gut ausgedrückt werden. Es gibt aber kein greif- oder erfahrbares Ich, das damit gemeint ist.
Braucht es einen Beobachter damit Hören geschieht?
Braucht es überhaupt einen Gedanken damit Hören wahrgenommen werden kann?
Nein
Gibt es jemanden der hört, eine Hörende?
Oder gibt es nur Hören und das Gehörte?
Nein, es gibt keine Hörende. Das Hören und das Gehörte sind einfach nur und nicht voneinander trennbar.
Wer oder was kann sich verkannt oder bedroht fühlen?
Kann ein Gedanke sich verkannt oder bedroht fühlen?
Nein. Es ist nur eine alte Geschichte, die da anspringt. Und irgendwie ins Leere läuft.

Viele Grüße
Devi

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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Fri Aug 03, 2018 5:28 pm

Referenzpunkt ist ein perfekter Ausdruck!
"Ich" erfahre ist eher eine Gewohnheit, wie soll es anders gut ausgedrückt werden. Es gibt aber kein greif- oder erfahrbares Ich, das damit gemeint ist.
Gut. Ja, es ist eine Gewohnheit, die verblassen kann.
Braucht es einen Beobachter damit Hören geschieht?
Braucht es überhaupt einen Gedanken damit Hören wahrgenommen werden kann?

Nein
Gibt es jemanden der hört, eine Hörende?
Oder gibt es nur Hören und das Gehörte?

Nein, es gibt keine Hörende. Das Hören und das Gehörte sind einfach nur und nicht voneinander trennbar.
Exakt.
Schau auch noch mal bei den anderen Sinnen nach, teste es, probier es aus: Sehen, das Gesehene; Tasten, das zu Tastende usw.
Nein. Es ist nur eine alte Geschichte, die da anspringt. Und irgendwie ins Leere läuft.
Ohne den Glauben an dieses omnipotente ‚ich‘ können die Geschichten ins Leere laufen. Sobald das ‚ich‘ als Geschichte erkannt ist, können sich Geschichten (Glaubenssätze, Identifikationen usw) auflösen. Das kann mehr oder weniger ‚geräuschlos‘ gehen.

Entspann dich und las laufen. Nichts abwehren, alles darf sein.

„Viele Verletzungen habe ich heilen oder relativieren können.“ Das hast du in deiner ersten post geschrieben.
Gibt es überhaupt sowas wie nicht heil sein?

Alles liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Mon Aug 06, 2018 5:51 am

Na, wie sieht es bei dir aus?

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Devi » Mon Aug 06, 2018 10:57 am

Hallo Jadzia,

jetzt bin ich wieder an einem Computer, bei dem das quoten geht. Da ist das Antworten einfacher :-)
Schau auch noch mal bei den anderen Sinnen nach, teste es, probier es aus: Sehen, das Gesehene; Tasten, das zu Tastende usw.
Beim Hören und Tasten war es einfacher. Hören und Gehörtes, Tasten und Empfundenes sind nicht zu trennen. Beim Sehen war es schwieriger - da wird sofort die Entfernung interpretiert und somit als getrennt wahrgenommen. Mit ein bisschen Übung wird es aber auch klar, dass beides gleichzeitig und untrennbar da ist und es für den Sinneseindruck keine Sehende braucht.
Sobald das ‚ich‘ als Geschichte erkannt ist, können sich Geschichten (Glaubenssätze, Identifikationen usw) auflösen. Das kann mehr oder weniger ‚geräuschlos‘ gehen.
Entspann dich und las laufen. Nichts abwehren, alles darf sein.
Das ist weiterhin zu beobachten. Manchmal höre ich mich Sätze sagen, die ich in der jeweiligen Situation schon immer gesagt habe, ohne dass die übliche emotionale Resonanz (das verletzt mich, das regt mich auf...) da ist.
„Viele Verletzungen habe ich heilen oder relativieren können.“ Das hast du in deiner ersten post geschrieben.
Gibt es überhaupt sowas wie nicht heil sein?
Ohne die Geschichte ist es jetzt und jetzt ist heil.
Die Verletzungen waren Teil der Geschichte. Damit wurde die Geschichte besser (war auch schon mal gut war), aber aus der heutigen Sicht ist es nicht mehr wichtig.

Liebe Grüße
Devi

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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Mon Aug 06, 2018 2:21 pm

Sehr schön.
Ohne die Geschichte ist es jetzt und jetzt ist heil.
Die Verletzungen waren Teil der Geschichte. Damit wurde die Geschichte besser (war auch schon mal gut war), aber aus der heutigen Sicht ist es nicht mehr wichtig.
Gab es jemals jemanden der verletzt war und Heilung gebraucht hätte?
Ist das was ist jemals nicht heil oder kann zerstört werden?

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Aufwachen

Postby Devi » Tue Aug 07, 2018 2:31 pm

Hallo Jadzia,
Gab es jemals jemanden der verletzt war und Heilung gebraucht hätte?
Hier knabbere ich herum. Eigentlich ist da niemand, der verletzt werden kann und geheilt werden müsste, wenn ich nachspüre.
Dennoch sträubt sich was. Es schiebt sich das BIld von geschlagenen, misshandelten Kindern dazwischen. Egal, ob sie eine Ich-Geschichte haben oder (noch) nicht - sie werden doch in diesem Moment verletzt und leiden. Es mag sie als Person, als ich nicht geben, aber Leid und Verletzung ist da. Oder?
Ist das was ist jemals nicht heil oder kann zerstört werden?
Nein, es kann nicht zerstört werden und ist heil.

Liebe Grüße
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Re: Aufwachen

Postby Jadzia » Tue Aug 07, 2018 4:46 pm

Eigentlich ist da niemand, der verletzt werden kann und geheilt werden müsste, wenn ich nachspüre.
Eigentlich?
Dennoch sträubt sich was. Es schiebt sich das BIld von geschlagenen, misshandelten Kindern dazwischen. Egal, ob sie eine Ich-Geschichte haben oder (noch) nicht - sie werden doch in diesem Moment verletzt und leiden. Es mag sie als Person, als ich nicht geben, aber Leid und Verletzung ist da. Oder?
Die Geschichten mit Kindern sind stark emotional besetzt.

Nimm was einfacheres.
Geh in eine Situation in dem ein Gedanke mit dem Inhalt „Jetzt bin ich verletzt“ da ist.
Wer oder was kann verletzt sein?
Woher kommt dieses verletzt sein? Kann ein ‚ich‘ verletzt werden?

Beobachte die Reaktionen des ‚ich‘ tagsüber.
Wo finden die Reaktionen statt?

Alles Liebe,
Jadzia


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