es scheint mir noch ein Erleben über die Sinnesorgane hinaus zu geben. Vielleicht zählt es aber auch zu den Körperempfindungen. So eine Art virtueller Raum um den Körper? Schwer zu erklären. Aber wichtige Empfindungen sind zwar körperlich fühlbar, aber irgendwie außerhalb von mir. Wie z.B. ein Gefühl des in alles eingebettet seins in meinem Rücken ist, aber dort 1-2 m entfernt.
Ein Empfinden ist erst mal nur ein reines Empfinden.
Woher wird gewusst, dass es einen „virtueller Raum um den Körper“, „irgendwie außerhalb von mir“ oder „Wie z.B. ein Gefühl des in alles eingebettet seins in meinem Rücken ist, aber dort 1-2 m entfernt“ ist? Sind das nicht Gedanken, die dem reinen Empfinden ‚dazugegeben‘ werden – Etiketten, Erklärungen, Deutungen?
Uns interessiert grade nur was über die Sinne aufgenommen werden kann – direkt erlebt werden kann.
Innere und äußere Bilder, Geräusche, Gerüche, Körperempfindungen.
Innere und äußere Bilder?
Sitzt du bequem?
Stell dir ein Lebensmittel vor, dass du zuhause hast und das du auch jetzt gleich essen magst – vielleicht einen Apfel oder einen Keks.
Stell es dir ganz genau vor. Wie du es in der Hand hältst, der Geruch, die Form, rauh oder weich. Stell dir vor wie du da reinbeißt, wie das Gefühl im Mund ist, das Kauen und der Geschmack.
Lass dir Zeit und mal dir das Ganze richtig aus.
Jetzt geh und hole es dir und beiß rein. Fokussier dich auf das Erfahren ohne die Benennungen zu beachten. Nimm dir auch hier wieder Zeit.
Dann vergleiche:
Was ist der Unterschied zwischen dem Essen des vorgestellten Keks und dem realen, den du erfahren kannst?
Hatte die Vorstellung des Essens irgendwas mit dem direktem Erleben zu tun?
Ist das Vorstellen nicht alles Gedanken ÜBER etwas, aber nicht das direkte Erleben?
Kann es sein, dass innere Bilder nichts Weiteres als Gedanken über etwas sind, ein direktes Erleben eines oder mehrerer Gedanken, aber kein direktes Erleben von etwas?
Aber die Konzentration auf die Empfindungen scheint das Gefühl des Ich-seins zu verstärken. Ich fühle mich damit konturierter, abgegrenzter von der Welt.
Hat dieses „Ich fühle mich damit konturierter, abgegrenzter von der Welt.“ irgendwo ein physischen Pendant? Wie eine körperliche Empfindung, im Körper wahrnehmbar?
Eine Empfindung, die ein Label bekommt „konturierter, abgegrenzter“?
Wenn nein, dann ist das ein Gedanke ohne Bezug auf etwas was direkt erfahren werden kann, oder?
Alles Liebe,
Jadzia