Lucrezia - Ingen
Re: Lucrezia - Ingen
Ich höre weiter zu.
Re: Lucrezia - Ingen
Ich habe nicht viel zu berichten, es lebt grad einfach: Weites Kopffeld, Wahrnehmungen, ab und zu Gedanken aber ohne grosse ich-Konstruktionen oder sonst werden sie ziemlich rasch "entlarvt", was viel Weite und Offenheit erzeugt. Es findet wenig "Involviertheit" statt, auch in zwischenmenschlich ("normalerweise") eher unangenehmen Situationen: Gedanken tauchen auf, lösen Gefühle aus, denen wiederum folgen ich-Gedanken, werden durchschaut, weiter geht's. Selten Identifikation mit dem einen oder anderen Gedanken, die etwas länger anhält. Zwischendurch heftige Reaktionen, schon fast aggressiv, bei sehr nahestehenden Personen auf eigentlich unwichtige Dinge (als würde Nähe im Moment nicht drin liegen), die dann aber auch gleich wieder verfliegen. Immer wieder mal staunen, was da alles auftaucht - und wieder geht.
Das ist's für heute - zur Abwechslung kurz und bündig und ohne Wenn und Aber ;-)
Das ist's für heute - zur Abwechslung kurz und bündig und ohne Wenn und Aber ;-)
Re: Lucrezia - Ingen
Hallo Lucrezia,
Und, wie ist es heute? Gibt es mehr zu berichten? Was macht das Gedankenkarusell?
Gibt es einen Schritt zu tun?
Und, wie ist es heute? Gibt es mehr zu berichten? Was macht das Gedankenkarusell?
Gibt es einen Schritt zu tun?
Re: Lucrezia - Ingen
Nein, es ist grad ruhig auf allen Fronten, es gibt nicht mehr zu berichten.Und, wie ist es heute? Gibt es mehr zu berichten?
Das dreht immer mal wieder an und läuft wieder aus. Manchmal passiert das Ausklingen von alleine und manchmal braucht's einen Moment oder zwei, die Identifikation mit den Gedanken zu durchschauen.Was macht das Gedankenkarusell?
Nein, Schritte können "mir" grad gestohlen bleiben ;-) Da ist eher die Tendenz, NICHTS zu tun. Alle Schritte und alles Tun führen irgendwie nur ins Ver-Zweifeln und blasen den Kopf auf und lassen verrückte Ideen und Vorstellungen real erscheinen. Es herrscht grad so die Stimmung: "Ich leb jetzt einfach mal!" Und gleich darauf blinkt die Warnmeldung:" ICH leb jetzt einfach mal?!" Es lebt jetzt mal einfach, da sind all die Wahrnehmungen, welche die Gedanken öfter mal auf eine Lucrezia beziehen möchten. Aber diese Gedanken haben zur Zeit nicht sehr viel Macht, sie tauchen auf und gehen wieder. Es fühlt sich alles ziemlich leer und weit an und wenn ich das nicht schon einmal durchgemacht hätte, würden jetzt wieder die Gedanken "Ist das alles? Das kann's doch nicht sein?!" loslegen. Aber ehrlich gesagt ist es eine Erleichterung, dass "nur" das hier ist.Gibt es einen Schritt zu tun?
Witzig war, dass ich heute realisierte, dass ich meine Identitätskarte nicht mehr hatte :-) (Später stellte sich dann raus, dass ich sie vor einer Woche nur an völlig unüblichem Ort vergessen hatte, aber es war trotzdem lustig.)
Re: Lucrezia - Ingen
Also, irgendwie hat sich der Ton total geändert :)
Ich hab' hier ein paar Fragen von dir an dich, willst du die mal anschauen und was dazu sagen?
Ich hab' hier ein paar Fragen von dir an dich, willst du die mal anschauen und was dazu sagen?
Ich glaube, was ich mir von einem „Erwachen“ wünsche ist, dass ich diese ständigen Wertereien und Vergleichereien in allen Bereichen des Lebens wenn nicht stoppen dann doch schneller durchschauen und loslassen kann.
Wäre es nicht so viel freier und lebendiger und überraschender, wenn das Leben „mich“ leben würde und ich nicht versuchen würde, das Leben immer wieder in meine kleine Vorstellungswelt reinzuquetschen?
Für was rackere ich mich ab, strebe nach diesem und jenem – nur um am Schluss doch einfach wieder aus dieser Form zu verschwinden? Wird es so etwas wie „Sinn“ geben, wenn ich „befreit“ sein werde, oder wird sich die Frage nach dem Sinn erübrigen?
Re: Lucrezia - Ingen
Ja gell, ob er so bleibt oder sich wieder ändert, wer weiss das schon...Also, irgendwie hat sich der Ton total geändert :)
Ja, also das ist auf gutem Wege ;-) Zur Zeit geht das relativ schnell, das Durchschauen und Loslassen. Wie du ja auch weisst, gab es auch immer wieder Zeiten (und wird es vielleicht wieder geben?), wo das Durschauen kaum möglich war. Aber grundsätzlich ja, das ist spürbar.Ich glaube, was ich mir von einem „Erwachen“ wünsche ist, dass ich diese ständigen Wertereien und Vergleichereien in allen Bereichen des Lebens wenn nicht stoppen dann doch schneller durchschauen und loslassen kann.
Das ist ein tägliches Erforschen und dabei-Bleiben. Manchmal gelingt es sehr gut, dann lebt "mich" das Leben einfach. Und manchmal versuchen da Gedanken und Vorstellungen, das Leben nach ihren Mustern zu gestalten, was unweigerlich wieder zu Leid und Verzweiflung führt. Nicht, dass da keine unangenehmen Gefühle sein dürften, aber diese Art von Leid und Verzweiflung müsste echt nicht sein. Ich kann mir vorstellen (vorstellen...), dass dieses Leid immer mal wieder auftaucht. Aber vielleicht immer besser durchschaut werden kann, so dass sein kann was ist. Dranbleiben ist hier die Devise.Wäre es nicht so viel freier und lebendiger und überraschender, wenn das Leben „mich“ leben würde und ich nicht versuchen würde, das Leben immer wieder in meine kleine Vorstellungswelt reinzuquetschen?
Die letzte Frage beantworte ich später. Bei der regen sich allerlei Gedanken und Gefühle.
Re: Lucrezia - Ingen
Liebe Ingen, im Moment steht mir der Sinn gar nicht nach Sinnhaftigkeit ;-) Es ist dies glaub der Punkt, der die Gedanken immer wieder zum Rotieren bringen kann, weil sie sich da gerne einhaken. Es gibt da so viele Vorstellungen, die immer wieder auftauchen und die mit allerlei gesellschaftlichen Normen und "Memen" zu tun haben, das ist für mich harte Arbeit, immer wieder zurückzulehnen, wie du es nennst, und zuzuschauen statt mitzumischeln. Die Sinnvorstellungen tauchen immer wieder mal auf. Die Vorstellung, für einen Zweck hier zu sein und zu leben, meldet sich penedrant. Zur Zeit kann "ich" da zurückgelehnt bleiben und hinschauen. Dann nehme ich wahr, was da gerade ist an Wahrnehmungen und was gerade getan wird. Ich finde es immer wieder interessant, wenn ich z.B. in der Strassenbahn sitze und von A nach B fahre einfach nur zu sitzen und weder an A noch an B zu denken. Dann ist einfach grad das da, was da ist, ohne Ziel und Zweck. Und dann kommt bei B der Impuls auszusteigen. So simpel. Vielleicht ist das mit dem Leben auch so. Wir wissen ja nicht, was A und was B ist, gewählt habe "ich" nichts davon. Dann wird auch klar, dass es nie möglich sein wird, mit dem Verstand den Sinn hinter allem sehen zu können. Es wäre doch alles nur ein winzig kleiner Ausschnitt des Ganzen, nicht zu erfassen, sondern nur von Gedanken in eine Linearität gebracht, die der Verstand fassen kann. Und der kann leider (oder muss ich sagen glücklicherweise?) extrem wenig fassen von all dem, was wirklich ist.Für was rackere ich mich ab, strebe nach diesem und jenem – nur um am Schluss doch einfach wieder aus dieser Form zu verschwinden? Wird es so etwas wie „Sinn“ geben, wenn ich „befreit“ sein werde, oder wird sich die Frage nach dem Sinn erübrigen?
Tja, ich habe den Hang zum Philosophieren, scheint mir. Du willst sicher eine konkrete Antwort mit Bsp.
Ich glaube, das "ich" wurde so gebeutelt und zermürbt die letzten Tage oder wohl eher Wochen, dass es irgendwie aufgegeben hat. Es ist grad keine Vorstellung mehr da, dass sich irgendwas abrackern müsste, denn ehrlich gesagt weiss "ich" wirklich nicht mehr wofür! Es ist nichts auszumachen, für das gerackert werden müsste. Es gibt z.B. beruflich viel Arbeit zu tun, mehr als ich im Moment mache, kann ich nicht und an den Rest muss ich nicht denken (erst dann wirds ein Rackern). Und was muss "ich" erreichen? Wer genau will, dass da was erreicht wird? Es fällt stückweise auseinander, das bekannte, alte Gedanken-Vorstellungsmuster davon, wie die Welt beschaffen sei und wie der Lucrezia-Avatar darin zu funktionieren habe. Ich glaube, da gibt es noch einige untergründige Vorstellungen zu entdecken, das ist nur gut so, sollen sie sich zeigen. Es ist so verrückt im wahren Sinn des Wortes, wenn man sie genauer anschaut! Nächste Woche kommt z.B. mein Vorgesetzter im Rahmen eines Mitarbeitergesprächs in meinen Unterricht. Das ist DIE Gelegenheit für alle Ich-Vorstellungen, aktiv zu werden, was sie auch regelmässig tun. Und sie einfach geschehen zu lassen, ohne was damit anzufangen, braucht noch Einiges an Aufmerksamkeit und ja, auch Liebe. Die Gedanken melden sich immer mal wieder, was sie gerne hätten, wie jetzt das Lucrezia-Bild zu sein hätte und was das dann bedeuten könnte und wie die Lucrezia dann dastehen wird und blabla. Und irgendwann gehen sie wieder, wenn ich einfach zuschaue.
Ob sich die Frage nach dem Sinn erübrigen wird, tja, wer weiss, ob "ich" erwacht bin und sowas beantworten kann? "Ich" habe wie du schon gefragt hast, keinen Schritt getan, es ist einfach anders, leichter, dann wieder ganz dicht, dann wieder frei und offen, je nachdem, wie stark die Gedanken und Vorstellungen sind. Und in diesen Zyklen ist die Sinnfrage auch mehr oder weniger aktiv. So ganz allgemein beantworten kann ich das nicht. Es ist mir nur nicht mehr so ganz klar, was Sinn meint. Früher war mir das scheinbar sehr klar und daran habe ich alles gemessen. Jetzt sind die Wertemassstäbe nicht mehr deutlich oder teilweise nicht mehr vorhanden. Das lässt auch Sinn nicht mehr "messen" oder eruieren.
War das genug deutlich oder habe ich mich da wieder einmal in ein Theoretisieren verhaspelt?
Re: Lucrezia - Ingen
Beim Pilzesäubern kam noch eine Sinn-Antwort: Grad jetzt im Moment ist kein Sinn (nötig). Sinn bezieht sich ja immer auf eine Zukunft, ist eine Vorstellung, also nicht jetzt grad real und wirklich da. Mal schauen, ob sich meine Gedanken an diesem Satz die Zähne ausbeissen oder es einfach mal dabei sein lassen können ;-)!
Re: Lucrezia - Ingen
Also, ich würde sagen, dass bei dir das Kartenhaus des Ich-Glaubens eingestürzt ist.
Die "Abschlussfragen" hast du ja schon beantwortet, und dann ging das Gedankenkarussell noch mal los. (Und das war auch gut so!)
Und es wird sich immer mal wieder drehen, aber das siehst du ja ganz realistisch:
Wie ist deine eigene Einschätzung, hast du deiner Meinung nach das Ich durchschaut?
Wie wahr.ch glaube, das "ich" wurde so gebeutelt und zermürbt die letzten Tage oder wohl eher Wochen, dass es irgendwie aufgegeben hat. Es ist grad keine Vorstellung mehr da, dass sich irgendwas abrackern müsste, denn ehrlich gesagt weiss "ich" wirklich nicht mehr wofür!
Genau.Es gibt z.B. beruflich viel Arbeit zu tun, mehr als ich im Moment mache, kann ich nicht und an den Rest muss ich nicht denken (erst dann wirds ein Rackern).
Gut!Und was muss "ich" erreichen? Wer genau will, dass da was erreicht wird? Es fällt stückweise auseinander, das bekannte, alte Gedanken-Vorstellungsmuster davon, wie die Welt beschaffen sei und wie der Lucrezia-Avatar darin zu funktionieren habe.
Wenn sie rauskommen, sind sie da, wenn sie nicht rauskommen, sind sie eben nicht da!Ich glaube, da gibt es noch einige untergründige Vorstellungen zu entdecken, das ist nur gut so, sollen sie sich zeigen.
Und so geht es mit vielen dieser Konzepte, die einmal wichtig und festgefügt schienen. Da kommt noch so einiges ins Rutschen! Die Reise hat erst begonnen.Es ist mir nur nicht mehr so ganz klar, was Sinn meint. Früher war mir das scheinbar sehr klar und daran habe ich alles gemessen. Jetzt sind die Wertemassstäbe nicht mehr deutlich oder teilweise nicht mehr vorhanden. Das lässt auch Sinn nicht mehr "messen" oder eruieren.
Die "Abschlussfragen" hast du ja schon beantwortet, und dann ging das Gedankenkarussell noch mal los. (Und das war auch gut so!)
Und es wird sich immer mal wieder drehen, aber das siehst du ja ganz realistisch:
So ist es. Wenn "Leiden" auftaucht, ist das einfach ein Signal zum Nachgucken.ch kann mir vorstellen (vorstellen...), dass dieses Leid immer mal wieder auftaucht. Aber vielleicht immer besser durchschaut werden kann, so dass sein kann was ist. Dranbleiben ist hier die Devise.
Wie ist deine eigene Einschätzung, hast du deiner Meinung nach das Ich durchschaut?
Re: Lucrezia - Ingen
"Wie ist deine eigene Einschätzung, hast du deiner Meinung nach das Ich durchschaut?"
Hilfe, du fragst mich so direkt? Ich winde mich wie ein Wurm bei dieser Frage, was gibt es darauf zu antworten? Wenn ich nein sage, stimmt das nicht, wenn ich ja sage, dann fange ich wieder an zu zweifeln (wie kann ich mir da sicher sein...?) Puh. Also du willst, dass ich da klar Stellung beziehe?
Was ist mit Fragen 3 und 4?
Hilfe, du fragst mich so direkt? Ich winde mich wie ein Wurm bei dieser Frage, was gibt es darauf zu antworten? Wenn ich nein sage, stimmt das nicht, wenn ich ja sage, dann fange ich wieder an zu zweifeln (wie kann ich mir da sicher sein...?) Puh. Also du willst, dass ich da klar Stellung beziehe?
Was ist mit Fragen 3 und 4?
Re: Lucrezia - Ingen
... ja
Das Prinzip durchschaut ja. Und die Leiden sind bei Wiederkehr zu durchschauen. Wahrscheinlich steckt da immer noch ein Rest von Vorstellung, dass nach dem Durschauen keine Ich-Identifikation mehr stattfinden soll. Aber du hast ja mehr als einmal geschrieben, dass die Reise erst los geht. Wirst du dann immer noch meine Begleiterin sein? Das war eine so grosse Hilfe, ich kann mir nicht vorstellen, wie ich ohne hätte dranbleiben können. Und es ängstigt mich der Gedanke, dass ich allein wieder "faul" würde und nicht mehr nachgucken würde etc.
Koffer packen?
Das Prinzip durchschaut ja. Und die Leiden sind bei Wiederkehr zu durchschauen. Wahrscheinlich steckt da immer noch ein Rest von Vorstellung, dass nach dem Durschauen keine Ich-Identifikation mehr stattfinden soll. Aber du hast ja mehr als einmal geschrieben, dass die Reise erst los geht. Wirst du dann immer noch meine Begleiterin sein? Das war eine so grosse Hilfe, ich kann mir nicht vorstellen, wie ich ohne hätte dranbleiben können. Und es ängstigt mich der Gedanke, dass ich allein wieder "faul" würde und nicht mehr nachgucken würde etc.
Koffer packen?
Re: Lucrezia - Ingen
Haha. Ok. Beantworte noch Nummer 3 und 4. Und dann gucken wir noch mal, ob es ein "...ja" oder ein "JA!" ist.Was ist mit Fragen 3 und 4?
Du kannst diese Frage sowieso immer nur für "jetzt, in diesem Moment" beantworten!
Und, ich kann dich gerne weiter "begleiten" :)
Re: Lucrezia - Ingen
Wie wahr - und erleichternd!Du kannst diese Frage sowieso immer nur für "jetzt, in diesem Moment" beantworten!
Ja gerne, danke :-)))!Und, ich kann dich gerne weiter "begleiten" :)
Es kann sein, dass ich heute nicht zum Antworten komme, habe Programm bis spät abends.
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