Hallo Daniel,
Erzähl etwas darüber, was das ICH wichtig erscheinen lässt.
Gerne. Das ICH oder die Gedanken erzählen, dass das ICH wichtig sei. Also ganz schön paradox. Mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht ein.
Was ist die direkte Erfahrung von Wahrnehmung? GIbt es eine Distanz zwischen Wahrnehmung und dem, was wahrgenommen wird?
Ohne auf gedankliche Konstrukte und mentale Bilder zurückzugreifen, wo ist die Trennlinie zwischen innen und außen? Benutze einen Gegenstand, irgendwas...und betrachte es mit 'gelöster Aufmerksamkeit'. Was wird erfahren?
Also ich habe heute morgen ziemlich lange meine Deckenlampe angestarrt, auch auf unterschiedliche Weise. Ich habe dabei geschielt, die Augen zugekniffen, anders focussiert. Also eine Trennlinie habe ich nicht gefunden und Distanz genausowenig. Eher so als wäre die Lampe auf meinen Augen drauf oder besser gesagt ich schaue auf einen Bildschirm und der Bildschirm ist aber in mir drin, ich bin der Bildschirm und der, welcher draufschaut.
Innen und Außen sind auch nur Konstrukte. Ich kann nicht sagen ob die Lampe in mir ist oder außerhalb von mir.
Ich habe gerade noch einen Test gemacht. Ich habe meine Teetasse angeschaut und dann habe ich meinen Arm ausgestreckt und dann den Henkel genommen und die Tasse hochgenommen und hin und her bewegt. Es hat sich sehr merkwürdig angefühlt. Ein bisschen neu. Als würde alles ganz automatisch geschen, anders als sonst.
Liebste Grüße
Daniel