Gedanken sind Erscheinungserfahrungen will alle anderen Sinneserfahrungen auch.
ERSCHEINUNGSERFAHRUNG
Das ist ein Begriff, den ich bisher nicht kannte. Erscheint mir sehr hilfreich. Danke dafür.
Gedanken sind Erscheinungserfahrungen will alle anderen Sinneserfahrungen auch.
Was läuft sonst noch alles automatisch ab? Ist irgendwo jemand zu finden, der die Fäden zieht, plant, entscheidet? Beobachte den Tag über, ob es eine Art Generalmanager gibt, der die Dinge in der Hand hat.
Es sieht ganz danach aus, dass einfach alles automatisch abläuft. Allerdings ist dabei nie klar, wie es sich konkret ereignen wird. Und es ist auch nie klar, was genau zu einem konkreten Ereignis geführt hat. Es führen ganz viele Bedingungen zu einer spezifischen Handlung, Aussage, Bewegung, ... - kurz: zu einem Ereignis. Das Ereignis ist dann erneut ein kleines Zahnrädchen in einem komplexen Bedingungsgeflecht. Aus diesem entstehen dann wieder andere Ereignisse usw.
Ja, genau so ist es :-)Es gibt niemanden, der die Fäden zieht. Alles geschieht, wie es geschieht.
Würdest Du sagen, dass die Ich-Illusion zu 100% durchschaut ist?
Gibt es von Deiner Seite her noch Fragen?
Oder fehlt Dir noch irgendetwas?
Ja, so ist es. Und ich bin vollkommen einverstanden damit. Es muss nichts anders sein.Insofern ist es wohl eher interlektuell verstanden, aber nicht wirklich Durchschaut.
Ich nehme derzeit häufig intellektuelle Klarheit auf der einen Seite und "Brett vorm Kopf" auf der anderen Seite wahr. Bei den Gefühlen ist es ähnlich. Von tiefer Frieden bis depressive Leere ist alles dabei. Was auch immer es ist, ich bin zunehmend einverstanden mit dem, was gerade ist. Manchmal gerate ich dennoch in einen Kampf. Gut, dann gerate ich da hinein. Auch das geht vorbei - selbst, wenn mir das zur Zeit des Kampfes nicht klar, nicht bewusst ist. Wenn da Kampf ist, dann ist da auch "Wollen" bzw. "Nicht-Haben-Wollen". Aber im Vergleich zu früher sehe ich Erwachen dann nicht mehr als den Ausweg an. Deckt sich das mit deinem Gefühl? Dann liegst du richtig.Ich habe auch das Gefühl, dass da ein ziemliches "Wollen" ist bei Dir. (...) Wie siehst Du das? Liege ich richtig?
Vielleicht kannst Du das mal mit Deinen eigenen Worten beschreiben
Ich will eigentlich haben, dass ich nichts richtig machen will. Ich glaube aber, dass dieses Haben-Wollen zu nix führt. Und deshalb(*) überlasse ich mich dem Leben, wann immer ich nicht gerade in den Kampf gerate - in dem die Unbewusstheit Oberhand gewinnt. (*) Es erscheint mir schlicht alternativlos.Es geht darum, ALLES "loszulassen", auch z.B. richtig sein zu wollen, oder "erwachen" zu wollen...
Was willst du "richtig" machen, was willst Du eigentlich haben?
Nein. Das ist definitiv nicht so.Vielleicht auch so wie eine "Challenge", eine "Trophäe" in Deinem Regal. So nach dem Motto: erwacht, geschafft und abgeharkt, NEXT. Oder so nach dem Motto... "was die anderen können, kann ich auch"...
Ja, das kann ich wahrnehmen. Es scheint so, als ob Du schon vorneweg alles richtig machen willst, in dem du gleich auch mit einbeziehst, dass du es nicht brauchst, dass Du sowieso schon alles akzeptierst uws. usw.Manchmal versucht da etwas, sich daraus zu definieren, es nicht richtig machen zu brauchen. Das scheint mir wieder ein Trick zu sein, um sich überlegen und sicher zu fühlen. Wenn ich es so bewusst wahrnehme, wie ich es jetzt schreibe, dann gibt es da Unsicherheit zu fühlen - meistens in Verbindung mit Gedanken von Minderwertigkeit.
Es gibt verschiedene Beispiel-Situationen. Viele gehen mittlerweile damit einher, dass ich das Sich-Minderwertig-Fühlen zulasse. Hier ist eine...Lass uns da hinschauen und ehrlich sein.
Fällt Dir eine Situation aus der jüngsten oder älteren Vergangenheit ein, wo Du Dich fehl am Platz, nicht gut genug halt minderwertig gefühlt hast.
Davor, hier "zu versagen" oder "nicht zu erwachen" habe ich keine Angst. Ich will niemandem etwas beweisen hier. Insofern liegt in diesem Zulassen keine Schwierigkeit.Lass zu, dass Du vielleicht auch in diesem Prozess hier "versagen" wirst und nicht "erwachst", weil Du es nicht verdient hast, weil Du nicht genug bist.
Zu diesen drei Fragen schreibe ich später noch separat. Bin jetzt verabredet.Wie fühlst sich die Minderwertigkeit bei Dir an?
Was tust Du, um nicht zu fühlen, dass Du nicht gut genug bist?
Was wäre, wenn Du diese Minderwertigkeit zulassen würdest?
Der Gedanke unwert zu sein geht mit einem Gefühl von Angst einher. Es fällt mir etwas schwer, mich da jetzt hineinzuversetzen. Denn es ist ja jetzt nicht da. Aber ich versuche es mal... Definitiv hat es körperlich etwas starr machendes, vielleicht etwas lähmendes. Ich vermute, dass dann viel Anspannung in verschiedenen Körperregionen ist. Vielleicht kann ich es beim nächsten Auftauchen genauer wahrnehmen - jetzt da ich mich konkret damit befassen will.Wie fühlst sich die Minderwertigkeit bei Dir an?
Manchmal gehe ich Situationen aus dem Weg, die das Potenzial haben, mich damit in Berührung zu bringen. Wenn ich aber in einer solchen Situation bin und sie nicht gerade bewusst erfahren will, dann tauchen in der Regel Schutzmechanismen auf...Was tust Du, um nicht zu fühlen, dass Du nicht gut genug bist?
Ein Beispiel dafür, wie es dann sein kann, steht oben. Insgesamt experimentiere ich gerade damit.Was wäre, wenn Du diese Minderwertigkeit zulassen würdest?
Ja, das ist gut.Davor, hier "zu versagen" oder "nicht zu erwachen" habe ich keine Angst. Ich will niemandem etwas beweisen hier. Insofern liegt in diesem Zulassen keine Schwierigkeit.
Was liegt hinter dieser Traurigkeit und dem Minderwert?Meine Aufmerksamkeit lenkt sich wieder auf das Gefühl von Traurigkeit. Ich schließe die Augen und bin traurig. Ich öffne die Augen und bin traurig.
Danke :) Dein Zuspruch hilft.Es ist sehr schön zu lesen, wie sehr Du Dich auf diesen Prozess einlassen kannst.
Ich weiß nicht, ob die folgende Differenzierung wichtig ist und ob ich vielleicht zu sehr in Christians Klassifizierungs-Systematik hänge... Ich schreib`s einfach mal so runter, wie es mir jetzt gerade in den Sinn kommt.Was liegt hinter dieser Traurigkeit und dem Minderwert?Meine Aufmerksamkeit lenkt sich wieder auf das Gefühl von Traurigkeit. Ich schließe die Augen und bin traurig. Ich öffne die Augen und bin traurig.
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