Alles klar, danke für´s Bescheidgeben.
Liebe Grüße und gute Besserung!
Ende der Suche
Re: Ende der Suche
Hallo Andreas,
wie geht es dir inzwischen?
Herzliche Grüße,
Elea
wie geht es dir inzwischen?
Herzliche Grüße,
Elea
Re: Ende der Suche
Hallo Elea,
danke für deine Geduld! Inzwischen bin ich wieder auf den Beinen, bin aber immer wieder vom Server geflogen, wenn ich unsere Unterhaltung aufrufen wollte, bis ich heute begriffen habe, dass ich mich einfach neu anmelden musste, sorry.
Also weiter:
Was mich ein wenig verwirrt hat, war das Thema "Bewegung" - wenn ich den Apfel bewege, sehe ich direkt wechselnde Farben, aber auch ein Muster, was ich spontan eben als "Bewegung" bezeichnen würde. Ich will mich daran aber auch nicht festbeißen - "Apfel" ist ganz sicher keine direkte Erfahrung, "Bewegung" möglicherweise auch nicht.
danke für deine Geduld! Inzwischen bin ich wieder auf den Beinen, bin aber immer wieder vom Server geflogen, wenn ich unsere Unterhaltung aufrufen wollte, bis ich heute begriffen habe, dass ich mich einfach neu anmelden musste, sorry.
Also weiter:
Nein, der Inhalt der Gedanken ist nicht erfahrbar, kurioserweise aber häufig die Auswirkungen des Inhalts der Gedanken, wenn sie z.B. Emotionen auslösen oder verstärken.Was ist erfahrbar? Farbe ist erfahrbar, Gedanken sind erfahrbar.
Aber wie ist es mit dem Inhalt der Gedanken?
Nein, auch "Apfel" ist nicht in der direkten Erfahrung auffindbar.Kann „Apfel“ in der direkten Erfahrung gefunden werden?
Nein, wohl kaum.Wird ein Apfel erfahren?
Was mich ein wenig verwirrt hat, war das Thema "Bewegung" - wenn ich den Apfel bewege, sehe ich direkt wechselnde Farben, aber auch ein Muster, was ich spontan eben als "Bewegung" bezeichnen würde. Ich will mich daran aber auch nicht festbeißen - "Apfel" ist ganz sicher keine direkte Erfahrung, "Bewegung" möglicherweise auch nicht.
Re: Ende der Suche
Keine Sorge, das kann passieren. In den letzten beiden Tagen hat der Server auch ein bisschen gesponnen und war zeitweise nicht erreichbar. Hauptsache, dass du wieder da bist und es dir besser geht! :)Inzwischen bin ich wieder auf den Beinen, bin aber immer wieder vom Server geflogen, wenn ich unsere Unterhaltung aufrufen wollte, bis ich heute begriffen habe, dass ich mich einfach neu anmelden musste, sorry.
Darauf können wir später noch einmal vertieft zurückkommen, wenn wir “Zeit” untersuchen, damit es nicht bei einer Vermutung bleiben muss.Was mich ein wenig verwirrt hat, war das Thema "Bewegung" - wenn ich den Apfel bewege, sehe ich direkt wechselnde Farben, aber auch ein Muster, was ich spontan eben als "Bewegung" bezeichnen würde. Ich will mich daran aber auch nicht festbeißen - "Apfel" ist ganz sicher keine direkte Erfahrung, "Bewegung" möglicherweise auch nicht.
Ja, das ist wie bei einer Szene in einem Film oder Roman, die uns emotional berührt, obwohl wir wissen, dass sie nicht wirklich stattfindet.Nein, der Inhalt der Gedanken ist nicht erfahrbar, kurioserweise aber häufig die Auswirkungen des Inhalts der Gedanken, wenn sie z.B. Emotionen auslösen oder verstärken.
Genau. “Apfel” ist nur der Begriff (also ein Gedanke), der auf direkte Erfahrungen verweist. "Apfel" wird nicht direkt erfahren, sondern nur Farbe/Bild, Geschmack, Geruch, Empfindung, Geräusch (beim Reinbeißen).Nein, wohl kaum.Wird ein Apfel erfahren?
Jetzt, wo der Unterschied zwischen direkter Erfahrung und Gedankeninhalt glasklar ist...
Wenn du nun in der direkten Erfahrung nach dem Ich Ausschau hältst… Hier, jetzt: Was findest du?
Re: Ende der Suche
Hmmm, nach gründlichem Ausschauhalten: intensives Suchen... aber keinen Suchenden. Ganz viel Welt - Farben, Formen, Geräusche, aber kein Ich, das direkt wahrgenommen werden könnte.Wenn du nun in der direkten Erfahrung nach dem Ich Ausschau hältst… Hier, jetzt: Was findest du?
Re: Ende der Suche
War da jemals ein Ich? Oder war es immer nur ein Gedanke — ein Etikett, das sich auf nichts in der Erfahrung bezieht?
Re: Ende der Suche
Nein, außer dem Begriff war da nichts Wahrnehmbares. Es ist eine Geschichte, die aber auch nur scheinbare Kohärenz hat und bei genauerem Hinsehen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.War da jemals ein Ich? Oder war es immer nur ein Gedanke — ein Etikett, das sich auf nichts in der Erfahrung bezieht?
Re: Ende der Suche
Wie fühlt es sich an, das so klar zu sehen?
Was passiert, wenn du gar nicht mehr nach dem Ich Ausschau hältst? Was bleibt übrig?
Ist da noch ein Zweifel, ob sich ein Ich/Selbst vielleicht doch irgendwo verbirgt?
Was passiert, wenn du gar nicht mehr nach dem Ich Ausschau hältst? Was bleibt übrig?
Ist da noch ein Zweifel, ob sich ein Ich/Selbst vielleicht doch irgendwo verbirgt?
Re: Ende der Suche
Ehrlich gesagt, fühlt es sich überhaupt nicht besonders an - es ist eigentlich das Normalste der Welt...Wie fühlt es sich an, das so klar zu sehen?
Eigentlich bleibt alles andere übrig, und das, was verschwindet, war ja eh nie wirklich da. Also bleiben: Farben, Geräusche, Gerüche, Empfindungen, Gedanken - der ganze Mix.Was passiert, wenn du gar nicht mehr nach dem Ich Ausschau hältst? Was bleibt übrig?
Nun, da ist weiterhin die Stimme, die sagt: Aber wenn es mich nicht gibt, wieso fühle und denke ich dann die ganze Zeit? Tatsächlich hat mir dein Bild vom Kino sehr geholfen. Ich bin nämlich nicht so oft im Kino, aber wenn, wie neulich mit meiner Tochter in dem neusten Teil der "Schule der magischen Tiere", dann kann es vorkommen, dass ich bei einer Verfolgungsjagd über die Dächer ernsthaft heftiges Herzklopfen bekomme, obwohl es ja nun wirklich nur ein Spiel aus Licht und Farben auf der Leinwand ist und weder mir noch jemand anderem im Kino zu irgendeinem Zeitpunkt Gefahr droht. Genauso erzeugt die Folge aus Gedanken und Emotionen das Gefühl von Kontinuität und einem "Ich", das aber verschwindet, sobald ich genauer hinschaue. Also: ja, da sind die ganze Zeit Gedanken und Gefühle, und die meisten sind in gewisser Weise ichbezogen, aber in Wirklichkeit ist zu keiner Zeit "jemand zu Hause".Ist da noch ein Zweifel, ob sich ein Ich/Selbst vielleicht doch irgendwo verbirgt?
Re: Ende der Suche
:)Eigentlich bleibt alles andere übrig, und das, was verschwindet, war ja eh nie wirklich da. Also bleiben: Farben, Geräusche, Gerüche, Empfindungen, Gedanken - der ganze Mix.
wieso fühle und denke ich dann die ganze Zeit?
Ja. Die Illusion hält dem genauen Hinschauen nicht stand.Genauso erzeugt die Folge aus Gedanken und Emotionen das Gefühl von Kontinuität und einem "Ich", das aber verschwindet, sobald ich genauer hinschaue.
Hier knüpfen wir direkt an und untersuchen Gedanken, Emotionen und das Gefühl von Kontinuität noch genauer, beginnend vorerst mit den Gedanken:
Setz dich für etwa 30 Minuten ruhig hin und beobachte die auftauchenden Gedanken.
Lass sie einfach erscheinen, so wie sie erscheinen. Versuche so gut wie möglich, vollständig zu ignorieren, was sie sagen, und bemerke lediglich, wie sie erscheinen – ohne dass du irgendetwas dafür tust. Beantworte hinterher - jeweils einzeln - die folgenden Fragen:
Woher kommen die Gedanken und wohin gehen sie?
Hast du irgendetwas getan, damit ein bestimmter Gedanke erscheint?
Hättest du etwas tun können, um in genau diesem Moment stattdessen einen anderen Gedanken erscheinen zu lassen?
Kannst du deinen nächsten Gedanken vorhersagen?
Kannst du aus einer Auswahl von Gedanken nur angenehme Gedanken wählen?
Kannst du wählen, schmerzhafte, negative oder angstvolle Gedanken nicht zu haben?
Kannst du jegliche Art von Gedanken beliebig auswählen?
Ist es möglich, das Auftauchen eines Gedankens zu verhindern?
Es scheint, als würden Gedanken in einer logischen, geordneten Abfolge erscheinen. Aber schau genau hin, ob es tatsächlich eine organisierte Abfolge gibt. Oder ist da auch nur ein weiterer Gedanke, der sagt: „Diese Gedanken sind in einer Reihenfolge“, oder: „Sie greifen Inhalte aus vorherigen Gedanken auf“, oder: „Ein Gedanke folgt auf den nächsten“?
Ist Denken etwas, was du tust?wieso [...] denke ich dann die ganze Zeit?
Re: Ende der Suche
Die beste Beschreibung wäre: aus dem Nichts.Woher kommen die Gedanken und wohin gehen sie?
Nein, sicher nicht.Hast du irgendetwas getan, damit ein bestimmter Gedanke erscheint?
Eher nicht, es sei denn, ich nähme mir jetzt vor, eine bestimmten Gedanken zu denken - woher diese Entscheidung allerdings kommt, vermag ich nicht zu sagen - auch hier wieder: aus dem Nichts.Hättest du etwas tun können, um in genau diesem Moment stattdessen einen anderen Gedanken erscheinen zu lassen?
Nein.Kannst du deinen nächsten Gedanken vorhersagen?
Leider nein.Kannst du aus einer Auswahl von Gedanken nur angenehme Gedanken wählen?
Sicher nicht.Kannst du wählen, schmerzhafte, negative oder angstvolle Gedanken nicht zu haben?
Auch nicht wirklich.Kannst du jegliche Art von Gedanken beliebig auswählen?
Erst recht nicht.Ist es möglich, das Auftauchen eines Gedankens zu verhindern?
Das stimmt - der Eindruck einer geordneten Abfolge ist zumeist Illusion. Ich kann allerdings für eine gewisse Zeit geordnet denken, so wie ich geordnet schreibe, aber das ist nicht der natürliche Zustand des Denkens.Es scheint, als würden Gedanken in einer logischen, geordneten Abfolge erscheinen. Aber schau genau hin, ob es tatsächlich eine organisierte Abfolge gibt. Oder ist da auch nur ein weiterer Gedanke, der sagt: „Diese Gedanken sind in einer Reihenfolge“, oder: „Sie greifen Inhalte aus vorherigen Gedanken auf“, oder: „Ein Gedanke folgt auf den nächsten“?
Stimmt - eher denkt es mich... hm.Ist Denken etwas, was du tust?
Re: Ende der Suche
Schön, das klingt insgesamt klar gesehen. Ein paar Rückfragen:
WER denkt dann?
Ist da ein Ich, das denkt?
Oder tauchen auch dann nur aufeinanderfolgende Gedanken auf?
Ist das direkte Erfahrung oder schon eine Interpretation?Die beste Beschreibung wäre: aus dem Nichts.Woher kommen die Gedanken und wohin gehen sie?
Du siehst es klar: auch eine solche Entscheidung wäre nicht von "dir" kontrolliert. Sie taucht einfach auf.Eher nicht, es sei denn, ich nähme mir jetzt vor, eine bestimmten Gedanken zu denken - woher diese Entscheidung allerdings kommt, vermag ich nicht zu sagen - auch hier wieder: aus dem Nichts.
Das klingt wie eine kleine Einschränkung. War das so gemeint?Auch nicht wirklich.Kannst du jegliche Art von Gedanken beliebig auswählen?
Was passiert da genau? Übernimmst du also für diese gewisse Zeit die Kontrolle über das Denken?Ich kann allerdings für eine gewisse Zeit geordnet denken, so wie ich geordnet schreibe
WER denkt dann?
Ist da ein Ich, das denkt?
Oder tauchen auch dann nur aufeinanderfolgende Gedanken auf?
Ist das direkte Erfahrung oder ein Gedanke? Ich meinte die Frage einfach in diesem Sinne: Denkst DU, oder sind da einfach Gedanken?Stimmt - eher denkt es mich... hm.Ist Denken etwas, was du tust?wieso [...] denke ich dann die ganze Zeit?
Re: Ende der Suche
So nahe wie es an direkte Erfahrung herangeht: eben war da kein Gedanke, dann ist er da, dann ist er verschwunden. Nichts Festes oder Greifbares.Ist das direkte Erfahrung oder schon eine Interpretation?
Tja, das genau ist wohl der Kern meines Zweifels. Meine Erfahrung ist die, dass die meiste Zeit über Gedanken einfach so kommen und gehen - aber wenn ich z.B. jetzt antworte, so ist das eine ganz andere Qualität, da ist Fokus und Konzentration, und dieser Teil fühlt sich durchaus wie "ich selbst" an. Aber vielleicht braucht es auch kein "ich selbst", sondern da ist einfach nur Klarheit und Fokus? Muss ich nochmal sacken lassen.Übernimmst du also für diese gewisse Zeit die Kontrolle über das Denken?
WER denkt dann?
Ist da ein Ich, das denkt?
Oder tauchen auch dann nur aufeinanderfolgende Gedanken auf?
Re: Ende der Suche
Denk nicht darüber nach. Untersuche es. Schau hin. Schreib zwei oder drei Sätze oder einen kleinen Text und beobachte dabei: Was ist in der direkten Erfahrung da? Was ist das, was du als Klarheit, Fokus und Konzentration erlebst, genau? Welche Empfindungen tauchen im Körper auf? Und das, was sich wie „Du selbst“ anfühlt… WIE fühlt es sich genau an? Kannst du es beschreiben? Wo befindet es sich?
Re: Ende der Suche
Wenn ich schreibe und dabei fokussiert bin, fühlt sich das im Körper angenehm und leicht an, der Atem entspannt sich und fliesst, auch der Bauch fühlt sich entspannt und gelöst an. Gleichzeitig ist da so etwas wie ein Gefühl von einem panoramischen Schirm, etwa im Hinterkopf und hinter den Augen, das fühlt sich an wie "ich selbst", wird aber unscharf und verschwindet, wenn ich meine Aufmerksamkeit direkt darauf richte.Was ist in der direkten Erfahrung da? Was ist das, was du als Klarheit, Fokus und Konzentration erlebst, genau? Welche Empfindungen tauchen im Körper auf? Und das, was sich wie „Du selbst“ anfühlt… WIE fühlt es sich genau an? Kannst du es beschreiben? Wo befindet es sich?
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