Ja, dem stimme ich zu. Die Benennung einer Erfahrung erfolgt erst nach „nur“ Erfahrung. Allerdings tue ich mir beim genauen Hinschauen mit dem Begriff Erfahrung schwer. Was ist das? Mit was reflektiert sich Erfahrung? Ist es eine Wahrnehmung die zwei Zustände vergleicht? Den jetzigen Moment, mit dem Moment zuvor und dann den Unterschied erfährt? Dann vergleiche ich aber schon wieder mit der Vergangenheit.
Der jetzige Zustand kann aber nur unverändert sein und damit eigentlich nicht erfahren werden. Eine Erfahrung ist doch eigentlich nur ein Gedanke. Ich bin jetzt unsicher …
mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Ok, gut das Du nochmals nachfragst.
Mit Erfahrung ist zb ein Körpergefühl gemeint. Kleine Unannehmlichkeiten und Unruhen werden Erfahren. Kitzeln, Kratzen, Räuspern, Husten, Jucken, Nasejucken und allerlei nervöse Spannung wird Erfahren. Ruhe, Stille, Entspannung wird Erfahren.
Der Geruch des Parfums, der Geschmack des Essens, das ertasten der Tastatur unter Deinen Fingern, das Hören von Geräuschen etc. wird erfahren. Oder man könnte auch sagen erlebt. Einverstanden?
Nimm die Übung mit in den Tag...
Beobachte die Gedanken bei alltäglichen Tätigkeiten.
Mache etwas Einfaches wie Waschen und Zähneputzen, kochen oder ähnliches in Zeitlupe. Konzentriere Dich auf das was du hören, riechen, schmecken, fühlen/tasten und sehen kannst.
Und dann achte darauf, wie deine Gedanken alles benennen und dabei das Etikett "Ich" draufkleben.
Achte auch darauf, wann sie es tun. Bevor du etwas tust oder nachdem du schon angefangen hast oder fertig bist?
Mit Erfahrung ist zb ein Körpergefühl gemeint. Kleine Unannehmlichkeiten und Unruhen werden Erfahren. Kitzeln, Kratzen, Räuspern, Husten, Jucken, Nasejucken und allerlei nervöse Spannung wird Erfahren. Ruhe, Stille, Entspannung wird Erfahren.
Der Geruch des Parfums, der Geschmack des Essens, das ertasten der Tastatur unter Deinen Fingern, das Hören von Geräuschen etc. wird erfahren. Oder man könnte auch sagen erlebt. Einverstanden?
Nimm die Übung mit in den Tag...
Beobachte die Gedanken bei alltäglichen Tätigkeiten.
Mache etwas Einfaches wie Waschen und Zähneputzen, kochen oder ähnliches in Zeitlupe. Konzentriere Dich auf das was du hören, riechen, schmecken, fühlen/tasten und sehen kannst.
Und dann achte darauf, wie deine Gedanken alles benennen und dabei das Etikett "Ich" draufkleben.
Achte auch darauf, wann sie es tun. Bevor du etwas tust oder nachdem du schon angefangen hast oder fertig bist?
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Das muss ich wohl noch häufiger üben. Es gelingt mir im Augenblick nicht sie umzusetzen. Aber diese Übung erscheint mir sehr sinnvoll.
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Hallo One,
Was genau bereitet Dir Schwierigkeiten bei dieser Übung?
Was genau bereitet Dir Schwierigkeiten bei dieser Übung?
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Die Zeitlupenübung gelingt mir nicht, nicht im Sinne, dass ich eine Etikettierung oder Bezeichnung erfahren würde. Sobald ich eine Bewegung in einem anderen Tempo versuche (als ich es gewohnt bin), widmet sich meine Aufmerksamkeit auf die Durchführung der Bewegung. Ich konzentriere mich dann auf die Steuerung, aber nicht auf die Kategorisierung des Tuns, als beherrsche das Ego die Gabe diese Erfahrung tarnkappenähnlich zu verbergen. Es dauert dann auch nicht lange, ich verliere die Geduld und gebe die Zeitlupenbewegung auf, um den gewohnten automatisierten Ablauf zuzulassen. Diese Übung gelingt mir auch bei mehrfacher Wiederholung nicht. Das scheint erstmal frustrierend, aber es gab in den letzten beiden Tagen auch interessante Momente.
Ich bin heute und morgen auf einer Schulung für Vertriebsleute und der Trainer hat aus meiner Sicht sehr lustige Anregungen vermittelt. Ich bezeichne sie als lustig, weil es zeigt, wie sich die Sichtweisen auch in der Arbeitswelt verändern. Dazu ein paar Beispiele: Der Trainer hat uns sehr eindringlich deutlich gemacht, dass ein Vertriebsmann nichts verkaufen kann, er könne sich höchstens etwas kaufen lassen. Von der Verwendung der Personalpronomen „Ich“ und „mir“ wird dringendst abgeraten. Das Zuhören sei die Hauptaufgabe. Im Mittelpunkt des Geschehens finden sich die Erforschung des Kundennutzens, die Ehrlichkeit und die Fähigkeit Loszulassen, wenn dem Suchenden keine Hilfe geboten werden kann.
Das war die inhaltliche Erfahrung des heutigen Tages. Auf der Seite der gefühlten Erfahrung hat der Ort dieser Veranstaltung einen wichtigen Aspekt. Er ist fernab großer Siedlungen und Handyempfang, mitten im Wald an einem zugefrorenen See, umringt von hohen Tannen und schneebedeckten Böden. Vor allem ist es ein Ort der Stille, einer so tiefen Stille für die ich keinen Vergleich habe. Jetzt am Abend kann ich mich endlich dieser Stille hingeben und obwohl sie in den letzten Tagen gefehlt hat, hatte ich zwischendurch robuste Momente, bei dem ich sehr bewusst im Jetzt war. Das war während der Fahrt, nach dem Verlassen der Autobahn und während der Schulung, beim Zuhören des Schulungsleiters. Während ich ihm zuhörte und ihm in die Augen sah, konnte ich eine sehr klare und wache Präsenz erfahren. Diese Wachheit und Bewusstheit würde ich nun gerne auch die Übungen einfließen lassen.
Ich freue mich auf dieses Wochenende. Ich werde zwei Tage alleine für mich sein können. Vielleicht kann ich dann tiefer und erfolgreicher in die Übungen gleiten. Ich werde es einfach zulassen und schauen, was auf mich zukommt.
Ich bin heute und morgen auf einer Schulung für Vertriebsleute und der Trainer hat aus meiner Sicht sehr lustige Anregungen vermittelt. Ich bezeichne sie als lustig, weil es zeigt, wie sich die Sichtweisen auch in der Arbeitswelt verändern. Dazu ein paar Beispiele: Der Trainer hat uns sehr eindringlich deutlich gemacht, dass ein Vertriebsmann nichts verkaufen kann, er könne sich höchstens etwas kaufen lassen. Von der Verwendung der Personalpronomen „Ich“ und „mir“ wird dringendst abgeraten. Das Zuhören sei die Hauptaufgabe. Im Mittelpunkt des Geschehens finden sich die Erforschung des Kundennutzens, die Ehrlichkeit und die Fähigkeit Loszulassen, wenn dem Suchenden keine Hilfe geboten werden kann.
Das war die inhaltliche Erfahrung des heutigen Tages. Auf der Seite der gefühlten Erfahrung hat der Ort dieser Veranstaltung einen wichtigen Aspekt. Er ist fernab großer Siedlungen und Handyempfang, mitten im Wald an einem zugefrorenen See, umringt von hohen Tannen und schneebedeckten Böden. Vor allem ist es ein Ort der Stille, einer so tiefen Stille für die ich keinen Vergleich habe. Jetzt am Abend kann ich mich endlich dieser Stille hingeben und obwohl sie in den letzten Tagen gefehlt hat, hatte ich zwischendurch robuste Momente, bei dem ich sehr bewusst im Jetzt war. Das war während der Fahrt, nach dem Verlassen der Autobahn und während der Schulung, beim Zuhören des Schulungsleiters. Während ich ihm zuhörte und ihm in die Augen sah, konnte ich eine sehr klare und wache Präsenz erfahren. Diese Wachheit und Bewusstheit würde ich nun gerne auch die Übungen einfließen lassen.
Ich freue mich auf dieses Wochenende. Ich werde zwei Tage alleine für mich sein können. Vielleicht kann ich dann tiefer und erfolgreicher in die Übungen gleiten. Ich werde es einfach zulassen und schauen, was auf mich zukommt.
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Hallo One,
schön von Deinem Erleben zu lesen. Danke für den Bericht.
Lass die Zeitlupenübung erstmal aussen vor. Wenn es zu Anfang nicht klappen will, ist das auch ok.
Es scheint wirklich momentan ein guter Platz zu sein um zu Untersuchen. :)
Während Du dem Sprecher zuhörst, gönn Dir kleine Momente, wo Du nicht so sehr auf die Informationen bzw. den Inhalt achtest, die der Sprecher dort vermitteln möchte, sondern konzentriere Dich nur auf den Klang/die Stimme selbst.
Konzentriere Dich auf Deinen Hörsinn und untersuche, was Du direkt erfährst. Gehe nicht von dem aus, was Du glaubst, was vorhanden sein muss, sondern konzentriere Dich nur aufs Hören.
Besteht Hören wirklich aus etwas Gehörtem und einem Hörenden?
Findest Du im direkten erleben eine Grenze zwischen Gehörtem und Hören? Hier und Dort?
Kannst du Hören, Gehörtes und Hörenden in der unmittelbaren Erfahrung identifizieren bzw. voneinander zu isolieren?
Wenn Du etwas nicht verstanden hast, schreib mir. Du kannst auch einfach Musik auflegen, wenn es mit dem Sprecher nicht so gut klappen will.
Ich bin gespannt auf Deinen Bericht. Viel Spaß morgen.
Liebe Grüße
Daniel
schön von Deinem Erleben zu lesen. Danke für den Bericht.
Lass die Zeitlupenübung erstmal aussen vor. Wenn es zu Anfang nicht klappen will, ist das auch ok.
Es scheint wirklich momentan ein guter Platz zu sein um zu Untersuchen. :)
Sehr gut. Mache morgen einmal folgendes:...während der Schulung, beim Zuhören des Schulungsleiters. Während ich ihm zuhörte und ihm in die Augen sah, konnte ich eine sehr klare und wache Präsenz erfahren. Diese Wachheit und Bewusstheit würde ich nun gerne auch die Übungen einfließen lassen.
Während Du dem Sprecher zuhörst, gönn Dir kleine Momente, wo Du nicht so sehr auf die Informationen bzw. den Inhalt achtest, die der Sprecher dort vermitteln möchte, sondern konzentriere Dich nur auf den Klang/die Stimme selbst.
Konzentriere Dich auf Deinen Hörsinn und untersuche, was Du direkt erfährst. Gehe nicht von dem aus, was Du glaubst, was vorhanden sein muss, sondern konzentriere Dich nur aufs Hören.
Besteht Hören wirklich aus etwas Gehörtem und einem Hörenden?
Findest Du im direkten erleben eine Grenze zwischen Gehörtem und Hören? Hier und Dort?
Kannst du Hören, Gehörtes und Hörenden in der unmittelbaren Erfahrung identifizieren bzw. voneinander zu isolieren?
Wenn Du etwas nicht verstanden hast, schreib mir. Du kannst auch einfach Musik auflegen, wenn es mit dem Sprecher nicht so gut klappen will.
Ich bin gespannt auf Deinen Bericht. Viel Spaß morgen.
Liebe Grüße
Daniel
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Lieber Daniel,
herzlichen Dank!! Damit werde ich morgen beginnen und es auch ins Wochenende nehmen.
Es umarmt Dich ONE :)
herzlichen Dank!! Damit werde ich morgen beginnen und es auch ins Wochenende nehmen.
Es umarmt Dich ONE :)
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Wenn ich darauf achte, dann empfinde ich nur Hören. Ich drücke es mal so einfach aus. Es gibt neben dem Hören nichts Anderes. Es ist da. Es ist auch nicht in meinem Ohr oder in meinem Kopf, aber es wird schon an die Quelle verortet. Ich empfinde das Hören zwischen meinem Ohr und der Quelle, aber näher zur Quelle. Und ich bin auch dort. Im Hören.Besteht Hören wirklich aus etwas Gehörtem und einem Hörenden?
Findest Du im direkten erleben eine Grenze zwischen Gehörtem und Hören? Hier und Dort?
Kannst du Hören, Gehörtes und Hörenden in der unmittelbaren Erfahrung identifizieren bzw. voneinander zu isolieren?
Das passiert aber nur, wenn ich auf das Hören achte. Wenn ich mich anderen Dingen widme, verliert es sich.
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Wo genau lokalisierst Du das ICH im Hören?Und ich bin auch dort. Im Hören.
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Da ist kein Ich und auch kein Hörer, da ist nur Hören.
Das klappt schon ganz gut.
Das klappt schon ganz gut.
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Prima. :)
Achte darauf, wie die Gedanken alles benennen und Geschichten dazu erzählen, was gesehen, gerochen,gehört, geschmeckt und gefühlt/ertastet wird.
Was stellst du fest?
Achte darauf, wie die Gedanken alles benennen und Geschichten dazu erzählen, was gesehen, gerochen,gehört, geschmeckt und gefühlt/ertastet wird.
Was stellst du fest?
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Hallo Daniel,
viele Dank für Deine netten Anregungen.
Dass Gedanken einen ICH Bezug haben, leuchtet mir ein, denn es sind Geschichten mit einer Erzählerfigur und dieser Erzähler ist das vermeintliche Subjekt, dass meint ein Geschehen vorher beobachtet zu haben, aber in Wirklichkeit ist es eine Art Souffleur, der Information aus der Vergangenheit wiedergibt. Nicht mehr. Ein Erzähler, der nichts erfahren kann. Eine virtuelle Erscheinung und Bestandteil der Geschichte oder des Gedankens.
Oft kommt es vor und der Erzähler ist in einer Diskussion mit einer anderen Person. Eine Art leise Schizophrenie. Hier geht es um den Einsatz von Argumentationsketten. Eine Art Simulation für den Ernstfall, der in der vorgestellten Form nie geschehen wird.
Allerdings kann ich nicht erkennen, wann dieses ICH erscheint. Es hat für mich keinen Beginn. Es scheint mir vielmehr, als beginne dieses ICH erst mit der Geschichte, also gleichzeitig.
Liebe Grüße!
One
viele Dank für Deine netten Anregungen.
Ich bemerke den Einsatz der Gedanken meist erst, wenn die Geschichte schon am Laufen ist. Die Benennung oder Wort Assoziation kriege ich gar nicht erst mit. Manchmal geht mir eine Melodie durch den Kopf, dann kommt die Erinnerung und schließlich die dazu gehörende Geschichte. Oder mir kommen Bilder in den Kopf und es passiert etwas Ähnliches.Achte darauf, wie die Gedanken alles benennen und Geschichten dazu erzählen, was gesehen, gerochen, gehört, geschmeckt und gefühlt/ertastet wird.
Was stellst du fest?
Dass Gedanken einen ICH Bezug haben, leuchtet mir ein, denn es sind Geschichten mit einer Erzählerfigur und dieser Erzähler ist das vermeintliche Subjekt, dass meint ein Geschehen vorher beobachtet zu haben, aber in Wirklichkeit ist es eine Art Souffleur, der Information aus der Vergangenheit wiedergibt. Nicht mehr. Ein Erzähler, der nichts erfahren kann. Eine virtuelle Erscheinung und Bestandteil der Geschichte oder des Gedankens.
Oft kommt es vor und der Erzähler ist in einer Diskussion mit einer anderen Person. Eine Art leise Schizophrenie. Hier geht es um den Einsatz von Argumentationsketten. Eine Art Simulation für den Ernstfall, der in der vorgestellten Form nie geschehen wird.
Allerdings kann ich nicht erkennen, wann dieses ICH erscheint. Es hat für mich keinen Beginn. Es scheint mir vielmehr, als beginne dieses ICH erst mit der Geschichte, also gleichzeitig.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das verstehe. Mir erscheint es wie folgt: Die Geschichte erscheint. Der Erzähler erzählt und erklärt, aber ich weiß jetzt nicht, was er benennt.Achte darauf, wie die Gedanken alles benennen
Liebe Grüße!
One
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Hallo One,
Prima geschaut. Danke für Deinen Bericht.
Das Essen wird geschmeckt, und die Gedankenkette beginnt….die Musik wird gehört, die Gedankenkette beginnt…ein Körpergefühl wird gespürt, die Gedankenkette beginnt. Beobachte das weiter.
Also halten wir fest: Gedanken (die Erzählerfigur z.b.) können nicht sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken. Sie können nichts erleben. Sie können nichts erkennen. Sie können nur Worte dafür finden, die nicht das Erleben oder Erkennen selbst sind. Passt das so?
Das Wichtigste ist, die Gedanken mit ihren Vorstellungen von der Wirklichkeit zu trennen, von dem, was wir mit unseren 5 Sinnen wahrnehmen. Spiele mal mit dieser Übung:
Stelle einen Kaffeebecher vor Dir auf den Tisch. Schaue ihn an.
Was ist zu sehen, welche Informationen werden durch das Sehen vermittelt? Was wird als Gedanke hinzugefügt?
Was ist nicht zu sehen?
Schreibe mal auf, und setzte hinter allem, was eine SINNESERFAHRUNG ist ein "S" und hinter allem, was ein GEDANKE ist ein "G".
Freue mich über Deine Forschungsergebnisse.
Liebe Grüße
Daniel
Prima geschaut. Danke für Deinen Bericht.
Genau. Oder die Sinne nehmen etwas wahr (sehen, hören, riechen, schmecken, tasten/fühlen), und die Gedanken arbeiten wie eine Art Sportreporter und kommentieren. Das Tor ist geschossen, und der Sportreporter schreit hinterher: "TOOOOR!"Ich bemerke den Einsatz der Gedanken meist erst, wenn die Geschichte schon am Laufen ist. Die Benennung oder Wort Assoziation kriege ich gar nicht erst mit. Manchmal geht mir eine Melodie durch den Kopf, dann kommt die Erinnerung und schließlich die dazu gehörende Geschichte. Oder mir kommen Bilder in den Kopf und es passiert etwas Ähnliches.
Das Essen wird geschmeckt, und die Gedankenkette beginnt….die Musik wird gehört, die Gedankenkette beginnt…ein Körpergefühl wird gespürt, die Gedankenkette beginnt. Beobachte das weiter.
Gut beobachtet. Eben wie ein Sportreporter. :)Dass Gedanken einen ICH Bezug haben, leuchtet mir ein, denn es sind Geschichten mit einer Erzählerfigur und dieser Erzähler ist das vermeintliche Subjekt, dass meint ein Geschehen vorher beobachtet zu haben, aber in Wirklichkeit ist es eine Art Souffleur, der Information aus der Vergangenheit wiedergibt. Nicht mehr. Ein Erzähler, der nichts erfahren kann. Eine virtuelle Erscheinung und Bestandteil der Geschichte oder des Gedankens.
Also halten wir fest: Gedanken (die Erzählerfigur z.b.) können nicht sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken. Sie können nichts erleben. Sie können nichts erkennen. Sie können nur Worte dafür finden, die nicht das Erleben oder Erkennen selbst sind. Passt das so?
Das Wichtigste ist, die Gedanken mit ihren Vorstellungen von der Wirklichkeit zu trennen, von dem, was wir mit unseren 5 Sinnen wahrnehmen. Spiele mal mit dieser Übung:
Stelle einen Kaffeebecher vor Dir auf den Tisch. Schaue ihn an.
Was ist zu sehen, welche Informationen werden durch das Sehen vermittelt? Was wird als Gedanke hinzugefügt?
Was ist nicht zu sehen?
Schreibe mal auf, und setzte hinter allem, was eine SINNESERFAHRUNG ist ein "S" und hinter allem, was ein GEDANKE ist ein "G".
Freue mich über Deine Forschungsergebnisse.
Liebe Grüße
Daniel
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Ich schaue auf die Tasse und schreibe danach Begriffe auf einen Zettel: Form, Farbe, Oberfläche, Keramik, Glanz, Henkel, Behälter. Wenn ich mir das jetzt anschaue, würde ich sagen, dass es sich um Gedanken handelt, denn jedes dieser Wörter besitzt Eigenschaften, die durch Sprache ausgedrückt werden. Ich frage mich, wo die reine Sinneswahrnehmung ist, wenn ich dafür Worte verwende.Stelle einen Kaffeebecher vor Dir auf den Tisch. Schaue ihn an.
Was ist zu sehen, welche Informationen werden durch das Sehen vermittelt? Was wird als Gedanke hinzugefügt?
Was ist nicht zu sehen?
Schreibe mal auf, und setzte hinter allem, was eine SINNESERFAHRUNG ist ein "S" und hinter allem, was ein GEDANKE ist ein "G".
Woran man nicht denkt, wird nicht gesehen.Was ist nicht zu sehen?
Trotzdem verstehe ich die Sinneserfahrung noch nicht, bevor der Gedanke da ist
Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor
Warum fällt es mir so schwer, das wahrzunehmen, was nicht da ist?
(Ich frage mich das gerade selber. Vermutlich kann nur ich die Frage zu gegebenen Zeitpunkt beantworten.)
(Ich frage mich das gerade selber. Vermutlich kann nur ich die Frage zu gegebenen Zeitpunkt beantworten.)
Who is online
Users browsing this forum: No registered users and 30 guests

