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Joram
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Postby Joram » Fri Dec 23, 2016 9:29 pm

Ich könnte einfach eine Verneinung sein von dem was betrachtet wird.
Na ja, „Verneinung“ ist schließlich nur Gedankenspiel.
Was ist „Wirklich“? Was wird wirklich erfahren? Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen. Das wird wirklich erfahren.

Wie wird das „Ich“ erfahren? Wird das „Ich“ überhaupt erfahren, oder tun wir das „Ich“ vielleicht zusätzlich als „Anhang“ zu der Erfahrung, obwohl das „Ich“ nur eine Idee, ein Gedanke ist?

Prüfe das in der eigenen Erfahrung. Was wird erlebt und was wird hinzugetan?
„Ich schauen den Bildschirm an“ – irgend ein „Ich“ dabei, in der Erfahrung, zu finden? Was wird wirklich erfahren?

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Postby s0nicflash » Sat Dec 24, 2016 11:47 am

Prüfe das in der eigenen Erfahrung. Was wird erlebt und was wird hinzugetan?
„Ich schauen den Bildschirm an“ – irgend ein „Ich“ dabei, in der Erfahrung, zu finden? Was wird wirklich erfahren?
Erfahren wird die Sinneswahrnehmung; diese wird ergänzt um die Assoziation "Telefon>schwarz>mein schwarzes Telefon>mein schwarzes Telefon, dass einen Kratzer hat>der Kratzer stört mich>ich ärgere mich über das empfindliche Handy).

Die gesamte Erfahrung läuft über den "Ich"-Filter. Dieser bewertet kontinuierlich alle Eindrücke nach Relation zu "mir". "Ich" ist dabei derjenige, der Erfahrungen aus der Erinnerung mit Meinungen über die Realität sowie Vorstellungen über die Zukunft miteinander abgleicht. Schlussendlich erfolgt eine Wertung der primären Erfahrung nach 2 Schritten:
1. wichtig/unwichtig
2. positiv/negativ

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Postby Joram » Sat Dec 24, 2016 1:17 pm

Erfahren wird die Sinneswahrnehmung; diese wird ergänzt
Was bedeutet „ergänzt“? Ist die Ergänzung eine wirkliche Erfahrung, oder eher eine Vorstellung?

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Postby s0nicflash » Sat Dec 24, 2016 1:58 pm

Eine Vorstellung. Diese läuft aber so schnell und unwillkürlich, dass sie kaum von der eigentlichen Erfahrung zu trennen ist... Hm...

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Postby Joram » Sat Dec 24, 2016 2:28 pm

Eine Vorstellung. Diese läuft aber so schnell und unwillkürlich, dass sie kaum von der eigentlichen Erfahrung zu trennen ist... Hm...
Wenn das "Ich" eine Vorstellung ist, was gibt es wirklich?

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Postby s0nicflash » Sat Dec 24, 2016 2:42 pm

Diesen Moment. Schauen. Riechen. Fühlen. Hören. Schmecken.

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Postby Joram » Sat Dec 24, 2016 11:50 pm

Ich hoffe mit Hilfe dieses Forums endlich klar zu sehen.
Und? Ist es klar was das “Ich” sei? Hast du an Ansicht gewonnen?
Hast du vielleicht noch offene Fragen?

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Postby s0nicflash » Sun Dec 25, 2016 1:08 pm

Nö... ;-)

Mir fällt jetzt erst auf, dass die Beschäftigung mit dem Thema Erleuchtung eine der Ursachen der Verblendung ist...

Vielen vielen Dank für die klaren Worte. Eine Last ist "von mir" abgefallen und Raum für Schöneres hat Platz bekommen.

Doch, eine Frage habe ich: Ist dies der Punkt an dem es sinnvoll sein kann Koan-Studium zu betreiben? Soweit ich verstanden habe geht es bei Koans ja um häufige "Probleme" bzw. die weitere Entwicklung. Ich befürchte nur, dass sich daraus wieder ein Selbstzweck entwickelt...

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Postby Joram » Sun Dec 25, 2016 1:58 pm

Na ja, wenn Koans zu eine Sucht, zum Selbstzweck, werden, dann ist es wie der Suchender, der die Suche als Ziel definiert hat. Was wird passieren wenn der „Suchender“ „gefunden“ hat? Dann gibt es kein „Suchender“ mehr, dann muss er sich selbst neue definieren…
Das ist eine Falle in die viele tappen…
Was für Erkenntnisse haben dir die Koans bis heute WIRKLICH gebracht?

Was fehlt in:
Diesen Moment. Schauen. Riechen. Fühlen. Hören. Schmecken.
eigetlich?

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Postby s0nicflash » Sun Dec 25, 2016 3:05 pm

Nichts

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Postby Joram » Sun Dec 25, 2016 3:22 pm

Nichts
Was "nichts"? Die Koans haben nichts gebracht, oder Dir fehlt es an nichts im "Diesen Moment. Schauen. Riechen. Fühlen. Hören. Schmecken."?

;-)

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Postby s0nicflash » Sun Dec 25, 2016 3:33 pm

Beides ;-)

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Postby Joram » Sun Dec 25, 2016 3:40 pm

Ich mag deine lange ausführliche Erklärungen :D

Und nun?

Was kann „Ich“ für „Dich“ tun?

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Postby s0nicflash » Sun Dec 25, 2016 9:25 pm

:-D
Eine Sache wäre da tatsächlich: Andauernd merke "ich", dass ich mich wieder mit einem Gedanken identifiziere. Dabei entsteht der Eindruck eines Ichs. Dies bemerke ich wiederum und konzentriere mich bewusst auf die Wahrnehmung der Sinne und des "Ich-Gefühls", worauf hin das Ich wieder verschwindet.
Hast du einen Tipp der mir helfen würde den sprichwörtlichen Faden nicht so leicht zu verlieren?

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Postby Joram » Sun Dec 25, 2016 11:31 pm

Da steht einem das Wasser bis zur Brust und er meint zu verdursten…
Schon erstaunlich seltsam…


Andauernd merke "ich" ["Ich" was es gar nicht gibt...], dass ich mich wieder mit einem Gedanken [was mir nicht gehört] identifiziere. Dabei entsteht der Eindruck[ = Illusion] eines Ichs. Dies bemerke ich [wer bitte?] wiederum und konzentriere mich bewusst auf die Wahrnehmung der Sinne und des "Ich-Gefühls", worauf hin das Ich [was es noch nie gab…] wieder verschwindet. [gekonnte Selbstverarschung, oder? ;-) ]

Hast du einen Tipp der mir helfen würde den sprichwörtlichen Faden nicht so leicht zu verlieren?
Es gibt kein „Faden“ zu dem was schon IMMER da war und gar nicht „weg“ kann…

Der „Faden“ besteht darin, „das was IST“ zu begreifen. Es besteht nicht darin etwas anders zu werden… Die Frage ist nur, ob da Interesse besteht überhaupt was zu begreifen, den ohne Motivation, wird es nix, was nicht schlimm ist… :-)

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