Aber kannst Du einen Moment finden, in dem das "von Dir" verhindert wurde? Der Körper hat sich weg gedreht - war das Deine bewusste Entscheidung, oder ist das einfach so passiert?
Es besteht eine Übereinstimmung zwischen den Gedanken und dem, was geschieht. Das passiert ständig. Nur Programmierung? Da es ständig passiert, tauchen Gedanken auf ‚das war ich‘? Entsteht dann das Gefühl, dass da ein Macher ist, wiederum aus diesem Gedanken heraus? Jedenfalls ist dieses Gefühl, dieser Eindruck da, das kann ich nicht leugnen.
Der abschließende Gedanke "hat es geschafft" bedeutet ja nicht unbedingt, dass Du mit dem Ausgang etwas zu tun hattest, oder?
Ja stimmt, der Gedanke bedeutet es nicht zwingend, könnte auch anders sein.
Wäre es dann so, ja? Kannst Du wirklich wissen, wie etwas wäre wenn - oder kannst Du nur wissen, wie es jetzt gerade ist?
Ich kann nicht wirklich wissen, wie es wäre. Bei Tieren zum Beispiel laufen die Dinge nicht zufällig aber, sondern auch mit einer Kontinuität ohne dass ein Ich da ist (z.B. die Art wie ein Hund läuft, immer ähnlich, er hüpft ja nicht auf einmal auf einer Pfote herum), einfach ‚von selbst‘, wie es ‚programmiert‘ ist, von der Natur gegeben, wie immer man dem sagen will, jedenfalls ohne Ich.
Komischerweise hat man ja z.B. bei Katzen oder Hunden auch den Eindruck, da sei eine Art ‚Wesen/Einheit‘, eine Art „Ich“, aber anders; ich meine damit, dass sie auch verschieden sind und man sie individuell an ihrem „Charakter“ erkennt. Wenn man z.B. sagt, das war jetzt typisch meine Katze, das macht sie immer etc. Dennoch ist klar, dass da kein vorgestelltes Ich in der Katze sitzt, das am nachdenken, sich Sorgen machen etc. ist.
Und die Katze ‚kontrolliert‘ z.B., wenn sie etwas macht, den Katzenbaum raufklettert, man kann sagen auf körperlicher Ebene ist ‚Kontrolle‘= sie macht es so, dass sie oben ankommt, ist geschickt – ohne Ich. Es GESCHIEHT also eine ‚Kontrolle‘, ein körperlich gezielter Ablauf (wie soll man dem sagen?) ohne Ich.
Und wie ist es jetzt gerade? Ist da wirklich Kontrolle?
Eine wirkliche Kontrolle ist da nicht. Nie. Im Sinne von Garantie und 100%ig. Aber das ist ja nicht gemeint, oder? Was ist denn gemeint mit Kontrolle? Meinen wir dasselbe?
Wenn Du z.B. sagen würdest „du/der Körper/Geist dort hast/hat keinerlei Kontrolle darüber jetzt deinen Arm zu heben“, dann wird das hier als gleichzeitig wahr und unwahr erlebt.
Etwas, was es offensichtlich nicht gibt, kann auch nicht kontrollieren, dennoch geschieht Kontrolle oder etwas, das man so benennen könnte aufgrund beobachten oder einfach aufgrund wie man das Wort definiert. Leben selbst läuft (teilweise) ‚kontrolliert‘ ab, in Abläufen, in Mustern, in Programmen, in Zusammenhängen, in einer Struktur, in Koninuitäten, Ordnung…
Ich weiss wirklich nicht weiter. Wann immer geprüft ist da nichts Separates zu finden und gleichzeitig ist das GEFUEHL, der EINDRUCK oft ganz stark da, Identifizierung die oft stark abläuft, also Ich-Gedanken, Ich-Geschichte, Ich-Illusion.
Dazu gesellen sich Zweifel, Gedanken wie
- was, wenn ich mir bloss etwas vormache?
- was wenn Du und ich und alle hier drin und alle 'Erwachten' falsch liegen?
- woher soll ich das 100% wissen? oder du?
- vielleicht wollen wir uns nur drücken, um die Verantwortung für uns und unser Leben nicht zu übernehmen?
Als wahr 'gespürt' wird zwar etwas anderes, aber diese Gedanken laufen ab.