1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst" gibt es nicht und gab es nie. Das was es gibt, ist eine falsche Vorstellung eines „Ichs“.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Die Ich-Illusion ist das gedankliche und Empfindungsmäßiger hinzu tun, von „Etwas“, was es gar nicht gibt.
Beispiel: „Ich sitze hier alleine am PC“ – was ist davon auf der Erfahrungsebene zu finden? „Ich“ ist als Erfahrung nicht zu finden. „Sitzen“ als Empfindung, ist Druckempfindung im Körper. „Hier“ ist eine Vorstellung die schwer definierbar ist – ist „Hier“ das Zimmer? Das Haus? Die Statt? Das Land? Usw… all dies kann ich/jeder, je man Gedanke/Empfindung, als „Hier“ empfinden. „Alleine“ – eine Empfindung. Bin ich aber wirklich alleine? Es gibt so viele Wesen um mich und in einem Kreis von 50 Meter gibt es eine ganze Menge Menschen. – Doch ist das Gefühl „alleine“ da. Schlicht weil keiner im gleichen Zimmer sich befindet. „PC“: Was ist das? Bildschirm? Tastatur? Das Gehäuse? – „PC“ ist eine konzeptuelle Abmachung damit die Kommunikation zwischen Menschen möglich wird. Wie jedes anderes Wort.
Die Identifizierung mit den Erfahrungen/Gedanken/Gefühle/Empfindungen/Besitz“ erzeugen die Ichillusion: „MEIN PC“ „MEIN Zimmer“ „MEIN Gefühl alleine zu sitzen“.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es ist mehr innere Ruhe da. Ich kannte die Ichlosigkeit auch schon früher, nur war mir nicht klar, wieso ich immer und immer wieder greife. Jetzt habe ich was Neues erkannt: ich muss WIRKLICH loslassen. Angenehme Erinnerungen nicht mehr nachrennen Nicht „nur ein Bisschen“ loslassen, ALLES loslassen.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Die Erkenntnis dass dieses Verhalten, „nur ein Bisschen“ loslassen, zu keine Veränderung führen wird, dass ich mir was vormache und dass ich so nicht weiter kommen werde.
5) Gibt es irgendwelche Ereignisse im Leben, über die Du Kontrolle ausübst? Kannst Du über irgendetwas entscheiden, es beeinflussen oder herbeiführen? Gib ein paar konkrete Beispiele aus Deiner Erfahrung.
Da muss man ein wenig differenzieren - oder ich bin in diesem Punkt vielleicht noch nicht weit genug ;-)
Entscheidungen müssen im Alltag gefällt werden. Mit oder ohne „Ich“. Es gehört zum Fluss der Geschehnisse. Insofern entsteht der Eindruck „Kontrolle“ zu haben. Nur nach dem eine Entscheidung gefällt worden ist, hat man nur bedingt, oder gar keine Kontrolle mehr über das Ergebnis.
Wenn Der Wunsch entsteht ein Samen zu pflanzen und der Samen auch gepflegt wird, dann wird VIELLEICHT eine Pflanze wachsen, oder vielleicht auch nicht – das ist nicht mit Sicherheit zu sagen.
Die beste Kontrolle ist „das was ist SO WIE ES IST“ zu sehen – dafür müssen die falschen Vorstellungen/Illusionen durchschaut werden. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit was zu verändern, ansonsten kann man gar nicht anders, als sich so zu verhalten wie schon immer.
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Wollte mich einfach bedanken. :-)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?