Hin und her
Re: Hin und her
Hallo Iris, alles gut. Bin gespannt auf deine Antworten
Re: Hin und her
Liebe Ingen
Danke für Deine Geduld! Hier meine Antworten:
Auch die Frage, ob ich eine Grenze zwischen mir und meiner Umwelt erkennen könnte, hat „mich“ erschüttert, weil ich zum ersten Mal wahrnahm, dass ich tatsächlich keine fand.
Im Wesentlichen wurde ich aber wohl v.a. dadurch überzeugt, dass ich mit Ingens Hilfe ganz, ganz genau hinschaute und sie mir das, was ich sah, bestätigte und mich dann mit weiteren Fragen ganz spezifisch verschiedene Facetten erkunden liess.
Danke für Deine Geduld! Hier meine Antworten:
Ich-Gedanken tauchen auf. Das ist alles. Ein „Ich“ an sich gibt es nicht! In keiner Form und in keinem Zustand.1. Gibt es ein Ich in irgendeiner Form oder Zustand?
Das Ich ist ein Gedanke, der erscheint: Ich tue dies oder das, Ich fühle dies oder das. Dieser Gedanke erscheint aber erst, nachdem etwas getan, gedacht, gefühlt oder wahrgenommen worden ist. Alles wird mit diesem „Ich-Stempel“ versehen. Wir wachsen in unserer Gesellschaft ja auch so auf. Wir lernen als kleines Kind, den Ich-Stempel auf uns anzuwenden und das wird mit der Zeit völlig automatisch und wird meistens nicht hinterfragt. In Realität gibt es das Ich gar nicht. Wenn das erkannt wird, werden auftauchende Ich-Gedanken wie ein Kommentar wahrgenommen, der einfach so für sich abläuft, ohne sich auf eine reale Person zu beziehen. Das war schon immer so, wurde aber nicht so wahrgenommen. Der Glaube an ein Ich ist eine Erscheinung. Der Wunsch danach, diesen Glauben loszuwerden ebenfalls. Das scheinbare Ich dahinter gibt es jedoch gar nicht. Eine Erscheinung kann eine Erscheinung natürlich nicht auslöschen. Die Identifikation mit einem Ich kann durchschaut werden und wieder wegfallen und dann ist alles, was geschieht, einfach das, was geschieht, ohne dass da jemand etwas tut. Es gibt dann buchstäblich nichts zu tun, weil keine Person da ist, die es tun könnte. Alles geschieht.2. Erkläre, wie das "ich" funktioniert, und wie es kam, dass du es durchschaut hast. Was hat dich überzeugt?
Bei mir stellten sich seit einer Weile Momente ein, in der die Ichlosigkeit erfahren wurde. Was mir jetzt mit der Begleitung von Ingen speziell zu Klarheit geholfen hat, war einerseits ihre Schilderung des Geschehens als ein Rinnsal, das sich seinen Weg bahnt, abhängig von Faktoren wie Bodenbeschaffenheit etc.. Vorher war ihre Frage gewesen, ob ich je etwas hätte besser machen können. Mit dieser Frage hatte ich Mühe, denn sie führte mich ins Denken und das Denken findet immer etwas, das es besser machen könnte. Bei mir jedenfalls. Aber das Bild des Rinnsals stimmte für mich total – es wiederspiegelte meine Erfahrung so, dass ich sie sehen konnte.Wie kam es, dass ich es durchschaut habe, was hat mich überzeugt?
Auch die Frage, ob ich eine Grenze zwischen mir und meiner Umwelt erkennen könnte, hat „mich“ erschüttert, weil ich zum ersten Mal wahrnahm, dass ich tatsächlich keine fand.
Im Wesentlichen wurde ich aber wohl v.a. dadurch überzeugt, dass ich mit Ingens Hilfe ganz, ganz genau hinschaute und sie mir das, was ich sah, bestätigte und mich dann mit weiteren Fragen ganz spezifisch verschiedene Facetten erkunden liess.
Gesund! Vor allem so gesund – das überrascht mich selber, finde ich aber sehr schön. Leicht, frisch (eine Freundin nannte mich letztes Wochenende sogar tatsächlich einen „Raumerfrischer“ :-), aber dazu habe ich nicht das Geringste getan – wie auch...), "transparent"/"nicht da" (bei gleichzeitiger vollkommener Präsenz), unbesorgt, frei. Das wird allerdings nicht immer so wahrgenommen, findet sich aber sehr leicht. In letzter Zeit steigt v.a. auch immer wieder mal unwillkürlich das Gefühl auf, dass es nichts zu tun gibt.3. Wie fühlt es sich an, erwacht, d.h. von dieser Vorstellung befreit zu sein?
Im Moment würde ich es wohl so erklären, wie ich es unter Punkt 2) beschrieben habe. Dazu käme auf jeden Fall auch eine Schilderung, wie ich mein Leben ohne ein Ich erlebe (also wie alles als spontan geschehend erlebt wird – z.B. wie Kratzen, Laufen, Essen, Trinken, Reden etc. ohne „mich“ geschehen). Ich würde aber auch sagen, dass dies keine „besonderen Zustände“ sind, sondern dass alles ganz alltäglich ist. Aber das Alltägliche kann als sehr besonders erlebt werden, wenn es so quasi aus dem Nichts erscheint und geschieht. Aber das ist von Moment zu Moment anders. Es wird einfach gelebt, erlebt, entsteht, vergeht.4. Wie würdest du das jemandem erklären, der noch nie die Existenz eines eigenständigen "Ichs" bezweifelt hat und nichts von alldem gehört hat?
Re: Hin und her
Oh, Ingen, ich habe grade festgestellt, dass ich in meinen Antworten vorhin nicht Dich direkt angesprochen habe, sondern von "Ingen" in der 3. Person sprach. Bitte entschuldige!! So unpersönlich begegne ich Dir natürlich nicht! Es passierte einfach, weil ich die Fragen rauskopierte und sie dann wie in einem Aufsatz beantwortete. Na sowas :-)
Schon wieder ein Grund zur Verblüffung...
Schon wieder ein Grund zur Verblüffung...
Re: Hin und her
Hallo Iris,
dein Aufsatz war ganz wunderbar. Dem kann ich nichts hinzufügen. Keine weiteren Fragen von meiner Seite :)
Ob du von mir in der 1., 2. oder 3. Person sprichst, ist sowas von egal. "Mich" gibt es sowieson nicht.
Wie geht es dir denn? Hast du irgendwelche Zweifel, Fragen, Bemerkungen?
dein Aufsatz war ganz wunderbar. Dem kann ich nichts hinzufügen. Keine weiteren Fragen von meiner Seite :)
Ob du von mir in der 1., 2. oder 3. Person sprichst, ist sowas von egal. "Mich" gibt es sowieson nicht.
Wie geht es dir denn? Hast du irgendwelche Zweifel, Fragen, Bemerkungen?
Re: Hin und her
Liebe Iris, ich habe deinen Forumnamen gebläut, was anzeigt, dass mehrere LU-Mitglieder bestätigt haben, dass du (von der Ich-Illusion) "befreit" oder "erwacht" bist.
Du hast jetzt Zugang zu dem Diskussions-Teil des Forums, schau dich mal um. Aktiver sind allerdings die (geschlossenen) Facebook-Gruppen, du bist herzlich eingeladen, beizutreten. Wennn du noch kein FB-Profil hast oder dein normales Profil nicht dafür verwenden möchtest, kannst du ja einfach ein neues für diesen Zweck anlegen.
Mein Facebook-Name ist Ingen Findes, wenn du mir eine Freundschaftsanmutung schickst, kann ich dich zu den FB-Gruppen hinzufügen. Die deutschsprachige Gruppe ist http://www.facebook.com/groups/189743041120890/
Ich hoffe, wir sehen uns dort!
Du hast jetzt Zugang zu dem Diskussions-Teil des Forums, schau dich mal um. Aktiver sind allerdings die (geschlossenen) Facebook-Gruppen, du bist herzlich eingeladen, beizutreten. Wennn du noch kein FB-Profil hast oder dein normales Profil nicht dafür verwenden möchtest, kannst du ja einfach ein neues für diesen Zweck anlegen.
Mein Facebook-Name ist Ingen Findes, wenn du mir eine Freundschaftsanmutung schickst, kann ich dich zu den FB-Gruppen hinzufügen. Die deutschsprachige Gruppe ist http://www.facebook.com/groups/189743041120890/
Ich hoffe, wir sehen uns dort!
Re: Hin und her
Wow, ganz in blau :-)
Daran muss ich mich erst gewöhnen... Aber ob man sich "daran" je gewöhnt?
Es geht mir gut Ingen, danke. Ich nehme immer wieder staunend wahr, dass das ichlose Sein immer wieder so klar wahrnehmbar "da" ist. So, als könnte es doch eine Illusion gewesen sein. Und dann ist es doch keine...
Fragen und Zweifel habe ich im Moment keine. So etwas wie ein Hin und Her (das ich ja am Anfang unseres Austauschs angesprochen habe) gibt es eigentlich immer noch, aber es stört mich kaum mehr. Mal sehen, wie's nun weitergeht.
Danke für die Einladung zu Facebook, klingt sehr gut.
Und natürlich noch einmal herzlich danke an DIch in allen möglichen Personen (1.,2.,3.), und in keiner....
DANKE! Bin ganz überrascht, wo ich mich wiederfinde (oder nicht) - Dein Nachname passt wundervoll!
Daran muss ich mich erst gewöhnen... Aber ob man sich "daran" je gewöhnt?
Es geht mir gut Ingen, danke. Ich nehme immer wieder staunend wahr, dass das ichlose Sein immer wieder so klar wahrnehmbar "da" ist. So, als könnte es doch eine Illusion gewesen sein. Und dann ist es doch keine...
Fragen und Zweifel habe ich im Moment keine. So etwas wie ein Hin und Her (das ich ja am Anfang unseres Austauschs angesprochen habe) gibt es eigentlich immer noch, aber es stört mich kaum mehr. Mal sehen, wie's nun weitergeht.
Danke für die Einladung zu Facebook, klingt sehr gut.
Und natürlich noch einmal herzlich danke an DIch in allen möglichen Personen (1.,2.,3.), und in keiner....
DANKE! Bin ganz überrascht, wo ich mich wiederfinde (oder nicht) - Dein Nachname passt wundervoll!
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