Du hast das wahrscheinlich einfach so dahin geschrieben: "mich und meine Geschichte". Aber genau darin steckt ja weiterhin die große Frage: gibt es die (Gedanken-) Geschichte und zusätzlich noch ein konkretes Ding "Ich", auf das sich die Geschichte bezieht?
Deswegen bin ich wieder hier. Ich bin bzw. der Charakter Jakob ist fiktiv, nicht realer als der Rest der Geschichte. Jakob existiert nur als Gedanke.
Würdest Du denn sagen, dass das, was auch ohne Gedanken da ist, "Du" bist?
Das was auch ohne Gedanken da ist, ist nicht ein Ding sondern einfach alles was halt da ist und das
Wahrnehmen von allem. Das ist komplett unpersönlich.
Wie dauerhaft ist denn im Vergleich dazu die Erkenntnis der Schwerkraft? Hat sie in den letzten Minuten und Stunden Deines Alltags gewirkt? War Dir das bewusst - oder wird Dir das erst jetzt gerade wieder bewusst, weil wir darüber sprechen?
Die Schwerkraft ist und war da, aber sie ist mir nur durch unser Gespräch als solche bewusst geworden. Ja. So ist das mit dem Erkennen der Fiktion von mir und meiner Geschichte. Die Gedanken sind da, dass es einen persönlichen Kern gibt der alles erlebt und zwischendurch ist klar, dass das nur Gedanken sind. Die Erwartung war, dass das irgendwann dauerhaft klar ist.
Umgekehrt: wie stellst Du Dir eine dauerhafte Erkenntnis vor?
Naja, dass Gedanken wie: "das kann es noch nicht sein", "such weiter Jakob", "du hast es noch nicht gefunden","macht dich diese Erkenntnis denn glücklich" etc. nicht mehr bleiben. Und dass man auch auf der Verstandesebene das Gefühl hat angekommen zu sein.