Findest du "jemand" der die Rolle "liebevoller Opa" spielt?
Wenn ja, dann beschreibe ihn mir.
Wenn nein, schreib auch was ;-)
Es ist nicht die Rolle liebevoller Opa, die ich meinte. Ich meinte die Rolle, welche ich
gegenüber den Erwachsenen (Töchter, Verwandte, Freunde ..) spiele.
Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst. Es gibt keine Rolle, weder als liebevoller Opa,
noch als fürsorglicher Vater oder Sohn, als charmanter Mann, kluger Gastgeber etc.
Wenn ich die Opa-Rolle beschreiben soll, dann finde ich sie nicht mehr. Da ist Opasein
oder was auch immer, mehr nicht. Und meine Bemühungen, gut darin zu sein, sind Bemühungen,
gut darin zu sein. Die Identifikation von Opa mit Martin oder von gut sein mit Martin dagegen
ist sehr anstrengend und auf Dauer unbefriedigend.
Trotzdem falle ich immer wieder darauf hinein.
Wenn du deine Erinnerung betrachtest, was siehst du da?
Alles Geschichten, schöne Geschichten aber letztendlich sind es Geschichten.
Vielleicht kannst du einige "Szenen" nochmal nachvollziehen und schauen wie sie sich anfühlen würden,
wenn du sie im "direkten Erleben" erlebt hättest.
(oh je, ganz schön viel "erleben" ich hoffe du verstehst was ich meine)
Im direkten Erleben geht den Geschichten die Bedeutung verloren. Ich verliere sie quasi.
Es ist verrückt – wenn eine Geschichte, ein Drama abläuft, bin ich nicht bereit,
oder nicht in der Lage, sie (es) direkt zu erleben.