Postby tine » Mon Jul 29, 2013 2:19 pm
Wie mache ich das, Sachen zuzulassen? Ich mache das eigentlich nicht, etwas zuzulassen, ich folge Impulsen. Ich weiß gar nicht, ob das Impulse in Form von Gedanken sind. Einmal war es schon so glaube ich, da war ich vorige Woche in einem Klavierabend, danach war der Abend noch so schön sommerlich und ich hatte den Impuls/Gedanken, ach fahren wir doch noch zu dem Aussichtspunkt, liegt ja auf dem Weg, meine Begleitung sagte auch - klar, warum nicht - und schwups begegne ich dort abends mitten in der total verlassenen Pampa jemandem, den ich jahrelang nicht mehr gesehen habe, der mal eine ziemliche Rolle in meinem Leben gespielt hat. Völlig verrückt... Und dieses Zulassen war so: Gedanke/Impuls poppte auf und ich bin dem sofort gefolgt, ohne zu denken oder zu bewerten, ich habe dem Impuls vertraut, ohne aber zu wissen, oder irgendwas zu ahnen/zu erwarten, wer oder was dann auf mich wartet
Doch in der nachträglichen Interpretation tauchen ganz viele Fragen auf - wie funktioniert das?? Diese Orchestrierung von dem Ganzen hier?? Unglaublich intelligent ist das hier, was ein toller Wahnsinn! Haben solche Synchronozitäts oder Flow Erlebnisse eine Bedeutung? Wenn man zum Beispiel mit einem bestimmten Menschen sehr oft im Flow ist? Heißt das, daß man einfach ganz gut harmoniert, bei oder mit diesem Menschen genau richtig ist, oder daß man es einfach mit dem inneren Indikator dafür zu tun hat, ganz "bei sich" also "ohne Ich" zu sein?
Wenn "viel Ich im Spiel ist" ist das meistens an Tagen, an denen ich was an mir zu nörgeln habe, wenn ich aufstehe, dann bin ich ein bisschen zu dick, dann liegen die Haare nicht so wie ich das will, dann sind da Unsicherheiten. Und die sind ja auch ok, die verfolgen mich nicht den ganzen Tag, aber meistens klappt es dann nicht so mit dem Flow. Viele Ich-Gedanken also, die ein Selbstbild konstituieren, was nicht da ist, aber erfüllt werden will. Das zerrt mich eigentlich nur aus dem gegenwärtigen Augenblick und auch weg von dem, was Christine wirklich ist.
Das mit dem Körper ist echt nicht so leicht. Alter, Geschlecht und sowas gibt es natürlich nicht im unmittelbaren Erleben, wenn nur in Form von Gedanken. Ich kann mein Bewußtsein ganz schnell irgendwo in ein Körperteil schicken, dort bitzelt es dann auch leicht und wenn "ich im Fuß bin", kann ich nicht sagen, wie viele Zehen ich habe, außer, sie liegen irgendwo auf. Und wenn ich insgesamt den Körper im Ganzen versuche zu fühlen, und ganz ruhig werde dabei, hatte ich eben fast das Gefühl, mir wird schwindelig oder ich falle, obwohl ich auf einem Stuhl sitze. Puh, ich experimentiere weiter.