Ankommen

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Om-Heart
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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Fri May 03, 2013 8:58 am

Was macht die Wahrnehmung zu DEINER Wahrnehmung?
Also, ich bin da noch nicht ganz durch mit, glaube ich. Aber bisheriger Erkenntnisstand ist:

Alles, was ich wahrnehme, wird automatisch sofort abgeglichen und in Bezug gesetzt zu dem, was in diesem gedanklichen Ich-Konstrukt gespeichert ist an Erinnerungen und dem, was als "wichtig" oder "relevant" empfunden wird.

Uff! Das war ein komplizierter Satz. Es ist schwer in Worte zu fassen.

Ich schaue mich um, nehme wahr, und alles ist durchwirkt von damit entstehenden Emotionen, die irgendwie etwas mit "mir" zu tun haben. Ich sehe zum Beispiel ein weinendes Mädchen und sofort kommen Erinnerungen und Gefühle hoch, die mit meiner eigenen Kindheit zu tun haben. Das Mädchen wird nicht neutral gesehen.

Also alles Wahrgenommene wird sofort gekoppelt an dieses Konstrukt aus Erinnerungen und Überzeugungen von "was ich bin". Dieser Bezug, der da sofort hergestellt wird, macht die Wahrnehmung zu "meiner" Wahrnehmung. Das geht so schnell, dass es so gut wie nicht wahrnehmbar ist.

Wahrnehmung losgelöst von diesem Konglomerat aus Erinnerung, Ich-Überzeugung und sofortiger damit einhergehender Einordnung/Bewertung des Wahrgenommenen ist "mir" bisher noch nicht möglich.

Das ist alles, was ich bisher herausfinden konnte.

Ein ganz lieber Gruß! :-)

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GRACE
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Re: Ankommen

Postby GRACE » Fri May 03, 2013 9:51 am

Okay Om-Heart, da hast du jetzt schon ziemlich genau nachgeschaut, aber es ist mir offengestanden noch ein wenig zu kompliziert. Ich wiederhole:
Es ist viel EINFACHER als du denkst! Aber wie gesagt, manchmal muss man erst ein paar Umwege gehen, um am Ende festzustellen, dass man eigentlich immer schon im Ziel war. Oder, dass das Ziel nur in Gedanken existiert.
Wie auch immer. :-)

Du nimmst also etwas wahr, ein weinendes Mädchen z.B. und schon strickst du eine Story drumherum, die was mit deiner "eigenen" Vergangenheit zu tun hat.
Gedanken über Gedanken!
Da ist also nicht mehr nur das weinende Mädchen in "Rohform" sondern du siehst deine "eigene" Story
PLUS
das weinende Kind.
Du schreibst ja selber, das wird dann nicht "neutral" gesehen.
Aber is nicht letztlich auch die Gedankenstory, die du "darüberlegst" etwas, dass in dem Moment einfach
GESCHIEHT?

Ohne DEIN Zutun?

Jetzt schau nochmal genau hin:
Du nimmst etwas wahr und packst eine Gedankenstory oben drauf.
Lassen wir das jetzt mal einfach ganz wertfrei so stehen.
Verabschiede dich einfach mal von der Idee, dass da irgendwas verkehrt damit ist!
Es ist weder gut noch schlecht, es ist wie es ist!

Die Frage ist:

Wird da jetzt ein ICH für all das benötigt, um das wahrzunehmen?

Beispiel:

Weinendes Mädchen
- wird wahrgenommen.
Wo ist dabei das ICH?

Gedanken und Erinnerungen an die eigene Kindheit kommen hinzu
- auch das wird wahrgenommen.
Und wo ist dabei das ICH?

Ist da nicht einfach nur die Wahrnehmung von etwas und blitzschnell (fast unmerklich) wird in GEDANKEN dieses "ICH habe das wahrgenommen" drangehängt?!

:-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Sat May 04, 2013 1:48 pm

Die Frage ist:

Wird da jetzt ein ICH für all das benötigt, um das wahrzunehmen?
Ich weiß, Vorstellungen sind nicht erwünscht. Aber wenn ich mir vorstelle, dass die Gedankenstory mit der Kindheit einfach so auftaucht, vom Leben erfunden wird, gar nichts mit "mir" zu tun hat, sondern nur wahrgenommen wird, dann fühlt sich das aufregend, überraschend, neu und interessant an. Aber es ist bisher eben nur eine Vorstellung. Gut.

Die Wahrnehmung ist immer noch an das Ich-Gefühl gekoppelt. Oder umgekehrt. :-)

Und gerade weiß ich auch gar nicht so recht, was ich tun kann, damit sich das ändert.
Ist da nicht einfach nur die Wahrnehmung von etwas und blitzschnell (fast unmerklich) wird in GEDANKEN dieses "ICH habe das wahrgenommen" drangehängt?!
Das konnte ich noch nicht entdecken, dass das "ICH habe das wahrgenommen" gedanklich drangehängt wird. Da bin "ich" wohl noch zu langsam, und die Gedanken sind schneller. Gibt es da noch einen Trick?

Ich finde diese Stelle gerade total interessant, und es fühlt sich so nah dran an, so als sei das eine Schlüsselstelle. Aber leider habe ich es noch nicht raus. Ich bin dran. Bitte hab noch Geduld.

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Sat May 04, 2013 5:10 pm

Ich weiß, Vorstellungen sind nicht erwünscht.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass die Gedankenstory mit der Kindheit einfach so auftaucht, vom Leben erfunden wird, gar nichts mit "mir" zu tun hat, sondern nur wahrgenommen wird, dann fühlt sich das aufregend, überraschend, neu und interessant an. Aber es ist bisher eben nur eine Vorstellung. Gut.
Na warte, ich krieg dich schon!!! ;-)

Beobachte das mal genau:

- ...Vorstellung über Gedankenstory taucht auf
- ...wird also solche wahrgenommen
- ...fühlt sich aufregend, überraschend, neu und interessant an...

Was du hier beschreibst IST DOCH BEREITS IN DEINER WAHRNEHMUNG
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Warum verdammt nochmal behauptest du denn, dass es nur eine Vorstellung ist???
Siehst du, was ich meine?
Du spielst Verstecken mit dir selbst!
Was für ein Spaß!
:-)))

Jetzt drück mal den "Aus-Schalter" was die Vorstellungen betrifft, was bleibt dann?

Wahrnehmung?

Geschehen die Dinge denn nicht alle auch OHNE, dass du sie dir zuerst vorgestellt hast?

- Hey Moment mal liebe Leute, das Leben muss mal kurz eine Pause einlegen!
Stop!
Om-Heart muss sich erst mal VORSTELLEN, wie es weitergehen soll!!!


Merkst du was? ;-)))

Ich frage dich:

- Musst du dir das Hungergefühl erst VORSTELLEN, oder taucht es einfach auf?
- Musst du dir die Farbe "lila" erst VORSTELLEN, oder nimmst du sie einfach nur als "lila" wahr?
- Schau deine Hand an! Musst du sie dir erst VORSTELLEN, oder ist da einfach nur die Wahrnehmung (d)einer Hand?

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Sat May 04, 2013 8:10 pm

Hmpf. Ich glaube, dass das mit der Vorstellung ein Missverständnis ist. Aber vielleicht peile ich es auch einfach gerade nicht so ganz. Ich glaube, dass ich Wahrnehmung und Vorstellung ganz klar unterscheiden kann. Und ich sehe auch, dass auch Vorstellungen sehr wohl wahrgenommen werden können.

Als ich das geschrieben habe:
Ich weiß, Vorstellungen sind nicht erwünscht.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass die Gedankenstory mit der Kindheit einfach so auftaucht, vom Leben erfunden wird, gar nichts mit "mir" zu tun hat, sondern nur wahrgenommen wird, dann fühlt sich das aufregend, überraschend, neu und interessant an. Aber es ist bisher eben nur eine Vorstellung. Gut.
...meinte ich nicht, dass ich mir die Gedankenstory vorgestellt habe. Die habe ich tatsächlich wahrgenommen. Die war ja in meinen Gedanken da und wahrnehmbar.

Was ich mir vorgestellt habe, oder was als Idee oder Geistesblitz kam, war dass die Gedankenstory VOM LEBEN erfunden wird, gar nichts mit "mir" zu tun hat, sondern als Story einfach so erlebt wird, ohne tatsächlich "personengebunden", also Ich-gebunden zu sein. So, dass die Illusion des ICH daraus entsteht, dass das Leben es mitsamt "erinnerter" Lebensgeschichte vorgaukelt und das Ich tatsächlich nicht existiert.

Soweit die Vorstellung, die eigentlich ein kurzer Geistesblitz war, der sich irgendwie super interessant angefühlt hat, und den ich gedanklich kaum nachvollziehen kann. Es schien wie ein Einblick zu sein, wie eine Erkenntnis. Wie ein Wechsel in der Perspektive für den Bruchteil einer Sekunde und nicht wirklich greifbar.

Also, wenn ich das jetzt nochmal lese und vergleiche, dann sehe ich, dass die Formulierung sich kaum unterscheidet. Es kommt mir so vor, als habe ich tatsächlich für einen kurzen Moment erfahren, wie es sich ohne Ich anfühlt/anfühlen kann/anfühlen könnte... Aber eben nur für den Bruchteil einer Sekunde und bisher nicht wiederholt.

Tja. Soweit der momentane Stand. :-))

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Sun May 05, 2013 9:53 am

Danke für deine Ausführungen, Om-Heart!
Gut möglich, dass es im Dialog auch mal zu Missverständnissen kommen kann. Und dann ist es auch gut, das klar zu stellen. :-)

Dennoch werde ich den Eindruck nicht los, dass du immer noch versuchst, das "Rätsel" auf der intellektuellen Ebene zu lösen. Da hakt es meiner Meinung nach auch gerade.

Jetzt lös dich mal davon, es vom Kopf her klar kriegen zu wollen.
Verlass dich ausschließlich auf deine DIREKTE WAHRNEHMUNG!
Was ich hier nicht mehr lesen will, sind Sätze, die ein "es-kommt-mir-vor" oder "ich-stelle-mir-vor" enthalten.
Okay?!

Siehe:
Es kommt mir so vor, als habe ich tatsächlich für einen kurzen Moment erfahren, wie es sich ohne Ich anfühlt/anfühlen kann/anfühlen könnte... Aber eben nur für den Bruchteil einer Sekunde und bisher nicht wiederholt.

Zum Einen hört sich das an, wie eine Hypothese und zum Anderen muss ich dich leider darauf hinweisen, dass es keinen "kurzen Moment der Ich-losigkeit" geben kann, da dieses ICH ja von Anfang an nicht existiert hat.

:-)

Deiner Meinung nach ist es also fast die ganze Zeit da und nur für einen kurzen Moment nicht!
Ja wo war es denn in dem kurzen Moment?
Kaffee holen?
Eine rauchen?
;-)))

Du hängst hier immer noch an der Idee, wie es sein MÜSSTE, ohne ICH.
Vergiss das jetzt mal!
Das ICH war zu keiner Zeit existent. Du konntest mir jedenfalls hier noch keinen Beweis erbringen.
Sorry, aber bislang waren da nur Annahmen, Gedankenkonstrukte, Vorstellungen usw...
Und alles drehte sich um ein vermeintliches ICH,
das du nicht finden kannst.
Aber du bildest dir dennoch ein, dass es mal da ist und dann wieder weg. Wenn auch nur kurz.

Erklär mir das mal, wie es ist, wenn das ICH "weg" ist!
Und wie macht es sich bemerkbar, wenn es dann wieder "da" ist?


Und BITTE:
Keine Annahmen!!!
Berichte ausschließlich aus deiner DIREKTEN ERFAHRUNG!!!
Wenn das ICH also jetzt gerade "da" ist, wie genau ERFÄHRST du das dann?
Wie erlebst du es JETZT in diesem Moment?
Geh nicht gedanklich in die Vergangenheit! Was ist JETZT?

:-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Mon May 06, 2013 9:58 am

Hallo Grace!

Ja, es ist wahr, dass ich tatsächlich immer versuche, der Sache mit den Gedanken, der Logik, also intellektuell auf dich Schliche zu kommen. Das scheint die dominante alte Gewohnheit zu sein. Ich werde versuchen, es auf die Wahrnehmungs-Ebene zu bringen. Bitte pfeif mich immer wieder zurück, wenn ich wieder mal ganz offensichtlich im alten Muster stecke.

Ja, in meiner Wahrnehmung ist immer noch ganz stark dieses Ich-Gefühl vorhanden. Diese Ich-Verhaftung. Für einen kurzen Moment kam es mir so vor, als habe sich diese Wahrnehmung verändert. Aber das hilft ja offenbar nicht weiter.

Bei dem, was du geschrieben hast, ist mir wieder klar geworden, dass das Ich ja permanent nicht da ist, nie da war. Von daher ist ja auch jetzt kein Ich hier und die Wahrnehmung nimmt auch jetzt wahr, wie es ohne Ich ist. Nur eben noch inklusive dieses Gefühls von Ich.

Das ist mal wieder die intellektuelle Ebene und wenn ich dich richtig verstehe, könnte ich die deiner Meinung nach auch genauso gut weglassen. Okay.
Erklär mir das mal, wie es ist, wenn das ICH "weg" ist!
Und wie macht es sich bemerkbar, wenn es dann wieder "da" ist?
Ich kann nur vom Ich-Gefühl schreiben. Wenn das Ich-Gefühl da ist, dann kommt es mir so vor, als würde ICH das alles beobachten, machen, entscheiden, denken, fühlen, wahrnehmen... Alles ist irgendwie meins und auf mich bezogen.

Es ist schon immer wieder klar, dass ich die Entscheidung nicht getroffen habe, jetzt einen Schluck Wasser zu trinken. Das passiert ohne bewusste Entscheidung und ich beobachte dann nur, dass es geschieht. Und wenn ich "bewusst" dabei bin, dann wundere ich mich zuweilen darüber, dass "ich" diese Entscheidung doch gar nicht getroffen habe, und dennoch wird da nach dem Glas gegriffen... Aber oft genug fühlt es sich auch noch so an, als habe ICH die Entscheidung getroffen.

Aber die Beobachtung. Die Wahrnehmung. Die ist noch total mit diesem Ich-Gefühl verbunden. So als würde ICH das wahrnehmen. Wobei das auch schwankt. Manchmal (so wie jetzt gerade) ist diese Verbindung auch weniger stark. Aber ja: Fühlt sich an, wie die alte Gewohnheit, das gedanklich mit ICH zu belegen.

Und ja: Keine Ahnung, wie es sich anfühlen könnte, wenn dieses Ich-Gefühl sich aufgelöst hat, aber eben eine Vorstellung. Ich versuche mal, die beiseite zu legen, und mich überraschen zu lassen.
Berichte ausschließlich aus deiner DIREKTEN ERFAHRUNG!!!
Wenn das ICH also jetzt gerade "da" ist, wie genau ERFÄHRST du das dann?
Wie erlebst du es JETZT in diesem Moment?
Geh nicht gedanklich in die Vergangenheit! Was ist JETZT?
Gerade sitze ich hier, versuche, das Ich-Gefühl bewusst wahrzunehmen, um es beschreiben zu können und erlebe gefühlsmäßige Verwirrung. Da ist nichts so richtig greifbar.

Hmpf. Ratlosigkeit. Also gut, Wahrnehmung: Angespanntes Gefühl im Bauch. Fühlt sich an, wie MEIN Gefühl. Kenne ich schon lange, ist eklig. Dazu kommt ein Gefühl von Abwehr, von Ärger, von Verzweiflung und Tränen in den Augen. Fühlt sich erstmal an, wie MEINS, weil es eben so gewohnheitsmäßig als MEINS empfunden wird.

Ich versuche, zu erforschen, ob es auch anders empfunden werden kann. Die Gedanken driften ab. Erinnerungen an den gestrigen Abend kommen dazwischen. Jetzt ist das bewusst geworden und ich schreibe darüber. Also die Finger. Reiben im Gesicht. Ratlosigkeit, Tränen in den Augen, nicht weiter wissen. Traurigkeit, das Gefühl, es nicht richtig zu machen, nicht wissen, wie ich es besser oder richtig machen kann.

Verwirrtheit. Ratlosigkeit.

Das lasse ich jetzt erst mal so stehen. Gerade ist da nicht mehr an Produktivität...

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Mon May 06, 2013 8:27 pm

Nur Mut, Om-Heart!
Wage den Schritt in die Wirklichkeit und sieh, was dich die ganze Zeit über immer schon umgeben hat.
(Genaugenommen ist gar kein Schritt erforderlich, denn die Wirklichkeit ist das WAS IST!)
Schau, was WIRKLICH da ist. Lass dich nicht verführen von all den Geschichten, und Vorstellungen. Zumindest nicht, solange wir diesen Dialog hier machen. Danach kannst du dir so viele Geschichten ausdenken, wie du willst!
Okay?!
Lass sie also los, deine irrealen Hypothesen und erfreu dich an dem was JETZT IST!
:-)

Bei mir ist gerade:
Müüüdigkeit.
Ich sitze hier und beobachte, wie die Buchstaben, die ich eintippe auf dem Bildschirm erscheinen.
Weiß nicht welcher Gedanke als nächstes kommt und eingetippt wird.
:-)
Das amüsiert mich.
:-)
Hatte heute den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub und dieser war angefüllt mit Aktivitäten.
Deshalb: Sehr müde! :-)

Was noch aus mir heraus kommt:
Om-Heart sollte nochmal eine Wahrnehmungs-Übung machen:

Nimm dir die Zeit, einfach nur WAHRZUNEHMEN, was da ist.
Beispiel:
Gedanken steigen auf.
Verwirrtheit taucht auf.
Ratlosigkeit erscheint.
Traurigkeit.
Das Gefühl, nichts richtig zu machen...
usw...

MACH NICHTS DAMIT!!!
Schau es dir einfach nur an, wie du einen Film anschaust und ATME!
Versuch nicht, irgendwas von dem, was da auftaucht wegzudrücken oder zu vermeiden.
Lass alles einfach DA SEIN.
Lade es ein, da zu bleiben solange es möchte.
Es wird vergehen und wenn es gehen will, verabschiede dich und bedank dich dafür, dass es da war.
NICHTS DAVON IST VERKEHRT!
<3

Freu mich über deinen "Erfahrungsbericht"!

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Tue May 07, 2013 5:41 pm

Hallo Grace,

ich habe die Wahrnehmungsübung eben für eine Weile gemacht und kann sagen, dass mir mal wieder stark aufgefallen ist, dass ich wirklich nichts steuere. Jedes Schauen, jede Bewegung, jeder Gedanke, jedes Gefühl... Alles läuft einfach ab und ich beobachte es. Manchmal bewusst, oft läuft es ganz unbewusst ab. Auch das bewusste Beobachten kann ich nicht steuern. Manchmal gelingt es, oft geht es vergessen. Nichts in meiner Hand.

Die Wahrnehmung... Ja. Die ist da. Sie scheint sich immer mehr zu lösen von der Vereinnahmung durch "mich". Aber davon kann ich mich noch nicht frei sprechen.

Ich forsche weiter.

Danke für deine ermutigenden Worte und deine Geduld!

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Tue May 07, 2013 7:24 pm

Deine Zeilen bereiten mir gerade Freude. :-)
Endlich mal keine Vorstellungen und Annahmen.
Aaaah!
Direkte Erfahrung!
YEAH!

:-)

Und mach dir keine Sorgen um meine Geduld.
Dieser Dialog dauert so lange, wie er eben dauert!
Wir machen einfach immer weiter. :-)

Die Wahrnehmungsübungen sind wirklich sehr hilfreich,
gerade wenn man dazu neigt, alles immer intellektuell erfassen zu wollen.
Mach die ruhig weiterhin, wann immer der Impuls dazu kommt. :-)

Und dann achte auch mal darauf, wo die Grenzen sind.
Gibt es überhaupt welche?
Nimm dir Zeit, entspann dich und lausche einfach in den Raum hinein.
Wenn Geräusche auftauchen, dann achte mal genau darauf, ob du die Geräusche "außerhalb" oder "innerhalb" von dir wahrnimmst.
Wo genau ist die Grenze zwischen "innen" und "außen"?
Gibt es eine?
Wo verläuft sie?
Wenn du einen Gegenstand wahrnimmst, nimmst du ihn dann innerhalb oder außerhalb von dir wahr?
Gibt es ein Innen?
Ein Außen?

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Wed May 08, 2013 6:31 pm

Hallo Grace,

das mit der Frage, WO die Wahrnehmung ist, ist echt spannend! Sie ist in mir drin. Also zumindest bei dem, was ich höre, ist das ganz klar.

Das mit dem Sehen habe ich noch nicht so ausgiebig ausprobiert. Aber auch da fühlt es sich so an. Nicht ganz so klar und deutlich.

Ich getraue mich kaum, es genau anzuschauen und auszuprobieren. Es scheint so grundlegend zu sein. Da ist etwas Scheu dabei. :-))

Aber ja. Es fühlt sich an, als würde ich es umfangen. Als wäre es von mir umfangen. Zumindest kleinere Dinge in direkter Nähe.

Eine Grenze zwischen innen und außen gibt es nicht. Mein "Ich-Gefühl", meine Wahrnehmung geht über den Körper hinaus und die Wahrnehmung findet darin statt. Da ist keine Grenze.
Wenn du einen Gegenstand wahrnimmst, nimmst du ihn dann innerhalb oder außerhalb von dir wahr?
Das ist noch nicht so ganz klar. Da will ich noch ein wenig schauen.

Gerade scheint sich das innen und außen zu verschieben. Es scheint tatsächlich so, als würde das Außen im Innen stattfinden.

Das fühlt sich ganz wunderbar und auch irgendwie vertraut an.

Liebe Grace, ich fahre heute abend weg und habe keinen Internetzugang bis Freitag abend. Wenn du heute noch postest, kann ich es noch lesen, bevor ich losfahre und den Inhalt mitnehmen. Dann bin ich übermorgen abend erst wieder "verfügbar".

Hab einen schönen Feiertag!

:-))

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Wed May 08, 2013 7:20 pm

Liebe Om-Heart, es ist großartig, dass du dich endlich traust, dich auf die direkte Wahrnehmung einzulassen und ich möchte dich weiterhin dazu ermutigen, das zu tun. Auch wenn du jetzt weg fährst, nutze einfach jede Gelegenheit, die sich dir bietet, um mit den Übungen weiterzumachen. Wie gesagt: Du brauchst dafür keine besondere Umgebung, keinen Meditationsraum, Gruppenraum oder sonstwas. Du kannst das überall machen! Schön, nicht?!

Nimm die Übungen also mit und nutze den riesengroßen Gruppenraum "Planet Erde" um dich in der direkten Wahrnehmung zu üben und berichte mir dann darüber, wenn du wieder die Möglichkeit hast, ins Netz zu gehen, okay?!

Gute Reise! :-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Sat May 11, 2013 2:00 am

Hallo Grace,

ich hatte zwei wunderschöne Tage alleine in der Natur. Zwar zwischen vielen Menschen, aber an einem Ort, der durch seine Ausstrahlung immer eine ganz meditative ruhige Stimmung in mir hervorruft.

Somit konnte ich also die letzen beiden Tage fast ausschließlich dem Schauen und der Untersuchung deiner Fragen widmen. Das war sehr intensiv.
Und dann achte auch mal darauf, wo die Grenzen sind.
Gibt es überhaupt welche?
Also: Nein. Da sind keine Grenzen. Nicht feststellbar, wo innen aufhört und außen anfängt, oder umgekehrt. Mittlerweile bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob es überhaupt ein Innen gibt.

Anfangs fühlte es sich noch so an, als fände alles eher innen statt. Auch die Wahrnehmung. Das, was ich höre sowieso. Und das was ich sehe, dann bei genauerer Betrachtung auch. Aber das ist auch nicht wirklich innen.

Da ist kein Außen und auch kein Innen. Wenn du mich fragen würdest, würde ich sagen: Es ist eher IN "mir" als außerhalb von mir. Aber es gibt kein Innen und kein Außen, wenn ich genau schaue. Nur, wie es stattdessen ist, kann ich nicht genau sagen. Es ist halt das, was DA ist. Ohne Abgrenzung von einander.

Zugegeben: Ich muss mich da schon noch drauf konzentrieren, um das wirklich so zu erleben. Ich rutsche immer wieder in die alte gewohnte "getrennte" Sichtweise.

Diese Abtrennung findet immer wieder durch bewertende Gedanken statt. Wenn in Gedanken irgendetwas negativ bewertet wird, "mache ich zu" und "trenne mich ab" von dem, was ich wahrnehme. Dann gibt es DA DRAUSSEN die Wahrnehmung von dem, was ich nicht gut finde, nicht mag, von dem ich mich abgrenze, und HIER bin ich.

Wenn ich offen bleiben kann, ohne zu verurteilen, dann überwiegt das Gefühl, dass die Dinge "in mir stattfinden". Selbst mein Körper scheint dann "in mir zu existieren".

Diese Wahrnehmung ist irgendwie noch ein zartes Pflänzchen, so scheint es. Nicht stabil und auch noch nicht überwältigend klar. Aber doch auch irgendwie vertraut. Auf jeden Fall aber auch irgendwie wohlig, und sie vermittelt ein Stück weit Geborgenheit.

Soweit das Resultat der intensiven Forschungsarbeit. ;-))

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und freue mich schon auf deine nächste Post. :-)

Om-Heart

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Re: Ankommen

Postby GRACE » Sat May 11, 2013 2:13 pm

Fein, da bist du ja wieder! :-)
Und ich sehe, du hast deine "Hausaufgaben" gemacht! :-)
Deine Forschungsergebnisse lassen erkennen, dass du dich jetzt immer mehr auf die direkte Wahrnehmung einlässt und dich weniger in Vorstellungen verlierst.
Diese Abtrennung findet immer wieder durch bewertende Gedanken statt. Wenn in Gedanken irgendetwas negativ bewertet wird, "mache ich zu" und "trenne mich ab" von dem, was ich wahrnehme. Dann gibt es DA DRAUSSEN die Wahrnehmung von dem, was ich nicht gut finde, nicht mag, von dem ich mich abgrenze, und HIER bin ich.
SEHR gut beobachtet, Om-Heart! - Die Abtrennung findet immer wieder durch bewertende Gedanken statt.
Siehst du, die Antworten sind bereits alle in dir! Sie warten nur darauf, von dir entdeckt zu werden!

Meine nächsten Fragen an dich:

Wenn du keine wirkliche Grenze wahrnehmen kannst und nicht konkret sagen kannst, ob es ein Innen oder ein Außen gibt, was erschafft dann die Trennung?

Existiert diese Trennung nicht überhaupt nur in Gedanken?

Beobachte das und beantworte mir die beiden Fragen dann so genau wie möglich!
:-)

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Re: Ankommen

Postby Om-Heart » Sun May 12, 2013 1:03 pm

Hallo Grace,

so richtig viel weiter bin ich noch nicht. Irgendwie "weiß" ich, dass es immer die Gedanken sind, die da ein Schnippchen schlagen. Aber ich möchte es gerne ganz genau sehen und in meiner Erfahrung haben, statt es nur zu "wissen".
Wenn du keine wirkliche Grenze wahrnehmen kannst und nicht konkret sagen kannst, ob es ein Innen oder ein Außen gibt, was erschafft dann die Trennung?

Existiert diese Trennung nicht überhaupt nur in Gedanken?
Die Gedanken ordnen alles ein. Und damit schaffen sie natürlich Grenzen, Abtrennung. Ich schaue und sehe einen bunten Mix von Farben und Formen. Und dann kommt die Einordnung: Das ist ein Haus. Das ist ein Baum. Das ist ein Faxgerät, das ist eine Lampe, das ist eine Postkarte... Einzelne Dinge sind durch ihre Umrisse von einander abgegrenzt. Aber das ist ja nicht die eigentliche Frage. Die bezieht sich ja auf die Grenze zwischen Innen und Außen.

Manchmal fühlt es sich so an, als gäbe es gar kein Innen. Und dann fühlt es sich wieder so an, als gäbe es gar kein Außen. Da ist eine gedankliche Einordnung: Das Haus und der Baum sind außen. Die Gefühle sind innen. Die Gedanken auch. Aber wo IST innen? Dieses Innen existiert doch gar nicht. Das Außen ist doch auch innen. Wird "hier drinnen" wahrgenommen. Genau so wie die Gefühle und Gedanken. Also ist es jetzt außen oder innen?

Weder das eine noch das andere scheint zu existieren. Aber wo sind die Dinge dann? Wo sind die Gedanken, die Gefühle, das Haus, der Baum? Die sind alle in der Wahrnehmung.

Und wo ist die Wahrnehmung? Naja. Die ist einfach immer hier. Immer einfach da. Sie ist ortlos. Aber immer hier. Und auch immer jetzt. Mehr ist da nicht.

Und ja. Dann kommen die Gedanken und sortieren alles Wahrgenommene. Innen, außen, Haus, Auto, Gefühl, Gedanke, Mensch, Tier...

Und das ist so realistisch. Fühlt sich so real an, dass da kein Zweifel an der Richtigkeit besteht. So ist die Welt beschaffen. Und existiert sie jetzt wirklich so? Oder nur in Gedanken? Fühle mich gerade verwirrt und überfordert.

Soweit die neuesten News aus Om-Heart-Hausen. ;-)

Hab noch einen schönen Sonntag! :-)


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