Du beschreibst zwei verschiedene Zustände und bevorzugst einen davon. Steckt darin nicht wieder ein Ich, das bewertet? Und ist es nicht auch so, dass Du (was immer das sein mag) BEIDE Zustände gleichermaßen unbeteiligt beobachtest? Ist dieses Beobachten auch etwas, das kommt und geht - so wie die Zustände?Beides wechselt sich ab und der Wunsch nach einem deutlicheren Wandel, also in jeder Situation zu sehen, dass niemand da ist, ist vorhanden.
Einstieg
Re: Einstieg
Re: Einstieg
Hallo Tom,
ich muss mich heute kurz fassen. Habe viel gearbeitet und bin eben erst zurück und völlig platt. Trotzdem: Deine Fragen sind absolut top.
Klar habe ich wieder bewertet. Da schleicht es sich wieder ein, dieses Ich, aber eigentlich immer subtiler. Es wird nicht immer bemerkt, obwohl eine erste Einsicht da ist.
Nach dem du fragst ist auch klar, dass beide Zustände unbeteiligt beobachtet werden könnten, sofern man sich dies bewusst macht.
Das Beobachten ist wahrscheinlich aus einer "höheren" Sicht etwas, dass immer da ist. Aus meinem Empfinden verschwindet es dann, wie bereits erwähnt, wenn nur noch Handlung da ist.
Das Ich fällt immer dann auf, wenn etwas anfängt unangenehm zu werden. Deutlich körperlich zu spüren.
Der Körper alleine wird wohl nichts spüren können. Wer ist das der spürt?
ich muss mich heute kurz fassen. Habe viel gearbeitet und bin eben erst zurück und völlig platt. Trotzdem: Deine Fragen sind absolut top.
Klar habe ich wieder bewertet. Da schleicht es sich wieder ein, dieses Ich, aber eigentlich immer subtiler. Es wird nicht immer bemerkt, obwohl eine erste Einsicht da ist.
Nach dem du fragst ist auch klar, dass beide Zustände unbeteiligt beobachtet werden könnten, sofern man sich dies bewusst macht.
Das Beobachten ist wahrscheinlich aus einer "höheren" Sicht etwas, dass immer da ist. Aus meinem Empfinden verschwindet es dann, wie bereits erwähnt, wenn nur noch Handlung da ist.
Das Ich fällt immer dann auf, wenn etwas anfängt unangenehm zu werden. Deutlich körperlich zu spüren.
Der Körper alleine wird wohl nichts spüren können. Wer ist das der spürt?
Re: Einstieg
Fällt da wirklich ein Ich auf? Was ist wirklich da, wenn es unangenehm wird? Da ist etwas deutlich körperlich zu spüren - aber ist das Spüren oder das Gefühl an sich das "Ich", das wir suchen? Und: gibt es da wirklich jemanden der spürt? Ist da neben dem Gefühl auch noch jemand zu entdecken, der es gerade spürt? Sieh nochmal genau nach.Das Ich fällt immer dann auf, wenn etwas anfängt unangenehm zu werden. Deutlich körperlich zu spüren.
Der Körper alleine wird wohl nichts spüren können. Wer ist das der spürt?
Re: Einstieg
Das, was aufgefallen ist, hat man bisher für ein Ich gehalten bzw. geglaubt, dass sei das Ich und hat es mit all dem verknüpft. Durch diese Verbindung entsteht das Unangenehme und es entsteht gleichzeitig der Glaube, dass einem Ich etwas passieren könnte oder bereits passiert ist. Es kann Widerstand da sein, der verhindern will, dass dieses Ich möglichst nicht damit belästigt wird.
Bei genauerer Prüfung entdeckt man dann, dass nur dieses Gefühl da ist. Nur die automatische Zuordnung an ein Ich erzeugt die Illusion, dass es tatsächlich existiert. Es braucht kein Ich, um Gefühle oder auch Anderes wahrzunehmen. Wir haben uns das einfach so stark angewöhnt, dass es kaum wegzudenken ist.
Genau diese Beziehung sollte aufgegeben werden. So lange wir suchen ist zumindest noch so ein Rest-Ich vorhanden, weil es selbst sich nicht aufgeben und seinen Wegfall verhindern will.
Bei genauerer Prüfung entdeckt man dann, dass nur dieses Gefühl da ist. Nur die automatische Zuordnung an ein Ich erzeugt die Illusion, dass es tatsächlich existiert. Es braucht kein Ich, um Gefühle oder auch Anderes wahrzunehmen. Wir haben uns das einfach so stark angewöhnt, dass es kaum wegzudenken ist.
Genau diese Beziehung sollte aufgegeben werden. So lange wir suchen ist zumindest noch so ein Rest-Ich vorhanden, weil es selbst sich nicht aufgeben und seinen Wegfall verhindern will.
Re: Einstieg
Für unsere Erforschung des Ichs ist es sehr wichtig, dass Du bei der direkten und unmittelbaren Erfahrung bleibst. Wenn Du davon schreibst, was "man" macht oder machen sollte, scheinst Du für die Allgemeinheit zu sprechen. In Wirklichkeit ist das aber nur eine Gedankengeschichte. Eine Vorstellung davon, wie es allgemein sein könnte.
Was passiert also in der direkten Wahrnehmung, wenn Du von dem Erscheinen des Ichs durch etwas Unangenehmes sprichst? Als was tritt es in Erscheinung? Wie funktioniert das? Kannst Du mir das so erklären, als wäre ich erst fünf Jahre alt?
Was passiert also in der direkten Wahrnehmung, wenn Du von dem Erscheinen des Ichs durch etwas Unangenehmes sprichst? Als was tritt es in Erscheinung? Wie funktioniert das? Kannst Du mir das so erklären, als wäre ich erst fünf Jahre alt?
Re: Einstieg
Nehmen wir an, es taucht Angst auf. Sofort kommen Gedanken: wie wird das enden, wirst du das hinbekommen. Dann folgen Gedanken: Wie werde ich dieses unangenehme Gefühl (z. Bps auch körperliche Reaktionen) los. Der nächste Gedanke überprüft, ob sich das Gefühl schon verbessert hat. Dies würde bedeuten, dass dieses gefühlte Ich so etwas wie ein Gedankenmuster ist. Entstanden aus Erfahrungen, die einen Bezug herstellen, wie ähnliche Erfahrungen in der Vergangenheit abgelaufen sind und welche Strategien am besten sind. Also eine Art Datenspeicher, der Vergleiche anstellt, entwickelt etc.. D.h der Verstand, der glaubt alles verstehen zu müssen, die Kontrolle zu haben und alles entscheiden zu können. Ein automatisierter Mechanismus, der allem zu Grunde liegt.
Das Ich versucht ständig, sich mit dem, was passiert zu verwickeln, zu verbinden. Es setzt sich wortwörtlich davor. (Ich habe keine Lust, ich habe Lust), es glaubt, Teil der Handlung zu sein, es glaubt der Schmerz zu sein, der Körper zu sein, ich bin das, was wahrnimmt usw.
Bei einfacher Wahrnehmung, also ohne ich, wäre dann nur Freude da, Schmerz da etc.. Einfach in diesem Fall bedeutet: nur sehen was ist. Kein Eingreifen, nur beobachten, was passiert jetzt. Halt Sein.
Das Ich versucht ständig, sich mit dem, was passiert zu verwickeln, zu verbinden. Es setzt sich wortwörtlich davor. (Ich habe keine Lust, ich habe Lust), es glaubt, Teil der Handlung zu sein, es glaubt der Schmerz zu sein, der Körper zu sein, ich bin das, was wahrnimmt usw.
Bei einfacher Wahrnehmung, also ohne ich, wäre dann nur Freude da, Schmerz da etc.. Einfach in diesem Fall bedeutet: nur sehen was ist. Kein Eingreifen, nur beobachten, was passiert jetzt. Halt Sein.
Re: Einstieg
Noch ein Nachtrag:
Ich versuche es mal anders herum. Ich setzte mich ans Klavier und beginne zu spielen. Nach einer gewissen Zeit ist nur noch Musik da. Das Ich ist verschwunden, obwohl das Verschwinden selbst, als auch die Abwesenheit nicht bemerkt wird. Es existiert nur noch Klang. Kommt dann plötzlich ein Gedanke, dass müsstest du noch mehr üben oder das könntest du aber auch anders spielen, greift wieder das Ich ein. Es interpretiert und fragmentiert den Moment in einen Spieler, in das gespielte Stück und den Zuhörer. Es entsteht eine Vorstellung oder Bewertung dessen was war und wie es anders sein könnte.
Das würde bedeuten, dass das Ich im Jetzt keine Chance hat zu existieren. Alles, was ich tue ist daher Handlung, die ohne Einfluss eines Ich’s geschieht. Das ich ist demnach nur noch dieses Bewerten des bereits Geschehenen oder die Imagination dessen, was noch nicht da ist.
Ich versuche es mal anders herum. Ich setzte mich ans Klavier und beginne zu spielen. Nach einer gewissen Zeit ist nur noch Musik da. Das Ich ist verschwunden, obwohl das Verschwinden selbst, als auch die Abwesenheit nicht bemerkt wird. Es existiert nur noch Klang. Kommt dann plötzlich ein Gedanke, dass müsstest du noch mehr üben oder das könntest du aber auch anders spielen, greift wieder das Ich ein. Es interpretiert und fragmentiert den Moment in einen Spieler, in das gespielte Stück und den Zuhörer. Es entsteht eine Vorstellung oder Bewertung dessen was war und wie es anders sein könnte.
Das würde bedeuten, dass das Ich im Jetzt keine Chance hat zu existieren. Alles, was ich tue ist daher Handlung, die ohne Einfluss eines Ich’s geschieht. Das ich ist demnach nur noch dieses Bewerten des bereits Geschehenen oder die Imagination dessen, was noch nicht da ist.
Re: Einstieg
Sofort kommen Gedanken: wie wird das enden, wirst du das hinbekommen. Dann folgen Gedanken: Wie werde ich dieses unangenehme Gefühl (z. Bps auch körperliche Reaktionen) los. Der nächste Gedanke überprüft, ob sich das Gefühl schon verbessert hat. Dies würde bedeuten, dass dieses gefühlte Ich so etwas wie ein Gedankenmuster ist.
Du sprichst in beiden Fällen von Gedanken, in denen ein Ich vorkommt. Aber das sind ja erstmal einfach nur Gedanken. Der Gedanke an einen Lottogewinn macht ja nicht reich, und der Apfel, an den Du denkst, macht nicht satt. Ein echter Apfel aber schon. Gibt es zu dem Gedanken an ein Ich auch ein "echtes Ich"? Du sprichst sogar davon, dass es eingreift. Ist das wieder nur ein gedankliches Bild, oder findest Du das eingreifende Ich irgendwo ausserhalb von Gedanken?Kommt dann plötzlich ein Gedanke, dass müsstest du noch mehr üben oder das könntest du aber auch anders spielen, greift wieder das Ich ein.
Re: Einstieg
Genauer gesagt existiert das Ich nur als Gedanke. Es ist nur der Gedanke an ein Ich. Der Gedanke an einen Lottogewinn kann, wenn er so stark und alt ist wie der Ich Gedanke, sich sehr wohl real anfühlen. Der Gedanke an einen Apfel kann dir das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.
Das ist es eigentlich, was ich die ganze Zeit sagen will. Das Ich ist der Gedanke, der sich an alles dranheftet, ihm seinen Stempel aufdrückt, in Verbindung stehen will und zu allem was auftaucht sagt: ich bin das oder mir geschieht das. Wenn man es exakt so betrachtet kommt man in die Lage, diesen Gedanken auch verschwinden zu lassen oder einfach hinter die Gedanken zu gehen um festzustellen: man sieht nix! Es ist niemand da, empty, leer. Ich hatte es ja bereits zu Anfang erwähnt, dass genau dieser Übergang spürbar ist; eine Befreiung von dieser Bedrückung, Verengung. Es ist schwer auszudrücken, aber es stellt sich unmittelbar eine Leichtigkeit ein. Man kann alles etwas distanzierter betrachten. Die Beteiligung am Leben ist nicht mehr so dramatisch. Auch die Qualität meiner Meditation hat sich deutlich verändert.
In diesem Sinne gibt es weder ein Ich noch ein echtes Ich. Beides sind Gedanken, denen die gleiche Illusion innewohnt.
[* „Du sprichst sogar davon, dass es eingreift. Ist das wieder nur ein gedankliches Bild, oder findest Du das eingreifende Ich irgendwo ausserhalb von Gedanken“]
Das Eingreifen ist einfach eine sprachliche Umschreibung, dass es (der Gedanke) wieder da ist und sich durch die Hintertür eingeschlichen hat. Gott sei Dank ist es auch außerhalb nirgendwo zu finden. Auch das eine tröstliche Feststellung, die ich durch deine Begleitung erfahren durfte.
Nicht nur die Erfahrung nach innen ist hier interessant, sondern auch beispielsweise ein Gespräch anderer zu beobachten. Ohne Ich’s sind Konflikte geradezu lächerlich. Es unterhält sich schließlich nur ein Gedanke mit dem anderen, wie unwichtig!
Das ist es eigentlich, was ich die ganze Zeit sagen will. Das Ich ist der Gedanke, der sich an alles dranheftet, ihm seinen Stempel aufdrückt, in Verbindung stehen will und zu allem was auftaucht sagt: ich bin das oder mir geschieht das. Wenn man es exakt so betrachtet kommt man in die Lage, diesen Gedanken auch verschwinden zu lassen oder einfach hinter die Gedanken zu gehen um festzustellen: man sieht nix! Es ist niemand da, empty, leer. Ich hatte es ja bereits zu Anfang erwähnt, dass genau dieser Übergang spürbar ist; eine Befreiung von dieser Bedrückung, Verengung. Es ist schwer auszudrücken, aber es stellt sich unmittelbar eine Leichtigkeit ein. Man kann alles etwas distanzierter betrachten. Die Beteiligung am Leben ist nicht mehr so dramatisch. Auch die Qualität meiner Meditation hat sich deutlich verändert.
In diesem Sinne gibt es weder ein Ich noch ein echtes Ich. Beides sind Gedanken, denen die gleiche Illusion innewohnt.
[* „Du sprichst sogar davon, dass es eingreift. Ist das wieder nur ein gedankliches Bild, oder findest Du das eingreifende Ich irgendwo ausserhalb von Gedanken“]
Das Eingreifen ist einfach eine sprachliche Umschreibung, dass es (der Gedanke) wieder da ist und sich durch die Hintertür eingeschlichen hat. Gott sei Dank ist es auch außerhalb nirgendwo zu finden. Auch das eine tröstliche Feststellung, die ich durch deine Begleitung erfahren durfte.
Nicht nur die Erfahrung nach innen ist hier interessant, sondern auch beispielsweise ein Gespräch anderer zu beobachten. Ohne Ich’s sind Konflikte geradezu lächerlich. Es unterhält sich schließlich nur ein Gedanke mit dem anderen, wie unwichtig!
Re: Einstieg
Würdest Du das als ein intellektuelles Verständnis beschreiben - also als ein logisches Erschließen, dass das so sein müsste? Du hast schon von einer Leichtigkeit geschrieben. Wie fühlt es sich an mit diesem Verständnis zu leben?
Re: Einstieg
Das zugrundeliegende Verständnis ist kein intellektuelles. Aus alter Gewohnheit schließt sich aber immer ein solches an, will weitere Schlüsse ziehen und beschreiben. Die erwähnte Leichtigkeit aber ohne diese Hilfe auszudrücken fällt dann doch schwer, zumal ich es gar nicht gewohnt bin, solche Gefühle zu beschreiben. Der Versuch war in unserem Dialog hier und da schon mal vorhanden.
Vielleicht habe ich diese früher geglaubte Person nicht gemocht, da der Wegfall so erleichternd rüberkommt. Jetzt, da niemand mehr da ist, der ein Problem haben kann, ist Aufregung nicht mehr nötig, wer soll denn das tun? Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht mehr nötig irgendetwas von dieser Person verteidigen zu müssen. Wer soll und muss sich denn darstellen? Wer ist noch involviert? Das Drama kann wegfallen.
Aufregung und ihre Reaktionen fallen natürlich nicht weg, aber die Dauer hat sich deutlich verringert. Ohne Ich Bezug reicht es aus, zu beobachten. Das ist besser als vorher, weil dazu einfach mehr Zeit zur Verfügung steht, die sonst der Sicherheit der Person gewidmet war. Der Vorfall ist schneller vergessen, ohne dass Nennenswertes zurück bleibt.
Es ist zwar noch nicht so, dass dieses Verständnis rund um die Uhr arbeitet, aber eine gewisse Distanz zu den Abläufen entsteht schon. Damit meine ich dieses unpersönliche, was durch die Wahrnehmung entsteht, dass hinter den Menschen nur Gedanken und keine Ich’s agieren. In der Beobachtung kommen dann die Gedanken: Was machen wir eigentlich hier, nach welchem Drehbuch läuft das ab, wer steht dahinter? Eine Abfolge von Handlungen, Problemen, Gefühlsaubrüchen wozu?
Ich gehe davon aus, dass die alten Muster auch weiterhin zuschlagen werden und man wird erst hinterher sehen, was da abgelaufen ist.
An die Stelle des Ich’s tritt immer häufiger die Stille, die, wie es scheint, mehr als sonst verfügbar und breiter geworden ist. Es ist genussvoll dieses unbeschreibliche Gefühl zu erleben. Tagsüber agiert das Ich noch. Es taucht auf, wird erkannt und taucht wieder ab. Danach wird beobachtet: Gefühl, Körperempfindung, Sprechen, Hören usw. Es erscheint wieder dieses Gefühl, was sich von Kopf bis Fuß ausbreitet. Jetzt, wo ich hier ohne Ablenkung vor dem PC sitze, ist es dauerhaft da. Gedanken kommen und gehen, das Hiersein bleibt.
Vielleicht habe ich diese früher geglaubte Person nicht gemocht, da der Wegfall so erleichternd rüberkommt. Jetzt, da niemand mehr da ist, der ein Problem haben kann, ist Aufregung nicht mehr nötig, wer soll denn das tun? Aus dem gleichen Grund ist es auch nicht mehr nötig irgendetwas von dieser Person verteidigen zu müssen. Wer soll und muss sich denn darstellen? Wer ist noch involviert? Das Drama kann wegfallen.
Aufregung und ihre Reaktionen fallen natürlich nicht weg, aber die Dauer hat sich deutlich verringert. Ohne Ich Bezug reicht es aus, zu beobachten. Das ist besser als vorher, weil dazu einfach mehr Zeit zur Verfügung steht, die sonst der Sicherheit der Person gewidmet war. Der Vorfall ist schneller vergessen, ohne dass Nennenswertes zurück bleibt.
Es ist zwar noch nicht so, dass dieses Verständnis rund um die Uhr arbeitet, aber eine gewisse Distanz zu den Abläufen entsteht schon. Damit meine ich dieses unpersönliche, was durch die Wahrnehmung entsteht, dass hinter den Menschen nur Gedanken und keine Ich’s agieren. In der Beobachtung kommen dann die Gedanken: Was machen wir eigentlich hier, nach welchem Drehbuch läuft das ab, wer steht dahinter? Eine Abfolge von Handlungen, Problemen, Gefühlsaubrüchen wozu?
Ich gehe davon aus, dass die alten Muster auch weiterhin zuschlagen werden und man wird erst hinterher sehen, was da abgelaufen ist.
An die Stelle des Ich’s tritt immer häufiger die Stille, die, wie es scheint, mehr als sonst verfügbar und breiter geworden ist. Es ist genussvoll dieses unbeschreibliche Gefühl zu erleben. Tagsüber agiert das Ich noch. Es taucht auf, wird erkannt und taucht wieder ab. Danach wird beobachtet: Gefühl, Körperempfindung, Sprechen, Hören usw. Es erscheint wieder dieses Gefühl, was sich von Kopf bis Fuß ausbreitet. Jetzt, wo ich hier ohne Ablenkung vor dem PC sitze, ist es dauerhaft da. Gedanken kommen und gehen, das Hiersein bleibt.
Re: Einstieg
Das hört sich so an, als hättest Du die Illusion des Ich durchschaut - oder? An welcher Stelle hat es "klick" gemacht? Was hat Dich davon überzeugt?
Und... wenn Du Dir die Illusion jetzt so ansiehst: wie funktioniert sie? Warum bist Du bisher auf sie herein gefallen?
Und... wenn Du Dir die Illusion jetzt so ansiehst: wie funktioniert sie? Warum bist Du bisher auf sie herein gefallen?
Re: Einstieg
Ich glaube schon. Der Unterschied zwischen dem Agieren des Ichs und dem Verschwinden hat sich deutlich gezeigt. Das Ich ist mehr oder weniger „fett“ anwesend und kann dadurch gut beobachtet werden. In einigen Fällen, wenn es ganz übel war, auch erst kurz danach. Aber sobald dann wieder gesehen wird, dass es ja nur Schwindel war, fällt das Kartenhaus zusammen und diese Leichtigkeit erscheint. Ich kann einfach nichts tun an dem was passiert. Die Action im Außen, wie im Innern ist unbeeinflussbar da und muss ertragen werden. Da aber niemand da ist, kann man loslassen.
PS: kann sein, dass ich mich erst am Freitag wieder melden kann, bis dann!
Man kann nicht sagen, dass ich auf sie hereingefallen bin. Wie hätte ich mich als Kind gegen meine Erziehung wehren sollen. Wie hätte ich, wie jetzt geschehen, sonst den Unterschied erfahren können. Im Nachhinein gesehen fallen einem da 1000 Dinge ein, die man sich hätte ersparen können. Was hat man diesem Körper angetan? Aber wer hatte darauf Einfluss, dass es so lange gedauert hat bzw. nicht schon früher hätte passieren können. Ich bin irgendwie seit dem sehr erleichtert und dankbar und fange manchmal an grundlos zu lachen.„Und... wenn Du Dir die Illusion jetzt so ansiehst: wie funktioniert sie? Warum bist Du bisher auf sie herein gefallen?“
PS: kann sein, dass ich mich erst am Freitag wieder melden kann, bis dann!
Re: Einstieg
Hallo Mizi,
die anderen Guides haben sich unseren Dialog angesehen und kommen auch zu dem Schluss: Du hast die Illusion erkannt. Willkommen auf der anderen Seite des torlosen Tores. :)
Wie geht es nun weiter? Das Durchschauen der Illusion ist ja nicht das Ende des Weges. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten weiter im Dialog zu bleiben - wenn Du möchtest. Sobald Du hier im Forum als "blau" markiert wurdest, kannst Du einen Bereich betreten, der sich mit den Fragen nach dem Tor beschäftigt. Es gibt auch sehr lebhafte Facebook-Gruppen, zu denen ich Dich gerne einladen würde. Wenn Du ein Facebook-Profil hast, würde ich mich über eine Freundschaftsanfrage freuen (https://www.facebook.com/tom.piresah). Darüber hinaus kannst Du mich natürlich auch jederzeit per PN oder eMail erreichen, falls Du noch weitere Fragen hast.
Alles Gute
Tom
die anderen Guides haben sich unseren Dialog angesehen und kommen auch zu dem Schluss: Du hast die Illusion erkannt. Willkommen auf der anderen Seite des torlosen Tores. :)
Wie geht es nun weiter? Das Durchschauen der Illusion ist ja nicht das Ende des Weges. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten weiter im Dialog zu bleiben - wenn Du möchtest. Sobald Du hier im Forum als "blau" markiert wurdest, kannst Du einen Bereich betreten, der sich mit den Fragen nach dem Tor beschäftigt. Es gibt auch sehr lebhafte Facebook-Gruppen, zu denen ich Dich gerne einladen würde. Wenn Du ein Facebook-Profil hast, würde ich mich über eine Freundschaftsanfrage freuen (https://www.facebook.com/tom.piresah). Darüber hinaus kannst Du mich natürlich auch jederzeit per PN oder eMail erreichen, falls Du noch weitere Fragen hast.
Alles Gute
Tom
Re: Einstieg
Hallo Tom,
zuerst einmal möchte ich dir von Herzen danken für deine Mühe, die du in unserem Dialog aufgewendet hast. Es war anstrengend und hat auch die eine oder andere Stunde Schlaf gekostet, aber es hat letztendlich die gewünschten Einsichten gebracht. Es wäre schade, wenn der Weg hier zu Ende wäre. Zur Vertiefung bin ich daher sehr interessiert an allen Dingen, die jetzt noch kommen werden.
Ein Facebookprofil habe ich noch nicht, denke aber darüber nach. Ich freue mich schon jetzt auf den „blauen“ Bereich und werde mal ein paar Tage tief durchatmen!
Alles liebe
Mizi
zuerst einmal möchte ich dir von Herzen danken für deine Mühe, die du in unserem Dialog aufgewendet hast. Es war anstrengend und hat auch die eine oder andere Stunde Schlaf gekostet, aber es hat letztendlich die gewünschten Einsichten gebracht. Es wäre schade, wenn der Weg hier zu Ende wäre. Zur Vertiefung bin ich daher sehr interessiert an allen Dingen, die jetzt noch kommen werden.
Ein Facebookprofil habe ich noch nicht, denke aber darüber nach. Ich freue mich schon jetzt auf den „blauen“ Bereich und werde mal ein paar Tage tief durchatmen!
Alles liebe
Mizi
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