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Es gibt zwar Gedanken an ein Ich und vielleicht auch ein Ich-Gefühl
Gut, dass Du das noch mal so klar gestellt hast. Es fühlt sich halt so an, ALS OB, was mich verwirrt hat.
Aber die Konditionierung ist ja schon paar Jahre am wirken.
Würdest Du vor Gericht beschwören, dass es ein Ich gibt, das dafür verantwortlich ist was Anna denkt und tut?
Du weißt doch was mit Leuten passieren kann, die laut behaupten, dass es kein ich gibt...;-)
Die Wahrheit, die ich herausgefunden habe, ist, dass es kein sicht-oder greifbares also substanzielles ich gibt. Daher kann es auch nichts bewirken, was Anna denkt und tut. Das Denken, Tun und Unterlassen von Anna wird von niemanden veranlasst.
Mir war wichtig, das für Situationen zu überprüfen, die scheinbar besonders gut oder schlecht für Anna abgelaufen sind, weil sich da gerne ein "Ich" versteckt.
Also habe ich mir was ins Gedächtnis gerufen, was 20 Jahre her ist, und mir immer noch Schuldgefühlt macht.
Und was ist passiert ? Bei der Frage, ob ich damals hätte anders handeln können, war sofort klar, dass das gar nicht möglich gewesen wäre, weil es ja kein ich "da drinnen "gibt und diese ganze Szene erschien wie ein völlig unpersönlicher geisterhafter 2 dimensionaler festgelegter Ablauf, der nichts mit mir zu tun hatte. Anna war überhaupt kein bißchen nicht mehr ich, sondern eine substanzlose Figur. Wie wenn ich einen " Dick und Doof" Film sehen und den Olli ernsthaft bitten würde, dem Stan die Schokotorte statt der Sahnetorte ins Gesicht zu werfen.
Wie würdest Du zum Beispiel einer neutralen Person, die noch nie an der Existenz des Ich gezweifelt hat, erklären, was Du erforscht und entdeckt hast?
Vorweg: ich kann es nicht erklären ! "Ich" kann versuchen, Worte, Beispiele und Bilder zu finden und vielleicht kommt es "da" an.
ich würde das so machen, wie ich in einem früheren Beitrag schon geschrieben habe: mit einem konkreten Experiment. Jetzt. Das Ich suchen, mir zeigen, herausnehmen, anfassen lassen in der Situation in der wir gerade sind:
das kann also in nur sitzen, stehen oder liegen sein und dann fragen, was gerade stattfindet: Empfindungen von Druck, Wärme, Gedanken an das Abendessen etc.
Und wenn man so richtig schön in der Sitz-Erfahrung ist, dann könnte man fragen, wo das ich wohnt und wie es aussieht und ob man für diese Erfahrung gerade jetzt ein überhaupt ein ich braucht , oder ob sich das ich nicht (ein wenig anmaßend) nachträglich über diese Situation gelegt hat.
Man könnte vielleicht noch weiter gehen und fragen ob man für diese Erfahrung einen Namen, ein Alter, ein Geschlecht usw. braucht.