Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

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wolf
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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby wolf » Sun Jan 20, 2013 6:46 pm

Was bedeutet das: „. Aber er taucht immer wieder auf.“ ..?
Das Bild das dazu gekommen ist, ist ein Ertrinkender, der immer wieder versucht den Kopf aus dem
Wasser zu heben. Aber es ist klar, dass er untergehen wird.


Hat das mehr Bedeutung, als dass es eben passiert und natürlich auch passieren darf? Ist es mehr als ein Gedanke, ein Bild, was kommt und geht? (erste Frage) Die Fata Morgana zeigt ihre schillernde Schönheit, na und?
.... mittlerweile weiß ich gar nichts mehr. Da schaltet der Kopf ab. In diesem Moment, da ich das hier schreibe sind keine Zweifel da.
Gut so, Bleib dran!! Hier, bei wolf, kommt Mitgefühl auf. Mitgefühl mit dem Erleben der Schmerzen. Nimm sie wahr, sie gehören zum Leben, sie gehören zum Abschied von der wunderschönen Quasam-Illusion. Nimmst du auch Dankbarkeit, vielleicht auch Liebe gegenüber dieser Illusion wahr?
Aber bleib dran!
Wolf schrieb:
Fragst du das immernoch?: „Heißt das, dass ich die Illusion durchschaut habe? Ich kann’s nicht sagen.“ . . . welche Bedeutung haben letzte Zweifel, die immerwieder auftauchen ? Kannst du sie einfach vorüberziehen lassen, oder mußt du dich mit ihnen auseinandersetzen? (Wenn auseinandersetzen müssen, dann her damit!!)

(zweite Frage)

Stört dich vielleicht, dass du eigentlich Feuerwerk und Hosianna-Singen erwartet hattest? Wer (!) erwartet das?
Quasam schrieb:
Autsch! Es hat eine Zeit gegeben, da hätte ich mir das so gewünscht. Ich war immer sehr ehrgeizig. Das hat vom Standpunkt des Wahrnehmens aus keine Bedeutung. Weil es irgendwie kein davor und dannach gibt.

Ja, es ist bedeutungslos, weil der, der erwartete diese Erwartung in seiner illusorischen Welt nährte, in der er selber nur eine Fata Morgana ist. "Ich hätte mir das so gewünscht .." welcher Ich ? Nur in der Illusionwünscht man sich was.
"Ich war immer sehr ehrgeizig" Nur in der Illusion ist man ehrzeizig, oder?
Stimmst du zu?

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quasam
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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby quasam » Sun Jan 20, 2013 7:38 pm

Der Ertrinkende darf untergehen. Er braucht nicht gerettet werden. Ja, es ist ein Gedanke, ein Bild.

Da ist auch ganz viel Dankbarkeit und Liebe für diese Rolle dar. Und auch Schmerz. Sie hat mich lange begleitet. Es hat viel Energie gekostet, sie zu konstruieren.

Die Illusion ist durchschaut. Zweifel kommen. Im Wahrnehmungsmodus sind sie weg.

Die Rolle hat sich etwas gewünscht. Auch sie war es, die ehrgeizig war.

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wolf
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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby wolf » Sun Jan 20, 2013 9:16 pm

bin tief berührt.
danke
lass uns ein wenig Zeit nehmen
wolf

ich melde mich morgen wieder
schreib, wenn dir inzwischen was einfällt

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby wolf » Mon Jan 21, 2013 8:09 am

Schau mal herum, spür mal: was hat sich geändert ?

Beachte dabei, was du wirklich spürst und was du dir vorstellst.

Was ist jetzt anders, im Alltag?

Ist genauso, wie die Fata Morgana (FM) auch nach dem Erkennen noch sichtbar ist, ist Quasam auch noch da?

Durch das Erkennen verliert die FM ihre Bedeutung (Wasser), wie ist das mit der Bedeutung von Quasam?

Spürt der Verstand Erleichterung ? oder nicht ?
Erleichterung weil: toll, jetzt muß ich (Verstand) mich nicht mehr darum kümmern, dass Quasam geliebt, beachtet, anerkannt, glückselig, perfekt, erwacht, erleuchtet etc wird ?

Vielleicht auch bedauert der Verstand, dass das, wofür er zumeist gebraucht wurde nun nimmer nötig ist, quasi arbeitslos? (hatte er doch gerne gemacht und fühlte sich so wichtig dabei)
Die anderen, kommunizieren sie immernoch mit der Quasam-Rolle?
Mußt du ihnen bedeuten, dass das nun nimmer gilt?
Mußt du was erklären?

Hat sich die Wichtigkeit/Bedeutung deiner Ziele geändert ?

Was fühlst du, jetzt ? Ist da Stille, Frieden, Dankbarkeit, Liebe, Freude, Humor ?

Bist du frei ?

Ist eine vielleicht ungewohnte Leichtigkeit in deinLeben gekommen ?

Ist dir mehr nach Hingabe als nach Kontrolle?
Hingabe an was?

Reicht es aus, dieses Leben zu leben, sich der Lebenswonne hinzugeben?

Muss das alles für Quasam Konsequenzen haben (z.B. ich muss jetzt Einsiedler werden) oder darf weiterhin alles geschehen, wie es geschieht ?
Wer steuert dein Lebensschiff? wer ist der Verantwortliche?

Wie ist deine Laune, wenn du morgens aufwachst ?

Bist du mehr besonders geworden (hahahaaa, ich bin erwacht !!!!) oder hast du an Besonderheit verloren?

1. Aufgabe: alle Fragen beantworten

Erkläre mir, wie das Ich funktioniert hat ! (2. Aufgabe)

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby quasam » Mon Jan 21, 2013 9:11 am

1. Aufgabe:

Es ist alles noch da. Da ist ein Gefühl von Erleichterung.

Die Rolle ist auch noch da. Der Blickwinkel hat sich verändert.

Ja, da ist Erleichterung. Allerdings woanders, nicht im Verstand.
Ich brauche an der Rolle nicht mehr zu arbeiten. Das entspannt.

Der Verstand ist nicht arbeitslos. Da sind ja immer noch Gedanken und Gefühle. Nur ist es nicht notwendig zu überprüfen, ob sie nun in die Rolle passen oder nicht.
Die anderen kommunizieren mit dem Lebewesen. Für sie ändert sich nichts. Da gibt’s nichts zu erklären.
Da sind noch Gedanken an Ziele, die ich hatte. Ob sie erreicht werden, wird das Leben zeigen.

Ja, da ist Stille, Frieden, Dankbarkeit, Liebe, Freude, Humor.

Das Gefühl könnte man mit Freiheit beschreiben.

Die Leichtigkeit die ich nun verspüre war schon öfters da. Sie wird womöglich wieder gehen, und dann wieder da sein. Wie es halt sein soll.

Ja, mir ist nach Hingabe. Hingabe an das Leben. Es tief einatmen.

Dieses Leben reicht aus. Da ist so viel Neues zu entdecken.

Für quasam hat es keine Konsequenzen. Er darf nach wie vor da sein. Und ja, des darf geschehen was geschieht. Da ist kein Steuermann, nur das Leben als Prozess.

Die Laune beim Aufwachen hat sich nicht geändert.

Ich fühle mich nicht erwacht. Auch nicht mehr oder weniger besonders.


2. Aufgabe:

Das ich ist ein Versuch des Verstandes, gemachte Erfahrungen einen Stempel aufzudrücken und sie mit neuen Erlebnissen abzugleichen. Passen die Ereignisse in diese Rolle, so erfährt das ich eine positive Stimulation. Fallen die Erfahrungen aus der Rolle hinaus, reagiert das ich mit Widerstand. Das ich ist zusammengefasst eine Rolle, eine Konstruktion des Verstandes, die sich allerdings bei näherem Hinschauen als recht oberflächlich entpuppt.

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby wolf » Mon Jan 21, 2013 12:57 pm

Lieber … (den Quasam liebevoll betrachtend),

deine Antworten zeigen mir, dass du nicht nur die Traumhaftigkeit des Ichs oder des Quasam erkannt hast. Dieses Erkennen hat auch Wirkung auf das Befinden dieses Lebewesens.
Einmal durchschaut wird die Quasam-Illusion in der nächsten Zeit mehr und mehr an Bedeutung im Alltag verlieren. Bis irgendwas kommt, was dich niedermacht und plötzlich lachst du nur, lachst, weil du erkannt hast, dass nichts dich niedermachen kann; nur die Rolle ist es, die den Leidenden spielen möchte.

Genau richtig: man wird nichts Besonderes. Man verliert das Gefühl, besonders zu sein, wenn man sich nimmer um die Rolle kümmert.

Quasam ist (nur) eine Vorstellung, eine Rolle.
Töne, Aussichten, Gefühle, Sinne und Gedanken sind. Sie kommen und gehen. Nichts wird dadurch geschaffen, es passiert einfach, bedeutungslos; unschuldiges Leben.
Und gleichzeitig ist Quasam ein Teil der Natur. In seiner Rolle ist er ein Teil der Gesellschaft und mit all seinem Wissen und Erfahrungen in diese Gesellschaft integiert und handelt da seinem unschuldigen Gutdünken entsprechend.

… (den Quasam liebevoll betrachtend) nimmt wahr, immer liebevoll, nie wertend, still, eins mit Quasam, nicht von ihm getrennt, was auch immer bei Quasams Bemühen herauskommt: nimmt Leben wahr.

Letzte Aufgabe:
. Wie würdest du das jemandem erklären, der noch nie die Existenz eines eigenständigen "Ichs" bezweifelt hat und nichts von alldem gehört hat?

hier sind Gedanken des Grüssens die vorüberziehen. Nicht spüren, wo ich aufhöre und du anfängst. Gibt es noch was anderes als Liebe?

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby quasam » Mon Jan 21, 2013 1:35 pm

Die Zeilen oberhalb haben das Lebewesen hier sehr berührt. Gefühle von zu Hause sein kommen auf. Von Stimmigkeit. Ja, es ist die Liebe!

Letzte Aufgabe:
Es gibt hier keine Worte das zu beschreiben. Es ist ein Prozess den das Lebewesen hier durchgemacht hat. Was gemacht werden kann ist zu sehen, hören und zu fühlen. Der Rest kann sich ergeben.

Gefühle des Dankes sind da, der Verbundenheit in einem schlagenden Herzen. Das Lebewesen verneigt sich staunend und demütig vor dieser Fülle.

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby wolf » Tue Jan 22, 2013 10:06 am

wunderschön !!

und doch bitte ich, mit den Worten, die halt zur Verfügung stehen, zu beschreiben: stell dir vor jemand, der dich gerne mag fragt dich interessiert:
"was meinst du denn damit, dass du eingesehen hast, dass dein "Ich" sowas wie eine Fata Morgana ist? Wäre das auch ein Schritt auf meinem eigenen Weg?"

Hier geht es mir um ein liebevolles Zeigen, ein sich Mitteilen mehr für das Herz - nicht um eine Erklärung für den Verstand (der mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist, auch wenn er es nicht versteht)

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby quasam » Tue Jan 22, 2013 11:21 am

"was meinst du denn damit, dass du eingesehen hast, dass dein "Ich" sowas wie eine Fata Morgana ist? Wäre das auch ein Schritt auf meinem eigenen Weg?"
Ich hab irgendwann bemerkt, das alles gut ist so wie es ist. Nur die Wertungen in meinem Kopf haben es in schwarz und weiß eigeteilt. Ich konnte nur nicht sagen, woher dieses Katalogsystem kommt und wer es führt. Da hab ich mich sehr oft hineingespürt, nur da kam nichts zurück. Das hat mich sehr irritiert und geängstigt. Gleichzeitig hat das Leben genau andersrum gespielt, wie ich es mir gedacht hätte. Das hat mich gelegentlich sogar schon amüsiert. Nun kann ich unterscheiden zwischen dem was ist (=sehen, hören, fühlen, ..) und dem was eine Rolle in meinem Kopf ist, von der ich dachte, das wäre ich. Diese Rolle wünscht, hofft, ersehnt, usw. Und hier liegt der unermessliche Reichtum dieser Entwicklung. Wenn ich mir das bewusst mache, lösen sich Probleme, die gerade noch da waren in Luft auf. Für einen Außenstehenden bleibt die Situation unverändert. Da sind auch noch Ängste, Sorgen und Schmerzen. Doch es käpft keiner mehr dagenen an, das tut gut. Nur der innere Blickwinkel hat sich geändert. Seitdem ist alles ein bisschen leichter. Jeder der das Leben so nehmen will, wie es kommt, wird vom Schritt in diese Richtung profitieren.

Ich danke dir wolf, für deine Begleitung, für deine Geduld aber vor allem für die Liebe, die ich durch dich spüren konnte und die mir Wind unter meinen Flügeln ist und sein wird. Den Weg vor mir kann ich nicht sehen, doch ich brauch ja nur stehenzubleiben und ihn an mir vorbeiziehen lassen.

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Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...

Postby wolf » Tue Jan 22, 2013 5:28 pm

vor allem für die Liebe, die ich durch dich spüren konnte und die mir Wind unter meinen Flügeln ist und sein wird. Den Weg vor mir kann ich nicht sehen, doch ich brauch ja nur stehenzubleiben und ihn an mir vorbeiziehen lassen.
haach, so schön poetisch .. mein Herz jubelt und die Lebenswonne läuft über.
Das mit dem Weg gefällt mir.

Jetzt werde ich meine Freunde, die anderen guides fragen, ob sie nach Fragen an dich haben.
Liebe Grüße, wolf


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