Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Geschätzte Mitstreiter! Rückblickend betrachtet, suche ich mich schon seit meiner Kindheit. Ich hab nie verstanden, warum ich mich nie gleich fühle und auch auf ähnliche Situationen immer wieder völlig gegensätzlich reagiere. Die einzige Konstante in meinem Leben war und ist, dass es da nichts konstantes gibt. Schon seit längerem hege ich nun den Verdacht, dass es mich so nicht gibt. Das ausschlaggebende Schlüsselereignis für meinen Eintritt in dieses Forum, obwohl ich diese bis dato eher gemieden habe liegt nur ein paar Tage zurück. Bei meiner Heimreise vom Arbeitsplatz durchzuckte mich der Gedanke: "Hab' ich einen Hunger!" Daraufhin spüre ich in meinen Magen: nichts, kein Hungergefühl da. Auch bei Gedanken an meine Lieblingsspeisen reagiert mein Körper nicht. Wer zum Teufel erzählt mir dann in meinem Kopf diese Märchen?
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Liebe(r) quasam,
willkommen bei LU.
Leider sind uns die deutschsprachigen guides ausgegangen bzw. sie haben gerade keine Zeit. Wenn du gleich loslegen willst, empfehle ich dir, einen thread im englischen Teil des Forums anzufangen. Man braucht keine phantastischen Englischkenntnisse dafür. Die Frage ist einfach: Gibt es ein Ich in deiner direkter Erfahrung?
Wenn du warten willst, bis einer der guides Zeit hat, kannst du dir ja solange die threads durchlesen, oder das englische "Gateless Gatecrashers" runterladen und lesen.
liebe Grüße
Ingen
willkommen bei LU.
Leider sind uns die deutschsprachigen guides ausgegangen bzw. sie haben gerade keine Zeit. Wenn du gleich loslegen willst, empfehle ich dir, einen thread im englischen Teil des Forums anzufangen. Man braucht keine phantastischen Englischkenntnisse dafür. Die Frage ist einfach: Gibt es ein Ich in deiner direkter Erfahrung?
Wenn du warten willst, bis einer der guides Zeit hat, kannst du dir ja solange die threads durchlesen, oder das englische "Gateless Gatecrashers" runterladen und lesen.
liebe Grüße
Ingen
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Danke für deine Antwort liebe(r) Ingen!
Ich möchte gerne auf einen deutschsprachigen Guide warten, denn was mich bewegt ist schon in meiner Muttersprache schwer genug zu formulieren.
Zu deiner Frage: Es gibt da etwas in meiner Wahrnehmung das mir sagt, dass es mein ich, auf das ich mich all die Jahre mehr oder weniger verlassen konnte gar nicht gibt. Das ist mehr Gefühl als Gedanke. Ich habe bereits unzählige Versuche unternommen, mein ich auszublenden. Das gelingt nur phasenweise, immer wieder rutsche ich ab.
Mein Herzenswunsch ist es, den Vorhang, auf den sich mein ich projeziert endgültig wegzuziehen und mir alles dahinter unverzerrt ansehen zu können. Langsam werde ich zu müde, immer und immer wieder mit großer Anstrengung den vorgenannten Vorhang hochzuziehen zu müssen damit er mir dann doch wieder entgleitet und herunterfällt. Vielleicht findet sich doch ein Guide in diesem Forum, dessen Herz von diesen Zeilen berührt wird und mich begleiten will.
In freudiger Erwartung, quasam.
P.S.: Bin 36 Jahre alt und männlich.
Ich möchte gerne auf einen deutschsprachigen Guide warten, denn was mich bewegt ist schon in meiner Muttersprache schwer genug zu formulieren.
Zu deiner Frage: Es gibt da etwas in meiner Wahrnehmung das mir sagt, dass es mein ich, auf das ich mich all die Jahre mehr oder weniger verlassen konnte gar nicht gibt. Das ist mehr Gefühl als Gedanke. Ich habe bereits unzählige Versuche unternommen, mein ich auszublenden. Das gelingt nur phasenweise, immer wieder rutsche ich ab.
Mein Herzenswunsch ist es, den Vorhang, auf den sich mein ich projeziert endgültig wegzuziehen und mir alles dahinter unverzerrt ansehen zu können. Langsam werde ich zu müde, immer und immer wieder mit großer Anstrengung den vorgenannten Vorhang hochzuziehen zu müssen damit er mir dann doch wieder entgleitet und herunterfällt. Vielleicht findet sich doch ein Guide in diesem Forum, dessen Herz von diesen Zeilen berührt wird und mich begleiten will.
In freudiger Erwartung, quasam.
P.S.: Bin 36 Jahre alt und männlich.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Quasam, ja, mich berühren deine Zeilen.
Und ich wollte mir immer Zeit nehmen für die Begleitung und deshalb nur einen.
Weil das Begleiten so spannend ist, mich selber berührt, und ich oft Zeit brauche, bis ich meine fast-beste Antwort finde.
Weil eure Fragen, euer Zögern und Stolpern mir immerwieder neue Aussichten eröffnen.
Aber jetzt hast du mich gefangen.
Also fang an mit Ingens Frage:
was muss sein, damit überhaupt was für dich da ist?
was spürst du von deinem Ich?
was - babyeinfach genommen - ist eine direkte Erfahrung?
wolf, der sich gerade vom Fieber erholt
Und ich wollte mir immer Zeit nehmen für die Begleitung und deshalb nur einen.
Weil das Begleiten so spannend ist, mich selber berührt, und ich oft Zeit brauche, bis ich meine fast-beste Antwort finde.
Weil eure Fragen, euer Zögern und Stolpern mir immerwieder neue Aussichten eröffnen.
Aber jetzt hast du mich gefangen.
Also fang an mit Ingens Frage:
dabei hilft, wenn du weniger denkst und mehr hinspürst:Die Frage ist einfach: Gibt es ein Ich in deiner direkter Erfahrung?
was muss sein, damit überhaupt was für dich da ist?
was spürst du von deinem Ich?
was - babyeinfach genommen - ist eine direkte Erfahrung?
wolf, der sich gerade vom Fieber erholt
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
In der direkten Erfahrung gibt es mein Ich nicht. Dann sind da auch keine Gedanken. Nur Sehen, Hören, Fühlen, ...
Dieser Zustand dauert allerdings immer nur kurz an. Dann kommen die Gedanken, die sich in meinem Kopf dann drehen wie auf einem Karusell. Und dann weiß ich nicht was ich denken soll. "Ist das gut für mich oder schlecht oder ohnehin egal...?" Gedanken, Gedanken, Gedanken, ... Sie blockieren mich dabei, die Dinge so zu sehen wie sie sind. Glaub ich halt.
Dieser Zustand dauert allerdings immer nur kurz an. Dann kommen die Gedanken, die sich in meinem Kopf dann drehen wie auf einem Karusell. Und dann weiß ich nicht was ich denken soll. "Ist das gut für mich oder schlecht oder ohnehin egal...?" Gedanken, Gedanken, Gedanken, ... Sie blockieren mich dabei, die Dinge so zu sehen wie sie sind. Glaub ich halt.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Sind wir wirklich schon am Ziel?!?! Du hast durchschaut, dass dein Ich eine Illusion ist !!?In der direkten Erfahrung gibt es mein Ich nicht. Dann sind da auch keine Gedanken. Nur Sehen, Hören, Fühlen, ...
Wenn du das lebst, dann hätte dein Ich hätte genauso wenig Auswirkung auf deinen Alltag, wie die Fata Morgana auf die geologisch vorhandenen Wasservorräte. Stimmt das für dich?
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
Und du möchtest, dass das, was ist, anders ist, als es ist.
Du vermutest, du könntest was daran ändern .„Dieser Zustand dauert allerdings immer nur kurz an.“
Was könntest du ändern?
Das Gedankenkarusell? . . . . . . . Dafür gibt es Techniken.
Oder den Wunsch es nicht haben zu wollen?....
Was steckt hinter diesem Wunsch?
Besonders zu sein?
.. (kenne ich gut von mir selbst)
Eine weitere Stufe zur „Erleuchtung“ hin zu erklimmen?
. . .wenn das dein Ziel ist, was meinst du mit „Erleuchtung“ und warum strebst du danach?
. . .gibt es da Stufen??
. . .ist da was zu leisten??
Eine Unzufriedenheit mit dem, was ist?
Boa, das geht ja rasend schnell mit dir.
Bin hingerissen, wolf
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Ich glaube nicht wirklich durchschaut zu haben, dass mein Ich eine Illusion ist. Sonst würden wir wahrscheinlich nicht diesen Dialog führen. Das gilt auch dafür, dass ich es gerne anders hätte. Was sich dafür ändern muss, kann ich dir nicht sagen. Ich vermute nur, dass es da nichts zu tun gibt. Es muss passieren.
Wünsche versuche ich da nicht zu formulieren, da ich meine, das gerade die von diesem Ich-Gedanken generiert werden. Was mich antreibt ist einerseits das tiefe innere Verlangen, etwas Ruhe zu finden (ich mag mich mich mehr suchen müssen) als auch die Neugier, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Wünsche versuche ich da nicht zu formulieren, da ich meine, das gerade die von diesem Ich-Gedanken generiert werden. Was mich antreibt ist einerseits das tiefe innere Verlangen, etwas Ruhe zu finden (ich mag mich mich mehr suchen müssen) als auch die Neugier, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Jetzt herrscht hier Verwirrung.
Deshalb zurück zum Anfang:
Durch irgendwas (Autoradio bei der Heimreise z.B.) ausgelöst entstehen Gedanken.
Willst du deine Gedanken kontrollieren können?
Du siehst, ich habe keine Ahnung, für wen du dich hältst.
Bitte erläutere das etwas ausführlicher. Erzähle mir: wer glaubst du ist Quasam ??
Und nimm Bezug auf deine bisherigen Anmerkungen dazu.
Deshalb zurück zum Anfang:
Muss man des verstehen? Was ist daran nicht in Ordnung? Meinst du, du müsstest der Chef deiner Gefühle sein? Oder der Kontrolleur deiner Reaktionen?... Ich hab nie verstanden, warum ich mich nie gleich fühle und auch auf ähnliche Situationen immer wieder völlig gegensätzlich reagiere.
So, wie wenn ich an Sex denke und mein Schwanz bleibt schlapp, oder?… Bei meiner Heimreise vom Arbeitsplatz durchzuckte mich der Gedanke: "Hab' ich einen Hunger!" Daraufhin spüre ich in meinen Magen: nichts, kein Hungergefühl da. Auch bei Gedanken an meine Lieblingsspeisen reagiert mein Körper nicht. Wer zum Teufel erzählt mir dann in meinem Kopf diese Märchen?
Durch irgendwas (Autoradio bei der Heimreise z.B.) ausgelöst entstehen Gedanken.
Willst du deine Gedanken kontrollieren können?
Du siehst, ich habe keine Ahnung, für wen du dich hältst.
Bitte erläutere das etwas ausführlicher. Erzähle mir: wer glaubst du ist Quasam ??
Und nimm Bezug auf deine bisherigen Anmerkungen dazu.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Ich hab inzwischen aufgehört mich verstehen zu wollen. Und das finde ich soweit ok. Gerne würde ich mein Leben selbst in die Hand nehmen. Doch die Dinge kommen immer wieder anders als gedacht. Wer da auch immer auf der anderen Seite des Steuerrades herumdreht ist meist stärker. Langsam werde ich zu müde, mit diesem Unsichtbaren um das Steuer zu kämpfen.
Zu quasam:
Ich glaube, dass er der Körper ist, den ich im Spiegel sehe, die Emotionen die da irgendwo in diesem daheim sind sowie auch der Interpreter, der Sinneseindrücke verarbeitet, bewertet und katalogisiert. Und basierend auf diese Daten reagiert er dann auch auf die betreffende Situation. Oft hat er vor banalen Dingen Angst. Das steht dann immer wieder im Widerspruch mit einem anderen Ich, das ich mehr liebe. Denn das ist ruhig und gelassen, wertet nicht und schaut sich die Welt ohne Vorbehalte an. Ja, quasam ist eine zerrissene Personlichkeit.
Ich hoffe du kannst damit was anfangen.
Zu quasam:
Ich glaube, dass er der Körper ist, den ich im Spiegel sehe, die Emotionen die da irgendwo in diesem daheim sind sowie auch der Interpreter, der Sinneseindrücke verarbeitet, bewertet und katalogisiert. Und basierend auf diese Daten reagiert er dann auch auf die betreffende Situation. Oft hat er vor banalen Dingen Angst. Das steht dann immer wieder im Widerspruch mit einem anderen Ich, das ich mehr liebe. Denn das ist ruhig und gelassen, wertet nicht und schaut sich die Welt ohne Vorbehalte an. Ja, quasam ist eine zerrissene Personlichkeit.
Ich hoffe du kannst damit was anfangen.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Ich verstehe dich so, als stelltest dir vor, du hättest 3 Ichs:
Du siehst Quasam zum einen als dein sagenwirmal: natürliches Körper- Ich. Das wäre auch das Ich, welches hier mit mir spricht.
Und dann ist da dieses ruhige, gelassene, vorbehaltslose Ich, das du mehr liebst
Klingt wie eine Theater-Wunsch-Rolle, die du gerne mal einnimmst.
Und dann gibt es noch ein drittes Ich, nämlich das Ich, welches liebt.
Lässt mein Herz höher schlagen. Aber ist es ein Ich?
Und zuvor beschriebst du ganz klar unser Ziel:
„In der direkten Erfahrung gibt es mein Ich nicht. Dann sind da auch keine Gedanken. Nur Sehen, Hören, Fühlen, ...“
Sag dem wolf mehr dazu, sprich aus deiner Erfahrung, aus dem, was du erlebst und lass das, was du dir denkst oder gehört hast einfach weg, bitte.
Du siehst Quasam zum einen als dein sagenwirmal: natürliches Körper- Ich. Das wäre auch das Ich, welches hier mit mir spricht.
Und dann ist da dieses ruhige, gelassene, vorbehaltslose Ich, das du mehr liebst
Klingt wie eine Theater-Wunsch-Rolle, die du gerne mal einnimmst.
Und dann gibt es noch ein drittes Ich, nämlich das Ich, welches liebt.
Lässt mein Herz höher schlagen. Aber ist es ein Ich?
Und zuvor beschriebst du ganz klar unser Ziel:
„In der direkten Erfahrung gibt es mein Ich nicht. Dann sind da auch keine Gedanken. Nur Sehen, Hören, Fühlen, ...“
Sag dem wolf mehr dazu, sprich aus deiner Erfahrung, aus dem, was du erlebst und lass das, was du dir denkst oder gehört hast einfach weg, bitte.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Ja, dieses Ziel ist für mich ganz klar da.
Es gibt Momente, in denen ich eben solche Empfindungen bereits habe. Das passiert hin und wieder bei einer Medidation, aber viel schöner ist es, wenn es mich ganz unvorbereitet bei ganz banalen Tätigkeiten überfällt. Dann hab ich das Gefühl vor Liebe überzuquellen und als ob diese sich über alles ergießen würde . Das spürt sich so an, als ob ich mich auflösen würde und in jeden und alles hineinfließen würde. Ich glaube dann alles zu verstehen, muss daher über nichts nachdenken. Weil ich einfach weiß. Dieses Gefühl liebe ich so, mich eins zu fühlen mit allem, dass ich es am liebsten immer hätte. Ich glaube nicht, dass ich jemals genug davon haben könnte. Denn dann ist alles so einfach, so klar und einfach gut so wie es ist. Das hab ich eingangs als "hinter den Vorhang sehen" gemeint. Es ist die gleiche Welt die ich da sehe, nur ohne jemanden, der sie bewertet. Weißt du wolf, das will ich öfter haben, mich in der Liebe vergessen zu können.
Aber da sind einfach immer wieder die Ängste vor Verletzugen, vorm Verlassenwerden. Ja, ich bin sensibel und verletzlich. So wollte ich aber nie sein. Ich wollte ein Held sein, so wie in den Filmen und einfach drüberstehen. Ich aber leide oft mit anderen mit, versuche dann zu helfen. Nicht immer ist das von Erfolg gekrönt. Mein größter Wunsch wäre es, wenn es allen Menschen einfach gut ginge, die Natur machen könnte was sie will und es keine Konflikte mehr geben müsste. Die tun mir nicht gut. Obwohl ich das weiß, verstricke ich mich in Diskussionen die nicht meine sind. Grundsätzlich sagt mir mein Verstand, dass mich diese Thema gar nichts angeht. Und doch werte ich, bilde mir eine Meinung und vertrete diese. Und am nächsten Tag finde ich heraus, dass dies Meinung schon wieder überholt ist. Ich will einfach nur mehr sein, nicht jemand sein müssen. Bitte wolf, hilf mir!
Es gibt Momente, in denen ich eben solche Empfindungen bereits habe. Das passiert hin und wieder bei einer Medidation, aber viel schöner ist es, wenn es mich ganz unvorbereitet bei ganz banalen Tätigkeiten überfällt. Dann hab ich das Gefühl vor Liebe überzuquellen und als ob diese sich über alles ergießen würde . Das spürt sich so an, als ob ich mich auflösen würde und in jeden und alles hineinfließen würde. Ich glaube dann alles zu verstehen, muss daher über nichts nachdenken. Weil ich einfach weiß. Dieses Gefühl liebe ich so, mich eins zu fühlen mit allem, dass ich es am liebsten immer hätte. Ich glaube nicht, dass ich jemals genug davon haben könnte. Denn dann ist alles so einfach, so klar und einfach gut so wie es ist. Das hab ich eingangs als "hinter den Vorhang sehen" gemeint. Es ist die gleiche Welt die ich da sehe, nur ohne jemanden, der sie bewertet. Weißt du wolf, das will ich öfter haben, mich in der Liebe vergessen zu können.
Aber da sind einfach immer wieder die Ängste vor Verletzugen, vorm Verlassenwerden. Ja, ich bin sensibel und verletzlich. So wollte ich aber nie sein. Ich wollte ein Held sein, so wie in den Filmen und einfach drüberstehen. Ich aber leide oft mit anderen mit, versuche dann zu helfen. Nicht immer ist das von Erfolg gekrönt. Mein größter Wunsch wäre es, wenn es allen Menschen einfach gut ginge, die Natur machen könnte was sie will und es keine Konflikte mehr geben müsste. Die tun mir nicht gut. Obwohl ich das weiß, verstricke ich mich in Diskussionen die nicht meine sind. Grundsätzlich sagt mir mein Verstand, dass mich diese Thema gar nichts angeht. Und doch werte ich, bilde mir eine Meinung und vertrete diese. Und am nächsten Tag finde ich heraus, dass dies Meinung schon wieder überholt ist. Ich will einfach nur mehr sein, nicht jemand sein müssen. Bitte wolf, hilf mir!
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Wer ist das denn, der das öfter haben will und sich vergessen mag?das will ich öfter haben, mich in der Liebe vergessen zu können.
Ist das dein Ich?
Hattest du nicht bereits erkannt, dass es das nicht gibt?
Auferstehung?
Andersherum: solange du noch Wünsche hast, regiert ein diese Wünsche äußerndes Ich.
Woran noch erkennst du, dass dein Ich regiert?
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Ich weiß nicht wer das will. Es ist da nur ein Gedanke mit einer schönem Gefühl.
Das mein ich regiert erkenne ich daran, dass meine Gedanken in der Vergangenheit und der Zukunft herumschweifen. Da sind dann einerseits Erfahrungen und anderseits Pläne (=Wünsche). Ich kann das leider noch nicht abstellen. Und immer wider diese Wertungen. Selbst wenn mich auf der Straße jemand anlacht, mache ich mir die unmöglichsten Gedanken darüber, anstatt mich zu freuen, dass mich einfach jemand angelacht hat. Dann ärgere ich mich über meine blöden Gedanken.
Das mein ich regiert erkenne ich daran, dass meine Gedanken in der Vergangenheit und der Zukunft herumschweifen. Da sind dann einerseits Erfahrungen und anderseits Pläne (=Wünsche). Ich kann das leider noch nicht abstellen. Und immer wider diese Wertungen. Selbst wenn mich auf der Straße jemand anlacht, mache ich mir die unmöglichsten Gedanken darüber, anstatt mich zu freuen, dass mich einfach jemand angelacht hat. Dann ärgere ich mich über meine blöden Gedanken.
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Quasam, ja, das berührt mich, das war auch mein Wunsch. Ich habe bis vor kurzem darum gebeten, mehr Liebe auszustrahlen. Bis ich dann einsah, dass dies ja auch ein Unzufriedensein mit dem ist, was ist.das will ich öfter haben, mich in der Liebe vergessen zu können.
Jetzt in diesem Moment ist das, was ist da.
Das, was gerade da ist, ist völlig ausreichend – solange den Gedanken keine Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Es braucht keine Veränderung.
Liebe, und Dankbarkeit sind im Jetzt spontan fühlbar, Verwunderung auch – du brauchst deine Aufmerksamkeit nur auf das richten, was gerade da ist (sehen, hören, fühlen). Und wenn der Gedanke kommt: wo bleibt die Liebe? .. sich davon nicht stören lassen, sondern einfach da bleiben.
So fühlt es sich an, wenn die Ich-Illusion ausgeschaltet ist.
Es wird umso deutlicher, je mehr es gelingt, sich nicht auf Gedanken einzulassen. Und das gelingt mit der Aufmerksamkeit für das, was gerade (da) ist.
Wenn es dir gelingt, das für einen kurzen Moment zu erleben, dann kannst du vergleichen, wie es sich anfühlt mit und ohne Ich.
Und dann kannst du untersuchen, welche Bedeutung dein Ich hat und ob es genauso real ist, wie der Monitor vor dir.
Lass hören/Lesen, wie es dir damit geht!
Re: Ich will nichts, und deshalb bin ich hier...
Wenn mein ich ausgeschalten ist, dann ist da Ruhe, Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit und auch Liebe. Eine sehr schöne Erfahrung, die ich genieße. Wenn dann die Gedanken (zurück?)kommen, verebben diese Gefühle recht schnell. Dann wieder Sehen, Hören, Fühlen und das ich ist wieder weg. Das strengt mich schon an.
In den Momenten in denen das ich nicht da ist, fehlt es mir aber auch nicht. Es spürt sich nicht so an, als ob ich es unbedingt bräuchte.
Ob mein ich real ist oder nicht kann ich trotzdem nicht sagen. Da läuft bei mir ein inneres Streitgespräch, das ich nicht hören kann, d.h. da sind diesbezüglich keine Gedanken, nur Gefühle.
Interessant finde ich, dass schon der bloße Gedanke "Mich gibt es nicht!" irgendwie Erleichterung bringt, ein Gefühl der Stimmigkeit. Aber auch das ist durch einen Gedanken ausgelöst worden, denen ich keine Bedeutung beimessen soll. Es fühlt sich im Moment so an, als ob es besser ist, wenn es das ich nicht gibt.
In den Momenten in denen das ich nicht da ist, fehlt es mir aber auch nicht. Es spürt sich nicht so an, als ob ich es unbedingt bräuchte.
Ob mein ich real ist oder nicht kann ich trotzdem nicht sagen. Da läuft bei mir ein inneres Streitgespräch, das ich nicht hören kann, d.h. da sind diesbezüglich keine Gedanken, nur Gefühle.
Interessant finde ich, dass schon der bloße Gedanke "Mich gibt es nicht!" irgendwie Erleichterung bringt, ein Gefühl der Stimmigkeit. Aber auch das ist durch einen Gedanken ausgelöst worden, denen ich keine Bedeutung beimessen soll. Es fühlt sich im Moment so an, als ob es besser ist, wenn es das ich nicht gibt.
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