fannifilou

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Mon Apr 20, 2026 9:40 pm

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Wie fühlt es sich im Körper an?
Eine Unruhe taucht auf
Frage es: Worauf will es dich hinweisen?
Auf meinen verquerten Gedankeninhalte
Das nächste Mal, wenn die Wut aufkommt, experimentiere:
Diesmal taucht Angst auf. Ich behandele sie wie ein kleines Kind. Sie darf sein, ich rede mit ihr. Sie bekommt mein Mitgefühl und meine Anwesenheit.
Nur witzig, dass die Angst in der aktuellen Situation, sobald sie da sein darf, an Bedeutung verliert.
Ich kann sie belächeln und willkommen heißen. Sie ist ein Teil von mir - eine wohlige Wärme taucht auf. Total spannend - hier muss ich unbedingt weiter experimentieren.

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Re: fannifilou

Postby You » Tue Apr 21, 2026 3:36 am

Wie fühlt es sich im Körper an?
Eine Unruhe taucht auf
Frage es: Worauf will es dich hinweisen?
Auf meinen verquerten Gedankeninhalte
Super! Ein “Frühwarnsystem“, das signalisiert: „Hey, hier werden gerade Gedankeninhalte (und das in ihnen vorkommende ‚Ich’) für real gehalten!“
Was findest du, wenn du dieses Signal (Unwohlsein/Unruhe) bemerkst und daraufhin nachschaust, was in der direkten Erfahrung wirklich da ist?


Diesmal taucht Angst auf. Ich behandele sie wie ein kleines Kind. Sie darf sein, ich rede mit ihr. Sie bekommt mein Mitgefühl und meine Anwesenheit.
Nur witzig, dass die Angst in der aktuellen Situation, sobald sie da sein darf, an Bedeutung verliert.
Ich kann sie belächeln und willkommen heißen. Sie ist ein Teil von mir - eine wohlige Wärme taucht auf. Total spannend - hier muss ich unbedingt weiter experimentieren.
:)

Ja, experimentiere weiter! Mit verschiedenen Emotionen - was auch immer aufkommt - und erzähle dann von deinen Erfahrungen.

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Tue Apr 21, 2026 7:31 pm

Was findest du, wenn du dieses Signal (Unwohlsein/Unruhe) bemerkst und daraufhin nachschaust, was in der direkten Erfahrung wirklich da ist?
Verschiedene Gedankeninhalte ploppen auf und purzeln wild durcheinander - ein Wirrwarr aus Gedanken
Ja, experimentiere weiter!
Die Emotionen dürfen sein, ein Mitgefühl taucht auf. In der direkten Situation fällt es noch nicht so leicht, hier taucht ein Gedanke nach dem anderen auf - hier muss ich weiter experimentieren. Aber direkt im Anschluss, in der Ruhe flachen diese Emotionen recht schnell ab, verlieren an Bedeutung. Emotionen die Mitgefühl erhalten geben sich zufrieden - Stille kehrt ein.

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Re: fannifilou

Postby You » Tue Apr 21, 2026 11:51 pm

Die Emotionen dürfen sein, ein Mitgefühl taucht auf. In der direkten Situation fällt es noch nicht so leicht, hier taucht ein Gedanke nach dem anderen auf - hier muss ich weiter experimentieren. Aber direkt im Anschluss, in der Ruhe flachen diese Emotionen recht schnell ab, verlieren an Bedeutung. Emotionen die Mitgefühl erhalten geben sich zufrieden - Stille kehrt ein.
Schön! Ja, schau weiter auf diese Weise und berichte wieder, was du entdeckst.


Was findest du, wenn du dieses Signal (Unwohlsein/Unruhe) bemerkst und daraufhin nachschaust, was in der direkten Erfahrung wirklich da ist?
Verschiedene Gedankeninhalte ploppen auf und purzeln wild durcheinander - ein Wirrwarr aus Gedanken

Schau in solchen Momenten nochmal ganz genau hin, was tatsächlich erfahren wird:

Was ploppt auf? Gedanken oder Gedankeninhalte?

Was ist hier, das kein Gedanke ist?

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Re: fannifilou

Postby You » Wed Apr 22, 2026 6:37 pm

Kurze Zwischenfrage: Kann ich dir bei Gelegenheit mal englischsprachige Videos empfehlen, oder guckst du normalerweise nichts auf Englisch?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Wed Apr 22, 2026 10:26 pm

Kurze Zwischenfrage: Kann ich dir bei Gelegenheit mal englischsprachige Videos empfehlen, oder guckst du normalerweise nichts auf Englisch?
Empfehlen immer gerne. Wahrscheinlich werde ich nicht alles verstehen. Vielleicht kannst du mir ein deutschsprachiges Buch empfehlen.
Schön! Ja, schau weiter auf diese Weise und berichte wieder, was du entdeckst.
Emotionen die mein Mitgefühl erhalten dürfen sein. Ein Wirrwarr aus Gedanken bleibt aus - natürlich bisher nur in der Ruhe, wenn ich mich zurückziehen kann.
Was ploppt auf? Gedanken oder Gedankeninhalte?
Erstmal ploppt ein Gedanke auf, daraufhin ein weiterer. Was wäre genau der Inhalt eines Gedankens? Einfach ein weiterer Gedanke, oder?
Was ist hier, das kein Gedanke ist?
Nichts, es erscheinen nur Gedanken.

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Re: fannifilou

Postby You » Thu Apr 23, 2026 7:12 am

Empfehlen immer gerne. Wahrscheinlich werde ich nicht alles verstehen. Vielleicht kannst du mir ein deutschsprachiges Buch empfehlen.
Gut, dann weiß ich Bescheid. Ein Buch habe ich im Moment nicht zu empfehlen, und ein Video kommt dann vielleicht irgendwann einmal, wenn es passt.

Emotionen die mein Mitgefühl erhalten dürfen sein. Ein Wirrwarr aus Gedanken bleibt aus - natürlich bisher nur in der Ruhe, wenn ich mich zurückziehen kann.
Was geschieht dann mit den Empfindungen im Körper?

Was wäre genau der Inhalt eines Gedankens? Einfach ein weiterer Gedanke, oder?
Nein. Der Inhalt ist das, was der Gedanke in Worten oder Bildern „sagt“.
Die direkte Erfahrung von Gedanken ist:
- ihr Kommen und Gehen
- dass sie da sind
- z.B. dass gerade sehr viele Gedanken da sind
- z.B. dass gerade nur wenige Gedanken da sind

Hier ist eine Übung, die den Unterschied zwischen der direkten Erfahrung von Gedanken und dem Inhalt von Gedanken aufzeigt.

Lies den folgenden Text langsam und führe dabei jede Instruktion aus. Es geht nicht darum, es theoretisch zu verstehen, sondern es zu erleben:

Stell dir eine Tasse vor.
Erzeuge ein möglichst klares Bild.
Sieh deutlich die Größe, Form, Farbe und das Volumen der Tasse.
Achte darauf, ob sie verziert oder schlicht ist.
Achte darauf, ob sie einen Henkel hat.
Achte darauf, ob sie schwer oder zerbrechlich ist.
Ist das Bild klar?

Dieses mentale Bild ist der Gedankeninhalt!

Die Tatsache, dass der Gedanke da ist, ist die direkte Erfahrung des Gedankens.
Die vorgestellte „Tasse“ ist der Inhalt des Gedankens.


Ist der Inhalt dieses Gedankens „real“? Kann das Bild der Tasse physisch gegriffen werden? Kann Tee hineingegossen werden? Kann daraus getrunken werden?



Ein Beispiel aus dem Leben:
Nach einer Auseinandersetzung ploppen viele Gedanken auf. Das ist eine direkte Erfahrung.
Alles, was in diesen Gedanken vorkommt, ist ihr Inhalt. Der könnte vielleicht sein:
- Die andere Person
- Sätze, die gefallen sind
- Argumente, die erst in Nachhinein einfallen
- Der Raum, in dem die Diskussion stattfand
- Die Stimme der anderen Person
- Die Sache, über die diskutiert wurde
- „Ich“
etc. etc. … alles nicht wirklich da, nicht direkt erfahrbar: nicht sehbar, nicht hörbar, nicht spürbar. Alles Gedankeninhalte.

Und nun:
Was ist hier, das kein Gedanke ist?
Nichts, es erscheinen nur Gedanken.
Hm… Meinst du hier, dass die Gedankeninhalte nicht real da sind, und klar ist, dass da nur Gedanken sind? Wenn du es so meintest, dann ja…

Aber nun weite den Blick:
Es ist also klar geworden, dass Gedanken real da sind, nicht aber Ihre Inhalte. Nichts sehbar, nichts hörbar, nichts spürbar, wovon die Gedanken so reden. All das ist nicht wirklich hier. Gut, abgehakt, die Gedanken interessieren uns nicht weiter. Und nun schau: Was ist wirklich hier außer Gedanken?

Schau JETZT und sag mir: Was ist hier, was nicht ein Gedanke ist?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Thu Apr 23, 2026 10:06 pm

Was geschieht dann mit den Empfindungen im Körper?
Eine Leichtigkeit, eine Weite tritt ein - eine innere Freude.

Ist der Inhalt dieses Gedankens „real“? Kann das Bild der Tasse physisch gegriffen werden? Kann Tee hineingegossen werden? Kann daraus getrunken werden?
Nein, Gedankeninhalte sind nie real.
Was ist hier, was nicht ein Gedanke ist?
Die direkte Erfahrung ist hier.
Sehen: ein Bild erscheint
Spüren: eine Empfindung wird wahrgenommen
Hören: ein Geräusch wird wahrgenommen
Riechen: ein Geruch erscheint

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Re: fannifilou

Postby You » Fri Apr 24, 2026 6:07 am

In allem, was tatsächlich hier ist…


Ist irgendetwas davon „Ich“?

Gibt es irgendetwas, wogegen Widerstand nötig ist?

Fehlt da etwas?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sat Apr 25, 2026 12:42 am

Ist irgendetwas davon „Ich“?
In der direkten Erfahrung ist kein Ich zu finden
Gibt es irgendetwas, wogegen Widerstand nötig ist?
Nein, nötig nicht. Widerstand taucht auf, wenn etwas nicht da sein sollte.
Fehlt da etwas?
Die scheinbare Sicherheit. Es ist einfach ungewohnt nur im Jetzt zu bleiben, sich nicht durch Geschichten in der Zukunft oder Vergangenheit zu verirren.

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Re: fannifilou

Postby You » Sat Apr 25, 2026 6:47 am

Da tut sich einiges. Und natürlich ist vieles erst einmal ungewohnt, wenn Geschichten an Gewicht verlieren :)

An zwei Stellen lohnt es sich, noch einmal ganz genau hinzuschauen:

Gibt es irgendetwas, wogegen Widerstand nötig ist?
Nein, nötig nicht. Widerstand taucht auf, wenn etwas nicht da sein sollte.
„_____ sollte nicht da sein.“ - Ist das etwas anderes als ein Gedanke?

Schau JETZT: Ist hier irgendetwas da, das nicht da sein sollte?



Fehlt da etwas?
Die scheinbare Sicherheit. Es ist einfach ungewohnt nur im Jetzt zu bleiben, sich nicht durch Geschichten in der Zukunft oder Vergangenheit zu verirren.
Entstand diese Antwort aus dem Schauen auf das, was tatsächlich hier ist, oder auf Gedankeninhalte?

Schau JETZT auf das, was tatsächlich hier ist: Fehlt darin etwas?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sat Apr 25, 2026 8:39 pm

„_____ sollte nicht da sein.“ - Ist das etwas anderes als ein Gedanke?

Schau JETZT: Ist hier irgendetwas da, das nicht da sein sollte?
Ja tatsächlich, Schmerz ist da. Meine Kopfschmerzen möchten meine Aufmerksamkeit, mein Mitgefühl und umsorgt werden. Sie verlieren allerdings dadurch nicht an Bedeutung. Schmerz ist ja auch nicht nur ein Gedanke.
Was ist mit Panik? Diese Emotion kann in der direkten Erfahrung nur schwer Mitgefühl erhalten. Panik zeigt sofort körperliche Auswirkungen. Druck auf der Brust, es zieht sich alles zusammen und schnürt mir den Hals zu. Diese Reaktionen treten so schnell auf, ein Schauen in der direkten Erfahrung ist mir nicht möglich.
Entstand diese Antwort aus dem Schauen auf das, was tatsächlich hier ist, oder auf Gedankeninhalte?
Eher aus Gedankeninhalten
Schau JETZT auf das, was tatsächlich hier ist: Fehlt darin etwas?
Der Wunsch schmerzfrei zu sein taucht Jetzt auf. Ich schaue die Tage nochmal genau.

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Re: fannifilou

Postby You » Sun Apr 26, 2026 7:27 am

Guten Morgen! Ich hoffe, es geht dir heute wieder besser🤍 Ich hatte in den letzten zwei Tagen ebenfalls Kopfschmerzen…

Schmerz ist ja auch nicht nur ein Gedanke.
Das stimmt. Noch genauer gesagt: Schmerz ist überhaupt kein Gedanke! Schmerz ist direkte Erfahrung, und oft eine intensive und unangenehme.
Druck auf der Brust, es zieht sich alles zusammen und schnürt mir den Hals zu. Diese Reaktionen treten so schnell auf, ein Schauen in der direkten Erfahrung ist mir nicht möglich.
Der Druck, das Zusammenziehen, der Schmerz sind die direkte Erfahrung! Sobald du sie spürst, bist du mitten in der direkten Erfahrung. Dazu braucht es gar keine Zeit zum Schauen. Es passiert ganz von allein.

Die direkte Erfahrung ist nicht ein spezieller, aus dem Alltag herausgehobener Zustand, den es zu erhalten gilt. Direkte Erfahrung ist immer da: Farben, Geräusche, Empfindungen etc. Sie ist auch nicht per Definition angenehm. Sie schließt alles ein: Sehen schließt die Farbe, die du am hässlichsten von allen findest, genauso ein wie deine Lieblingsfarbe. Und die Kopfschmerzen oder die Empfindung des zusammengeschnürten Halses sind genauso direkte Erfahrung wie die Wärme des Wassers in der Badewanne.

Schauen in der direkten Erfahrung bedeutet also nicht, uns in einen bestimmten Zustand zu versetzen, sondern zu prüfen: Was ist gerade tatsächlich da, und was erfinden die Gedankeninhalte hinzu?

Unter diesem Gesichtspunkt, prüfe folgendes:
Schau JETZT: Ist hier irgendetwas da, das nicht da sein sollte?
Ja tatsächlich, Schmerz ist da.
“Der Schmerz sollte nicht da sein.” Ist das die Realität?
Oder ist da Schmerz + ein Gedanke mit dem Inhalt “Das sollte nicht sein!”


Woher kam der Gedanke? Hast “du” ihn gedacht oder ist er einfach aufgetaucht?

Gibt es eine steuernde Entität, die verhindern kann, dass solche Gedanken auftauchen?

Ist es nötig, das Auftauchen irgendwelcher Gedanken zu verhindern, oder reicht es zu sehen, dass ihr Inhalt nicht real ist?



Schau JETZT auf das, was tatsächlich hier ist: Fehlt darin etwas?
Der Wunsch schmerzfrei zu sein taucht Jetzt auf. Ich schaue die Tage nochmal genau.
Ja, der Wunsch taucht jetzt auf. Das ist eine direkte Erfahrung.
Aber ist “Schmerzfreiheit fehlt” mehr als Gedankeninhalt?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sun Apr 26, 2026 8:16 pm

Oha, Kopfschmerzen quälen auch dich noch. Ich habe die Hoffnung, wenn Geschichten weniger werden auch diese Kopfschmerzen weniger werden. Gibt es in deiner Erfahrung nicht einen tiefen Frieden? Einen Frieden, indem kaum noch Ängste oder Panik auftauchen. Ein Vertrauen in das Leben.
“Der Schmerz sollte nicht da sein.” Ist das die Realität?
Oder ist da Schmerz + ein Gedanke mit dem Inhalt “Das sollte nicht sein!”
Genau Schmerz mit dem Gedanken „ das sollte nicht sein“
Woher kam der Gedanke? Hast “du” ihn gedacht oder ist er einfach aufgetaucht?
Der Gedanke ist aus dem Wunsch „schmerzfrei zu sein“ einfach aufgetaucht
Gibt es eine steuernde Entität, die verhindern kann, dass solche Gedanken auftauchen?
Nein, da gibt es niemanden. Gedanken tauchen einfach auf.
Ist es nötig, das Auftauchen irgendwelcher Gedanken zu verhindern, oder reicht es zu sehen, dass ihr Inhalt nicht real ist?
Das Auftauchen irgendwelcher Gedanken kann ja nicht verhindert werden. Sich immer wieder bewusst machen, dass ihr Inhalt nur Geschichten sind, lässt viele Gedanken weiter ziehen. Allerdings gibt es auch sehr hartnäckige Gedanken, hier taucht ein und derselbe Gedanke immer wieder auf.
Aber ist “Schmerzfreiheit fehlt” mehr als Gedankeninhalt?
Nein, tatsächlich nur ein Gedankeninhalt aus dem Gedanken der in der direkten Erfahrung SCHMERZ aufploppt.

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Re: fannifilou

Postby You » Mon Apr 27, 2026 7:30 am

Oha, Kopfschmerzen quälen auch dich noch. Ich habe die Hoffnung, wenn Geschichten weniger werden auch diese Kopfschmerzen weniger werden. Gibt es in deiner Erfahrung nicht einen tiefen Frieden? Einen Frieden, indem kaum noch Ängste oder Panik auftauchen. Ein Vertrauen in das Leben.
Eine gute Frage 🤍
In meiner Erfahrung ist das Erkennen, dass da kein getrenntes Ich ist, weniger ein Endziel als vielmehr ein Anfang. Unangenehme Empfindungen oder Emotionen verschwinden dadurch nicht automatisch. Warum würden sie auch? Der Organismus hat immer schon ohne ein „Ich“ funktioniert: Schmerz, Angst, Freude, Traurigkeit etc. sind schon immer ohne das Zutun eines “Ichs” aufgetaucht. Wenn die Ich-Illusion durchschaut ist, fällt nichts Reales weg, das vorher dagewesen wäre.

Das heißt aber wiederum nicht, dass sich gar nichts verändert. Wenn gesehen wird, dass Emotionen nicht “meine” sind und nichts über “mich” bedeuten, sondern einfach nur auftauchen und durchziehen wie Wetter, dann kann weniger Widerstand da sein. Dadurch kann sogar erst einmal mehr an die Oberfläche kommen, was vorher unterdrückt war, weil es unter der falschen Prämisse eines “Ichs” zu bedrohlich wirkte. Dieser geringere Widerstand ist es, der als Friede oder Vertrauen erlebt wird - nicht die Abwesenheit bestimmter Emotionen.

Für viele Menschen beginnt nach dem Durchschauen der Ich-Illusion ein fortlaufender, oft emotionaler Integrationsprozess. Alte Reaktionsmuster und Konditionierungen verschwinden nicht von einem Tag auf den anderen, verlieren aber durch die neue Perspektive allmählich an Kraft.


“Der Schmerz sollte nicht da sein.” Ist das die Realität?
Oder ist da Schmerz + ein Gedanke mit dem Inhalt “Das sollte nicht sein!”
Genau Schmerz mit dem Gedanken „ das sollte nicht sein“
Wenn du JETZT schaust, was tatsächlich da ist - Muss irgendetwas abgewehrt werden?

Woher kam der Gedanke? Hast “du” ihn gedacht oder ist er einfach aufgetaucht?
Der Gedanke ist aus dem Wunsch „schmerzfrei zu sein“ einfach aufgetaucht
Woher kommt der Wunsch? Hast “du” entschieden, ihn zu haben, oder ist auch er einfach aufgetaucht?


Wie ist es JETZT, hier, in dem, was tatsächlich da ist:

Fehlt irgendetwas?


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