Ready to be

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Ready to be

Postby Freisein » Mon Dec 20, 2021 12:34 pm

Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Sich von den Gedanken zu lösen was man nicht ist

Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Ich führe ein gutes Leben und habe auch tiefe spirituelle Erfahrungen. Über die Jahre konnte ich viele Knoten lösen und das Leben ist schön und leicht geworden. Und dochbhängt es noch irgendwo...es hat mich angesprochen

Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Es ist mir nicht ganz klar,was ihr genau hören wollt...
Traumatische Erfahrungen in meinem Leben haben eine Traurigkeit hinterlassen die angeschaut,gelebt,beobachtet wurde und sämtliche mentale Geschichten dazu losgelassen...sie scheint dieses falsche Ich am Leben zu erhalten bzw. das Ich hängt an dem Schmerz

Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Diesen Knoten zu lösen

Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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seeadler
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Re: Ready to be

Postby seeadler » Wed Jan 26, 2022 10:30 pm

hallo Freisein ;-)


mein Name ist Kalle und ich könnte dich hier etwas weiter begleiten, wenn du magst.
Mit welchem Namen möchtest du angesprochen werden?

Leider sind wir momentan bei den deutschsprachigen Guides knapp besetzt, daher hat es nun einige Wochen gedauert. Bist du noch dabei?

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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sun Aug 07, 2022 5:41 pm

Hallo Kalle

Sorry ich hab länger nicht reingeschaut....und fine mich noch nicht zurecht im Forum.
Hast du noch Zeit für Guidance?

Liebe Grüße
Ali
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Re: Ready to be

Postby barb » Thu Aug 11, 2022 12:15 pm

Hallo!

Leider macht Kalle derzeit keine Guidings, aber ich habe mal nachgefragt ob ein anderer Guide Zeit hätte. Kann ein bisschen dauern bis sich jemand meldet. Du kannst einstellen dass du eine Benachrichtigung erhältst, wenn dir jemand schreibt, indem du unter deinem Thread auf das Werkzeugschlüsselsymbol klickst, und dann das Thema abonnierst... :)

LG Barb
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sat Aug 13, 2022 1:57 pm

Hallo Barb

Danke für die Info...dann wart ich mal ob sich jemand meldet
Alles Liebe
A

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Re: Ready to be

Postby barb » Tue Aug 16, 2022 12:13 pm

Hi!

Wenn du willst können wir gemeinsam ein bisschen schauen... :)

Es ist ja doch jede Menge Zeit vergangen seit du dich angemeldet hast... Wenn du so deine Eingangsfragen anschaust, hat sich da in der Zwischenzeit was geändert?

Erzähl mal kurz wie es jetzt für dich so ist und was du suchst, bzw. erwartest...

Liebe Grüße
Barb
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Wed Aug 17, 2022 9:44 pm

Hi Barb

Das ist super!!
Machen wir das per email? Ist das hier für andere sichtbar?
Beim Lesen der alten Statements merke ich dass es im Moment etwas leichter ist als vor Monaten...

Liebe Grüße

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Re: Ready to be

Postby barb » Thu Aug 18, 2022 11:04 am

Hi!
Machen wir das per email? Ist das hier für andere sichtbar?
Nein, das ist alles hier im Forum in diesem Thread, und ja, es ist für andere sichtbar, aber es kennt dich eh keiner... ;)


Beim Lesen der alten Statements merke ich dass es im Moment etwas leichter ist als vor Monaten...

Fein :)



Zu Beginn ein paar Erklärungen:

Dies ist kein "normaler Dialog". Im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe (das sind dann die in Fettschrift) und du sie aus deiner direkten Erfahrung heraus beantwortest. Schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst.

Das ist die direkte Erfahrung (DE):
SEHEH-HÖREN-SPÜREN-RIECHEN-SCHMECKEN-DENKEN (damit ist die Wahrnehmung vom Vorhandensein von Gedanken gemeint, nicht deren Inhalt)
Für die Untersuchung ist es wichtig, möglichst frisch und unvoreingenommen auf das, was im Augenblick erlebt/wahrgenommen wird zu schauen.

Versuche bitte hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein.
Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs oder was auch immer zu dem Thema links liegen (inkl. der anderen Threads in diesem Forum) das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen.


Falls du es noch nicht gemacht hast, dann lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch viewtopic.php?f=18&t=6280


Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier:
viewtopic.php?f=18&t=6275


Hier soll es einzig und allein um die Frage gehen, ob das "Ich" real ist oder nicht.
Deine Aufgabe in diesem Prozess ist unter anderem, dich nicht in Gedanken zu verlieren, sondern immer auf das direkte Erleben des Augenblicks zu schauen.
Nachdenken, um Antworten zu finden, ist am Ende nichts weiter als eine Ablenkung von der direkten Erfahrung, und es gibt keine falschen Antworten :)


Wenn diese Punkte grundsätzlich in Ordnung sind für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:

Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?


Wenn es dich nicht stört, schreibe ich gerne ohne Grußformeln, so erscheint mir die Kommunikation fließender... :)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Thu Aug 18, 2022 1:51 pm

Grüß dich Barb
Genau so machen wir es. Dann lass ich ab sofort auch die Begrüßung weg
Ich hab den Link zur Einführung jetzt gelesen.


Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?

Ich kenne es von der Meditation. Tatsächlich ist es sehr natürlich, das natürlichste überhaupt

Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?

Da ändert sich grundsätzlich nichts, aber doch irgendwie alles


Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?

diese Erfahrung im Alltag aufrechterhalten zu können

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Re: Ready to be

Postby barb » Fri Aug 19, 2022 10:43 am

diese Erfahrung im Alltag aufrechterhalten zu können
Danke für das Mitteilen deiner Erwartungen. Ich muss dir gleich vorweg sagen dass sich durch die Erkenntnis, dass ein eigenständiges Ich nur eine Illusion ist, nicht zwangsläufig etwas ändert, denn es ist ja auch jetzt schon keine wirkliche Entität "Ich" da... :) Du hast schöne Erfahrungen gemacht, aber es sind nun mal Erfahrungen – also sowas wie Inhalte, und diese kommen und gehen...


Bitte packe für die Dauer unserer Untersuchung sämtliche Erwartungen in eine Rakete und schieße sie zum Mond, und schau immer ganz frisch und neugierig auf die jeweiligen Erfahrungen des Augenblicks.

Untersuche bitte mal, was an Reaktionen (z.B. Körperempfindungen, Gefühlen, Gedanken) auftaucht, wenn du folgende Sätze liest und auf dich wirken lässt:

Es gibt kein Ich, und es hat nie eins gegeben.
Das Ich ist eine Illusion, eine Täuschung, ein unbeweisbarer Glaube.
Da ist kein Ich, das Gedanken produziert, es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat, nur Leben, das sich entfaltet.

Wie ist das für dich das zu lesen?
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Fri Aug 19, 2022 2:17 pm

Okay...die Sprache.
Ich sehe und meinte es genau umgekehrt. In der Meditation oder auch ausserhalb davon erfahre ich mein Selbst ohne Identifikation bzw. Inhalte...aber in bestimmten Situationen rutsche ich wieder in eine Identifikation.

Es ist sehr schön diese Worte zu lesen und ich weiß dass es so ist...
... ausser jetzt wenn Trauer über den Verlust einer bestimmten geliebten Person aufkommt
... und ausser wenn es meinem Körper nicht gut geht, da ist auch Traurigkeit, weil mir bewußt ist, dass er viel mitgemacht hat und ich nicht gut zu ihm war. Dieses Mitgefühl ist sehr heilend, aber manchmal verbringe ich zuviel Zeit damit bzgl. Heilmöglichkeiten zu forschen
....
Beides ist schmerzvoll und laugt körperlich aus...sodass ich viel Rast benötige...

In Laufe meines Lebens kam und ging viel Schmerz und Traurigkeit und es konnte klar als Illussion gesehen und.losgelassen werden..allerdings scheint es im Moment etwas schwieriger

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Re: Ready to be

Postby barb » Sat Aug 20, 2022 12:28 pm

Okay...die Sprache.
Ja, mit der Sprache ist das so eine Sache... :)
Ich sehe und meinte es genau umgekehrt. In der Meditation oder auch ausserhalb davon erfahre ich mein Selbst ohne Identifikation bzw. Inhalte...aber in bestimmten Situationen rutsche ich wieder in eine Identifikation.
Wie zeigt sich das, wenn du in die Identifikation kommst?
Es ist sehr schön diese Worte zu lesen und ich weiß dass es so ist...
... ausser jetzt wenn Trauer über den Verlust einer bestimmten geliebten Person aufkommt
... und ausser wenn es meinem Körper nicht gut geht, da ist auch Traurigkeit, weil mir bewußt ist, dass er viel mitgemacht hat und ich nicht gut zu ihm war. Dieses Mitgefühl ist sehr heilend, aber manchmal verbringe ich zuviel Zeit damit bzgl. Heilmöglichkeiten zu forschen
....
Leider ist es so, dass durch das Erkennen, dass ein eigenständiges Ich nur eine Illusion ist, diese schmerzlichen Emotionen nicht verschwinden. Was aber geschehen kann ist, dass sie eher zugelassen werden können und eventuell schneller durchfließen können da sie nicht mehr persönlich genommen werden...
Beides ist schmerzvoll und laugt körperlich aus...sodass ich viel Rast benötige...

In Laufe meines Lebens kam und ging viel Schmerz und Traurigkeit und es konnte klar als Illussion gesehen und.losgelassen werden..allerdings scheint es im Moment etwas schwieriger
Ja, mal geht es leichter mal schwieriger... Kümmere dich bitte zu jeder Zeit so gut um dich wie du kannst... <3


Es ist ganz gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.

Ganz klar, wenn ich dich frage, wie das Wetter bei dir ist kannst du es mal kurz googeln, darüber nachdenken, in deinen Erinnerungen schauen, was der Wetterbericht gesagt hat, jemanden anrufen – oder du stehst einfach auf und schaust aus dem Fenster. Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geguckt hast. Richtig?

Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?

Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sun Aug 21, 2022 9:01 pm

Wie zeigt sich das, wenn du in die Identifikation kommst?
Indem es sich anfühlt als ob es ein Teil von mir wäre. Der Verlust dieser geliebten Person liegt schon 4 Jahre zurück, und es fühlt sich immer noch so intensiv an, dass es meinen Alltag beeinflusst und ich kaum was unternehme

Leider ist es so, dass durch das Erkennen, dass ein eigenständiges Ich nur eine Illusion ist, diese schmerzlichen Emotionen nicht verschwinden. Was aber geschehen kann ist, dass sie eher zugelassen werden können und eventuell schneller durchfließen können da sie nicht mehr ...
Ja es geht mir auch nicht darum etwas wegzumachen, aber es als das sehen zu können was es ist

Ja, mal geht es leichter mal schwieriger... Kümmere dich bitte zu jeder Zeit so gut um dich wie du kannst... <3
Ja das mache ich so gut es geht, danke


Es ist ganz gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.

Ich hab es nochmals durchgelesen. Ich muss gestehen dass ich mir nicht sicher war, ob ich die Aufgaben richtig verstehe. LU ist sehr neu für mich

Ganz klar, wenn ich dich frage, wie das Wetter bei dir ist kannst du es mal kurz googeln, darüber nachdenken, in deinen Erinnerungen schauen, was der Wetterbericht gesagt hat, jemanden anrufen – oder du stehst einfach auf und schaust aus dem Fenster. Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geguckt hast. Richtig?

Ja

Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?

Nein, wenn die emotionalen Erfahrungen als körperlich gelten, dann nicht

Kannst du außer dem Genannten noch was finden?

Ich hab heute geschaut und ich denke ich bekomme einen Einblick worauf DE hindeutet. Aber es ist vage.

Geht es darum es ständig zu tun? Die Perspektive jede Minute zu ändern wenn es uns auffällt dass wir uns Identifizieren, oder schaltet sich irgendwann ein Schalter um?

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Re: Ready to be

Postby barb » Mon Aug 22, 2022 12:06 pm

Wie zeigt sich das, wenn du in die Identifikation kommst?
Indem es sich anfühlt als ob es ein Teil von mir wäre. Der Verlust dieser geliebten Person liegt schon 4 Jahre zurück, und es fühlt sich immer noch so intensiv an, dass es meinen Alltag beeinflusst und ich kaum was unternehme
Da gäbe es einige gute Herangehensweisen wie z.B. The Work von Byron Katie, oder die Sedona Methode... Hast du da schon was ausprobiert um eventuell diese schmerzliche Situation ein wenig zu entspannen?
Ich hab es nochmals durchgelesen. Ich muss gestehen dass ich mir nicht sicher war, ob ich die Aufgaben richtig verstehe. LU ist sehr neu für mich
Keine Sorge, wir haben viele gute Übungen die du ausprobieren kannst und du kannst nichts falsch machen... Antworte immer so wie es für dich gerade ist aus deiner Erfahrung heraus, und sei dann bitte nicht irritiert, wenn ich viel nachfrage... :) Das bedeutet nicht, dass die Antwort falsch gewesen wäre, sondern ich will nur versuchen Hinweise zu geben um dich dazu zu bringen wirklich auf die tatsächlich wahrnehmbare Erfahrung des gegenwärtigen Momentes zu schauen und den Unterschied zu Gedankengeschichten zu erkennen... :)
Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Nein, wenn die emotionalen Erfahrungen als körperlich gelten, dann nicht
Ja genau, es fällt grundsätzlich unter spüren + denken... Zu den Emotionen kommen wir ein wenig später noch genauer, wenn wir mal ein paar Basics durchhaben, damit du weißt was mit „Schauen“ und direkter Erfahrung genau gemeint ist... :)
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Ich hab heute geschaut und ich denke ich bekomme einen Einblick worauf DE hindeutet. Aber es ist vage.

Geht es darum es ständig zu tun? Die Perspektive jede Minute zu ändern wenn es uns auffällt dass wir uns Identifizieren, oder schaltet sich irgendwann ein Schalter um
Generell gilt es, an alles so entspannt wie möglich heranzugehen, aber speziell am Anfang ist es schon vorteilhaft sich so oft wie möglich zu erinnern und immer wieder zu schauen. Und ja genau, wenn man das mal gewohnt ist, wird es eventuell mehr und mehr zum Selbstläufer, dann fällt man wahrscheinlich immer weniger auf die Geschichten die die Gedanken erzählen herein... :)

Alles, was gesehen, gehört, gespürt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Du kannst z.B. nicht in den Apfel beißen an den du denkst. Die meiste Zeit bewegen wir uns in diesem Geschichtenland und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.

Es gibt 2 Arten von Gedanken:
1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘.
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.

Vertiefe die Übung von gestern noch mal ein Stück und probiere es aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.

Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken, wenn du alleine bist dann sprich es am besten laut aus. Wenn mehrere Bezeichnungen passend wären (z.B Auto hören/sehen) dann nimm einfach eines davon, und versuche ein entspanntes Tempo des Labelns zu finden.

Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:

Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen.
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein Auto vorbeifahren hören = hören.
Gedanke an die Identifikation = denken (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Verspannung im Nacken = spüren
Schon wieder diese Identifikation = denken
Enge in der Brust (vielleicht durch die Identifikation) = spüren
usw...

Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.

Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein “Ich”, ein “Selbst”?


Das ist eine der Übungen die sehr hilfreich sein kann, wenn du sie immer wieder mal praktizierst. Also nicht nur heute und morgen sondern zumindest so lange wie wir hier die Untersuchung machen...

Lass dir gerne 2, 3 Tage Zeit damit, nimm die Übung am Besten auch mit in den Schlaf... :)
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Re: Ready to be

Postby Freisein » Sat Aug 27, 2022 7:54 pm

Da gäbe es einige gute Herangehensweisen wie z.B. The Work von Byron Katie, oder die Sedona Methode... Hast du da schon was ausprobiert um eventuell diese schmerzliche Situation ein wenig zu entspannen?
Nein ich habs für eine Weile als heilsam angesehen mit dem zu sein, hab dann aber gemerkt, dass es mich wie in der Identifikation festhält.
Keine Sorge, wir haben viele gute Übungen die du ausprobieren kannst und du kannst nichts falsch machen... Antworte immer so wie es für dich gerade ist aus deiner Erfahrung heraus, und sei dann bitte nicht irritiert, wenn ich viel nachfrage... :) Das bedeutet nicht, dass die Antwort falsch gewesen wäre, sondern ich will nur versuchen Hinweise zu geben um dich dazu zu bringen wirklich auf die tatsächlich wahrnehmbare Erfahrung des gegenwärtigen Momentes zu schauen und den Unterschied zu Gedankengeschichten zu erkennen... :)
Das ist perfekt-frag ruhig


Nein, wenn die emotionalen Erfahrungen als körperlich gelten, dann nicht
Ja genau, es fällt grundsätzlich unter spüren + denken... Zu den Emotionen kommen wir ein wenig später noch genauer, wenn wir mal ein paar Basics durchhaben, damit du weißt was mit „Schauen“ und direkter Erfahrung genau gemeint ist... :)
Darauf freu ich mich. Ich glaub zu verstehen was du mit direkter Erfahrung meinst. Wie gesagt ist LU neu für mich, aber durch über 30 Jahre langes Meditieren kann ich in vielen Dingen der Beobachter des Bewusstseins sein. Gedankliche Geschichten haben kaum mehr eine Chance.

Generell gilt es, an alles so entspannt wie möglich heranzugehen, aber speziell am Anfang ist es schon vorteilhaft sich so oft wie möglich zu erinnern und immer wieder zu schauen. Und ja genau, wenn man das mal gewohnt ist, wird es eventuell mehr und mehr zum Selbstläufer, dann fällt man wahrscheinlich immer weniger auf die Geschichten die die Gedanken erzählen herein... :)

Alles, was gesehen, gehört, gespürt, gerochen und geschmeckt werden kann, ist das Wirkliche, das was ist.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Du kannst z.B. nicht in den Apfel beißen an den du denkst. Die meiste Zeit bewegen wir uns in diesem Geschichtenland und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht.

Es gibt 2 Arten von Gedanken:
1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘.
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.

Vertiefe die Übung von gestern noch mal ein Stück und probiere es aus wie es ist, in der Wirklichkeit zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.

Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken, wenn du alleine bist dann sprich es am besten laut aus. Wenn mehrere Bezeichnungen passend wären (z.B Auto hören/sehen) dann nimm einfach eines davon, und versuche ein entspanntes Tempo des Labelns zu finden.

Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:

Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen.
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein Auto vorbeifahren hören = hören.
Gedanke an die Identifikation = denken (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Verspannung im Nacken = spüren
Schon wieder diese Identifikation = denken
Enge in der Brust (vielleicht durch die Identifikation) = spüren
usw...

Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.

Findet sich unter all diesen Erfahrungen ein “Ich”, ein “Selbst”?


Das ist eine der Übungen die sehr hilfreich sein kann, wenn du sie immer wieder mal praktizierst. Also nicht nur heute und morgen sondern zumindest so lange wie wir hier die Untersuchung machen...

Lass dir gerne 2, 3 Tage Zeit damit, nimm die Übung am Besten auch mit in den Schlaf... :)
Hallo es hat etwas gedauert

Vielen Dank
-Ja klar, wenn mans verbissen angeht ist das Ego wieder am Ruder ☺

-Wenn du sagst dass das Gesehene etc. das Wirkliche ist, beziehst du diese Aussage nur auf dieses Beispiel mit der Phantasie oder? Das hat mich nämlich etwas irritiert, weil meine Erfahrung ist es, das in der direkten Erfahrung, wie ihr es nennt, nicht nur das begrenzte Ich sich auflöst sondern auch die Begrenzung des Gesehenen-es ist nur Bewusstsein "übrig". Das an anderer Stelle sogenannte eine reine Bewusstsein.

Ich hab deinen Übungsvorschlag umgesetzt. Meine Beobachtung bei der Benennung von alltäglichen Dingen ist, dass es mich eher wieder "in den Kopf" bringt anstatt einfach in der Wahrzunehmung zu bleiben. Diesbezüglich hat bereits vor Jahren ein "Umschalten" stattgefunden (auch was grundsätzliche Gedankengeschichten angeht).

Wie ich anfangs erwähnt habe, geht es bei mir hauptsächlich um diese bestimmten Situationen, wo Schmerz bzw. Trauma an die Ich-Identifikation zu ketten scheinen. Es geht nicht darum es wegzumachen-aber wie erwähnt, scheint es zu sehr meinen Alltag zu bestimmen. Diesbezüglich ist die Methode dieser direkten Erfahrung mit Sicherheit ein gutes Werkzeug für mich, da es mir offenbar schwer fällt hier in der Beobachtung zu bleiben. Genauso wie das Recherchieren bzgl. Heilung für körperliche Symptome.
Irgendwie hängt auch beides zusammen, vermutlich weil beides auch körperlich so stark wahrnehmbar ist. Das braucht definitiv noch mehr Übung und da will ich dran bleiben.

So wie ich Byron Katie in Erinnerung habe, gehts da nicht auch eher um die Änderung von Gedankenmustern? Ich erinnere mich nur vage an diese Fragen und werd nochmal nachlesen.

Mir scheint die Grundlage der Identifikation ist hier nicht eine mentale Geschichte sondern Emotion
Es ist nicht einfach es zu beschreiben


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