Das habe ich bei der Übung nun auch gemerkt.Wenn man auf die Gedanken wartet und sie nur beobachtet ist da ein bisschen Abstand und es findet nicht sofort eine Identifikation damit statt.
Ja genau, das ist ein ganz wichtiger Punkt...
Gedanken sind nicht "das Problem" es ist die Identifikation damit.
Selbst der Ich-Gedanke ist nur ein Gedanke wie jeder andere auch und dann kommt die Identifikation wie aus dem Nichts und plötzlich ist es "Mein" Gedanke oder "Ich" habe es gedacht.
Das passiert natürlich wieder schneller als schnell, sodass es sehr oft unbemerkt bleibt.
Ich habe mich dann gefragt was Identifikation überhaupt sein soll.
Ich habe die Vermutung, dass das was ich Identifikation nenne einfach dieser automatische Mechanismus ist oder auch die Gewohnheit oder die Konditionierungen selbst, kann das sein ?
Denn wenn da keiner ist, wer oder was identifiziert sich ? Gibt es so etwas wie Identifikation überhaupt?
Ja wirklich nur handeln, denken ist erst danach.Ist dann überhaupt denken da, oder nur handeln?
Ich habe gedacht für intelligentes, der Situation angepasstes Handeln braucht es denken aber das stimmt nicht.
Es passiert einfach so.
Ich finde das befreiend, denn das macht Sorgen über eine zukünftige Situation überflüssig.
Es ist dann eher ein Vertrauen, dass das richtige Handeln sowieso passiert.
Ich weiß nicht wo sie herkommen oder hingehen.1. Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.
Ein Gedanke ist da und dann nicht mehr, das ist alles was ich sehen konnte.
Wenn man mit Identifikation schaut glaubt man tatsächlich man hätte irgendeine Kontrolle über die Gedanken.2. Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt? Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt? Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
Es ist aber so, dass ich nichts verhindern oder vorhersagen kann.
Man muss aber wirklich immer aufpassen, dass es nicht wieder plötzlich "Mein" Gedanke wird.
Wenn man entscheidet die Gedanken zu beobachten oder auf den nächsten zu warten oder eben nicht zu denken wird es etwas ruhiger.3. Kannst du die Entscheidung treffen, NICHT zu denken?
Da ist dann nicht mehr ein Gedanke nach dem Anderen aber natürlich kommen sie wieder.
Ich kann aber nicht entscheiden nicht zu denken, früher oder später taucht wieder einer auf
Wenn ich es könnte, würde ich das tun :)4. Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?
An der Frage kann man gut erkennen, dass da eigentlich keine Kontrolle ist
Eine Zahl tauchte auf und erst dachte ich, klar weiß ich welche Zahl kommt, ich denke sie doch.5. Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Wenn man aber schnell ist, schneller als diese komische Identifikation, dann weiß ich die Zahl natürlich nicht.
Die Frage finde ich wirklich gut.6. Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken auch
Nur der Gedanke Ich, kann selbst nicht denken, wie auch kein anderer Gedanke selbst denken kann.
Der Gedanke "Ich" ist absolut nichts Besonderes.
Dann habe ich mich gefragt, was ich überhaupt meine wenn ich "Ich" sage.
Es ist nicht nur der Gedanke, es ist auch das Gefühl im Körper, deshalb wirkt es, denke ich, so echt.
Wenn ich denken nur Denken nenne und fühlen nur Fühlen ist da keiner, der irgendetwas tut.7. Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Dann kommt aber wieder diese Sache mit der Identifikation, die aus dem Gedanken "Ich" und dem Gefühl im Körper, welches man komischerweise "Ich-Gefühl" nennt etwas macht was sich wie ein echtes Ich anfühlt, das denkt.
Es ist komisch, dass man nur dieses eine Gefühl im Körper "Ich" nennt und alle anderen nicht.
Als wäre das auf irgendeine Art besonders genau wie beim Gedanken "Ich"

