Immer nur geglaubt... Du hast ja auch was von Konditionierung geschrieben... und klar es wird einem ja von Anfang an ein „ich“ angedichtet... wie die Geschichte vom Weihnachtsmann... bis man irgendwann erkennt, das es ihn nicht gibt.war früher wirklich ein Jemand, ein Ich da?
oder wurde das immer nur geglaubt - so wie an den Weihnachtsmann?
Da es ohne „ich“ kein „Du“ gibt, also nein. Es ist manchmal der „lauteste“ Reiz.Aufmerksamkeit ist immer wieder bei den Gedankengeschichten... machst du das?
Nein, das geht nicht. Aber mit der Frage ist mir klar geworden, das ein Gedanke wirklich nur eine Erfahrung ist.Kannst du verhindern, dass ein Gedanke erscheint?
Es war interessant, am Anfang gab es Gedanken ohne Lücke (zumindest für „mich“ nicht wahrnehmbar) oder keine Gedanken weil die Aufmerksamkeit in der direkten Erfahrung z.B. Spüren und nicht bei den Gedanken war, nichts dazwischen. Ich habe die Übung ein paar mal durchgeführt... das einfach Beobachten ist mir nicht leicht gefallen, weil der Impuls mit den Gedanken zu interagieren deutlich vorhanden war/ist trotzdem ist es mir glaube ich gelungen, ein paar mal eine Lücke zwischen den Gedanken wahrzunehmen. Aber das beobachten der Erfahrung der Gedanken fällt mir schwerer als fühlen, hören, schmecken etc.Diese Übung hat einen doppelten Zweck. Erstens, um sich über jeden Gedanken bewusst zu werden wenn er erscheint. Zweitens ist die sorgfältige Suche nach der Lücke ein Beispiel dafür, wie es geht genau zu schauen, wenn man nach dem "getrennten Selbst" sucht.
Mach das am Besten mehrmals am Tag. Nimm dir so 5 – 10 Minuten Zeit, atme langsam und sanft, entspanne. Schließe die Augen und beachte nur das Auftauchen der Gedanken. Beschäftige dich nicht mit deren Inhalten, bemerke einfach das Erscheinen.
1. Bemerke den aktuellen Gedanken, der vorhanden ist. Z.B. wenn du sitzt und den Körper beobachtest, könnte ein Gedanke auftauchen: "Das sind meine Füße" oder "Hier ist eine Verspannung “oder„ Ich atme zu schnell “oder„ Mir ist diese Übung langweilig“ oder „Ich würde lieber was tun“oder irgendwelche Gedanken.
2. 2. Dieser Gedanke wird vergehen und ein anderer wird kommen. Also beobachte einfach diesen Gedanken wie er vorüberzieht.
3. Warte dann, bis der nächste Gedanke kommt.
4. Wenn der nächste da ist, bemerke ihn einfach und schau, wie er vergeht.
5. Warte dann, bis der nächste Gedanke kommt.
6. Wiederhole die Schritte 4 und 5 einige Male. Zwischen zwei Gedanken besteht eine Lücke. Sie kann sehr kurz oder subtil sein, nur eine oder wenige Sekunden bevor der nächste Gedanke auftaucht.
So betrachtet man Gedanken: Schauen, wie sie kommen und gehen, und die kurze Lücke zwischen ihnen erkennen. Bemerken, wie der aktuelle Gedanke vergeht. Und auf den nächsten Gedanken warten.
Versuche während des Tages, die Lücke zwischen den Gedanken so oft wie möglich zu beobachten. Du kannst das tun, indem du feststellst, dass gerade "Denken" stattfindet, und dann aufhören und einfach auf den nächsten Gedanken warten. Im "Warten" gibt es eine Lücke zwischen zwei Gedanken.
Erzähl mal, wie es dir dabei geht :-)
BG
Mark

