Ziellose Suche
- HerzLicht108
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- Joined: Fri Mar 12, 2021 9:12 pm
Ziellose Suche
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Das bedeutet für mich frei zu sein um das tun zu können, was zu tun ist.
Es bedeutet auch, alles genießen zu können ohne etwas festhalten zu brauchen und Angst, Sorgen und andere schwierige Gefühle zunehmend furchtlos annehmen und erleben zu können.
Es bedeutet die Verbindung mit allen und allem ständig zu erleben und die Gelegenheit zu nutzen.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Eine gute Idee, die schon zu lange her ist.
Ein Weg, der ohne Ziel begann und immer mehr zu sich selbst findet.
Eine Zeit, die reif ist für mehr Wachheit, Freude und echte Wahrheit.
Der aufrichtige Wunsch, frei und nützlich zu sein.
Meine Intuition die sagt, dass die Zeit jetzt reif ist hier zu sein.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich habe als Kampfsportler in diesem Leben angefangen nach innen zu gehen. Den Kampf erst einmal 10 Jahre aufgegeben, um endlich tibetisch buddhistisch zu praktizieren. Seit 2004 meditiere ich täglich, meist mehrmals. So habe ich nach Abschluss von vorbereitenden Übungen und einer einjährigen Zurückziehung 2008 mit Guru-Yoga als Hauptpraxis begonnen und Anweisungen für Mahamudra-Praxis von meinem Lehrer erhalten. Außerdem habe ich die sog. Annäherung auf zwei Buddha-Formen abgeschlossen und konzentriere mich zwischen Sitzungen auf das formlose "In dem Bleiben, was ist".
Ein- zweimal im Jahr besuche ich internationale Kampf-/Heilkunst-Seminare um meinen Lehrer und Mentor dort zu treffen, eine Zeit lang habe ich nach meiner Lehrerprüfung in einer Gruppe vor Ort wöchentlich trainiert. Dazu fehlt mir gerade die Zeit, weil ich wieder studiere und dabei arbeite.
Das Enneagramm hat mich wirklich weitergebracht. Ich sehe meine Verhaltensmuster viel deutlicher und kann besser unterscheiden, was Ego und Muster und was natürlich (ohne die drei Kreise) geschieht.
Und immer mehr merke ich, wie wichtig auch die Verbindung zu Westlern ist, zu unserer Lebens- und Denkweise, um auf dem Weg voranzukommen und nicht stehenzubleiben.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Hinweise, wo weitere Möglichkeiten der Öffnung liegen, die mir allein betriebsblind entgehen.
Eine neutrale, doch hilfreiche Mentorin, um das Finden zu beschleunigen. Meine Frau ist auf demselben Weg unterwegs, oft artet das in Erziehung, Moralisieren oder Ähnliches aus, und das bringt dann wenig mehr als Ehe-Knatsch.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Das bedeutet für mich frei zu sein um das tun zu können, was zu tun ist.
Es bedeutet auch, alles genießen zu können ohne etwas festhalten zu brauchen und Angst, Sorgen und andere schwierige Gefühle zunehmend furchtlos annehmen und erleben zu können.
Es bedeutet die Verbindung mit allen und allem ständig zu erleben und die Gelegenheit zu nutzen.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Eine gute Idee, die schon zu lange her ist.
Ein Weg, der ohne Ziel begann und immer mehr zu sich selbst findet.
Eine Zeit, die reif ist für mehr Wachheit, Freude und echte Wahrheit.
Der aufrichtige Wunsch, frei und nützlich zu sein.
Meine Intuition die sagt, dass die Zeit jetzt reif ist hier zu sein.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich habe als Kampfsportler in diesem Leben angefangen nach innen zu gehen. Den Kampf erst einmal 10 Jahre aufgegeben, um endlich tibetisch buddhistisch zu praktizieren. Seit 2004 meditiere ich täglich, meist mehrmals. So habe ich nach Abschluss von vorbereitenden Übungen und einer einjährigen Zurückziehung 2008 mit Guru-Yoga als Hauptpraxis begonnen und Anweisungen für Mahamudra-Praxis von meinem Lehrer erhalten. Außerdem habe ich die sog. Annäherung auf zwei Buddha-Formen abgeschlossen und konzentriere mich zwischen Sitzungen auf das formlose "In dem Bleiben, was ist".
Ein- zweimal im Jahr besuche ich internationale Kampf-/Heilkunst-Seminare um meinen Lehrer und Mentor dort zu treffen, eine Zeit lang habe ich nach meiner Lehrerprüfung in einer Gruppe vor Ort wöchentlich trainiert. Dazu fehlt mir gerade die Zeit, weil ich wieder studiere und dabei arbeite.
Das Enneagramm hat mich wirklich weitergebracht. Ich sehe meine Verhaltensmuster viel deutlicher und kann besser unterscheiden, was Ego und Muster und was natürlich (ohne die drei Kreise) geschieht.
Und immer mehr merke ich, wie wichtig auch die Verbindung zu Westlern ist, zu unserer Lebens- und Denkweise, um auf dem Weg voranzukommen und nicht stehenzubleiben.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Hinweise, wo weitere Möglichkeiten der Öffnung liegen, die mir allein betriebsblind entgehen.
Eine neutrale, doch hilfreiche Mentorin, um das Finden zu beschleunigen. Meine Frau ist auf demselben Weg unterwegs, oft artet das in Erziehung, Moralisieren oder Ähnliches aus, und das bringt dann wenig mehr als Ehe-Knatsch.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Re: Ziellose Suche
Hallo HerzLicht108,
mein Name ist Daniela und ich werde Dich hier ein Stück weit begleiten. Mit welchem Namen möchtest du hier im Forum angesprochen werden?
Zur kurzen Erklärung für die Mitleser: Ich kenne den Klienten real, deshalb klingt es manchmal etwas vertrauter als man es sonst von mir gewohnt ist.
Da hier immer auch andere Guides mitlesen ist es wichtig ausführlich zu schreiben. Wir werden uns unterhalten, du wirst Fragen und oftmals auch Übungen von mir erhalten. Ich möchte Dich bitten diese Übungen immer mehrmals zu machen und dann frisch aus der direkten Erfahrung zu berichten. Es geht nicht darum wie es sein sollte sondern darum wie es ist...in dem Moment in dem es wahrgenommen wird. Also eine IST-Erfahrung und keine Soll-Erfahrung.
Lass uns starten:
Was hast Du schon alles ausprobiert bevor du nun hier gelandet bist? Mit welchem Erfolg?
Wie stellst Du dir das Durschauen der Ich-Illusion vor?
Und warum gibt es auf die letzte Frage unseres Fragebogens (Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?) nur eine 9?
Ich bin gespannt
Liebe Grüße
Daniela
mein Name ist Daniela und ich werde Dich hier ein Stück weit begleiten. Mit welchem Namen möchtest du hier im Forum angesprochen werden?
Zur kurzen Erklärung für die Mitleser: Ich kenne den Klienten real, deshalb klingt es manchmal etwas vertrauter als man es sonst von mir gewohnt ist.
Da hier immer auch andere Guides mitlesen ist es wichtig ausführlich zu schreiben. Wir werden uns unterhalten, du wirst Fragen und oftmals auch Übungen von mir erhalten. Ich möchte Dich bitten diese Übungen immer mehrmals zu machen und dann frisch aus der direkten Erfahrung zu berichten. Es geht nicht darum wie es sein sollte sondern darum wie es ist...in dem Moment in dem es wahrgenommen wird. Also eine IST-Erfahrung und keine Soll-Erfahrung.
Lass uns starten:
Was hast Du schon alles ausprobiert bevor du nun hier gelandet bist? Mit welchem Erfolg?
Wie stellst Du dir das Durschauen der Ich-Illusion vor?
Und warum gibt es auf die letzte Frage unseres Fragebogens (Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?) nur eine 9?
Ich bin gespannt
Liebe Grüße
Daniela
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- HerzLicht108
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- Joined: Fri Mar 12, 2021 9:12 pm
Re: Ziellose Suche
Hi Daniela,
du kannst mich hier Chris nennen, das ist wohl am einfachsten und am besten.
Was habe ich schon alles ausprobiert? Ich habe 17 Jahre lang jeden Tag ein- bis mehrmals meditiert, so zwischen 45 Minuten und 240 Minuten, bei mehreren Sitzungen. Guru Yoga hauptsächlich, Yidam-Praxis, Mantras rezitieren, (Schützer-)Anrufungen, Opfergaben nach dem tibetischen Mond-Kalender. Habe alte japanische Kriegskünste trainiert, wo es um das geistige Verweilen im Raum geht, und das sehr intensiv (30 Jahre+).
Außerdem habe ich jede Menge buddhistische und westliche Literatur darüber, wie die Dinge sind, gelesen.
Ich habe versucht theoretisch und durch persönliche Erfahrung zu prüfen, ob das, was meine Lehrer sagten und die Texte behaupteten, wahr sein könnte und wie es am besten zu bewerkstelligen ist.
Ergebnis/ Erfolg: Sie widersprechen sich nicht. Es gibt nicht nachprüfbare Bereiche (Tod, Wiedergeburt, Tiefschlaf)
Die Methoden sind (selbst-)geheim und erfordern zum einen viel Vertrauen, ein gewisses Maß an Konzentration, Abstand, Ruhe und zum anderen auch Zeit. Ich habe sie ausprobiert und wende sie an.
Doch der Wunsch, aus Vorstellungen Erleben bzw. Verwirklichung werden zu lassen ist nach all der Zeit nun so stark, dass ich deine Hilfe, Daniela, gerne in Anspruch nehmen möchte. Ich bin noch nicht angekommen und fühle mich jetzt bereit dazu.
Wie stelle ich mir das Durchschauen der Ich-Illusion vor?
Ich glaube, es wird etwas mit dem Verweilen und Ansehen von (Stör-)Gefühlen zu tun haben.
Ihnen zu folgen, bis sie sich auflösen und dann den einen Schritt weiter zu sehen, was da ist.
Wie das sein wird? Vielleicht ein positiver Schock in der Art, wie zu der Zeit, als ich meinen Enneagramm-Typen erkannte. Es dauerte Wochen, bis das System sich davon erholt hatte und seither ist nichts mehr wie vorher. Zu wissen, dass deine Persönlichkeit ein massenhaft auftretendes Muster ist und keine individuelle Leistung oder ähnliches ist ein Schock. Es war wie das Schwert des Manjushri: Einmal durchtrennt ist für immer ab. Das geht nie wieder zusammen - kein leeres Gerede.
Voraussichtlich wird das Durchschauen der Ich-Illusion noch stärker die falschen Ansichten durchschneiden, die Chris mit herumträgt. Und das ist gut so.
Warum nur die "9" auf dem Fragebogen?
Ja, ich habe gemerkt, dass ein Teil von mir so daran gewöhnt ist Buddhist zu sein, dass er es sich nicht vorstellen kann, sein geliebtes und lieb gewonnenes Floss, mit dem er ursprünglich nur ans andere Ufer gelangen wollte, dann dort auch zurückzulassen. Das ist doch der Wahnsinn, oder? Befreiung als Selbstzweck - ein Widerspruch in sich selbst. Die aller letzte Bereitschaft ist offenbar doch noch nicht aktiviert. Ich möchte, dass dies geschieht.
du kannst mich hier Chris nennen, das ist wohl am einfachsten und am besten.
Was habe ich schon alles ausprobiert? Ich habe 17 Jahre lang jeden Tag ein- bis mehrmals meditiert, so zwischen 45 Minuten und 240 Minuten, bei mehreren Sitzungen. Guru Yoga hauptsächlich, Yidam-Praxis, Mantras rezitieren, (Schützer-)Anrufungen, Opfergaben nach dem tibetischen Mond-Kalender. Habe alte japanische Kriegskünste trainiert, wo es um das geistige Verweilen im Raum geht, und das sehr intensiv (30 Jahre+).
Außerdem habe ich jede Menge buddhistische und westliche Literatur darüber, wie die Dinge sind, gelesen.
Ich habe versucht theoretisch und durch persönliche Erfahrung zu prüfen, ob das, was meine Lehrer sagten und die Texte behaupteten, wahr sein könnte und wie es am besten zu bewerkstelligen ist.
Ergebnis/ Erfolg: Sie widersprechen sich nicht. Es gibt nicht nachprüfbare Bereiche (Tod, Wiedergeburt, Tiefschlaf)
Die Methoden sind (selbst-)geheim und erfordern zum einen viel Vertrauen, ein gewisses Maß an Konzentration, Abstand, Ruhe und zum anderen auch Zeit. Ich habe sie ausprobiert und wende sie an.
Doch der Wunsch, aus Vorstellungen Erleben bzw. Verwirklichung werden zu lassen ist nach all der Zeit nun so stark, dass ich deine Hilfe, Daniela, gerne in Anspruch nehmen möchte. Ich bin noch nicht angekommen und fühle mich jetzt bereit dazu.
Wie stelle ich mir das Durchschauen der Ich-Illusion vor?
Ich glaube, es wird etwas mit dem Verweilen und Ansehen von (Stör-)Gefühlen zu tun haben.
Ihnen zu folgen, bis sie sich auflösen und dann den einen Schritt weiter zu sehen, was da ist.
Wie das sein wird? Vielleicht ein positiver Schock in der Art, wie zu der Zeit, als ich meinen Enneagramm-Typen erkannte. Es dauerte Wochen, bis das System sich davon erholt hatte und seither ist nichts mehr wie vorher. Zu wissen, dass deine Persönlichkeit ein massenhaft auftretendes Muster ist und keine individuelle Leistung oder ähnliches ist ein Schock. Es war wie das Schwert des Manjushri: Einmal durchtrennt ist für immer ab. Das geht nie wieder zusammen - kein leeres Gerede.
Voraussichtlich wird das Durchschauen der Ich-Illusion noch stärker die falschen Ansichten durchschneiden, die Chris mit herumträgt. Und das ist gut so.
Warum nur die "9" auf dem Fragebogen?
Ja, ich habe gemerkt, dass ein Teil von mir so daran gewöhnt ist Buddhist zu sein, dass er es sich nicht vorstellen kann, sein geliebtes und lieb gewonnenes Floss, mit dem er ursprünglich nur ans andere Ufer gelangen wollte, dann dort auch zurückzulassen. Das ist doch der Wahnsinn, oder? Befreiung als Selbstzweck - ein Widerspruch in sich selbst. Die aller letzte Bereitschaft ist offenbar doch noch nicht aktiviert. Ich möchte, dass dies geschieht.
Re: Ziellose Suche
Guten Morgen Chris und vielen Dank für Deine Ausführungen.
Es geht hier ja um das direkte Erfahren. Nicht um Konzepte (wobei indirekt natürlich schon da diese ja angesehen werden) und auch nicht um Dinge die man mal erlebt hat oder die man gelesen hat...
Für die Zeit des Guidings wäre es sinnvoll wenn wir alles was Konzepte von Aussen sind einfach mal beiseite legen. Kein Satsang, kein Lesen von spirituellen Büchern, keine Vorträge und sonstige spirituelle Praktiken.
Der Hintergrund ist dass wir die natürliche frische Erfahrung wieder ausgraben wollen. Es geht nicht um ein "so sollte es sein" sondern um ein "so ist es".
Wie fühlt sich das für dich an?
Liebe Grüße
Daniela
Es geht hier ja um das direkte Erfahren. Nicht um Konzepte (wobei indirekt natürlich schon da diese ja angesehen werden) und auch nicht um Dinge die man mal erlebt hat oder die man gelesen hat...
Für die Zeit des Guidings wäre es sinnvoll wenn wir alles was Konzepte von Aussen sind einfach mal beiseite legen. Kein Satsang, kein Lesen von spirituellen Büchern, keine Vorträge und sonstige spirituelle Praktiken.
Der Hintergrund ist dass wir die natürliche frische Erfahrung wieder ausgraben wollen. Es geht nicht um ein "so sollte es sein" sondern um ein "so ist es".
Wie fühlt sich das für dich an?
Liebe Grüße
Daniela
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- HerzLicht108
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- Joined: Fri Mar 12, 2021 9:12 pm
Re: Ziellose Suche
Hi Daniela,
das fühlt sich für mich sehr gut an.
Ich bin an einen Punkt angekommen, an dem sich die ganze Praxis eher wie eine Last anfühlt. Da mein Charakter sehr diszipliniert ist und mithin zum Perfektionismus neigt, könnte ich trotzdem immer weitermachen. Eine Pause fühlt sich sehr gut an. :-)
Jedoch bestehen tatsächlich gleich drei Praxis-Versprechen, die nicht verletzt werden sollen:
- Täglich Mahakala (plus Mantras),
- täglich Guru Yoga,
- täglich Chenrezig-Mantras.
Die Einweihungen wurden zuletzt immer nur "mit" gegeben.
Es wird organisatorisch auch nicht ganz einfach werden ganz, ohne gemeinsame sitzende Praxis durch die Woche zu kommen.
Als Gruppe treffen wir uns ein- zweimal wöchentlich online zur Praxis, da könnte ich auch mal anleiten, aber nicht immer. Mit meiner Frau stehe ich jeden Morgen zur Praxis auf. Ich habe ihr bewusst nicht gesagt, dass ich hier bin: Einerseits möchte ich keine Diskussionen über einen vermeintlichen Verrat an Dharma, Sangha oder Lama. Zum anderen ist sie gerade auf Grund diverser Umstände (1. Ngöndro, Tod naher Verwandter verstorben, Gewichtszunahme, Arbeiten unter Corona-Bedingungen) nicht stabil und belastbar. Außerdem möchte ich das Ergebnis unserer Arbeit, liebe Daniela, aus einer unvoreingenommenen, da unwissenden Umwelt gespiegelt bekommen.
Mein Vorschlag daher:
- Ich meide formelle Praxis so gut es geht. Wenn unvermeidbar, dann möglichst kurz und mit Betonung auf Verschmelzung.
Niemand kann sehen, wo(bei) der Geist gerade ist.
- Die Mantras mache ich ohnehin nebenbei und halte den Geist dabei im Raum. Sie sind, wenn nötig, auf 108 pro Tag reduzierbar.
- Außer den "Gatecrashers" keine spirituelle Lektüre mehr.
Was denkst du?
Vielen lieben Dank für deine Unterstützung!
das fühlt sich für mich sehr gut an.
Ich bin an einen Punkt angekommen, an dem sich die ganze Praxis eher wie eine Last anfühlt. Da mein Charakter sehr diszipliniert ist und mithin zum Perfektionismus neigt, könnte ich trotzdem immer weitermachen. Eine Pause fühlt sich sehr gut an. :-)
Jedoch bestehen tatsächlich gleich drei Praxis-Versprechen, die nicht verletzt werden sollen:
- Täglich Mahakala (plus Mantras),
- täglich Guru Yoga,
- täglich Chenrezig-Mantras.
Die Einweihungen wurden zuletzt immer nur "mit" gegeben.
Es wird organisatorisch auch nicht ganz einfach werden ganz, ohne gemeinsame sitzende Praxis durch die Woche zu kommen.
Als Gruppe treffen wir uns ein- zweimal wöchentlich online zur Praxis, da könnte ich auch mal anleiten, aber nicht immer. Mit meiner Frau stehe ich jeden Morgen zur Praxis auf. Ich habe ihr bewusst nicht gesagt, dass ich hier bin: Einerseits möchte ich keine Diskussionen über einen vermeintlichen Verrat an Dharma, Sangha oder Lama. Zum anderen ist sie gerade auf Grund diverser Umstände (1. Ngöndro, Tod naher Verwandter verstorben, Gewichtszunahme, Arbeiten unter Corona-Bedingungen) nicht stabil und belastbar. Außerdem möchte ich das Ergebnis unserer Arbeit, liebe Daniela, aus einer unvoreingenommenen, da unwissenden Umwelt gespiegelt bekommen.
Mein Vorschlag daher:
- Ich meide formelle Praxis so gut es geht. Wenn unvermeidbar, dann möglichst kurz und mit Betonung auf Verschmelzung.
Niemand kann sehen, wo(bei) der Geist gerade ist.
- Die Mantras mache ich ohnehin nebenbei und halte den Geist dabei im Raum. Sie sind, wenn nötig, auf 108 pro Tag reduzierbar.
- Außer den "Gatecrashers" keine spirituelle Lektüre mehr.
Was denkst du?
Vielen lieben Dank für deine Unterstützung!
Re: Ziellose Suche
Guten Morgen,
wir empfehlen meist die Praxis komplett zu unterbrechen aber ich denke wir können es versuchen ohne die gegebenen Versprechen zu verletzen.
Wenn du dich zur Meditation hinsetzt dann versuche bitte folgende Übung:
Versuche die Grenzen deines Körpers zu erspüren. Kannst du genau sagen wo der Körper aufhört und wo der weite Raum beginnt? Der Körper ist unser Gefährt hier im Leben und er ist genauso wichtig wie der Geist. Kannst Du genau sagen wo dein Körper beginnt und endet? Es geht nicht um Gedanken. Gedanken sind nicht real. FÜhle.....
Es geht um die direkte Erfahrung. Mache Übungen immer öfter um zu spüren ob und was sich verändert.
Liebe Grüße
Dani
wir empfehlen meist die Praxis komplett zu unterbrechen aber ich denke wir können es versuchen ohne die gegebenen Versprechen zu verletzen.
Wenn du dich zur Meditation hinsetzt dann versuche bitte folgende Übung:
Versuche die Grenzen deines Körpers zu erspüren. Kannst du genau sagen wo der Körper aufhört und wo der weite Raum beginnt? Der Körper ist unser Gefährt hier im Leben und er ist genauso wichtig wie der Geist. Kannst Du genau sagen wo dein Körper beginnt und endet? Es geht nicht um Gedanken. Gedanken sind nicht real. FÜhle.....
Es geht um die direkte Erfahrung. Mache Übungen immer öfter um zu spüren ob und was sich verändert.
Liebe Grüße
Dani
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- HerzLicht108
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Re: Ziellose Suche
Guten Morgen,
okay, die Versprechen werden gehalten & ich starte mit der Übung.
Melde mich mit den Ergebnissen bei dir, wenn ich sie ein paarmal machen konnte.
Bis bald & viele liebe Grüße
Chris
okay, die Versprechen werden gehalten & ich starte mit der Übung.
Melde mich mit den Ergebnissen bei dir, wenn ich sie ein paarmal machen konnte.
Bis bald & viele liebe Grüße
Chris
- HerzLicht108
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Re: Ziellose Suche
Hi Daniela,
ich habe die Übung mehrmals gemacht und dies sind meine Erfahrungen:
Es lässt sich nicht sagen, wo genau der Körper aufhört und der Raum anfängt.
Klar finden Empfindungen im Körper statt: Druck, wo das Gesäß auf das Kissen drückt, Kleidung, die mal mehr mal weniger eng anliegt. Physische Empfindungen im Kopf, durch die Entspannung, im Oberkörper, oder den Beinen. Die sind im Körper spürbar, mitunter am Körper. Der genaue Punkt, wo der Raum beginnt, ist jedoch nicht spürbar.
Der Verstand flüstert: Und deswegen soll es keine Grenze geben? Ein Taschenspielertrick. Zu billig - kein ausreichender Beweis!
Gleichzeitig taucht da aber auch ein Gefühl von Unsicherheit bzw. Angst auf: Was, wenn es doch so ist?
ich habe die Übung mehrmals gemacht und dies sind meine Erfahrungen:
Es lässt sich nicht sagen, wo genau der Körper aufhört und der Raum anfängt.
Klar finden Empfindungen im Körper statt: Druck, wo das Gesäß auf das Kissen drückt, Kleidung, die mal mehr mal weniger eng anliegt. Physische Empfindungen im Kopf, durch die Entspannung, im Oberkörper, oder den Beinen. Die sind im Körper spürbar, mitunter am Körper. Der genaue Punkt, wo der Raum beginnt, ist jedoch nicht spürbar.
Der Verstand flüstert: Und deswegen soll es keine Grenze geben? Ein Taschenspielertrick. Zu billig - kein ausreichender Beweis!
Gleichzeitig taucht da aber auch ein Gefühl von Unsicherheit bzw. Angst auf: Was, wenn es doch so ist?
Re: Ziellose Suche
Hi Chris,
Schau dir mal den Unterschued in deinem Wording an. Feste Aussagen bezüglich des körpers aber dann die Unsicherheit der Gedanken. Sind Gedanken real? Wo sind Sie angesiedelt? Und ist ein Denker vorhanden?
Liebe Grüsse
Daniela
Schau dir mal den Unterschued in deinem Wording an. Feste Aussagen bezüglich des körpers aber dann die Unsicherheit der Gedanken. Sind Gedanken real? Wo sind Sie angesiedelt? Und ist ein Denker vorhanden?
Liebe Grüsse
Daniela
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- HerzLicht108
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- Joined: Fri Mar 12, 2021 9:12 pm
Re: Ziellose Suche
Hi Daniela,
Sind Gedanken real?
Sicher nicht, aber gewohnheitsmäßig lasse ich mich da doch immer wieder einfangen und binden.
Dabei ist mir erfahrungsgemäß schon klar geworden: Gedanken kommen und gehen, wie sie wollen. Ohne bewusstes Zutun. Bei entsprechendem Fokus lassen sie sich zum Verstummen bringen.
Es ist halt schwer, alte Gewohnheiten zu ändern.
Wo sind sie angesiedelt?
Überall und nirgends.
Sie kommen und gehen, brauchen keinen Denker, um zu geschehen.
Ist ein Denker vorhanden?
Ein Denker ist nicht greifbar, nicht lokalisierbar. Bisher hab ich keinen finden können.
Gedanken können formuliert und auf den Weg gebracht werden, sicherlich.
Aber d e n Denker, den konnte ich bis jetzt nicht lokalisieren.
Und ich merke gerade, hier fehlt mir noch ein Stück echte Erfahrung mehr - für die letzte Sicherheit:
Vielleicht sollte ich wirklich mal systematisch jeden Stein nach Chris umdrehen, um ihn endgültig sein lassen zu können.
Um mich von der Vorstellung befreien zu können, da wäre jemand, der denkt und das Leben lenkt.
Was schlägst du vor, Daniela?
Viele liebe Grüße
Chris
Sind Gedanken real?
Sicher nicht, aber gewohnheitsmäßig lasse ich mich da doch immer wieder einfangen und binden.
Dabei ist mir erfahrungsgemäß schon klar geworden: Gedanken kommen und gehen, wie sie wollen. Ohne bewusstes Zutun. Bei entsprechendem Fokus lassen sie sich zum Verstummen bringen.
Es ist halt schwer, alte Gewohnheiten zu ändern.
Wo sind sie angesiedelt?
Überall und nirgends.
Sie kommen und gehen, brauchen keinen Denker, um zu geschehen.
Ist ein Denker vorhanden?
Ein Denker ist nicht greifbar, nicht lokalisierbar. Bisher hab ich keinen finden können.
Gedanken können formuliert und auf den Weg gebracht werden, sicherlich.
Aber d e n Denker, den konnte ich bis jetzt nicht lokalisieren.
Und ich merke gerade, hier fehlt mir noch ein Stück echte Erfahrung mehr - für die letzte Sicherheit:
Vielleicht sollte ich wirklich mal systematisch jeden Stein nach Chris umdrehen, um ihn endgültig sein lassen zu können.
Um mich von der Vorstellung befreien zu können, da wäre jemand, der denkt und das Leben lenkt.
Was schlägst du vor, Daniela?
Viele liebe Grüße
Chris
Re: Ziellose Suche
Erfahrung kommt mit der Zeit.
Du schreibst dass du keinen Denker gefunden hast. Wer hat diesen Denker gesucht? Wer oder was macht dir Erfahrungen der Übungen?
Das ist der Mindfuck mit dem wir uns immer wieder beschäftigen.
Welche Instanz möchte hier auf die Suche nach dem wahren Chris gegen und was erhofft Sie sich zu finden?
Fragen über Fragen🌷
Liebe Grüsse
Dani
Du schreibst dass du keinen Denker gefunden hast. Wer hat diesen Denker gesucht? Wer oder was macht dir Erfahrungen der Übungen?
Das ist der Mindfuck mit dem wir uns immer wieder beschäftigen.
Welche Instanz möchte hier auf die Suche nach dem wahren Chris gegen und was erhofft Sie sich zu finden?
Fragen über Fragen🌷
Liebe Grüsse
Dani
Just one second can change your life
- HerzLicht108
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- Joined: Fri Mar 12, 2021 9:12 pm
Re: Ziellose Suche
Beruhigend, dass Erfahrung mit der Zeit kommt. 🙂
Wer hat den Denker gesucht?
Das Gewahrsein am Jetztpunkt. Sonst ist da ja keiner.
Wer macht die Erfahrung der Übung?
Das Gewahrsein.
Und wenn es sich aus der Offenheit wieder verdichtet bekommt es gewohnheitsmäßig das Etikett "Ich" oder "Chris" oder sonst was aufgeklebt.
Und da geht dann der Trouble los.
Welche Instanz möchte ihn finden?
Er ist ein guter Mann.
Aber ganz ehrlich: Er ist das auch ohne aufgefunden zu werden.
Was soll man tun? Noch ein paar Steine umdrehen?
Es hat noch nicht ganz Klick gemacht.
Vielen lieben Dank für Deine Unterstützung
(Chris)
Wer hat den Denker gesucht?
Das Gewahrsein am Jetztpunkt. Sonst ist da ja keiner.
Wer macht die Erfahrung der Übung?
Das Gewahrsein.
Und wenn es sich aus der Offenheit wieder verdichtet bekommt es gewohnheitsmäßig das Etikett "Ich" oder "Chris" oder sonst was aufgeklebt.
Und da geht dann der Trouble los.
Welche Instanz möchte ihn finden?
Er ist ein guter Mann.
Aber ganz ehrlich: Er ist das auch ohne aufgefunden zu werden.
Was soll man tun? Noch ein paar Steine umdrehen?
Es hat noch nicht ganz Klick gemacht.
Vielen lieben Dank für Deine Unterstützung
(Chris)
Re: Ziellose Suche
Was soll genau Klick machen? Welche Erwartung ist da verborgen?
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Re: Ziellose Suche
Lass uns z.B. das Sehen betrachten. Wo findet das Sehen statt? Gibt es einen Unterschied im Inneren und im Aussen? Wo findet die Beurzeilung statt und wer Beurteilt? Dasselbe kannst du auch mit dem Schmecken machen. Wo findet das Schmecken statt....ider das Atmen? Versuche herauszufinden ob es einen Seher, Schmecker oder Atmer benötigt und wo das alles stattfindet. Es geht nie um Gedanken immer nur um die direkte Erfahrung. Die Wahrheit liegt imner im Jetzt!
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