Verwirrung pur

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Bernd
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Thu May 02, 2019 12:02 pm

WO ist dieses „Ich“ das wahrnimmt? SCHAU wirklich ganz eindringlich nacheinander mit allen Sinnen, so als würdest du irgendein Ding suchen, dass du jetzt auf der Stelle dringend brauchst!
Ein Ich ist als Gedanke da. Und ein Gefühl welches das Etikett ich bekommt.
Was ich gerade bemerke ist, dass das ganze Leben nur aus Hören, Fühlen, Sehen und Denken besteht. Egal was man macht, wie viel Geld man verdient, wie viel Freunde man hat. Es ist immer nur Hören,Fühlen,Sehen und Denken. Es verändert sich zwar aber es ist immer das selbe.

Stelle einen Apfel (oder eine andere Frucht) vor dir auf eine weiße Fläche und untersuche:

Wo findet das Sehen statt? Draußen oder drinnen?
Wo ist die Grenze zwischen Außen und Innen?
Schaut das pure Gesehene eher nach 2D oder 3D aus, wenn du nur auf das eigentliche Sehen achtest und nichts denkst?
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe?
Bemerke, wie die Gedanken benennen, was gesehen wird.
Woher kennst du den Namen der Farbe? 
Hat das, was du siehst bereits einen Namen, wenn du es siehst, oder gibt es nur etwas? Bemerke die Lücke, die zwischen dem Sehen und dem Benennen liegt. 
Gibt es jemanden, der sieht oder ist da nur sehen? 
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder einfach nur Wahrnehmung? 
Was ist die Aufgabe der Gedanken in diesem gesamten Wahrnehmungsprozess? 
Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?
Es findet sehen statt. Und es tauchen Gedanken auf und etikettieren das was gesehen wird. Und wer sieht, ob jetzt innen oder aussen. Also das sehen findet weder aussen noch innen statt. Es gibt keine Grenze. Nur Gedanken kommen die versuchen das alles einzuordnen.
Es ist 2d. Wenn ich den Apfel noch nie gesehen hätte würde ich nicht wissen wie der Apfel aussieht. 3 d entsteht nur aus der Erinnerung.
Ebenso verhält es sich mit dem Namen und Farben. Irgend jemand hat mal entschieden dass das Ding ein Apfel ist.
Beim sehen hat der Apfel noch keinen Namen. Aber innerhalb einer Millisekunde ist es ein Apfel. Zwischen sehen und benennen ist ein Minilücke.
Es ist nur sehen da. Bis zum Zeitpunkt wo alles benannt wird. Und dann entstehen Farben, Apfel und ich. Es ist nur wahrnehmen da.
Ich kann keine Instanz erkennen. Es erfolgt die Wahrnehmung und dann das Etikett "Ich" also dass ich es wahrnehme.
Die Aufgabe der Gedanken ist es die Dinge zu etikettieren und zu bewerten. Ein ich und du zu kreieren und die Welt in Objekte ein zu teilen.
Es ist nur Erfahrung da.

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barb
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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Thu May 02, 2019 12:35 pm

Ein Ich ist als Gedanke da. Und ein Gefühl welches das Etikett ich bekommt.
Welches Gefühl? Immer dasselbe?
Was ich gerade bemerke ist, dass das ganze Leben nur aus Hören, Fühlen, Sehen und Denken besteht. Egal was man macht, wie viel Geld man verdient, wie viel Freunde man hat. Es ist immer nur Hören,Fühlen,Sehen und Denken. Es verändert sich zwar aber es ist immer das selbe.
Ja, es ist so einfach :) Es gibt nur wahrnehmen... Das kann schon krass sein, wenn man das mal so richtig mitkriegt...Wie geht es dir damit?

Aber man muss da gar nicht sagen „nur“, denn ab dem Zeitpunkt wo das bewusst wird, kann es eventuell in die Tiefe gehen. Es kann geschehen, dass die Suche aufhört und einem aufmerksamen, staunenden Schauen/Wahrnehmen weicht. Wenn erkannt wird, dass nur wahrnehmen da ist, wird vielleicht das erste Mal ganz achtsam ein Baum angeschaut um zu sehen, wie viele unzählige Farben der eigentlich hat (schon mal das rosa in der Rinde entdeckt? :))... Die ganzen unzähligen Körperempfindungen werden immer deutlicher gespürt, dasselbe mit dem Hören...

Wenn wieder mal sehr viel Kopfkino da ist, dann versuch mal die Gedanken ein paar Minuten mit Kauderwelsch zu ersetzen, z.B. okomatiko tumolisoto karuminako usw. usw., oder einfach blablablablablabla.... Dann schau dich um, was von dem, was die Gedanken vorher erzählt haben noch da ist (also was wirklich real ist), und was nicht... :)
Es ist nur Erfahrung da.
Genau... Wunderbar gesehen mit der Apfelübung... :)

Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen:

Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.

Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.

Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl
taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.

Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))


Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist...:)
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Bernd
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Fri May 03, 2019 1:52 pm

Welches Gefühl? Immer dasselbe?
Ich bin mir da nicht so sicher. Es fühlt sich einerseits so an als wenn sich das verändert, je nachdem in welchem Gemütszustand ich mich gerade befinde. Wenn ich aber genau hinschaue ist es immer dasselbe Gefühl. Ich bin mir nicht sicher.
Was ich gerade bemerke ist, dass das ganze Leben nur aus Hören, Fühlen, Sehen und Denken besteht. Egal was man macht, wie viel Geld man verdient, wie viel Freunde man hat. Es ist immer nur Hören,Fühlen,Sehen und Denken. Es verändert sich zwar aber es ist immer das selbe.
Ja, es ist so einfach :) Es gibt nur wahrnehmen... Das kann schon krass sein, wenn man das mal so richtig mitkriegt...Wie geht es dir damit?
Es fühlt sich nach einer Erleichterung an. Es ensteht eine Art Lachen in mir. So lange suche ich nach etwas. Im Aussen nach Erfolg, meiner Traumfrau und im inneren danach endlich anzukommen, im Frieden zu sein mit mir und der Welt. Was für ein Aufwand und was für ein krasses Spiel das ist. Dabei kann man nirgendswo ankommen. Und man kann natürlich Gedanken hinterfragen, dem Gefühl der Liebe (wenn man es so nennen will) folgen und seinen Gedanken nicht glauben. Das fühlt sich einfach natürlicher an und es macht mehr Spass. Aber schlussendlich geht das auch wieder und es hat keine Substanz. Auch das nicht was spirituelle Coaches sagen. Es geht immer irgendwie wieder darum etwas zu tun um irgendwo hinzukommen. Und warum auch nicht.
Wenn wieder mal sehr viel Kopfkino da ist, dann versuch mal die Gedanken ein paar Minuten mit Kauderwelsch zu ersetzen, z.B. okomatiko tumolisoto karuminako usw. usw., oder einfach blablablablablabla.... Dann schau dich um, was von dem, was die Gedanken vorher erzählt haben noch da ist (also was wirklich real ist), und was nicht... :)
blablabla ist gut :-)
Auch wenn wieder Gedanken kommen, ich muss jetzt aber mal etwas entscheiden und ich kann nicht immer nur blablabla sagen. Und auch das ist wieder blablabla- verrückt ist das alles

Zu der Übung schreibe ich Dir heute abend etwas

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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Mon May 06, 2019 11:17 am

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen:
Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.
Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl
taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.
Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
In den letzten Tagen war der Schmerzkörper wieder sehr aktiv, so dass mir die Übung sehr schwer fällt. Es ist ein so starker Schmerz da, es tritt eine Art starre eine. Eine Art Hoffnungslosigkeit.
Den Ettiketiermechanismus kann ich erkennen. Es wird alles automatisch benannt. Auch die Gedanken, dass endlich Leichtigkeit eintreten soll und dass mehr Entspannung eintreten soll.
Und es ist aus meiner Erfahrung so, dass ich dafür auch etwas machen kann. Ich kann stressige Gedanken in Frage stelle, Gefühle ausfühlen und Achtsamkeit praktizieren. Das führt zu einer Entspannung und Leichtigkeit.

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Mon May 06, 2019 11:56 am

Ich bin mir da nicht so sicher. Es fühlt sich einerseits so an als wenn sich das verändert, je nachdem in welchem Gemütszustand ich mich gerade befinde. Wenn ich aber genau hinschaue ist es immer dasselbe Gefühl. Ich bin mir nicht sicher.

Wie würdest du dieses Gefühl beschreiben? So eine Art Seins-Gefühl oder Lebendigkeits-Gefühl vielleicht?
Es fühlt sich nach einer Erleichterung an. Es ensteht eine Art Lachen in mir. So lange suche ich nach etwas. Im Aussen nach Erfolg, meiner Traumfrau und im inneren danach endlich anzukommen, im Frieden zu sein mit mir und der Welt. Was für ein Aufwand und was für ein krasses Spiel das ist. Dabei kann man nirgendswo ankommen. Und man kann natürlich Gedanken hinterfragen, dem Gefühl der Liebe (wenn man es so nennen will) folgen und seinen Gedanken nicht glauben. Das fühlt sich einfach natürlicher an und es macht mehr Spass. Aber schlussendlich geht das auch wieder und es hat keine Substanz. Auch das nicht was spirituelle Coaches sagen. Es geht immer irgendwie wieder darum etwas zu tun um irgendwo hinzukommen. Und warum auch nicht.
:)
blablabla ist gut :-)
Auch wenn wieder Gedanken kommen, ich muss jetzt aber mal etwas entscheiden und ich kann nicht immer nur blablabla sagen. Und auch das ist wieder blablabla- verrückt ist das alles
Ja genau, die Sicht wird ver-rückt... :)
In den letzten Tagen war der Schmerzkörper wieder sehr aktiv, so dass mir die Übung sehr schwer fällt.
Sieht aus, als würde sich was bewegen... Die Erkenntnis die du oben aufgeschrieben hast, kann schon gemischte Gefühle hervorrufen. Alte Konditionierungen weichen sich auf, Weltbilder und Vorstellungen geraten ins wanken... Es kann auch geschehen, dass sich alte Traumen zu lösen beginnen... Mach dir immer wieder bewusst, dass du das alles wahrnehmen kannst, dass das alles Erscheinungen sind, so wie Wetterphänomene...
Was vom Schmerzkörper kannst du sehen-fühlen-riechen-schmecken-hören? Gibt es den wirklich, oder ist das auch ein Konzept? (Ich will nicht behaupten, dass manche Konzepte nicht hilfreich sein könnten, aber für unsere Untersuchung hier wollen wir wirklich so nahe es geht zum Nullpunkt kommen, schauen, was ist jetzt wirklich erfahrbar mit den Sinnen).
Und quäl dich nicht zu sehr mit dem Üben, mach es so anstrengunglos wie möglich... Wenns mal nicht geht, geht es einfach mal nicht... :)
Es ist ein so starker Schmerz da, es tritt eine Art starre eine.

Versuch das so gut du kannst zuzulassen, zu erlauben, sei gut zu dir, und versuche einfach so gut es geht durch den Tag zu kommen, einfach auf das Notwendigste reduziert... Wenn es möglich ist, versuche den Schmerz zu fühlen, vielleicht hilft es – während du ihn spürst – zu labeln: spüren – spüren – spüren...
Eine Art Hoffnungslosigkeit.
Hoffnungslosigkeit ist gut... Hoffnung ist die Schwester der Furcht, wenn es keine Furcht gäbe, bräuchte auch die Hoffnung nicht da zu sein...
Den Ettiketiermechanismus kann ich erkennen. Es wird alles automatisch benannt. Auch die Gedanken, dass endlich Leichtigkeit eintreten soll und dass mehr Entspannung eintreten soll.
Schön, dass du das siehst :)
Und es ist aus meiner Erfahrung so, dass ich dafür auch etwas machen kann. Ich kann stressige Gedanken in Frage stelle, Gefühle ausfühlen und Achtsamkeit praktizieren. Das führt zu einer Entspannung und Leichtigkeit
Ja natürlich kann es geschehen, dass etwas gemacht wird, um wieder besser zu entspannen. Die Frage ist nur: Entscheidet, macht und steuert „Bernd“ das, oder ist dieses Praktizieren, das Ausfühlen und in Frage stellen einfach das was auch geschieht?
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Fri May 10, 2019 3:28 pm

Ich bin gerade etwas im Stress.
Ich melde mich spätestens a, Sonntag.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Fri May 10, 2019 6:22 pm

Danke fürs mitteilen!

Dir auch ein schönes Wochenende :)
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Fri May 10, 2019 6:53 pm

DANKE. Das wünsche ich dir auch. Ich merke dass ich manchmal etwas mehr Zeit brauche und zur Ruhe kommen muss damit ich die Fragen auch beantworten kann.
Aber jetzt kam gerade der Impuls das zu tun.
Wie würdest du dieses Gefühl beschreiben? So eine Art Seins-Gefühl oder Lebendigkeits-Gefühl vielleicht?
Ja das kommt dem nahe. Ein Gefühl des anwesend seins. Ein Gefühl was nachts nicht da es und am morgen aufwacht.
Was vom Schmerzkörper kannst du sehen-fühlen-riechen-schmecken-hören? Gibt es den wirklich, oder ist das auch ein Konzept? (Ich will nicht behaupten, dass manche Konzepte nicht hilfreich sein könnten, aber für unsere Untersuchung hier wollen wir wirklich so nahe es geht zum Nullpunkt kommen, schauen, was ist jetzt wirklich erfahrbar mit den Sinnen).
Und quäl dich nicht zu sehr mit dem Üben, mach es so anstrengunglos wie möglich... Wenns mal nicht geht, geht es einfach mal nicht... :)
Der schmerzkörper ist ein Konzept. Wie alles was mit Sprache zu tun hat. Ein Gefühl was benannt wird. Ein Gefühl das eine bestimmte Energie hat und diese Energie taucht immer mal wieder auf. Und da das Gefühl immer ähnlich ist bekommt es einen Oberbegriff. So würde ich das beschreiben. Sehen , riechen , schmecken und hören kann ich ihn natürlich nicht.
Fühlen kann ich ein Gefühl. Und dieses Gefühl wird von Gedanken mit dem Namen schmerzkörper abgestempelt.
Entscheidet, macht und steuert „Bernd“ das, oder ist dieses Praktizieren, das Ausfühlen und in Frage stellen einfach das was auch geschieht?
Das ist das was ich nicht beantworten kann. Es scheint so als wenn ich bewusst etwas entscheiden kann. Aber es ist niemand da der entscheidet. Der ist einfach nicht zu finden. Ich drehe mich da im Kreis. Also es kommen Gedanken die behaupten dass es ein ich gibt welches sich im Kreis dreht ;-)

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Sat May 11, 2019 1:09 pm

Ich merke dass ich manchmal etwas mehr Zeit brauche und zur Ruhe kommen muss damit ich die Fragen auch beantworten kann.
Nimm dir einfach immer alle Zeit die du brauchst... :)
Ja das kommt dem nahe. Ein Gefühl des anwesend seins. Ein Gefühl was nachts nicht da es und am morgen aufwacht.
Woher weißt du was nachts ist? Wird da was wahrgenommen?
Der schmerzkörper ist ein Konzept. Wie alles was mit Sprache zu tun hat. Ein Gefühl was benannt wird. Ein Gefühl das eine bestimmte Energie hat und diese Energie taucht immer mal wieder auf.
Was ist Energie? Ist da was zu finden in direkter Erfahrung?
Fühlen kann ich ein Gefühl. Und dieses Gefühl wird von Gedanken mit dem Namen schmerzkörper abgestempelt.
Ist es nicht eher so: Zu fühlen ist eine körperliche Empfindung + Gedanke = Gefühl/Interpretation?

Es hört sich vielleicht alles ein wenig pingelig an, aber es ist wirklich wichtig genau auf die Sprache zu achten. Denn sie ist es, durch die erst die Illusion der Trennung -einer separaten Entität - entsteht. Keine Sprache – kein Ich – keine Trennung.

Natürlich sind Konzepte hilfreich für den Alltag und wir brauchen Worte um zu kommunizieren. Dennoch ist es wichtig zu lernen zu unterscheiden was ist wirklich und was aufgrund von Erinnerungen interpretiert...
Entscheidet, macht und steuert „Bernd“ das, oder ist dieses Praktizieren, das Ausfühlen und in Frage stellen einfach das was auch geschieht?
Das ist das was ich nicht beantworten kann. Es scheint so als wenn ich bewusst etwas entscheiden kann.
Wie scheint das denn? Wie geht das vor sich? Beobachte genau und erzähl mir davon!
Aber es ist niemand da der entscheidet.
Entscheidungen geschehen scheinbar, ist es schlimm dass da niemand ist der das macht?
Der ist einfach nicht zu finden.
Wird auch niemals zu finden sein... ;) Was ist es, dass da was finden will?
Ich drehe mich da im Kreis. Also es kommen Gedanken die behaupten dass es ein ich gibt welches sich im Kreis dreht
Wie wichtig ist es was Gedanken sagen?
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Mon May 13, 2019 5:50 pm

Nimm dir einfach immer alle Zeit die du brauchst... :)
Danke für deine Geduld. Ich gebe mein bestes.
Woher weißt du was nachts ist? Wird da was wahrgenommen? 
Nachts sind gelegentlich Träume da. Diese werden wahrgenommen in Form von Gedanken und Gefühlen. Wenn kein Traum da ist, dann ist nichts da.
Was ist Energie? Ist da was zu finden in direkter Erfahrung?
Energie ist eine Empfindung im Körper. Diese Empfindung wird wahrgenommen. In direkter Erfahrung ist es eine Empfindung oder ein Gefühl.
Ist es nicht eher so: Zu fühlen ist eine körperliche Empfindung + Gedanke = Gefühl/Interpretation? 
JA. Aber so meinte ich das eigentlich auch. Gefühl oder Empfindung - Gedanke: da ist wieder der Schmerzkörper.
Gedanke: Das kenne ich schon. Immer wieder dasselbe. Der nervt mich ,usw.

Es hört sich vielleicht alles ein wenig pingelig an, aber es ist wirklich wichtig genau auf die Sprache zu achten. Denn sie ist es, durch die erst die Illusion der Trennung -einer separaten Entität - entsteht. Keine Sprache – kein Ich – keine Trennung.
Ja. Es ist irgendwie klar was Dei meinst. Und es kommt hin und wieder der Gedanke: oh man das habe ich schon gefühlte 100 mal beantwortet, und trotzdem ist das noch nicht verstanden worden. Man oh man was bin ich blos schwer vom Begriff ;-)
Wie scheint das denn? Wie geht das vor sich? Beobachte genau und erzähl mir davon!
Es kommt der z.B: Gedanke: ich möchte jetzt etwas Essen. Dann stehe ich auf, gehe zum Kühlschrank, schaue in den Kühlschrank und mache mir etwas zu Essen. Es ist so als wenn da der Gedanke kommt, eine Entscheidung getroffen wird, ob diesem Gedanken gefolgt werden soll und dann dies dann umgesetzt wird oder nicht. Ich kann nicht erkennen ob erst der Gedanke den Impuls auslöst oder ob erst der Impuls/Handlung kommt und dann der Gedanke. Und es ist auch eigentlch ganz egal, wenn ich weder Gedanke noch Impulse in der Hand habe.
Entscheidungen geschehen scheinbar, ist es schlimm dass da niemand ist der das macht?
Ne. Das ist nicht schlimm. Nur wenn da jemand wäre , der etwas erreichen möchte, hin zum Glück, hin zur Erleuchtung. Dann wäre es schon großer Mist, wenn ich das nicht in der Hand hätte. Weil ich es dann nicht in der Hand habe ob ich das große Glück erreiche...
Wird auch niemals zu finden sein... ;) Was ist es, dass da was finden will?
Ein Gedanke kommt der sagt: Irgendwo muss es doch sein dieses verdammt ich. Es ist doch etwas individuelles da. Etwas was sehr persönlich ist, anders als bei allen anderen Menschen. Der Körper ist z.B. individuell und die persönliche Geschichte auch. Und dieses ich Gefühl ist bei allen wohl gleich.
Wie wichtig ist es was Gedanken sagen?
Im ersten Moment würde ich sagen: Es ist egal welche Gedanken kommen, entscheidend ist welche Gedanke ich glaube bzw. welche Gedanken sich festankern.
Beim genauen Hinsehen entstehen Gedanken und es ist einfach nicht möglich zu entscheiden ob ein Gedanke geglaubt wird oder nicht. Es sei denn es kommt der Gedanke das dies möglich ist und der Gedanke, dass mir das jetzt hilft. Und der Gedanke: das ist doch alles irgendwie Blödsinn.

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Tue May 14, 2019 11:14 am

Danke für deine Geduld. Ich gebe mein bestes. 
Sehr gerne, es ist keine Geduld erforderlich, ist mir eine Freude :)
Nachts sind gelegentlich Träume da. Diese werden wahrgenommen in Form von Gedanken und Gefühlen. Wenn kein Traum da ist, dann ist nichts da
.
Ist „Nichts“ erfahrbar? Gibt es etwas anderes als wahrnehmen?
Energie ist eine Empfindung im Körper. Diese Empfindung wird wahrgenommen. In direkter Erfahrung ist es eine Empfindung oder ein Gefühl.
Das Wort Energie ein Konzept, nicht direkt erfahrbar... Eine Empfindung ist eine Empfindung... :)
Ja. Es ist irgendwie klar was Dei meinst. Und es kommt hin und wieder der Gedanke: oh man das habe ich schon gefühlte 100 mal beantwortet, und trotzdem ist das noch nicht verstanden worden. Man oh man was bin ich blos schwer vom Begriff ;-)
Es wird nie ver-standen werden, weil es nichts zu verstehen gibt! Solange der Versuch da ist ES verstehen zu wollen ist kein Raum fürs Erfahren, weil den Gedanken noch immer mehr geglaubt wird und sie noch immer wichtiger sind als die direkte lebendige Erfahrung des Augenblicks...

Es ist ganz wichtig - auch wenn du das Gefühl hast, dass du dieselbe Frage schon oft beantwortet hast – immer wieder ganz frisch und neugierig mit den Sinnen zu schauen. Der Verstand wird es nie begreifen können, das Optimalste das geschehen kann ist, dass durch wiederholtes nachschauen eingesehen wird, dass es einfach nicht zu verstehen ist, da die Gedanken selbst ja nur ein Teil der Realität sind und niemals über sich selbst hinaus können...
Es kommt der z.B: Gedanke: ich möchte jetzt etwas Essen. Dann stehe ich auf, gehe zum Kühlschrank, schaue in den Kühlschrank und mache mir etwas zu Essen. Es ist so als wenn da der Gedanke kommt, eine Entscheidung getroffen wird, ob diesem Gedanken gefolgt werden soll und dann dies dann umgesetzt wird oder nicht.

Wie wird diese Entscheidung, ob dem Impuls nachgegangen wird oder nicht, getroffen?
Ich kann nicht erkennen ob erst der Gedanke den Impuls auslöst oder ob erst der Impuls/Handlung kommt und dann der Gedanke. Und es ist auch eigentlch ganz egal, wenn ich weder Gedanke noch Impulse in der Hand habe.
Wo ist dieses „Ich“ dass Gedanken und Impulse nicht in der Hand hat? SCHAU genau nach!
Ne. Das ist nicht schlimm. Nur wenn da jemand wäre , der etwas erreichen möchte, hin zum Glück, hin zur Erleuchtung. Dann wäre es schon großer Mist, wenn ich das nicht in der Hand hätte. Weil ich es dann nicht in der Hand habe ob ich das große Glück erreiche...
Wenn „du“ es in der Hand hättest, wäre es dann nicht schon längst erreicht? Kannst du dich erinnern an die Gedankenbeobachtungsübung? Da hast du gesehen, dass die Gedanken einfach so daher kommen und du sie nicht bestimmen kannst...
Was ist Erleuchtung, was das große Glück? Und warum willst du „dort“ hin?
Ein Gedanke kommt der sagt: Irgendwo muss es doch sein dieses verdammt ich. Es ist doch etwas individuelles da. Etwas was sehr persönlich ist, anders als bei allen anderen Menschen. Der Körper ist z.B. individuell und die persönliche Geschichte auch. Und dieses ich Gefühl ist bei allen wohl gleich.
Ist etwas verkehrt an der Unterschiedlichkeit? Ist doch ein fantastischer Ausdruck des Lebens diese Individualitäten, nicht wahr? Es gibt keine 2 gleichen Schneeflocken und doch bestehen alle aus Wasser... :)
Wie wichtig ist es was Gedanken sagen?
Im ersten Moment würde ich sagen: Es ist egal welche Gedanken kommen, entscheidend ist welche Gedanke ich glaube bzw. welche Gedanken sich festankern. 
Beim genauen Hinsehen entstehen Gedanken und es ist einfach nicht möglich zu entscheiden ob ein Gedanke geglaubt wird oder nicht. Es sei denn es kommt der Gedanke das dies möglich ist und der Gedanke, dass mir das jetzt hilft. Und der Gedanke: das ist doch alles irgendwie Blödsinn
Gut beobachtet!

Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?


Hierzu im Folgenden eine sehr nette Übung:


Finde einen Sportclip auf Youtube, der mindestens vier Minuten lang dauert. Der folgende Link führt zu einem Fußballspiel:

https://www.youtube.com/watch?v=AoWRcUvTqVM

1. Betrachte den Clip eine Minute lang mit ausgeschaltetem Ton, beobachte wie die Leute mit einem runden Ding auf einem Feld herumtollen, hoch und runter, hoch und runter. Lass diese gesamte Erfahrung hineinsinken.

2. Wenn die erste Minute vorbei ist, schaue eine weitere Minute mit eingeschaltetem Ton und Kommentar.

Beobachte den Unterschied. Beobachte wie der Kommentator (Gedanken) sehr viel zu wissen scheint, sogar Hinweise gibt, wie es am besten zu tun wäre. Sieh wie der Kommentator sich fühlt, als könne er das Geschehen beeinflussen, als ob ein Ausgang dem anderen bevorzugt werden würde.
Sieh wie der Kommentator versucht, die Gefühle der Zuschauer aufzustacheln und Identifizierung mit dem ein oder dem anderen Team hervorruft und wie er die Wichtigkeit des Spiels als Ganzes unterstreicht.

3. Schalte den Ton nun wieder aus und beobachte das Treiben ohne hörbaren Kommentar, wie die Farben und Formen auf dem Bildschirm herumtanzen. Beobachte wieder alle Unterschiede im Erleben der Szene.



Erzähle mir wie es dir damit gegangen ist und was du herausgefunden hast... :)
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Wed May 15, 2019 2:51 pm

Sehr gerne, es ist keine Geduld erforderlich, ist mir eine Freude :)
immer wieder Danke. Ich glaube, dass unser Dialog noch sehr lange andauern wird. Bin eine harte Nuss..
Ist „Nichts“ erfahrbar? Gibt es etwas anderes als wahrnehmen?
der Schlaf ohne Traum ist nicht erfahrbar. Es ist wie ein kleiner Tod.
Ich würde sagen, dass nichts gibt außer die Wahrnehmung in Form von Fühlen,Hören,Sehen und Denken
Es ist ganz wichtig - auch wenn du das Gefühl hast, dass du dieselbe Frage schon oft beantwortet hast – immer wieder ganz frisch und neugierig mit den Sinnen zu schauen. Der Verstand wird es nie begreifen können, das Optimalste das geschehen kann ist, dass durch wiederholtes nachschauen eingesehen wird, dass es einfach nicht zu verstehen ist, da die Gedanken selbst ja nur ein Teil der Realität sind und niemals über sich selbst hinaus können...
OK. Ich versuche es- Und manchmal sind so viele Gedanken da, dass es nicht möglich ist die Fragen aus dieser Neugierde heraus zu beantworten. Es wird dann mit eine Logik beantwortet und es wird nicht mit den Sinnen überprüft. Deshalb muss ich manchmal etwas warten bis wieder etwas Ruhe in mir einkehrt. Es ist oft ziemlich laut in mir (also in Form von vielen Gedanken)
Wie wird diese Entscheidung, ob dem Impuls nachgegangen wird oder nicht, getroffen?
Die Entscheidung wir in Gedanken getroffen. Bzw. es enstehen Gedanken darüber dass eine Entscheidung getroffen wird oder wurde. Eine Entscheidung ist ja eigentlich auch nur ein Gedanke. Also der Gedanke lautet: Ich entscheide mich jetzt dafür etwas zu Essen. Dann wird der Körper in Bewegung gesetzt usw.
Da ich es aber ja nicht in der Hand habe, welche Gedanken kommen , habe ich diese Entscheidung auch nicht in der Hand.
Allerdings kann der Gedanke auch auftauchen und der Körper setzt sich nicht in Bewegung. Irgendwo passiert da etwas, wo der Körper entscheidet etwas zu tun oder nicht. Also ob ein Gedanke gefolgt wird oder nicht.
Beim Fussball spielen ist das etwas klarer. Die Handlungen passieren da meist automatisch. Und im NAchhinein kommen dann Gedanken über diese Handlungen. Und dann kann man üben um zukünftig andere Entscheidungen zu Treffen. Das funktioniert auch. Nur ob der Gedanke kommt etwas zu ändern und dieser gefolgt wird, ist wiederum zufällig. So würde ich das beschreiben.

Wo ist dieses „Ich“ dass Gedanken und Impulse nicht in der Hand hat? SCHAU genau nach!
Kein Ich da was etwas in der Hand hat oder nicht in der Hand hat. Gedanke, Impulse, Entscheidungen, Handlungen passieren ohne dass da jemand ist der da Einfluss drauf hat.
Ein Gedanke an ein Ich, ein Gefühl dass als Ich etikettiert wird. Ein Gedanke das es ein Ich gibt was irgendetwas in der HAnd hat oder nicht. Das sind doch alles nur Gedanken...
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?
Alle Gedanken sind nur Geschichten. Was soll es denn anders sein als Geschichten? Gedanken können die Wahrheit erzählen, zumindest auf gewisser Tiefe. Also wenn ein Objekt (z.B. ein Stein) benannt wird, ist es natürlich nicht die letzte Wahrheit, aber zumindest haben wir Menschen uns darauf geeinigt, dass das ein Stein ist.
Also auf tieferer Ebene erzählen Gedanken wohl immer nur Unwahrheiten.

Erzähle mir wie es dir damit gegangen ist und was du herausgefunden hast... :)
Das ist wirklich lustig. Es passieren da Dinge und diese werden kommentiert und bewertet. Und dies wird dann als das angesehen was passiert und was wirklich wahr ist. Ein Holländischer Kommentator würde das wahrscheinlich anders sehen ;-) Was da wirklich passiert hat aber nichts mit dem zu tun was da kommentiert wird. Alles nur angelernte Konzepte.
Aber es kann auf der Ebene der Erfahrung beschrieben werden. Also sehen, hören, Fühlen,...Dann auf der neutralen Ebene:Es wird Fussball gespielt, der eine Spieler spuckt den anderen an, es wird ein Gelbe Karte gezeigt, usw. und dann auf der Bewertungsebene: Das ist nicht richtig, Rudi Völler wurde unfair behandelt, die Holländer sind alle doof, Deutschland muss gewinnen, ich fühle mich gut wenn Deutschland gewinnt,...
Ich würde sagen dass Geschehen auf diese drei Ebene stattfindet:
1. das was tatsächlich passiert und mit den Sinnen Wahrnehmbar ist
2. Das was objektiv ohne Bewertung passiert
3. das was als subjektiv Bewertung von 2. passiert
2.+3- sind angelernte Konzepte. 2. ohne Gefühl oder neutral, 3. mit Gefühl. Es ist gut oder schlecht.
Wenn „du“ es in der Hand hättest, wäre es dann nicht schon längst erreicht? Kannst du dich erinnern an die Gedankenbeobachtungsübung? Da hast du gesehen, dass die Gedanken einfach so daher kommen und du sie nicht bestimmen kannst...
Was ist Erleuchtung, was das große Glück? Und warum willst du „dort“ hin?
Es ist das Konzept. dass ich die Gedanken die kommen und gehen nicht in der Hand habe ist klar. Ob ich den Gedanken glauben schenke oder nicht und ob ich danach handle habe ich sehr wohl in der Hand --> also so lautet das Konzept.
Und dieses Konzept ist auch noch wirksam. Also es tauchen die Gedanken auf, dass dies so ist.Und Erleuchtung wäre dann nach der Definiton, dass dies als Konzept erkannt wird. Und alles so sein darf wie es ist. Kein Kämpfen mehr gegen äußere Umstände, kein Kämpfen mehr gegen Gefühle, keine Angst mehr, die künstlich durch Gedanken am Leben gehalten wird. Klar zu erkenne was jetzt ist und was Fiktion. Das ist die Definition, die gerade auftaucht.
Und bei genauerer Betrachtung, ist das Kämpfen gegen etwas ja auch ein Gedanke, der auftaucht und den ich nicht in der Hand habe. (Ein Gedanke der 3. Ebene, laut meiner o.g. Definition)

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Thu May 16, 2019 12:09 pm

Ist „Nichts“ erfahrbar? Gibt es etwas anderes als wahrnehmen?
der Schlaf ohne Traum ist nicht erfahrbar. Es ist wie ein kleiner Tod.
Märchenwelt – du weißt nicht was Tod ist...;) Alles Vorstellungen – lass los...
Ich würde sagen, dass nichts gibt außer die Wahrnehmung in Form von Fühlen,Hören,Sehen und Denken
Wir wissen es einfach nicht was es gibt oder nicht, und werden es nie wissen können... Einzig dass wahrnehmen/erfahren ist kann gewusst werden...
Wie wird diese Entscheidung, ob dem Impuls nachgegangen wird oder nicht, getroffen?
Die Entscheidung wir in Gedanken getroffen.
Versuch mal folgendes:

Stelle zwei Getränke, die du magst, in einem Glas oder einer Tasse nebeneinander vor dich auf den Tisch.
Schaue das eine Getränk an und denke über alle Vorteile und Nachteile dieses Getränks nach.
Dann schaue das andere Getränk an und überlege dir wieder alle Vorteile und Nachteile.

Dann schließe die Augen für eine halbe Minute.

Öffne sie wieder und greife zu einem Getränk.

Wie ist die Entscheidung gefallen, welches Getränk du in die Hand nimmst?
Wo ist dieses „Ich“ dass Gedanken und Impulse nicht in der Hand hat? SCHAU genau nach!
Kein Ich da was etwas in der Hand hat oder nicht in der Hand hat. Gedanke, Impulse, Entscheidungen, Handlungen passieren ohne dass da jemand ist der da Einfluss drauf hat.
Ein Gedanke an ein Ich, ein Gefühl dass als Ich etikettiert wird. Ein Gedanke das es ein Ich gibt was irgendetwas in der HAnd hat oder nicht. Das sind doch alles nur Gedanken...
Genau, alles nur Gedanken... Wissen Gedanken etwas über die Realität?
Alle Gedanken sind nur Geschichten. Was soll es denn anders sein als Geschichten? Gedanken können die Wahrheit erzählen, zumindest auf gewisser Tiefe. Also wenn ein Objekt (z.B. ein Stein) benannt wird, ist es natürlich nicht die letzte Wahrheit, aber zumindest haben wir Menschen uns darauf geeinigt, dass das ein Stein ist.
Wenn du das auf der Erfahrungsebene so siehst, wo ist dann noch ein Problem? Was sollte anders sein als es jetzt ist?
Ich würde sagen dass Geschehen auf diese drei Ebene stattfindet:
1. das was tatsächlich passiert und mit den Sinnen Wahrnehmbar ist
2. Das was objektiv ohne Bewertung passiert 
3. das was als subjektiv Bewertung von 2. passiert
2.+3- sind angelernte Konzepte. 2. ohne Gefühl oder neutral, 3. mit Gefühl. Es ist gut oder schlecht.
:)
Es ist das Konzept. dass ich die Gedanken die kommen und gehen nicht in der Hand habe ist klar. Ob ich den Gedanken glauben schenke oder nicht und ob ich danach handle habe ich sehr wohl in der Hand --> also so lautet das Konzept. 
Und dieses Konzept ist auch noch wirksam. Also es tauchen die Gedanken auf, dass dies so ist.Und Erleuchtung wäre dann nach der Definiton, dass dies als Konzept erkannt wird.
Du weißt ja schon, DASS es ein Konzept ist, du weißt auch WAS ein Konzept ist, wo ist das Problem? Wieviel mehr Erkenntnis, als die Einsicht, dass es ein Konzept ist, dem hin und wieder geglaubt wird, brauchst du?
Und alles so sein darf wie es ist.
Ob ES so sein "darf" wie es ist oder nicht ist DEM herzlich egal, es ist ohnehin so wie ES ist. ES braucht keine Erlaubnis...;)
Kein Kämpfen mehr gegen äußere Umstände, kein Kämpfen mehr gegen Gefühle, keine Angst mehr, die künstlich durch Gedanken am Leben gehalten wird. Klar zu erkenne was jetzt ist und was Fiktion. Das ist die Definition, die gerade auftaucht.
Ist nicht auch das so, wie es sich gerade zeigt?...
Und bei genauerer Betrachtung, ist das Kämpfen gegen etwas ja auch ein Gedanke, der auftaucht und den ich nicht in der Hand habe. (Ein Gedanke der 3. Ebene, laut meiner o.g. Definition
Mach dir das immer wieder klar...:)
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Bernd
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Tue May 21, 2019 3:16 pm

Hi Barb,
gib bitte noch etwas zeit.
LG

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barb
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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Wed May 22, 2019 12:02 pm

Natürlich... Nimm dir alle Zeit die du möchtest...:)
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