Das ist so wertvoll, ich hoffe, ich vergess das nicht. Es nimmt allem den Druck. Und Konrad ist nicht so oder so sondern er ist ist nur so oder so gelabelt. Ein riesiger Unterschied.
Genau, das ist eine ziemlich starke Angewohnheit alle möglichen Label auf ein Ich zu beziehen, das braucht zwischendrin mal eine Erinnerung.
Konrad ist ein Gedankenkonstrukt, der kann alle möglichen Label tragen, es ist nur nicht sonderlich relevant, oder? ;-)
Das einzige Interessante dabei ist zu schauen, wie die aufgebaute Geschichte läuft, was sind die Identifikationen, die Glaubenssätze, alles Fiktion, alles Story, kann man wahrnehmen, nicken und weitergehen.
Das ist eine gute Frage. Vorhin, als ich sie zum ersten mal las, dachte ich: "Keine Ahnung, ich hab keine Ahnung, wer ich bin.". Natürlich ist das Selbst noch da, aber es ist oft nur noch Information, wie ein Buch übers Selbst, was im Regal steht. Manchmal "rutsch" ich da auch noch mal rein und halt mich dann für wichtig und bin rechthaberich und streite und naja, unbewusst halt.
Wenn ich da hingeh, wo das Selbst sonst war ist da nur noch ein Schriftzug "ICH". Und sehr dünn geschrieben, hihi.
Das Selbst/die Figur Konrad darf ja auch bleiben, das ist doch eine interessante Geschichte…., Geschichten bringen doch Spaß!
Und ja, das wird eine ganze Weile hin und her gehen, mal fühlt man sich weniger als Person, mal schlupft man wieder in die so vertraute Identifizierung. Die Klebekraft wird allmählich nachlassen.
Wenn die Geschichte einen starken Sog entwickelt – gleich, siehe oben, nach Identifikationen und Glaubenssätzen schaun.
Interessant find ich, dass man nicht das Gefühl hat, es hätte sich riesig was geändert. Was es ja hat. Kein "Neuwagengeruch" :-)
Die witzige Wahrheit ist, es hat sich garnichts geändert, es ist noch der gleiche olle Wagen. :-D
Die Sicht hat sich geändert.
Kennst du 3D Bilder?
Erst sieht man evtl. lauter kleine Käsestücke, wenn man den Augenhintergrund entspannt werden aus all den Einzelteilen auf einmal das Bild einer Maus, die Käse futtert.
Man kann hin und her, Käsestücke, Maus. Das kleinteilige Bild oder das großteilige, das Relative oder das Absolute.
Beides ist immer da, ein Bild und nicht zwei.
Im Aussen, körperlich und Umfeld, da drängt einiges auf Klärung oder auf was auch immer.
Was genau meinst du damit?
Alles Liebe,
Jadzia