hi kerstin,
Was sind Gefühle in der direkten Erfahrung?
gefühle sind körperempfindungen mit einer geschichte drum rum.
ohne gedankliche geschichte sind gefühle nur "harmlose" empfindungen.
Das macht uns einzigartig
und deswegen meine ich dass es eben dich und mich und andere gibt. also ich einzigartig als dieses "system".
du - dieses system dort ?
ich - dieses system hier ?
7 mrd verschiedene systeme?
Was wir hier untersuchen ist die Frage, ob es ein abgetrenntes "Ich", eine feste Entität gibt, die das alles erlebt
und das löst sich beim hinschauen immer auf. immer dann wenn ich glaube da hab ichs jetzt verschwindet es.
ich kann keine feste entität finden.
Ob es ein "Ich" gibt, welches vom Leben getrennt ist.
solange ich lebe, ist leben in mir, wenn ich sterbe ist kein leben mehr in mir. dann ist diese tote hülle leblos. also vom leben getrennt. jetzt noch nicht. zumindest fühlt es sich noch recht lebendig an...:D:D
Ich bin gespannt, welche Schublade dein Verstand findet :-)
ich finde nichts festes, keine entität, kein fixes etwas. ja klar zu sehen. keins zu finden.
und in der nächsten millisekunde finde ich aber dass ich trotzdem da bin.
ich schaffe es nicht den schluss zu ziehen oder das nicht gesehene als reales nichts zu sehen. es ist nicht da, ja. aber trotzdem bin ich da. und als was weiss ich nicht. ich sehe dass "ich" dieselben charakterisika hat wie andere gedanken.
jetzt müsste ich doch daraus schliessen dass es "ich" wirklich nicht gibt.
diese erkenntnis "nichts zu finden" müsste doch jetzt mein gesamtes denken und erleben und folgern beeinflussen?!
das tut es aber nicht im geringsten.
dieses nicht-ich-finden wirkt sich null auf mich aus. ich mach da irgendwas falsch bzw. glaube ich dass ich entweder nicht richtig hinschaue oder es einfach nur denke oder es einfach nicht schaffe das in "mein leben" einzubauen.
wenn ich durst habe und ich schaue auf ein leeres glas, dann sehe ich dass es leer ist, kann kombinieren (!!) "ja da ist nix drin, also wird es mir den durst nicht stillen". ich greife dann nicht hin. sehe ich dann am nächsten tisch ein glas voll wasser, kombiniere ich "juhu, da ist was drin, das löscht meinen durst" und ich greif hin.
diese aussergewöhnlich scharfe kombinationsgabe die ich da an den tag lege, beeinflusst also mein handeln, mein denken, mein entscheiden, mein tun.
hier sehe ich dass ich genau gleich ausschaut wie jeder andere gedanke. ich kombiniere "ja super, das ich ist also ein gedanke. wie könnte ein gedanke also etwas entscheiden, tun oder bestimmen?"
und trotzdem bin ich sicher dass es mich gibt!
ich kombiniere das gesamte konzept hier gedanklich und in der nächsten millisekunde seh ich mich hier sitzen und dir schreiben.
verstehst du was ich sagen will? ich schaffe diesen generalschluss nicht.
kennst du sowas von anderen die du geguidet hast? ist das ein normaler prozess?
manchmal denke ich dass sich das alles schon "aufgeweicht" haben muss, aber es hat null einfluss auf mein erleben. gedanklich ist das alles superspannend und superinteressant aber eben nur gedanklich.
dieses permanente nach dem frager suchen, nachschauen wer das denn ist der da sucht, wer ist das der das jetzt fragt, wer ist das der das alles erlebt usw. usw. ist doch das ziel eigentlich oder? diese "position" in die einen diese frage zwingt. ist das so?
Du siehst mit geschlossenen Augen Farben , Formen und Muster?
Wirklich? Oder siehst du gedankliche Inhalte, wenn die Augen geschlossen sind?
ja ich sehe flimmern, muster,...
es ist nicht nichts zu sehen wenn ich die augen zu mache.
ich meine keine gedanklichen inhalte sondern visuelle effekte.
manchmal nur "schwarz" aber nie nichts.
Und bei dem, was du dann schreibst, setzte bitte ein "G" für Gedanke/Gedankeninhalt und ein "E" für Empfindungen dahinter
ich glaube ich kann zu allem ein "g" setzen was ich hier geschrieben habe.... :D:D:D:D:D
ich weiss nicht.... irgendwie hat das alles keinen sinn.... - "G" - :D:D:D
liebe grüsse
christoph