Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

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meister bilbo
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sun Nov 11, 2018 3:14 pm

Auftauchende Regungen und Reaktionen werden, ohne Anhaftung fließend wahrgenommen?
Heute (noch) nicht. Da half auch kein Meditieren. Da war keine Freiheit in der Beobachtung. Vorher, in ruhigeren seelischen Gestimmtheiten, war das schon mal da. Autofahren kann da toll so sein und dabei daran denken, dass alles nur "Daten" sind.
Also ist das „Ich“ nur ein Gedanke?
Nein, eher so ein Wiedererkennungswert von: Gedanke mit identifiziertem Gefühl.(ich glaube gefühlsneutrale Gedanken gibts selten) Oder nur ein identifiziertes Gefühl/Haltung, auch ohne spezifischen Gedanken.
Gerade eben fühlt es sich in Richtung kompakt, alternativlos, unentrinnbar an, nichts mit "fließend".
... eine Art innerliche Bewegung oder wahrgenommener Zustand.
Ein Gedanke als "Ich"-Identifikation, kann auch eine feste Meinung sein, etwas verurteilen oder im Gegenteil hochloben.
Ein "oh Augenblick, verweile!" ist auch eine Ich-Identifikation. Als Gedanke "sagen" tut man sowas höchstens im Theater.
Gedanke als innerlicher Prozess zieht andere Gedanken wie Assoziationsketten nach sich. Je mehr Gedankenfluß, desto mehr Ich-Gefühl. Vielleicht ist das Wort "Meinung" treffender als das Wort "Gedanke".
[Sehr nützlich fand ich die Möglichkeit, alles auftauchende, ob Haltung, Einstellung, Gedanke oder Gefühl als "Daten" zu betrachten. Hat mir das Beobachten erleichtert.]


Kein Gedanke, kein „Ich“, kein Stress?
Gerade eben fühle ich mich (nein, keine Geschichten lieber Bilbo) im Streß und fühle eine fast unentrinnbare Ich-Identität. Es fühlt sich enger als sonst an. Nun, im darüber Nachsinnen ergibt sich ein bißchen mehr Abstand, aber "Stress" ist noch da, im Körper(angespannt) und Hirn (im Hirn soll heißen, der Geist fühlt sich dumpfer und in seiner Beweglichkeit eingeengt an). Ja, ja auch das kann beobachtet werden. Jetzt beim Schreiben, und Innehalten beim Schreiben und noch mal noch mal sinnieren zum Thema, kommen mehr und mehr tiefe Atemzüge und es kommt etwas innerliche Fließbewegung in die Identifikation, weniger Stress wird wahrgenommen.

Anstrengung und Bemühung, ("Streß"), habe ich auch schon ohne oder zumindest mit nicht bewußt wahrgenommener Identifikation erlebt. Die kam dann eher hinterher, zB als Stolz beim Zurückschauen.

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Joram
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Sun Nov 11, 2018 6:59 pm

Also ist das „Ich“ nur ein Gedanke?
Nein, eher so ein Wiedererkennungswert von: Gedanke mit identifiziertem Gefühl.
Ist das „Ich“ dann ein Gefühl? Eine Empfindung?

_()_

Ps. Wenn du gerade Stress hast, macht es vielleicht Sinn mit der Antwort zu warten? Die Ichillusion während man Stress hat zu erkennen, ist wirklich nicht einfach…
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meister bilbo
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sun Nov 11, 2018 9:13 pm

Kein Problem mit dem Streß, lieber Joram!
Haben wir erwartet dass es leicht wird mit dem Erkennen? ;-)

Ich bin wieder recht entspannt jetzt.( Big Smiley !! )
Ist das „Ich“ dann ein Gefühl? Eine Empfindung?

Nein, Gefühle und Empfindungen, das "Lebensgefühl"(tougher Halbstarker, treusorgende Hausfrau, Gothic usw) haben einen Wiedererkennungswert. Kommen oft vor, werden gepflegt: "so kenne ich mich" könnte man sagen. Ist aber wandelbar, wie bei Dr.Jekyll und Mr.Hyde. Ich habe gelegentlich schon mal einen Schreck bekommen, wenn ich mich plötzlich gefühlt habe, als sei ich wie eine andere Person, die gar nicht in mein gewohntes Wertegefühl reinpasste.(Spießer und so, weil ich doch gaaanz anders bin, hahaha)
Und klar, ich mag die angenehmen Gefühle. Manche intensivere sind wie eine Sucht mit starker Anziehungskraft (Verliebtsein zB, DeathMetal wer's mag) Aber ich stoppe mal schnell. Gefühle und auch die Tendenz zum Fabulieren, die du bei mir feststelltest, sind zweifellos nicht das Ich, sondern wie die Farbe einer Wand nicht die Wand ist.
_()_
Auf weiter, lieber Joram

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Joram
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Sun Nov 11, 2018 10:00 pm

was ist das "Ich" dann?
Was macht es aus?
Nicht Körper,
Nicht Gefühle,
Nicht Gedanken,

???

_()_
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Wed Nov 14, 2018 11:57 am

Hi !
ich bin dran und untersuche (-:

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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Fri Nov 16, 2018 5:38 pm

was ist das "Ich" dann?
eine Einmischung in natürliches Sehen?
Was macht es aus?
da habe ich wieder welche aus meinem Zylinder gezaubert, nein, entdeckt.
die Kümmererenergie, die Verbessererungsabsicht fürs Leben, solche Identifikationensmuster sind noch wenig angeschaut im alltäglichen. Da ist was, das "versucht". Es versucht auch eine Ausdrucksform zu definieren. Zu urteilen, was gut oder schlecht für "mich" wäre, und was es wir Vorstellungen es im Schlepptau mit sich bringt. (über die Zustände des Körpers,der Gefühle, des Geistes, zur gefühlten Lebensenergie)
Nicht Körper,
tja, wenn ich da so sicher wäre ...
Nicht Gefühle,
es kommt auch auf die Art an, wie sie angeschaut werden. Anschauen bringt Leichtigkeit, Veränderung, einen Raum außenrum
Nicht Gedanken,
ja, die sagen gerne Ich Bin Wichtig. In Verbindung mit Gefühl haben sie noch mehr Macht.
Nichtwiderstand und Entspannen können das beeinflußen.
Hallo Joram, ich stecke fest und erbitte einen weiteren Hinweis
Viele Grüße!

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Joram
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby Joram » Sat Nov 17, 2018 5:26 am

Körper, Gedanken und Gefühle werden erkannt: "Ich merke den Körper, denke und fühle".
Das was erkennt KÖNNTE das "Ich" sein.
Körper, Gedanken und Gefühle können es nicht sein, da sie von was anderes erkannt werden.
Oder?
Sind wir da einverstanden?

Wir suchen das was Körper, Gedanken und Gefühle erkennt.
Findest du sowas?

_()_
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Re: Wer mag mich durch das "Tor" begleiten?

Postby meister bilbo » Sun Dec 23, 2018 7:25 pm

Lieber Joram, erst jetzt findet sich die nötige Ruhe, mich zum Schreiben hinzusetzen.
Die Sache mit dem kommenden Umzug ist wird noch recht arbeitsintensiv(hatte ich unterschätzt, und wird Ende Januar erst seinen Abschluß finden). Deine Fragen nach dem Wahrnehmer kommen mir manchmal auf, neue ,hintergründigere, Ichs werden erkannt, in Frage gestellt und die Identifikation scheint zu schmelzen. Leider stellt "mich" mein derzeitiger Arbeitsprozess vor ein paar Herausforderungen. Wenn ich kurz innehalte ist der letzte "mich" eine von ich weiß nicht wieviel möglichen Beschreibungen.Es gab in ruhigen Momenten, aber auch in Alltagssituationen solche Momente, wo ein Ich nicht greifbar nötig war. Bis bald, Meister Bilbo


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