Was ist es, das auf Zeit spielt. Was ist es, das auf "tiefer gehen" setzt. Was ist es, das den "Weg" eigentlich immer weiter gehen will.
Danke. Das ist der Punkt. Etwas will immer weitergehen.
Heute morgen konnte ich beim Aufwachen zusehen wie dieser "Anteil in mir" aufwacht, den neuen Tag beginnt mit all den so vertrauten Fragen im Gepäck: "Was gibt es heute zu lösen / zu reparieren / in Ordnung zu bringen / zu erkennen..?" So vertraut, dass es mir vorher in der Deutlichkeit nicht aufgefallen ist. Diese Fragen haben haben eine Schwingung, die ich über viele Jahre mit dem "ich" gleichgesetzt hatte. Und sie waren ja "so hilfreich", diese Fragen. "Sie haben mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin!"
Es geht um Kontrolle: Was, wenn da niemand mehr ist, der weiß, was gut oder schlecht für "mich" ist, weil die Fragen gar nicht mehr gestellt werden und weil niemand mehr da ist, um den man sich diese Sorgen machen müsste..? Was, wenn da kein evolutionäres Entwicklungswesen mehr da ist, um das man sich kümmern müsste.. "Das war meine Hauptbeschäftigung!", sagt der Manager meines Alltags. Der, der Bescheid weiß.. Was wird aus Carolina ohne ihn? Heißt, was wird aus einem Gedanken oder Batman, wenn sich kein weiterer Gedanke mehr um ihn sorgt?
Kontrolle will den Weg immer weitergehen.
Wo ist der Weg?
Da ist kein Weg.
Wow..
Da ist wirklich kein Weg.
"Ja, aber da ist doch diese Ebene, auf der das Leben ganz normal weitergeht!", sagt eine Stimme.
In der direkten Erfahrung finde ich keinen Weg.
Daraufhin frage ich mich schon selbst: Was heißt tiefer? Wo willst du denn hin?
Ja! Und was ist die Antwort auf diese Fragen?
Ich will in der direkten Erfahrung bleiben.
-Kann ich die direkte Erfahrung denn verlassen?
Jahrelang erschien es so, als könnte ich "das Jetzt" verlassen...
und jahrelange Übung von was auch immer hat mich jetzt "hierher" gebracht.
Jetzt soll / will ich mit all dem aufhören.
"Falle ich dann nicht den ganzen Weg wieder zurück?"
Diese Frage ist verdammt hartnäckig.
Da ist kein Weg!!!!
Was unterscheidet Carolina (und ihre Geschichte) vom Weihnachtsmann, Batman oder einem Einhorn?
Im Unterschied zum Einhorn, das einfach nur durch stetige Abwesenheit glänzt, scheint die Welt mir noch täglich "bescheinigen" zu wollen, dass Carolina existiert, obwohl sie nicht existiert. Das Einhorn "belästigt" mich nicht mehr, sobald ich damit abgeschlossen habe..
Batmans Geschichte Geschieht könnte ich immer noch weiter lesen, in dem Wissen, das alles, was er erlebt nicht wirklich ist. Ich könnte die Episoden vielleicht sogar genießen, weil nichts von seinen Abenteuern / seinen Höhen und Tiefen mich berühren kann.
Im Falle vom Weihnachtsmann könnten sogar Indizien seiner "Existenz" in "meine Welt eindringen" (Geschenke im Wohnzimmer etc.). Das hätte für einen "unaufgeklärten Geist" sicher die stärkste Überzeugungskraft. Aber einmal erkannt, ist das Spiel vorbei.
Ja, das Spiel ist vorbei.
Es ist die Faszination an dem Spiel, die ich scheinbar "berühren" kann oder nicht..
oder die im "Eifer des Gefechts" manchmal einfach berührt wird.
Jedoch wird mir klar, dass das grundsätzlich nichts ändert.. und ich wohl nie mehr ganz "eintauchen" werde.. (-alles schlechte Worte).
Nach dem 'Ich' musstest du ebenfalls immer wieder direkt schauen - solange nicht klar war, dass es das 'Ich' gar nicht gibt. Du hast es nie gefunden, nicht wahr?
Wie ist es jetzt?
Ich finde nach wie vor kein Ich.
Was ich finde, sind immer subtilere Formen von Widerstand. Manchmal so subtil, dass ich überrascht darüber bin, wie sich so kleine, feine Schwingungen halten können, um dann doch noch so deutliche Effekte zu erzielen - nämlich, dass sich dann doch wieder ein Gedanke einschleicht und sagt: "Dieser subtile Widerstand, das bin ich!"
Das zu erkennen ist dann wie: Erleichterung, Lösung, Befreiung.
Der "innere Entwicklungs-Manager" freut sich und sagt: "Siehst du, ich werde noch gebraucht. Ich werde die immer subtiler werdenden Widerstände aufspüren, damit wir sie auflösen können!"
Und wieder gesehen (ganz ohne Manager): Nur Gedanken.
Immer nur Gedanken im Nichts.