Postby CarolinaS » Tue Oct 16, 2018 10:34 pm
Es wird erfahren, dass die Geschichte weiter geht, dass alles genauso wie vorher weitergeht, aber da ist ein „Wissen“, dass „ich“ nichts tue.. oder denke oder fühle. Da sind einfach Handlungen oder Gedanken oder Gefühle, aber kein Besitzer oder Verwalter oder Verantwortlicher. Alles ist „eingebettet“ ins Sein. All die persönlichen Belange, sogar Wünsche und suboptimale Verhaltensweisen können auftauchen, aber sie haben viel weniger „Schwungkraft“ und Bedeutung.. Es ist kein Fluchtimpuls mehr vor all diesen Erscheinungen da. Alles darf auftauchen, sich „auslaufen“, verschwinden ohne Nachhall. Es wird auch nicht mehr „Partei für Carolina (oder sonst wen) ergriffen“, während in anderen Momenten viel ehrlicher Grenzen gesetzt werden können, bzw. viel authentischer reagiert werden kann.. da es nichts mehr zu schützen oder zu verbergen gibt. Es braucht kein Taktieren mehr. Alles geschieht von allein und darf da sein.
Ein großer und ständiger Impuls war früher die Suche oder das Suchen selbst. Auch das ist jetzt anders. Der Weg geht weiter. Das ist auch schön, dass es so ist. Aber früher war die Suche wie ein Schmerz / ein Getrieben-Sein und gleichzeitig der Versuch diesem Schmerz zu entkommen. Da ist jetzt kein Schmerz mehr. Ich stoße wohl noch auf alte Gewohnheiten, Ablenkungsstrategien und Vorlieben. Das wird gesehen und als „leer“ erkannt. Es ist viel Angst einfach „über Bord“ gegangen. Und da ist gar keine Angst mehr vor dem Fühlen selber. Alles darf gefühlt werden. Alles ist willkommen.
„Unter“ allem „weiß ich“ um die Stille, die Leere, das Sein.
Wenn ich frage, worin oder wo taucht dieses oder jenes Phänomen auf?.. dann bin ich manchmal… wie… einfach Frieden selbst… keine Grenzen..
Wortlos. Ortlos. Nur jetzt. Und ich weiß inzwischen, dass das immer ist.
Selbst wenn ich einmal konzentriert in irgendeiner Arbeit versinke.. oder in was auch immer.. es macht nicht mehr wirklich einen Unterschied.
Ich merke auch, dass ich mich zum Teil anders bewege.. Die Hektik ist verschwunden. Machmal laufe ich extrem langsam von A nach B. Manchmal ganz normal, aber ohne innerlich getrieben zu sein.
Auch sogenannte äußere Umstände können nicht mehr so viel in mir bewirken. Alles ist mehr wie ein „Spiel“.. und ich weiß, ich kann nicht „aus dem Sein herausfallen“.
Ich glaube, ich kann nicht sagen, dass es den einen Moment oder Auslöser gab. Es waren eher ganz viele kleine Einsichten.. immer wieder von dir gefragt zu werden, immer wieder hinzusehen (Stichwort: "Socken-Beispiel"), immer wieder selber zu versuchen, es zu beschreiben, so als würde ich es zum ersten Mal versuchen.. und die unterschiedlichen Übungen zu machen..
Das hat es irgendwie „Stück für Stück tiefer rutschen lassen“.
Ich bin dir so dankbar für deine Begleitung! Das war essenziell wichtig für mich, diesen Austausch und deine Anleitung zu haben und somit einfach auch „dran zu bleiben“ und auf eine nicht repetitive Art (= nicht nur immer wieder dieselben Satsang-Videos anzuschauen), sondern in einem lebendigen ‚Gespräch‘ alle Fragen klären zu können.
Anfangs war meine Dankbarkeit noch mit einem leicht schlechten Gewissen vermischt, da du so viel deiner Zeit hier hineingegeben hast.
Jetzt ist einfach nur noch Dankbarkeit übrig. :-)
Das ist noch schöner.
Sei sehr sehr lieb umarmt!
In tiefer Verbundenheit..