Bis ans Ende des Weges
Re: Bis ans Ende des Weges
Liebe Carolina,
schön, von dir zu hören :-)
Erzähl doch einfach mal: Wo stehst du jetzt, was hat sich im Retreat vielleicht 'bestätigt' - oder was nicht - was ist klarer oder unklarer geworden, was wurde noch gesehen, nicht mehr gesehen oder neu gesehen?
schön, von dir zu hören :-)
Erzähl doch einfach mal: Wo stehst du jetzt, was hat sich im Retreat vielleicht 'bestätigt' - oder was nicht - was ist klarer oder unklarer geworden, was wurde noch gesehen, nicht mehr gesehen oder neu gesehen?
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Liebe Stillness,
Es war eine tolle Zeit. Ich bin noch in einem Zustand von "bliss".. wohlwissend, dass es ein Zustand / state ist. Auch in bliss ist kein Ich. :-)
Ich habe nichts, was gesagt wurde, als Widerspruch erlebt.. auch wenn ich jetzt besser verstehe, was damit gemeint ist, wenn gesagt wird, dass wir hier einen anderen Ansatz haben.
Ich habe unsere 'Arbeit' für alles, was ich in diesen Tagen erfahren durfte, als sehr hilfreich empfunden. Sie hat mein Erkennen / Sehen wirklich in eine Klarheit und irgendwie in eine Kraft gebracht.
Irgendwann war dann da aber kein bewusstes Unterscheiden von Ansätzen oder Blickwinkeln mehr, sondern alles war nur mehr "im Fluss". Eine Erfahrung und Ein Sehen von Erfahrung.
Immer wieder in verschiedensten Situationen: dass alles, was früher als Vorwand gedient hat, ein Ich-Gefühl geltend zu machen (Körperempfindungen, Gefühle, bestimmte Gedanken-Muster), "keinen Anspruch" mehr auf ein Ich stellen kann.
Ein kurzes Schauen. Dann ein klares Erkennen: Diese Erscheinung ist "leer". Leichtigkeit taucht auf. Bisweilen inmitten eines ablaufenden / sich ausagierenden Musters.
Und so kam das Thema auf den Tisch. In der Auseinandersetzung damit kam kurzzeitig das Empfinden von "Ich verliere meinen Blick" auf, weil sich "das Wollen" so stark zeigte. Aber genau an diesem Punkt wollte ich ja nochmal tiefer gehen.
Deshalb war es hilfreich den spezifischen Mechanismus nochmal ganz deutlich zu beleuchten, der mit dem Thema einhergeht... nur um dann auch hier wieder zu entdecken: nichts dahinter.
Maximal ein darunter liegendes Gefühl, vor dem ich bisher unbewusst weglaufen wollte.
Aber welches Gefühl auch immer auftaucht - es kann nicht mehr als "Ausrede" dienen.
Es wird als leer erkannt.
Einfach ein Gefühl. (So what?)
Darüber vielleicht eine Art "Schicht" von Gedanken.
Ein weiterer Gedanke, der sagt: "Das bin ich."
Immer bedeutungsloser.
Die Welt wird transparenter.
Das "Identifizieren" seltener.
Das Wollen reizloser.
Etwas anderes scheint in den Vordergrund "zu treten".
Etwas Unveränderliches, in dem all das erscheint..
Stille.
Dankbarkeit.
Wo stehst du jetzt,
Es war eine tolle Zeit. Ich bin noch in einem Zustand von "bliss".. wohlwissend, dass es ein Zustand / state ist. Auch in bliss ist kein Ich. :-)
was hat sich im Retreat vielleicht 'bestätigt' - oder was nicht -
Ich habe nichts, was gesagt wurde, als Widerspruch erlebt.. auch wenn ich jetzt besser verstehe, was damit gemeint ist, wenn gesagt wird, dass wir hier einen anderen Ansatz haben.
Ich habe unsere 'Arbeit' für alles, was ich in diesen Tagen erfahren durfte, als sehr hilfreich empfunden. Sie hat mein Erkennen / Sehen wirklich in eine Klarheit und irgendwie in eine Kraft gebracht.
Irgendwann war dann da aber kein bewusstes Unterscheiden von Ansätzen oder Blickwinkeln mehr, sondern alles war nur mehr "im Fluss". Eine Erfahrung und Ein Sehen von Erfahrung.
was ist klarer oder unklarer geworden,
Immer wieder in verschiedensten Situationen: dass alles, was früher als Vorwand gedient hat, ein Ich-Gefühl geltend zu machen (Körperempfindungen, Gefühle, bestimmte Gedanken-Muster), "keinen Anspruch" mehr auf ein Ich stellen kann.
Ein kurzes Schauen. Dann ein klares Erkennen: Diese Erscheinung ist "leer". Leichtigkeit taucht auf. Bisweilen inmitten eines ablaufenden / sich ausagierenden Musters.
Ich wollte für mich noch Klärung in ein persönliches Thema bringen, in dem ich noch "Anhaftung" wahrnehme..was wurde noch gesehen, nicht mehr gesehen oder neu gesehen?
Und so kam das Thema auf den Tisch. In der Auseinandersetzung damit kam kurzzeitig das Empfinden von "Ich verliere meinen Blick" auf, weil sich "das Wollen" so stark zeigte. Aber genau an diesem Punkt wollte ich ja nochmal tiefer gehen.
Deshalb war es hilfreich den spezifischen Mechanismus nochmal ganz deutlich zu beleuchten, der mit dem Thema einhergeht... nur um dann auch hier wieder zu entdecken: nichts dahinter.
Maximal ein darunter liegendes Gefühl, vor dem ich bisher unbewusst weglaufen wollte.
Aber welches Gefühl auch immer auftaucht - es kann nicht mehr als "Ausrede" dienen.
Es wird als leer erkannt.
Einfach ein Gefühl. (So what?)
Darüber vielleicht eine Art "Schicht" von Gedanken.
Ein weiterer Gedanke, der sagt: "Das bin ich."
Immer bedeutungsloser.
Die Welt wird transparenter.
Das "Identifizieren" seltener.
Das Wollen reizloser.
Etwas anderes scheint in den Vordergrund "zu treten".
Etwas Unveränderliches, in dem all das erscheint..
Stille.
Dankbarkeit.
Re: Bis ans Ende des Weges
Danke für deinen ausführlichen und schönen Bericht. Es freut mich, von dir zu hören und was du erfährst.
Möchtest du unser Gespräch und die Untersuchung hier weiter führen?
Möchtest du unser Gespräch und die Untersuchung hier weiter führen?
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Ja. Sehr gerne!! :-)Möchtest du unser Gespräch und die Untersuchung hier weiter führen?
Liebe Grüße zu dir
Re: Bis ans Ende des Weges
Prima :-)
Dann schau doch mal
Dann schau doch mal
Wenn das "Identifizieren" geschieht - was ist da identifiziert? Und womit?Das "Identifizieren" seltener.
Gibt es - in der realen Erfahrung - einen Vordergrund und einen Hintergrund? Vordergrund wovon? Hintergrund wovon?Etwas anderes scheint in den Vordergrund "zu treten".
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Es ist nur eine Vorstellung. Ein Gedanke ("Ich bin das.." z.B. Wollen) erscheint für einen Moment real. Bis dann wieder erkannt wird: Selbst das Wollen besteht nur aus einer Körperempfindung / eine Art Energie kombiniert mit einer Geschichte (=Gedanken). Darin ist keine Substanz. Und "Ich bin das" ist wie gesagt auch nicht mehr als ein weiterer Gedanke.was ist da identifiziert? Und womit?
Nichts identifiziert sich mit nichts.
Ich finde gerade keinen Vorher- oder Hintergrund. :-)Gibt es - in der realen Erfahrung - einen Vordergrund und einen Hintergrund? Vordergrund wovon? Hintergrund wovon?
Es war die Erfahrung eines Empfindens.. dass sich die Wahrnehmung irgendwie verändert.. wenn ich mir der Stille immer tiefer gewahr bin. Es ist wie ein Registrieren, dass da Stille ständig und "in allem" ist.. so dass das Kontrastreiche der Welt irgendwie "weicher" oder "durchlässiger" wird. Unterschiede scheinen nicht mehr so unterschiedlich zu sein.
Schwer in Worte zu fassen.
...Sein hat keinen Vordergrund und keinen Hintergrund.
Stille auch nicht.
Re: Bis ans Ende des Weges
Ist das nicht interessant? Wir erzählen die ganze Zeit diese Geschichte davon, dass wir identifiziert sind mit Gedanken, Gefühlen etc. etc. - dabei ist das auch nur eine weitere Geschichte, auch nur weitere Gedanken.Nichts identifiziert sich mit nichts.
Wenn also nichts sich mit nichts identifiziert - gibt es dann noch ein Problem mit einem Zustand, der sich "identifiziert" anfühlt? Falls es ein Problem damit gibt (ehrlich sein :-) - wo findest du dieses Problem?
Ja, so ist es. Alles ist einfach "hier", oder?...Sein hat keinen Vordergrund und keinen Hintergrund.
Was ist diese Stille? Kannst du Stille erfahren? Oder ist das ein Versucht, etwas zu "benennen", das nicht erfahrbar ist?Stille auch nicht.
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Wenn der Gedanke "Ich bin das" (z.B. das Wollen) für wahr / real gehalten wird, taucht ein Empfinden von Leid auf. Längst nicht mehr so mächtig wie früher, sondern eher subtil. Wenn das bemerkt wird, taucht der Impuls auf genauer hinzusehen. Und im Hinsehen habe ich dann wieder Klarheit darüber, was real ist und was nicht und das Leid verschwindet vollständig.Wenn also nichts sich mit nichts identifiziert - gibt es dann noch ein Problem mit einem Zustand, der sich "identifiziert" anfühlt?
So gesehen würde ich diese Vorgänge nicht als Problem bezeichnen. :-)
Ja, genau.Ja, so ist es. Alles ist einfach "hier", oder?
Stille oder Sein ist keine Erfahrung. Es ist das, was immer da ist, in dem alle Erfahrung auftaucht und von dem alles Erfahrene "durchdrungen" ist. Es ist "in und hinter" allem. Leer und voll zugleich.Was ist diese Stille? Kannst du Stille erfahren?
Es hat eine Art "süße Frequenz", wenn "mein" Gewahrsein mit Stille "verschmilzt"..
Das war nochmal ein Versuch zu benennen, was nicht als Erfahrung erfahrbar ist.
:-)
Re: Bis ans Ende des Weges
Wenn es nicht als Erfahrung erfahrbar ist - was ist es dann? Ein Konzept? Eine Vorstellung? Ein "Wissen"?Das war nochmal ein Versuch zu benennen, was nicht als Erfahrung erfahrbar ist.
:-)
Wie kannst du etwas als existent beschreiben, das du nicht erfahren kannst?
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Es ist etwas, dessen ich mir gewahr werde, weil etwas als nicht existent erkannt wurde, an dessen Existenz ich früher geglaubt habe. Also ist das Erleben eher, dass etwas wegfällt... und dadurch der Blick frei wird für das, was immer da war.Wie kannst du etwas als existent beschreiben, das du nicht erfahren kannst?
Keine weitere "objekthafte" Erfahrung, die kommt und geht.. sondern Sein, in dem alle Erfahrung erscheint ohne vom Sein getrennt zu sein.
Konzepte, Vorstellungen und Wissen tauchen auch darin auf.. und kommen und gehen ebenfalls wieder.
Re: Bis ans Ende des Weges
Hallo Liebe,
Gibt es eine "etwas" in dem Erfahrung auftaucht? Wo ist es? Was ist es? Bist Du es?
Was unterscheidet "Stille" oder dieses "Etwas" von dem, was du zuvor als "Space" bezeichnet hast?
Du schreibst einerseits, dass du es nicht erfährst, andererseits schreibst du, dass du dir dessen gewahr wirst. Was ist es denn nun? Ist es etwas, das für dich erfahrbar ist? Falls ja - wie?
Erfahren ist Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Denken.
Oder kannst du noch anders erfahren?
-
Wir brauchen hier einfach Klarheit, daher meine weiteren Fragen.
Bist du nicht 'diejenige', die erfährt?Sein, in dem alle Erfahrung erscheint ohne vom Sein getrennt zu sein.
Vorstellungen und Wissen tauchen auch darin auf..
Gibt es eine "etwas" in dem Erfahrung auftaucht? Wo ist es? Was ist es? Bist Du es?
Was unterscheidet "Stille" oder dieses "Etwas" von dem, was du zuvor als "Space" bezeichnet hast?
Wie wirst du dir dessen gewahr?Es ist etwas, dessen ich mir gewahr werde
Du schreibst einerseits, dass du es nicht erfährst, andererseits schreibst du, dass du dir dessen gewahr wirst. Was ist es denn nun? Ist es etwas, das für dich erfahrbar ist? Falls ja - wie?
Erfahren ist Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Denken.
Oder kannst du noch anders erfahren?
-
Wir brauchen hier einfach Klarheit, daher meine weiteren Fragen.
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Bist du nicht 'diejenige', die erfährt?
Ich bin bewusst.. und ich erfahre.
Aber Bewusstsein ist keine Erfahrung..
Ja, ich habe es zuvor als Space bezeichnet, aber es ist nicht räumlich. Es ist.. Leere. Nichts. Nicht etwas.Gibt es eine "etwas" in dem Erfahrung auftaucht? Wo ist es? Was ist es? Bist Du es?
Was unterscheidet "Stille" oder dieses "Etwas" von dem, was du zuvor als "Space" bezeichnet hast?
Und ja, ich würde sagen, alles taucht in mir auf.
Es ist "Sehen". Kein "etwas". Sehen "gewahrt" alles, auch sich selbst.Wie wirst du dir dessen gewahr?
Ich sehe...
Ist es etwas, das für dich erfahrbar ist? Falls ja - wie?
Ich würde sagen, wenn Sehen sich selbst sieht, hat das gewisse "Nebeneffekte" (Erfahrungen von bliss, Frieden etc.), aber es ist nicht direkt erfahrbar..
Re: Bis ans Ende des Weges
Danke für deine Erklärungen. Lass uns zum realen Erfahren zurückkommen.
Sieh dich um. Was siehst du?
Ich sehe...
Sieh dich um. Was siehst du?
This Here Now
Re: Bis ans Ende des Weges
Ich sehe den Bildschirm. Hände, die tippen. Gegenstände im Raum...Was siehst du?
Re: Bis ans Ende des Weges
Ich sehe den Bildschirm. Hände, die tippen. Gegenstände im Raum...Was siehst du?
Siehst du Stille, Bewusstsein, Sehen oder Carolina?
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