Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ich habe nur Vorstellungen (Gedanken) davon. Ich stelle es mir so vor, dass ich erkenne, dass das „ich“ in Form eines Egos bzw. eines Individuums nicht existiert, sondern irgendwie eingebildet ist, dass jedoch so etwas wie ein „selbst“ erkannt wird. Ein „selbst“, das alles (oder nichts?) ist und alles umfasst.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Sinnsuche, Wissenshunger, Verlangen nach Erkenntnis – zugegeben derzeit auch ein wenig inneres Leid.
Meist sind es Bücher / Literatur bzw. heutzutage Informationen aus dem Internet, die ich verschlinge. Es ist das daraus erlangte „Wissen“ und irgendwie wurde ich hierher gelinkt.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Gefallen an Weisheit und Sprüchen / Zitaten sowie „Literaturwissen“ über Manifestieren, Anziehung, Positives Denken (kann nicht sicher sagen, ob das funktioniert – ich kann es jedenfalls nicht), Krankheit als Seelensprache.
Mit 26 Jahren hatte ich einen heftigen Liebeskummer, der mich im Zustand großer Trauer kurzzeitig mal hat „erkennen“ lassen, dass ich nicht allein bin. Ca. 10 Minuten lang hatte ich da das Gefühl, dass außerhalb von mir so etwas wie eine „Sammlung von Seelen“ (so fühlte es sich an) besteht, die es gut mit mir meint und mir das Gefühl gab, nicht traurig sein zu müssen. Ich habe dieses Erlebnis nie vergessen.
Mit ca. Mitte 30 hatte ich mal eine Erfahrung, dass ich beim Einschlafen „in mich reingezogen“ wurde. In dieser Sekunde sah ich das Universum und war alles. Dabei bekam ich jedoch Todesangst (ich dachte, jetzt sterbe „ich“), wollte das nicht und kämpfte mich in das Aufwachen zurück. So ähnlich, wie wenn mir der Arm einschläft und ich das im Schlaf bemerke und dann davon wach werde und ihn krampfhaft versuche mit der anderen Hand zu bewegen und wieder zum Leben zu erwecken. Dieser kurze Moment bleibt für mich ähnlich unvergesslich wie das Trauer-Seelen-Erlebnis.
Mit Mitte 40 nun Sinnsuche durch innere Leere, Traurigkeit / Midlife Crisis. Ich bemerke, dass es Ereignisse gibt, die mich mehr ansprechen als andere, z. B. kritische Kommentare von anderen und das ich selektiv wahrnehme (Dinge, die gerade zu meiner Gedankenwelt passen). Derzeit sind es die Begriffe „Erleuchtung“, „Erwachen“, „Ich bin“ usw. und ich verschlinge alles an Infos, was ich dazu bekommen kann. Zuletzt Anssi Antila, Sarmapan, Karl Renz (Internet Videos) => Buch „Eckardt Tolle (Jetzt!)“, zwei Hörbücher von Byron Katie, Osho-Zitate usw. Phasenweise beschäftige ich mich damit gedanklich rund um die Uhr.
Ich habe das hier chronologisch aufgeführt und ich bemerke gerade, dass jedes Wissen / jeder Glaube, im Laufe der Zeit durch etwas anderes ersetzt wurde. Trotzdem gibt es da irgendeine Gemeinsamkeit „hinter den Dingen“.
Derzeit probiere zu meditieren, still zu sein, gewahr zu sein (den Begriff verstehe ich nicht) ….. wenn da jedoch nichts „klick“ macht, gebe ich wieder auf. Ich vermute, ich habe (hatte) ein stark aufgeblähtes Ego – jedoch ist es mir mittlerweile egal. Ich muss / will mir nichts mehr beweisen (außen erfolgreich / innen leer).
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Im Ergebnis ein „Erkennen“, ein „Aha-Erlebnis“, ein „Klick“. Das, was dieses „durch das Tor gehen“ ist, möchte ich erkennen bzw. erfahren.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden? 10
Wer oder was schaut denn da?
Re: Wer oder was schaut denn da?
Hallo,
ich will dich ein Stück begleiten. Lass uns direkt anfangen:
Wo ist für Dich der Unterschied zwischen Ich und Ego?
Grüße Matthias
ich will dich ein Stück begleiten. Lass uns direkt anfangen:
Wenn das ich erkennen würde, dass es nicht existiert, was würde dann bleiben? Und wer sucht? Wo bliebe die Suche?dass ich erkenne, dass das „ich“ in Form eines Egos [...] nicht existiert
Wo ist für Dich der Unterschied zwischen Ich und Ego?
Grüße Matthias
LG Matthias
Re: Wer oder was schaut denn da?
Hallo Matthias,
vielen Dank für die sehr schnelle Antwort und Deine Begleitung. Ich freue mich!
Ich meine mit Ego "meine" Lebensgeschichte durch Gedanken, Erinnerungen und Zukunftspläne. Dieses Ego existiert tatsächlich nur, wenn Gedanken aufkommen. Dies habe ich "intellektuell" schon erkannt. Bei z. B. Gedächtnisverlust oder im Laufe eines Lebens (Schule, Studium, Wehrdienst, Beruf, Beziehungen, Ehe, Kinder, Urlaube, Events) gibt / gäbe es unterschiedlichste bzw. mehrere „Ego-Geschichten“. Diese sind als Gesamtbild von "mir" aneinandergereiht, wären aber komplett austauschbar. Auch die Leben anderer Menschen oder Wiedergeburten wären völlig analog – nur die Schauspielbühne ändert sich. Das meine ich mit Ego.
Aber irgendein „dahinter“ bleibt jedoch irgendwie!? Ich meine mit dem "ich" so eine Art "Selbst".
Ich bzw. (selbst) kann doch etwas wahrnehmen und dies geschieht irgendwie immer aus mir heraus, also aus meinem Körper. Wenn ich schaue, sehe ich immer meine Nasenspitze, wenn ich darauf schiele oder meinen Körper, wenn ich an mir herunter schaue. Ich nehme doch also irgendwie subjektiv etwas wahr. Das meine ich mit "ich". Also das, was verbliebe, wenn das Ego (Gedankengeschichte) entfallen ist :-)
vielen Dank für die sehr schnelle Antwort und Deine Begleitung. Ich freue mich!
Dann gäbe es nur ein Sein. Es bliebe das Leben selbst.Wenn das ich erkennen würde, dass es nicht existiert, was würde dann bleiben?
Schon schwieriger. Es ist nun mal der Wunsch nach der Suche vorhanden. Ich finde keine Antwort darauf, wer sucht, wenn es ein "ich" nicht mehr gäbe. Die Suche würde dann komplett entfallen.Und wer sucht? Wo bliebe die Suche?
Genau mit diesen Begrifflichkeiten hadere ich wohl am meisten.Wo ist für Dich der Unterschied zwischen Ich und Ego?
Ich meine mit Ego "meine" Lebensgeschichte durch Gedanken, Erinnerungen und Zukunftspläne. Dieses Ego existiert tatsächlich nur, wenn Gedanken aufkommen. Dies habe ich "intellektuell" schon erkannt. Bei z. B. Gedächtnisverlust oder im Laufe eines Lebens (Schule, Studium, Wehrdienst, Beruf, Beziehungen, Ehe, Kinder, Urlaube, Events) gibt / gäbe es unterschiedlichste bzw. mehrere „Ego-Geschichten“. Diese sind als Gesamtbild von "mir" aneinandergereiht, wären aber komplett austauschbar. Auch die Leben anderer Menschen oder Wiedergeburten wären völlig analog – nur die Schauspielbühne ändert sich. Das meine ich mit Ego.
Aber irgendein „dahinter“ bleibt jedoch irgendwie!? Ich meine mit dem "ich" so eine Art "Selbst".
Ich bzw. (selbst) kann doch etwas wahrnehmen und dies geschieht irgendwie immer aus mir heraus, also aus meinem Körper. Wenn ich schaue, sehe ich immer meine Nasenspitze, wenn ich darauf schiele oder meinen Körper, wenn ich an mir herunter schaue. Ich nehme doch also irgendwie subjektiv etwas wahr. Das meine ich mit "ich". Also das, was verbliebe, wenn das Ego (Gedankengeschichte) entfallen ist :-)
Re: Wer oder was schaut denn da?
Da sind jetzt viele Themen auf einmal, zunächst mal ist mir wichtig die Klärung der Begriffe Ich/Ego, da diese immer wieder oftmals unterschiedlich gesehen werden in ihrer Bedeutung:
Beispiel:
Ich, Ego oder das Selbst nehmen eine Gedankengeschichte wahr, identifizieren sich mit diesem oder jenem, fühlen oder spüren Gefühle.
Wenn also alle Gedankengeschichten abfallen, wäre da nur noch reines Ich/Ego/Selbst? Kannst du das so feststellen?
Oder: Alle Gedankengeschichten drehen sich um das Zentrum Ich/Ego/Selbst?
Kannst du die Beziehung zw. Deinen Gedanken oder Gefühlen und dem Ich etwas genauer erläutern?
Also laut Wiki, Freud oder dem Buddhismus meinen Ich/Ego und Selbst das gleiche, deuten auf das selbe hin. Mir wäre es Recht wenn wir "Ich/Ego/Selbst = Gleich" im weiteren Verlauf auch so benützen könnten.Das meine ich mit "ich". Also das, was verbliebe, wenn das Ego (Gedankengeschichte) entfallen ist :-)
Beispiel:
Ich, Ego oder das Selbst nehmen eine Gedankengeschichte wahr, identifizieren sich mit diesem oder jenem, fühlen oder spüren Gefühle.
Wenn also alle Gedankengeschichten abfallen, wäre da nur noch reines Ich/Ego/Selbst? Kannst du das so feststellen?
Oder: Alle Gedankengeschichten drehen sich um das Zentrum Ich/Ego/Selbst?
Kannst du die Beziehung zw. Deinen Gedanken oder Gefühlen und dem Ich etwas genauer erläutern?
LG Matthias
Re: Wer oder was schaut denn da?
Oooh – genau hier hapert‘s bei mir noch. Aber ich denke, hier wird es wichtig, deshalb bitte mich lieber hiermit noch ein wenig länger quälen. Da sehe ich irgendwie immer noch einen Unterschied (s. u.). Soll es denn wirkliche SO sein?Also laut Wiki, Freud oder dem Buddhismus meinen Ich/Ego und Selbst das gleiche, deuten auf das selbe hin. Mir wäre es Recht wenn wir "Ich/Ego/Selbst = Gleich" im weiteren Verlauf auch so benützen könnten.
=>
Wenn wir uns z.B. verständigen auf "Ich/Ego/Selbst = Gleich", verbleibt aber für mich trotzdem „etwas“ dahinter, für das es dann wieder einen anderen Begriff geben müsste. Also etwas (ein Subjekt), das wahrnimmt? Oder ist DAS die Ich-Illusion? Mir wird auf einmal übel.
Ego bleibt für mich (bisher noch) das Ergebnis der Identifikation des „Ich /Selbst“ (= Wahrnehmung) mit der Gedankengeschichte. Das, was ich bisher als die „Ich-Illusion“ interpretiere.Beispiel:
Ich, Ego oder das Selbst nehmen eine Gedankengeschichte wahr, identifizieren sich mit diesem oder jenem, fühlen oder spüren Gefühle.
Leider noch nicht ganz. Zumindest reines Ich/Selbst, ja.Wenn also alle Gedankengeschichten abfallen, wäre da nur noch reines Ich/Ego/Selbst? Kannst du das so feststellen?
Oder: Alle Gedankengeschichten drehen sich um das Zentrum Ich/Ego/Selbst?
Aber Ego bliebe für mich immer noch dieses Gedankengeschichten-Konstrukt („Ich-Illusion“).
Gedanken tauchen einfach so auf, das habe ich schon erkannt. Ich kann sie nicht kontrollieren.Kannst du die Beziehung zw. Deinen Gedanken oder Gefühlen und dem Ich etwas genauer erläutern?
Wenn dann die Gedankengeschichten-Maschine startet, also, wenn mein Ego involviert wird, entstehen daraus Gefühle (Wut, Trauer, Freude, …)
=> Gedanken führen über ein Ego zu Gefühlen.
LG Didi :-)
Re: Wer oder was schaut denn da?
Findest du denn etwas Konkretes, etwas Reales oder Feststellbares "hinter" Ich/Ego/Selbst?Also etwas (ein Subjekt), das wahrnimmt? Oder ist DAS die Ich-Illusion? Mir wird auf einmal übel.
Ego bleibt für mich (bisher noch) das Ergebnis der Identifikation des „Ich /Selbst“ (= Wahrnehmung) mit der Gedankengeschichte.
Also wenn das ich sich mit seinen Gedanken beschäftigt wird daraus das Ego?Aber Ego bliebe für mich immer noch dieses Gedankengeschichten-Konstrukt („Ich-Illusion“).
Damit kann ich auch arbeiten. Wichtig ist mir nur dass ich weiss, was du meinst, wenn du von Ego sprichst.
Hast du ein konkretes Beispiel aus dem Alltag dafür? Das verstehe ich nicht ganz.=> Gedanken führen über ein Ego zu Gefühlen.
LG Matthias
Re: Wer oder was schaut denn da?
Da ist ein Glaube daran, dass es so etwas geben müsste. Aber etwas Konkretes, etwas Reales oder Feststellbares finde ich dahinter tatsächlich nicht.Findest du denn etwas Konkretes, etwas Reales oder Feststellbares "hinter" Ich/Ego/Selbst?
JA, genau DAS meine ich damit. So wäre es für mich stimmig.Also wenn das ich sich mit seinen Gedanken beschäftigt wird daraus das Ego?
Damit kann ich auch arbeiten. Wichtig ist mir nur dass ich weiss, was du meinst, wenn du von Ego sprichst.
Beispiel (gerade passiert):"=> Gedanken führen über ein Ego zu Gefühlen."
Hast du ein konkretes Beispiel aus dem Alltag dafür? Das verstehe ich nicht ganz.
Es kommt der Gedanke auf: „Montag Urlaubsende. Arbeit steht wieder an“. Dem Ego gefällt dieser Gedanke nicht, denn es hätte lieber noch länger Urlaub => kurze körperliche Erregung und Unmut (= Gefühl)
=> neue Gedanken: „Ach, ist doch noch ein Weilchen hin. Außerdem hast Du doch einen tollen Job“ => Gefühl der Entspannung.
Re: Wer oder was schaut denn da?
Gibt es hier vom Ego/Ich/Selbst einen Einfluss auf den inneren Monolog?Beispiel (gerade passiert):
Es kommt der Gedanke auf: „Montag Urlaubsende. Arbeit steht wieder an“. Dem Ego gefällt dieser Gedanke nicht, denn es hätte lieber noch länger Urlaub => kurze körperliche Erregung und Unmut (= Gefühl)
=> neue Gedanken: „Ach, ist doch noch ein Weilchen hin. Außerdem hast Du doch einen tollen Job“ => Gefühl der Entspannung.
LG Matthias
Re: Wer oder was schaut denn da?
Innerer Monolog ist ein spannendes Thema. Den führe ich ständig.Gibt es hier vom Ego/Ich/Selbst einen Einfluss auf den inneren Monolog?
- Nein, das Ego hat keinen Einfluss auf den inneren Monolog. Es ist für das Ego unmöglich, den nächsten aufkommenden Gedanken vorherzusagen oder zu beeinflussen.
- Das Ich/Selbst (noch gibt es ja da für mich einen Unterschied) …. oje, ich kann ich nicht fassen. Logisch, ich habe ja auch zuvor erkannt, dass es nichts Feststellbares / Reales ist. Und nun? Ich kann nicht beantworten, „wie“ das „Ich/Selbst“ Gedanken produziert oder beeinflusst. Ich finde nichts, sorry.
Dieses Wort (Käsenappel) benutze ich immer gegenüber meiner Frau, weil ich meist das mache, was sie will. :-) :-(
Bin ich also nicht nur der Käsenappel meiner Frau, sondern sogar der Käsenappel des Lebens?
Erschreckend!
Re: Wer oder was schaut denn da?
Ich benutze Ich/Selbst/Ego in einem Atemzug, für dich ist Ego zusätzlich die Identifikation des Ichs mit Gedankenkonstrukten. Das habe ich denke ich verstanden. (Ist mir dann so rausgerutscht...)Das Ich/Selbst (noch gibt es ja da für mich einen Unterschied)
Verlangt ja auch keiner :) Manchmal wird aber so allerhand noch entdeckt, wozu Klärungsbedarf besteht.Ich finde nichts, sorry.
:D=> Das würde bedeuten, dass ich mit den Gedanken nur eine Marionette des Lebens bin!? …. ein Käsenappel!?
Dieses Wort (Käsenappel) benutze ich immer gegenüber meiner Frau, weil ich meist das mache, was sie will. :-) :-(
Bin ich also nicht nur der Käsenappel meiner Frau, sondern sogar der Käsenappel des Lebens?
Erschreckend!
Nun - wenn Gedanken nicht beeinflusst werden können, dann drängt sich die nächste Frage nach den Entscheidungen auf. Wer entscheidet etwas?
LG Matthias
Re: Wer oder was schaut denn da?
:D
Nun - wenn Gedanken nicht beeinflusst werden können, dann drängt sich die nächste Frage nach den Entscheidungen auf. Wer entscheidet etwas?
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wann etwas getan wird. Ich kenne hier aus diesem Forum bereits das Hand-Experiment und ich habe es selbst durchgeführt. Die Hand wird einfach irgendwann gedreht; das habe ich so selbst erfahren.
Im Kleinen (Hand heben / drehen) merkt man das unmittelbar. Im Großen, also z. B. bei Lebensentscheidungen (Hochzeit, Berufswahl, teurere Anschaffungen, usw.) fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Aber es muss folglich das gleiche Prinzip sein. Das Ego entscheidet jedenfalls nicht. Begründungen für Entscheidungen legt man sich im Nachhinein durch Gedanken zurecht.
Woher nun die Impulse kommen? Keine Ahnung. Daher, wo auch die Gedanken herkommen :-)
Hier habe ich noch das Problem oder die Hürde oder den Glauben, dass Impulse und Gedanken aus dem "Selbst" (meinetwegen nennen wir es Gott oder die Natur oder das Leben) kommen. Liege ich hier falsch?
Re: Wer oder was schaut denn da?
Wo regt sich Widerstand? Kannst du diese "Annehmen-Blockade" erspüren?Im Großen, also z. B. bei Lebensentscheidungen (Hochzeit, Berufswahl, teurere Anschaffungen, usw.) fällt es mir schwer, das zu akzeptieren.
Du meinst also dass weitreichende Entscheidungen aus dir Selbst kommen (müssen - aus Sicht von Ich/(Ego)*/Selbst) und scheinbar bedeutungslose Handbewegungen einfach so geschehen :)?Hier habe ich noch das Problem oder die Hürde oder den Glauben, dass Impulse und Gedanken aus dem "Selbst" (meinetwegen nennen wir es Gott oder die Natur oder das Leben) kommen. Liege ich hier falsch?
Könnte es sein, dass hier noch Angst ist vor einer scheinbaren Bedeutungslosigkeit des Selbst?
LG Matthias
Re: Wer oder was schaut denn da?
Nun, zumindest auf der intellektuellen Ebene des Egos gäbe es dann die Erkenntnis, dass „ich“ absolut für nichts im Leben verantwortlich bin. Bis dato habe ich mich für jemanden gehalten, der für sein Leben und seine Umstände selbst verantwortlich ist. Insbesondere, dass man etwas verändern kann.Wo regt sich Widerstand? Kannst du diese "Annehmen-Blockade" erspüren?
Sämtliche Bedenken, Pläne, Ziele, Gewissensbisse, Hoffnungen, usw. wären UMSONST, da das Leben mit „mir“ macht, was es will.
Erspüren? Nun, ich verspüre gerade eine gewisse Erleichterung, denn „ich“ bin für nichts verantwortlich. So, wie es erleichtert, mal nicht Chef sein zu müssen und andere entscheiden zu lassen und das zu akzeptieren. Mir jedenfalls geht es dabei so.
Bisher ja. Aber JETZT gerade nicht mehr. Das Prinzip ist das Gleiche, egal ob große oder kleine Lebensereignisse (-entscheidungen). Aber bei den kleinen wird es schneller offensichtlich. Vorhin habe ich z. B. die „Durch-das-Haus-gehen-Übung“ gemacht. Faszinierend, wie ich agiere, ohne bewusst zu entscheiden. Absolut faszinierend!Du meinst also dass weitreichende Entscheidungen aus dir Selbst kommen (müssen - aus Sicht von Ich/(Ego)*/Selbst) und scheinbar bedeutungslose Handbewegungen einfach so geschehen :)?
Es ist jedoch eine komplett neue Erkenntnis. Tatsächlich analog der hier an anderer Stelle erwähnten Weihnachtsmanngeschichte, die man irgendwann nicht mehr glaubt. Nicht schlimm, ….. sogar irgendwie „beruhigend“.
Bezogen auf das „Ego-Gehabe“ anderer Menschen, die z. B. stolz auf erbrachte Leistungen oder Gegebenheiten sind, kann man dann nur lächeln. Der Neid darüber z. B. verschwindet.
Bezogen auf das eigene „Ego-Gehabe“ …. kann man nur ehrfürchtig hinschauen / akzeptieren.
Jap! Genau das ist es.Könnte es sein, dass hier noch Angst ist vor einer scheinbaren Bedeutungslosigkeit des Selbst?
Die Bedeutungslosigkeit des Selbst (Gott / Leben) an sich?
Oje ….. ich habe immer an einen Sinn von allem geglaubt. Aber die Sinn-Frage wird hier im Forum sicher nicht behandelt. Ja, da ist eine Angst.
Im Moment habe ich die Ego-Illusion gerade „intellektuell“ total erkannt (denke "ich"). Aber lässt sich das irgendwie (dauerhaft) verfestigen bzw. verinnerlichen?
Re: Wer oder was schaut denn da?
Ich danke Dir übrigens über Deine bisherige Geduld. Ich hoffe, es stört nicht, dass ich immer etwas mehr schreibe als Du. Es hilft mir irgendwie.
Re: Wer oder was schaut denn da?
Du kannst gerne schreiben so viel, so lange und vor allem was du willst, bzw. was eben vorgesehen ist. Schreibe wenn es gut tut, das kann einen (Selbst-er-)Klärungsprozess in Gang setzen. :) Ich bin ja hier um zu fragen. Satsang wird an anderer Stelle angeboten :DIch danke Dir übrigens über Deine bisherige Geduld. Ich hoffe, es stört nicht, dass ich immer etwas mehr schreibe als Du. Es hilft mir irgendwie.
Schön :) Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und fragen: Gibt es das Ich in der Form, in der ich mir das vorstelle?zumindest auf der intellektuellen Ebene des Egos gäbe es dann die Erkenntnis, dass „ich“ absolut für nichts im Leben verantwortlich bin.
Ist ein Ich/Ego/Selbst real existent? So existent und real wie eine Beule, die vorhanden ist, nachdem du mit dem Kopf an eine Wand gerannt bist?
Wer könnte etwas dafür tun?Aber lässt sich das irgendwie (dauerhaft) verfestigen bzw. verinnerlichen?
LG Matthias
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