Hey Vicky,
Es ist dann eine Art Befreiung, etwas in mir erkennt dann das alles gut ist. Das geht dann aber schnell wieder verloren. Und war doch wieder nur eine schöne Erfahrung nichts weiter.... Und dann möchte ich da wieder hin. In diese Erfahrung. Und merkee dass sie nicht kommt wenn ich es will, sondern sie kommt wenn sie kommt und gut
Schön das du diese Erfahrungen hast :) Du schreibst, dass du diese Erfahrung zurück haben willst, sie aber nur kommt wenn sie will. Hast du schon mal darüber nachgedacht, keine Kontrolle zu haben? Was passiert in dir, wenn du dir sagst "ich habe keine Kontrolle. über nichts, rein gar nichts!"
Beschreibe das Gefühl was auftaucht. Beschreibe deine Gedanken die dazu auftauchen.
In mitten der Erfahrung merke ich dass es doch wieder nur eine Erfahrung ist. Eine Erfahrung, die auf dem Gedanken beruht, dass alles gut und in Ordnung ist, bis die nächste Geschichte auftaucht. die dann das Gegenteil behauptet...
Ja ich habe schon einmal darüber nachgedacht, keine Kontrolle zu haben. Ich denke da insbesondere beim Thema Liebe und Partnerschaft darüber nach. Es gab in den letzten Jahren Frauen die mit mir eine Partnerschaft wollten, ich aber nicht mit Ihnen. Dafür fühlte ich mich zu Frauen hingezogen, die wiederum von mir nicht viel wissen wollten. Da kann ich sehen, dass ich das überhaupt nicht in der Hand habe und gar keine Kontrolle habe wen ich mag und wen nicht. Wenn ich das kontrollieren könnte, könnte ich entscheiden jemanden zu lieben, der mich auch liebt..
Und dann entspannt sich alles in mir. Es ist aber sehr radikal. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich das Gefühl für viele Dinge doch schon die Kontrolle zu haben. Welche Entscheidungen ich treffe, was ich esse, ob ich Sport mache usw. Und dann kommt immer wieder das Gefühl vielleicht tatsächlich nichts in der Hand zu habe und die Kontrolle komplett aufzugeben. Es ist so als ob es zwei Energien in mir gibt und dese sich im Wechsel immer wieder zeigen. Dadurch tritt die Verwirttheit auf. Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll und was nicht.
Wenn ich mir sage, dass ich keine Kontrolle habe, ist da eine so tiefe Daseins Freude, eine exteme Entspannung und das
Gefühl von "getragen sein". Es tritt ein Gefühl der Demut auf und ein Gefühl der Verbundenheit mit allen Menschen und Lebenwesen. Der Verstand ist still und kann nichts tun, hat keine Macht mehr über mich. Und ich spüre das das die absolute Wahrheit ist. Das ist so klar und eindeutig.
Und dann kommt der Verstand und ich bemerke wie er versucht wieder die Kontrolle zu übernehmen. Indem er behauptet, dass es nicht so einfach ist und dass ich zumindest dass jetzt erstmal regelmäßig üben muss um das ins Alltagsleben zu integrieren. Und das Argument, dass wenn ich so garnichts in der Hand habe, nichts mehr einen Sinn ergibt. Und es kommt ein Gefühl des Individuellen "Ich" Also dass da ein Ich gibt, welches viele tolle Dinge erreichen kann in meinem Leben und die Handlungen in richtig und falsch einteilt.
Dazu eine kleine Übung: Hebe deinen rechten Arm (oder lass ihn unten). Während des Hebens oder Nicht-Hebens wird
eine Entscheidung getroffen, zumindest geschieht etwas (oder nicht). Kannst du den genauen
Augenblick der Entscheidung bestimmen und das konkrete Wesen finden, das diese
Entscheidung zu treffen scheint? Ist es wirklich möglich, den Moment der Entscheidung sowie den scheinbaren „Entscheider“ zu finden? Oder taucht die Idee „Ich habe mich
entschieden, meinen rechten Arm (nicht) zu heben“ erst nach dem eigentlichen Ereignis auf?
Es ist mir nicht möglich den genauen Zeitpunkt der Entscheidung zu bestimmen. Auch kann ich nicht konkret definieren wer diese Entscheidung trifft. Es ist ein Impuls würde ich sagen. Einfach ein Impuls das zu tun oder nicht. Und die Idee dass ich das Entschieden habe taucht im Nachhinein auf. Und der Gedanke ist ja dann so irrelvant, weil das Ereignis in der Vergangenheit liegt.
Wow, das ist wirklich krass.... Und ich frage mich gerade was das bedeutet...
Es ist dann nur irgendwie ein "Daseins Gefühl" nichts besonderes , nichts hochtrabenes. Einfach nur ein Dasein.
Gibt es da irgendwelche Erwartungen an dieses Gefühl? Ist dieses Dasein mit Frieden bestimmt?
Es ist irgendwie so, dass ich aus meinem Lebensdrama flüchten möchte und mich in dem Gefühl zu baden. Und ja, es ist eine Erwartung an dieses Gefühl. Ein Gefühl welches ich dauerhaft empfinden möchte um von den negativen Gedanken und Gefühlen zu fliehen. Und auf Basis dieses Gefühl möchte ich dann Entscheidungen treffen. Und hier sehe ich wieder die Tretmühle in der ich mich befinde.