Wunderbar, Blanca,
das mit den Gedanken hast du jetzt sehr klar gesehen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt. Ein Gedanke an sich kann eigentlich gar nichts, er wird einfach wahrgenommen.
Und auch das Gehetztheit im eigentlichen Sinne nicht existiert, sondern nur aus unterschiedlichen Wahrnehmungen und gedanklichen Interpretationen besteht.
Lass jetzt mal weitergehen in Richtung Körperidentifikation.
Setz dich bitte mal vor den Spiegel, schau hinein und betrachte in aller Ruhe dein Gesicht. Nimm, so gut es geht, mal wieder die Sichtweise eines Babies ein.
Was kannst du bei der Betrachtung beobachten, an Bildern, Empfindungen, Gedanken?
Wie kommt der Eindruck zustande, dass dieses Gesicht für das Eigene gehalten wird?
Ist da ein wirkliches "Ich", das aus dem Spiegel zurückschaut?
Sei bitte bei der Betrachtung genau so schön klar, wie in deinem letzten Post.
Dir ein schönes Wochenende!
Hilfe beim hinschauen
Re: Hilfe beim hinschauen
Vielen Dank! Freut mich.
Ich bin gerade total krank, liege mit Fieber im Bett aber versuche es trotzdem.
Gedanken: das ist total schwer. Ich weiß gar nicht was ich hier sehen soll. Ist das denn etwas anderes als einfach so wie ein Baby in die Gegend zu schauen? Denn Spiegel oder nicht Spiegel, ich oder nicht ich: ein Bild trifft eben auf die Netzhaut.
Also pure Empfindung: Sehen findet statt. Die Grenze meines Körpers, und die Grenze zwischen meinem Körper und dem Gesehenen verschwindet. Das lässt sich gar nicht trennen.
Irgendetwas am Spiegel ist seltsam: ein dreidimensionale Bild wird zweidimensional, sieht aber dreidimensional aus. Irgendwie eine Ebenen-Verschachtelung. Komisch, da ist vielleicht irgendetwas... Auf jeden Fall: Ohne Gedanken-Aktivität gibt es keine Dreidimensionalität. Das blitzschnelle gedankliche Benennen ordnet den Ansturm in ein für es selbst veständliches Bild.
Irgendwie ist da ein Reagieren auf Augen, ein Fokus auf die Augen. Bin aber nicht sicher. Und weiß nicht warum. Aber es hat keine Bedeutung. Alle Bedeutung wäre hinzugedichtet.
Empfindung:
Schwindel. Keine Trennung von Körper und Gesehenem. Die Grenzen verschwimmen.
Nur durch Vorwissen und Abstraktionsvermögen ist es zu „wissen“, dass das das eigene Gesicht sein soll. Weil man gelernt hat, was ein Spiegel ist, dass man Bewegungen verfolgen kann im Spiegel, die die eigene Hand zb macht. Weil ich gelernt habe, wie „ich aussehe“. Es kommt mir nicht vor wie ich oder selbst oder persönlicher als der Rest des Gesehenen. Es gibt keine wahrnehmbare Grenze. Schauen passiert. Kein abtrennbares Ich. Alles ich.
Ich bin gerade total krank, liege mit Fieber im Bett aber versuche es trotzdem.
Gedanken: das ist total schwer. Ich weiß gar nicht was ich hier sehen soll. Ist das denn etwas anderes als einfach so wie ein Baby in die Gegend zu schauen? Denn Spiegel oder nicht Spiegel, ich oder nicht ich: ein Bild trifft eben auf die Netzhaut.
Also pure Empfindung: Sehen findet statt. Die Grenze meines Körpers, und die Grenze zwischen meinem Körper und dem Gesehenen verschwindet. Das lässt sich gar nicht trennen.
Irgendetwas am Spiegel ist seltsam: ein dreidimensionale Bild wird zweidimensional, sieht aber dreidimensional aus. Irgendwie eine Ebenen-Verschachtelung. Komisch, da ist vielleicht irgendetwas... Auf jeden Fall: Ohne Gedanken-Aktivität gibt es keine Dreidimensionalität. Das blitzschnelle gedankliche Benennen ordnet den Ansturm in ein für es selbst veständliches Bild.
Irgendwie ist da ein Reagieren auf Augen, ein Fokus auf die Augen. Bin aber nicht sicher. Und weiß nicht warum. Aber es hat keine Bedeutung. Alle Bedeutung wäre hinzugedichtet.
Empfindung:
Schwindel. Keine Trennung von Körper und Gesehenem. Die Grenzen verschwimmen.
Das Gesicht schaut mich an und das Bild verschwimmt ständig, ohne Vorwissen würde ich nie drauf kommen, dass das ich sein soll, nicht mal dass da ein Mensch ist. Was wäre überhaupt ein Mensch ohne Vorwissen/Erlerntes?Wie kommt der Eindruck zustande, dass dieses Gesicht für das Eigene gehalten wird?
Ist da ein wirkliches "Ich", das aus dem Spiegel zurückschaut?
Nur durch Vorwissen und Abstraktionsvermögen ist es zu „wissen“, dass das das eigene Gesicht sein soll. Weil man gelernt hat, was ein Spiegel ist, dass man Bewegungen verfolgen kann im Spiegel, die die eigene Hand zb macht. Weil ich gelernt habe, wie „ich aussehe“. Es kommt mir nicht vor wie ich oder selbst oder persönlicher als der Rest des Gesehenen. Es gibt keine wahrnehmbare Grenze. Schauen passiert. Kein abtrennbares Ich. Alles ich.
Re: Hilfe beim hinschauen
Liebe Blanca,
dir erst einmal gute Besserung! Schau mal, ob du gerade genug Klarheit und Konzentration für die Untersuchungen aufbringen kannst oder ob du lieber etwas pausieren möchtest.
Schau nochmal ganz genau hin, ob da etwas, von einem Bezugspunkt aus, den Augen, von innen, wie aus einem Zelt heraus, in die Welt hinaus blickt.
Ist irgendwo eine Hülle wahrnehmbar?
Wie kommt es, dass die Empfindung im Augenbereich eine Relevanz erhält?
Liebe Grüße!
dir erst einmal gute Besserung! Schau mal, ob du gerade genug Klarheit und Konzentration für die Untersuchungen aufbringen kannst oder ob du lieber etwas pausieren möchtest.
Prima! In Wirklichkeit ist keine Trennung wahrnehmbar ....
Nur durch Vorwissen und Abstraktionsvermögen ist es zu „wissen“, dass das das eigene Gesicht sein soll. Weil man gelernt hat, was ein Spiegel ist, dass man Bewegungen verfolgen kann im Spiegel, die die eigene Hand zb macht. Weil ich gelernt habe, wie „ich aussehe“. Es kommt mir nicht vor wie ich oder selbst oder persönlicher als der Rest des Gesehenen. Es gibt keine wahrnehmbare Grenze. Schauen passiert. Kein abtrennbares Ich. Alles ich.
Also pure Empfindung: Sehen findet statt. Die Grenze meines Körpers, und die Grenze zwischen meinem Körper und dem Gesehenen verschwindet. Das lässt sich gar nicht trennen.
Gut.rgendwie ist da ein Reagieren auf Augen, ein Fokus auf die Augen. Bin aber nicht sicher. Und weiß nicht warum. Aber es hat keine Bedeutung. Alle Bedeutung wäre hinzugedichtet.
Schau nochmal ganz genau hin, ob da etwas, von einem Bezugspunkt aus, den Augen, von innen, wie aus einem Zelt heraus, in die Welt hinaus blickt.
Ist irgendwo eine Hülle wahrnehmbar?
Wie kommt es, dass die Empfindung im Augenbereich eine Relevanz erhält?
Liebe Grüße!
Re: Hilfe beim hinschauen
In Bezug auf die Wahrnehmung des Bildes:Wie kommt es, dass die Empfindung im Augenbereich eine Relevanz erhält?
Ein Baby reagiert ja auf Augen, oder sogar auf zwei Punkte - vielleicht ist es tatsächlich etwas Biologisches, dass der Blick von den Augen angezogen wird?
Denn ich erkenne keinen anderen Grund. Die Augen scheinen das Anziehendste zu sein, das Ausdruckstärkste, das Dichteste, das Zentrum des Bildes.
In Bezug auf die Wahrnehmung von innen:
Die Augen sind wie ein Tunnel aus dem sich heraus alles öffnet. Wahrscheinlich meintest du das mit Zelt? Ich soll ja hier auch schauen. Wenn ich meinen Gehörsinn benutzen sollte, würde es ich vielleicht wie ein Tunnel aus dem Ohr heraus anfühlen. (Die Augen sind aber vielleicht noch stärker.)
Da ist etwas wie ein Tunnel, aber er öffnet sich und wird sofort durchsichtig, keine Hülle feststellbar, keine Grenze. „Ich“ verschwimme oder bin eins mit dem Bild, das ist klar. Trotzdem das Gefühl, dass ich die Aufgabe irgendwie nicht kapiere.Ist irgendwo eine Hülle wahrnehmbar?
Und das aufs Bild schauen von „innen“ aus: Dann fühlt es sich an, als würde die Welt „gegeneinander“ gehalten. Irgendwas sehe ich da noch nicht.
Ja, so ein Gefühl von Da-Sein, Alles, als ginge es von innen aus, aber gleichzeitig ist es auch überall.Schau nochmal ganz genau hin, ob da etwas, von einem Bezugspunkt aus, den Augen, von innen, wie aus einem Zelt heraus, in die Welt hinaus blickt.
Re: Hilfe beim hinschauen
Da ist etwas wie ein Tunnel, aber er öffnet sich und wird sofort durchsichtig, keine Hülle feststellbar, keine Grenze. „Ich“ verschwimme oder bin eins mit dem Bild, das ist klar. Trotzdem das Gefühl, dass ich die Aufgabe irgendwie nicht kapiere.
Eine typische unüberprüfte Annahme, die die Körperidentifikation verstärkt, ist, dass das Ich aus zwei Augen in die Welt hinaus schaut, und dass das Ich im Körper sitzt, also von etwas umhüllt ist. ich wollte einfach überprüfen, ob die in deinem Fall noch zieht.
Aber offensichtlich fallen dir derartige Vorstellungen eher schwer, und du kannst sehen, dass in der direkten Wahrnehmung kein Grenzen vorhanden sind.
Lass nun einmal das Thema Entscheidung und freier Wille überprüfen.
Mach bitte eine Liste, du kannst dir "aussuchen", welche. Etwas Praktisches, wie eine Einkaufsliste, eine Auflistung von Werkzeugen, die in eine Werkzeugkiste gehören oder eine beliebige andere ... Bitte beobachte dabei genau, wie es zu dieser Auswahl kommt. In direkter Erfahrung. Welche Gedanken, Empfindungen, Handlungen finden in welcher Reihenfolge statt?
Dann gibt es noch die "Entscheidung", wann du das tun willst, die Wahl, ob du einen Rechner oder ein anderes Medium dafür benutzt und letztendlich die "Entscheidung" aufzustehen und loszulegen. Beobachte jeweils detailgenau, wie es zu diesen Handlungen kommt.
Während du dann die Liste zusammenschreibst, achte darauf, wie das genau passiert, woher die Begriffe kommen, ob und wie eine "Wahl" getroffen wird. Gibt es in allen diesen Situationen tatsächlich eine Entscheidung zu beobachten? Wie passiert die Aneignung von Entscheidung? An welcher Stelle gibt es Kontrolle über den Prozess bzw. das Endergebnis?
Machs schön!
Re: Hilfe beim hinschauen
Wann ich das tun will: Heute morgen habe ich gar nicht daran gedacht, weil ich plötzlich vom Bedürfnis überkommen wurde, die Wohnung zu putzen. Danach waren verschiedene andere Sachen zu tun, also war überhaupt erst jetzt Zeit. Jetzt will ich es machen, damit es erledigt ist und ich es nicht weiter vor mir herschiebe. Das ist schon eher wie ein Zwang. Hinzu kommt etwas Neugier, obwohl ich glaube, dass mir schon klar ist, dass ICH keine Entscheidungen trifft.
Dann allerdings habe ich kurz vorher noch ein Spiel mit meinem Sohn eingeschoben – das war ein Einfall von außen, das Gefühl, „wäre kurz entspannend und dauert nicht zu lange“ – kam in mich. Sicher kein ich das das entschieden hat.
Den Rechner benutzen ist schon entschieden, weil ich es sonst zweimal schreiben müsste. Dazu braucht es kein ich, das ist eine (charakterliche/genetische/persönliche?) Veranlagung zum Praktischen. Auch ein Thema dass ich mit Zeit habe. „Zeit sparen“. Scheint, obwohl ich von ich rede, aber nicht freier Wille zu sein. Hier wieder eher das Gefühl ein Ich wäre dem ausgeliefert. Aber das ich ist nicht zu finden.
Die Entscheidung, welche Liste ich machen will, ist zäh. Für alles gibt es pro und con. Einkaufsliste ist zu offen, kann alles rein oder nichts. Und langweilig. Ein-Tages-Ausflug mit meinem Sohn - Mitnehmliste? Zu kurz und langweilig. Meine to-do Liste? Zu persönlich? Andererseits etwas mit dem ich eh beschäftigt bin, zwei Fliegen mit einer Klappe, also praktischer. Bedenken, weil es ein offener Blog ist - Gedanke: zu privat?. Gedanke: Ach so privat ist ja auch nicht. Das geht ein paar mal hin u her, schließlich mache ich es , Gefühl: ist ja auch egal. Und mir fällt auch nichts anderes ein!
Also diese Woche zu tun:
- 2 Arztbesuche. Langweilig, „raubt mir Zeit“, muss halt sein. Mache ich diese Woche weil ich mehr Zeit habe.
- Freundin schreiben, schon lange vor mir her geschoben - wir schreiben uns in regelmäßigen langen Abständen, wobei der Abstand bei mit meist länger ist. Etwas schlechtes Gewissen, etwas Pflichtgefühl. Lust, mich mit ihr zu unterhalten: sehr. Schreiben: weniger.
War in letzter Zeit so beschäftigt dass keine Zeit dafür da war, auch weil anstrengend erschienen und ich eh das Gefühl hatte, angestrengt genug zu sein. Aber Pflichtgefühl bleibt, muss noch schreiben.
- Bekannten anrufen, schiebe ich vor mir her, weil ich noch nicht sicher bin, wie ich mich in einer gewissen Sache ausdrücken soll. Mache ich schon noch, wenn ich es weiß, eilt nicht. Aber zäh. Kein freier Wille, eher widerstreitende Impulse, mal schauen, wie lange es braucht, bis ich es mache.
- Bilder für Ausstellung machen. Muss in den nächsten zwei Wochen geschehen. Keine freie Entscheidung. Ok- nachdem ich mich entschieden habe für die Ausstellung. Die war natürlich auch keine Entscheidung sondern schon klar, nachdem ich mich für meinen Beruf entschieden hatte. Das war auch keine Entscheidung sondern ich hatte das Gefühl, keine Wahl zu haben.
- Webseite updaten. Muss mal wieder sein. Keine Entscheidung.
- Fotos bearbeiten von Bildern. Muss sein, nicht ganz dringend.
- Weitere Fotos bearbeiten/auswählen für Publikation. Muss sein.
- Bildertransport organisieren? Oder nicht? Brauche ich die Bilder? Keine Entscheidung, die ich treffe, sondern die Faktoren entscheiden, sofern und welche mir noch einfallen zu dem Thema.
- Kleinkram: organisatorische emails, Telefonate, muss sein
Klar/wusste ich schon:
alles sind Dinge die ich machen muss / oder da ist der Glaube, es zu müssen / oder gemessen an meinen Zielen ergibt es sich. Zu meinen Zielen: da habe ich nicht den Eindruck dass das freie Wahl ist, wenn überhaupt Wahl bestünde, dann wird sie unbewusst getroffen, was ja wieder heißt dass keine freie Wahl stattfindet.
Aber was mich wirklich stutzig macht ist das Thema Zeit, da komme ich gar nicht zurecht. Natürlich nimmt man immer nur den Moment wahr, ich verstehe, dass Zukunft Illusion ist - aber der Körper wird ja älter, das kann man wohl nicht abstreiten?!
Ich finde es so verwirrend, dass heute heute ist und morgen dann morgen, irgendetwas daran finde ich so seltsam. Und weiß nicht was wie warum...
Und – selbst wenn ich gesehen habe, dass gehetzt sein nicht wirklich ist – ist meine Erfahrung immer noch die des „ich habe nicht genug Zeit“. Und viele Ängste damit verbunden....
Dann allerdings habe ich kurz vorher noch ein Spiel mit meinem Sohn eingeschoben – das war ein Einfall von außen, das Gefühl, „wäre kurz entspannend und dauert nicht zu lange“ – kam in mich. Sicher kein ich das das entschieden hat.
Den Rechner benutzen ist schon entschieden, weil ich es sonst zweimal schreiben müsste. Dazu braucht es kein ich, das ist eine (charakterliche/genetische/persönliche?) Veranlagung zum Praktischen. Auch ein Thema dass ich mit Zeit habe. „Zeit sparen“. Scheint, obwohl ich von ich rede, aber nicht freier Wille zu sein. Hier wieder eher das Gefühl ein Ich wäre dem ausgeliefert. Aber das ich ist nicht zu finden.
Die Entscheidung, welche Liste ich machen will, ist zäh. Für alles gibt es pro und con. Einkaufsliste ist zu offen, kann alles rein oder nichts. Und langweilig. Ein-Tages-Ausflug mit meinem Sohn - Mitnehmliste? Zu kurz und langweilig. Meine to-do Liste? Zu persönlich? Andererseits etwas mit dem ich eh beschäftigt bin, zwei Fliegen mit einer Klappe, also praktischer. Bedenken, weil es ein offener Blog ist - Gedanke: zu privat?. Gedanke: Ach so privat ist ja auch nicht. Das geht ein paar mal hin u her, schließlich mache ich es , Gefühl: ist ja auch egal. Und mir fällt auch nichts anderes ein!
Also diese Woche zu tun:
- 2 Arztbesuche. Langweilig, „raubt mir Zeit“, muss halt sein. Mache ich diese Woche weil ich mehr Zeit habe.
- Freundin schreiben, schon lange vor mir her geschoben - wir schreiben uns in regelmäßigen langen Abständen, wobei der Abstand bei mit meist länger ist. Etwas schlechtes Gewissen, etwas Pflichtgefühl. Lust, mich mit ihr zu unterhalten: sehr. Schreiben: weniger.
War in letzter Zeit so beschäftigt dass keine Zeit dafür da war, auch weil anstrengend erschienen und ich eh das Gefühl hatte, angestrengt genug zu sein. Aber Pflichtgefühl bleibt, muss noch schreiben.
- Bekannten anrufen, schiebe ich vor mir her, weil ich noch nicht sicher bin, wie ich mich in einer gewissen Sache ausdrücken soll. Mache ich schon noch, wenn ich es weiß, eilt nicht. Aber zäh. Kein freier Wille, eher widerstreitende Impulse, mal schauen, wie lange es braucht, bis ich es mache.
- Bilder für Ausstellung machen. Muss in den nächsten zwei Wochen geschehen. Keine freie Entscheidung. Ok- nachdem ich mich entschieden habe für die Ausstellung. Die war natürlich auch keine Entscheidung sondern schon klar, nachdem ich mich für meinen Beruf entschieden hatte. Das war auch keine Entscheidung sondern ich hatte das Gefühl, keine Wahl zu haben.
- Webseite updaten. Muss mal wieder sein. Keine Entscheidung.
- Fotos bearbeiten von Bildern. Muss sein, nicht ganz dringend.
- Weitere Fotos bearbeiten/auswählen für Publikation. Muss sein.
- Bildertransport organisieren? Oder nicht? Brauche ich die Bilder? Keine Entscheidung, die ich treffe, sondern die Faktoren entscheiden, sofern und welche mir noch einfallen zu dem Thema.
- Kleinkram: organisatorische emails, Telefonate, muss sein
Klar/wusste ich schon:
alles sind Dinge die ich machen muss / oder da ist der Glaube, es zu müssen / oder gemessen an meinen Zielen ergibt es sich. Zu meinen Zielen: da habe ich nicht den Eindruck dass das freie Wahl ist, wenn überhaupt Wahl bestünde, dann wird sie unbewusst getroffen, was ja wieder heißt dass keine freie Wahl stattfindet.
Aber was mich wirklich stutzig macht ist das Thema Zeit, da komme ich gar nicht zurecht. Natürlich nimmt man immer nur den Moment wahr, ich verstehe, dass Zukunft Illusion ist - aber der Körper wird ja älter, das kann man wohl nicht abstreiten?!
Ich finde es so verwirrend, dass heute heute ist und morgen dann morgen, irgendetwas daran finde ich so seltsam. Und weiß nicht was wie warum...
Und – selbst wenn ich gesehen habe, dass gehetzt sein nicht wirklich ist – ist meine Erfahrung immer noch die des „ich habe nicht genug Zeit“. Und viele Ängste damit verbunden....
Re: Hilfe beim hinschauen
Liebe Blanca,
Wenn das einzige was wirklich real ist, die direkte unmittelbare Erfahrung ist
... und alles Weitere die Illusionen sind, die daraus zusammengebaut werden, was spricht dann dagegen, dass es auf der illusionären Ebene eine Zukunft gibt?
Ok, da sind also ganz viele Gedanken, die auftauchen und Gefühle. Schau jetzt nochmal mikroskopisch hin. Löst dann ein Gedanke oder Gefühl tatsächlich eine Entscheidung aus oder passiert die Tätigkeit einfach?
Kannst du zwischen Gedanke/Empfindung und "Tun" eine Verbindung finden?
Insgesamt lese ich aus deinem Post sehr viel kontrollieren wollen heraus.
Was ist das eigentlich genau, Kontrolle? Worauf verweist dieses Wort?
Was taucht auf, wenn du den Satz
"Es gibt keine Kontrolle in diesem Leben und keinen der sie ausführt" einmal in Ruhe einsinken lässt?
Liebe Grüße!
Aber was mich wirklich stutzig macht ist das Thema Zeit, da komme ich gar nicht zurecht. Natürlich nimmt man immer nur den Moment wahr, ich verstehe, dass Zukunft Illusion ist - aber der Körper wird ja älter, das kann man wohl nicht abstreiten?!
Ich finde es so verwirrend, dass heute heute ist und morgen dann morgen, irgendetwas daran finde ich so seltsam. Und weiß nicht was wie warum...
Wenn das einzige was wirklich real ist, die direkte unmittelbare Erfahrung ist
... und alles Weitere die Illusionen sind, die daraus zusammengebaut werden, was spricht dann dagegen, dass es auf der illusionären Ebene eine Zukunft gibt?
Die Entscheidung, welche Liste ich machen will, ist zäh. Für alles gibt es pro und con. Einkaufsliste ist zu offen, kann alles rein oder nichts. Und langweilig. Ein-Tages-Ausflug mit meinem Sohn - Mitnehmliste? Zu kurz und langweilig. Meine to-do Liste? Zu persönlich? Andererseits etwas mit dem ich eh beschäftigt bin, zwei Fliegen mit einer Klappe, also praktischer. Bedenken, weil es ein offener Blog ist - Gedanke: zu privat?. Gedanke: Ach so privat ist ja auch nicht. Das geht ein paar mal hin u her, schließlich mache ich es , Gefühl: ist ja auch egal. Und mir fällt auch nichts anderes ein!
Ok, da sind also ganz viele Gedanken, die auftauchen und Gefühle. Schau jetzt nochmal mikroskopisch hin. Löst dann ein Gedanke oder Gefühl tatsächlich eine Entscheidung aus oder passiert die Tätigkeit einfach?
Kannst du zwischen Gedanke/Empfindung und "Tun" eine Verbindung finden?
Insgesamt lese ich aus deinem Post sehr viel kontrollieren wollen heraus.
Was ist das eigentlich genau, Kontrolle? Worauf verweist dieses Wort?
Was taucht auf, wenn du den Satz
"Es gibt keine Kontrolle in diesem Leben und keinen der sie ausführt" einmal in Ruhe einsinken lässt?
Liebe Grüße!
Re: Hilfe beim hinschauen
Mein Eindruck war, dass die Gefühle für die Entscheidung überwogen haben/stärker waren, und dann hat sie deshalb stattgefunden. Der Schluss liegt nahe. Und das heißt nicht, dass es sich nicht um einen Roboter ohne freien Willen handelt.
Außerdem war mein Eindruck auch, dass da noch mehr ausschlaggebende Gründe sein könnten, die ich aber auch nicht sehen konnte.
Gesehen habe ich die Kausalität nicht.
Was habe ich gesehen? Idee kommt. Gedanken/Gefühle dafür oder dagegen sind anwesend. Entscheidung passiert.
Ok, das scheinen zwei verschiedene Ebenen zu sein, die sich nicht berühren: Gedanken/Gefühle und Handlung – weil ich zumindest keine Berührung sehen kann.
Es kann theoretisch sogar sein, dass erst die Entscheidung stattfindet. Und dann die ganzen Gefühle und Gedanken kommen.
Wie kommt dann die Entscheidung zustande????????????????
Also ich weiß nicht, wie die Entscheidung kam. Irgendwie sagt aber mein Verstand, dass Entscheidungen aufgrund von Veranlagung, Vorlieben, Begleitumständen, etc. getroffen werden. Also doch aus Gedanken resultieren, auch wenn die zum Großteil unbewusst sind.
Ich bin jetzt verwirrt und ratlos.
Kontrolle
Ja, da ist totales Kontrollieren Wollen, Ordnung schaffen wollen. Kontrolle wäre für mich jetzt, also für meine Gedanken jetzt, zu verstehen was genau passiert. Es zu durchschauen.
Es gibt keine Kontrolle in diesem Leben und keinen der sie ausführt.
Stimme ich doch sofort zu.
Sagt mir nichts.
Sinkt irgendwie nicht besonders tief.
Bin verwirrt. Weiß gerade gar nicht was meine Frage ist.
Außerdem war mein Eindruck auch, dass da noch mehr ausschlaggebende Gründe sein könnten, die ich aber auch nicht sehen konnte.
Gesehen habe ich die Kausalität nicht.
Was habe ich gesehen? Idee kommt. Gedanken/Gefühle dafür oder dagegen sind anwesend. Entscheidung passiert.
Ok, das scheinen zwei verschiedene Ebenen zu sein, die sich nicht berühren: Gedanken/Gefühle und Handlung – weil ich zumindest keine Berührung sehen kann.
Es kann theoretisch sogar sein, dass erst die Entscheidung stattfindet. Und dann die ganzen Gefühle und Gedanken kommen.
Wie kommt dann die Entscheidung zustande????????????????
Also ich weiß nicht, wie die Entscheidung kam. Irgendwie sagt aber mein Verstand, dass Entscheidungen aufgrund von Veranlagung, Vorlieben, Begleitumständen, etc. getroffen werden. Also doch aus Gedanken resultieren, auch wenn die zum Großteil unbewusst sind.
Ich bin jetzt verwirrt und ratlos.
Kontrolle
Ja, da ist totales Kontrollieren Wollen, Ordnung schaffen wollen. Kontrolle wäre für mich jetzt, also für meine Gedanken jetzt, zu verstehen was genau passiert. Es zu durchschauen.
Es gibt keine Kontrolle in diesem Leben und keinen der sie ausführt.
Stimme ich doch sofort zu.
Sagt mir nichts.
Sinkt irgendwie nicht besonders tief.
Ja.Wenn das einzige was wirklich real ist, die direkte unmittelbare Erfahrung ist
... und alles Weitere die Illusionen sind, die daraus zusammengebaut werden, was spricht dann dagegen, dass es auf der illusionären Ebene eine Zukunft gibt?
Bin verwirrt. Weiß gerade gar nicht was meine Frage ist.
Re: Hilfe beim hinschauen
Mein Eindruck war, dass die Gefühle für die Entscheidung überwogen haben/stärker waren, und dann hat sie deshalb stattgefunden. Der Schluss liegt nahe. Und das heißt nicht, dass es sich nicht um einen Roboter ohne freien Willen handelt.
Außerdem war mein Eindruck auch, dass da noch mehr ausschlaggebende Gründe sein könnten, die ich aber auch nicht sehen konnte.
Gesehen habe ich die Kausalität nicht.
Was habe ich gesehen? Idee kommt. Gedanken/Gefühle dafür oder dagegen sind anwesend. Entscheidung passiert.
Ok, das scheinen zwei verschiedene Ebenen zu sein, die sich nicht berühren: Gedanken/Gefühle und Handlung – weil ich zumindest keine Berührung sehen kann.
Es kann theoretisch sogar sein, dass erst die Entscheidung stattfindet. Und dann die ganzen Gefühle und Gedanken kommen.
Genau, eine Kausalität ist nicht auszumachen. Es passiert einfach so. Auch wenn Gedanken da sind, die sich partout dagegen sträuben.
Vorher hat es viele Gedanken und Gefühle gegeben, aber ob davon irgendetwas die Handlung ausgelöst hat, bleibt ein Mysterium :))
Möglicherweise gibt es gar keine Entscheidung, sondern Handlung wird einfach irgendwann ausgeführt?Wie kommt dann die Entscheidung zustande????????????????
Ja, da ist totales Kontrollieren Wollen, Ordnung schaffen wollen. Kontrolle wäre für mich jetzt, also für meine Gedanken jetzt, zu verstehen was genau passiert. Es zu durchschauen.
Was ist denn das genau für ein Ding, was wissen/kontrollieren will?
Kannst du in der direkten Erfahrung jemals ein Subjekt finden oder sind es immer nur wahrgenommene Objekte?
Kann ein wahrgenommes Objekt tatsächlich kontrollieren wollen?
Klar, da sind wahrscheinlich intensive Gefühle, die das Wissenwollen, Kontrollierenwollen begleiten, die den Gedanken ihre Relevanz zu geben scheinen.
Doch, bleibt der Wunsch nach Kontrolle wirklich bestehen, wenn die dazugehörigen Gefühle vollkommen da sein dürfen?
Re: Hilfe beim hinschauen
Da ist ein bedrücktes Gefühl. Angst, Unzufriedenheit.Was ist denn das genau für ein Ding, was wissen/kontrollieren will?
Kannst du in der direkten Erfahrung jemals ein Subjekt finden oder sind es immer nur wahrgenommene Objekte?
Körperlich eine leise Starre, ein bisschen müde, ein bisschen schwer.
Gedanken sind bei näherer Betrachtung:
Ich muss viel schaffen
Ich muss besonders gut / besonders sein
Der Tag muss besonders sein / die Zeit muss optimal genützt werden (da ist echt irgendein Spleen, den ich auch gerne noch mal anschauen würde – was die Zeit betrifft)
Dahinter die Überzeugung / Gedanken, dass ich also irgendwie besonders bin, aber versagt habe – aber allein die hohen Ansprüche zeugen schon von meiner Besonderheit
Was genau zu schaffen ist, bleibt schwammig, so dass schon bei schnellem Hinsehen klar ist: es gibt immer noch mehr, da kann ich nur „versagen“
Also, wenn die Gedanken so klar angeschaut werden und es findet sich ja kein Ich dass sie „hat“ oder „macht“. Und auch kein Ich das so besonders ist. Nur Gedanken die das behaupten, die sich ziemlich märchenhaft-metaphysisch ausnehmen, bei Betrachtung. Nüchtern betrachtet bin ich ziemlich normal, ganz ok, nicht perfekt, so wie alle.
Zwischenfrage: diese Entlarvung findet doch schon innerhalb der Illusionsebene statt?! Selbst MIT einem ICH wäre der Quatsch hier zu sehen. Ach so ja,ich sehe, das Ich/der Ich-Gedanke will wohl einfach immer besser, schöner, größer....das ist wahrscheinlich seine Natur.
Zurück: also ich finde kein Ich. - Aber der Widerstand geht ja nicht weg!!! Muss ich das noch klarer sehen?
Die Gedanken selber „wollen“ nicht kontrollieren. Sie sind ja einfach da und spielen sich aus. Sie sagen aber: hier muss kontrolliert werden. Du bist noch nicht gut genug. Etc. Das ist der Gedankeninhalt. Und die Gefühle werden dadurch angestoßen. (Ja, echt? Gibt es HIER dann beobachtbare Kausalität?? Vielleicht sind auch erst die Gefühle da und dann kommen dazu passende Gedanken???)Kann ein wahrgenommes Objekt tatsächlich kontrollieren wollen?
Die Gedanken KÖNNEN auch nicht kontrollieren.
Wer kann kontrollieren?
Die Gedanken setzen Gefühle in Gang (oder andersherum, oder nichts von beiden).
Die Gefühle können erst recht nicht kontrollieren.
Kann zb meine Persönlichkeit kontrollieren? Also eine Veranlagung, zb etwas ordentlich zusammenzufalten.
Ich sehe nur Strukturen die ihren Gang gehen, sich ausspielen.
Aber: ich glaube, ich sehe trzotzdem noch nicht klar genug dass das Ich eine Illusion ist.
Auch wenn ich Gedanken erkenne als solche, und kein Ich finde, ist da Trauer weil ich „mich“ als unzureichend beurteile.Doch, bleibt der Wunsch nach Kontrolle wirklich bestehen, wenn die dazugehörigen Gefühle vollkommen da sein dürfen?
Angst, mein inneres Kind fühlt sich bedroht, ausgeschlossen, verraten.
So traurig.
Ok, Trauer darf da sein. Dann ist halt Trauer da - anstatt der Dinge die die Gedanken gut geheissen hätten.
Es wird schon ein bisschen softer dann.
Aber habe den Eindruck dass ich da null durch bin.
Re: Hilfe beim hinschauen
Liebe Blanca
Ich sehe allerdings auch noch eine große Verliebtheit in die Botschaft der eigenen Gedanken, und eine große Bereitschaft, den Ideen zu glauben, die im Bewusstsein auftauchen.
Z.B den Gedanken, dass verschiedene Gefühle, wie der Widerstand bitteschön verschwinden sollen, wenn erkannt wurde, dass da kein Ich ist. Und dass das Leben dann gefälligst leichter zu sein hat! (oder so ähnlich ;))
Dazu gehört nach LU immer wieder das Hinterfragen: Stimmt das? Ist diese Idee wahr ... und wem gehört sie?
Wenn allerdings alte emotionale Themen noch nicht aufgelöst wurden und sich in der Gegenwart in starken Gefühlen manifestieren, was mir bei dir der Fall zu sein scheint, ist das häufig eine besondere Herausforderung. Dann sind einfach sehr viele Gefühle vorhanden, die sehr real und wuchtig erscheinen, so dass es manchmal nicht einfach ist, im Gefühlsdschungel einen klaren Blick zu behalten.
Prinzipiell geht nach meiner Erfahrung auf dem Weg zur Freiheit kein Weg um das Fühlen der Gefühle herum, entweder man ackert das irgendwie alleine ab oder man holt sich Unterstützung von außen.
LU ist prinzipiell ein Prozess, der beim Klarheit finden hilft. Das Reinführen in die Gefühle, was ich hier auch mit dir gemacht habe, gehört streng genommen nicht mit zum Prozess und ist über das www. auch nur sehr eingeschränkt möglich.
Schau mal, was du mit dieser meiner Antwort anfangen kannst.
Wir können hier gern noch weiter die Anhaftung und den Wahrheitsgehalt von Gedanken untersuchen, schreib mir, wenn du willst auch per PN, wie du weitermachen möchtest ...
Liebe Grüße. Karin
Na ja, wenn erkannt wird, dass da kein Ich vorhanden ist, von dem die ganzen Beobachtungen ausgehen, fällt das Entlarven normalerweise um einiges leichter.Zwischenfrage: diese Entlarvung findet doch schon innerhalb der Illusionsebene statt?! Selbst MIT einem ICH wäre der Quatsch hier zu sehen. Ach so ja,ich sehe, das Ich/der Ich-Gedanke will wohl einfach immer besser, schöner, größer....das ist wahrscheinlich seine Natur.
Hast du schon einmal festgestellt, dass der Widerstand umso stärker wird, je mehr wir ihn weghaben wollen? Wenn das widerständige Gefühl dagegen vollständig zugelassen wird, verliert es seine Krallen.Zurück: also ich finde kein Ich. - Aber der Widerstand geht ja nicht weg!!! Muss ich das noch klarer sehen?
Ich sehe, dass du in diesem Prozess sehr gründlich und entschieden bei der Sache bist, viel Zeit für die Untersuchung investierst und auch schon eine Menge erkannt hast.Die Gedanken KÖNNEN auch nicht kontrollieren.
Wer kann kontrollieren?
Die Gedanken setzen Gefühle in Gang (oder andersherum, oder nichts von beiden).
Die Gefühle können erst recht nicht kontrollieren.
Kann zb meine Persönlichkeit kontrollieren? Also eine Veranlagung, zb etwas ordentlich zusammenzufalten.
Ich sehe nur Strukturen die ihren Gang gehen, sich ausspielen.
Aber: ich glaube, ich sehe trzotzdem noch nicht klar genug dass das Ich eine Illusion ist.
Ich sehe allerdings auch noch eine große Verliebtheit in die Botschaft der eigenen Gedanken, und eine große Bereitschaft, den Ideen zu glauben, die im Bewusstsein auftauchen.
Z.B den Gedanken, dass verschiedene Gefühle, wie der Widerstand bitteschön verschwinden sollen, wenn erkannt wurde, dass da kein Ich ist. Und dass das Leben dann gefälligst leichter zu sein hat! (oder so ähnlich ;))
Dazu gehört nach LU immer wieder das Hinterfragen: Stimmt das? Ist diese Idee wahr ... und wem gehört sie?
Wenn allerdings alte emotionale Themen noch nicht aufgelöst wurden und sich in der Gegenwart in starken Gefühlen manifestieren, was mir bei dir der Fall zu sein scheint, ist das häufig eine besondere Herausforderung. Dann sind einfach sehr viele Gefühle vorhanden, die sehr real und wuchtig erscheinen, so dass es manchmal nicht einfach ist, im Gefühlsdschungel einen klaren Blick zu behalten.
Prinzipiell geht nach meiner Erfahrung auf dem Weg zur Freiheit kein Weg um das Fühlen der Gefühle herum, entweder man ackert das irgendwie alleine ab oder man holt sich Unterstützung von außen.
LU ist prinzipiell ein Prozess, der beim Klarheit finden hilft. Das Reinführen in die Gefühle, was ich hier auch mit dir gemacht habe, gehört streng genommen nicht mit zum Prozess und ist über das www. auch nur sehr eingeschränkt möglich.
Schau mal, was du mit dieser meiner Antwort anfangen kannst.
Wir können hier gern noch weiter die Anhaftung und den Wahrheitsgehalt von Gedanken untersuchen, schreib mir, wenn du willst auch per PN, wie du weitermachen möchtest ...
Liebe Grüße. Karin
Re: Hilfe beim hinschauen
Ok, ich habe Erwartung und Wunsch, dass es leichter wird. Das erzeugt den Gedanken, ob es wohl falsch läuft? Und da ist eine Tendenz, mich selbst hart zu beurteilen.
Auch wollte ich wohl deine Einschätzung wie weit ich das erkannt habe oder ob ich mich selbst belüge.
Ich sehe schon, dass es darum geht, den Erwartungen nicht mehr zu glauben.
Ja und da ist noch ein Glaube an den Gedanken, es nicht zu sehen.
Gleichzeitig habe ich diese zwei Sätze („ich sehe das noch nicht..“..) fett markiert, weil ich da auf eine weiterführende Frage gehofft hatte, also vielleicht gerade so etwas
Ich arbeite an meinem emotionalen Kram, sowieso, seit Jahren, und glaube, auch die Muster halbwegs zu kennen.
Hier ist ein Muster: das Bedürfnis zu hören dass ich halbwegs auf dem richtigen Weg bin. Aber klar, das ist auch eine Erwartung. Und ein Gedanke, dass das nötig ist.
Auch wollte ich wohl deine Einschätzung wie weit ich das erkannt habe oder ob ich mich selbst belüge.
Ich sehe schon, dass es darum geht, den Erwartungen nicht mehr zu glauben.
Ja und da ist noch ein Glaube an den Gedanken, es nicht zu sehen.
Gleichzeitig habe ich diese zwei Sätze („ich sehe das noch nicht..“..) fett markiert, weil ich da auf eine weiterführende Frage gehofft hatte, also vielleicht gerade so etwas
Stimmt das? Ist diese Idee wahr ... und wem gehört sie?
Das weiß ich nicht. Auf jeden Fall eine generelle Unsicherheit.sehr viele Gefühle vorhanden, die sehr real und wuchtig erscheinen,
Ich arbeite an meinem emotionalen Kram, sowieso, seit Jahren, und glaube, auch die Muster halbwegs zu kennen.
Hier ist ein Muster: das Bedürfnis zu hören dass ich halbwegs auf dem richtigen Weg bin. Aber klar, das ist auch eine Erwartung. Und ein Gedanke, dass das nötig ist.
Re: Hilfe beim hinschauen
Ist das so, dass man möglichst durch alle emotionalen Dinge schon durch sein muss, bevor LU funktionieren kann?
LG, b
LG, b
Re: Hilfe beim hinschauen
Liebe Blanca,
Ok, lass uns diesen Wunsch nochmal ganz genau ansehen.
Probiere das Ganze vielleicht auch die Erwartung/den Wunsch, dass es nach dem Gate leichter gehen soll.
Lass den Wunsch hier sein, ... die Gedanken, spüre in das Gefühl, das mit dem Wunsch auftaucht, gib dich vollkommen dem Wünschen hin.
Dann spüre rein in den Widerstand dagegen, vielleicht ein 'ich soll diesen Wunsch gar nicht haben' oder so, auch der Widerstand bringt ein Gefühl mit sich, lass auch das vollkommen da sein.
Ist da vielleicht so etwas wie ein Anhaften an den Wunsch? Ein 'das ist jetzt aber wichtig' oder 'der Wunsch hat recht'-Gedanke? Lade auch das und das Gefühl dazu ein und spüre einfach hinein.
Dann schau, ob sich das alles in irgendeiner Art persönlich anfühlt, lass auch dieses Gefühl sich entfalten,
... es ist nur ein Gefühl.
Nimm nun wahr, dass sich das alles nun schon ein wenig freier anfühlt, spüre in die etwas freiere Energie
Frag dich dann, ob der Ursprungswunsch nun noch wahr erscheint. Gibt es irgendetwas, was passieren bzw. getan werden muss?
Wiederhole das Ganze, wenn in diesem Moment noch Reste des Wunsches vorhanden sind.
Jedes Gefühl besteht aus vielen, sich zum Teil widersprechenden Komponenten und dekundären Gefühlen, wenn alles da sein darf, verliert es seine Relevanz und kann sich auflösen :))
Liebe Grüße!
Nein, das kann man so nicht sagen, häufig kann sich viel von dem alten Kram nach dem Gate besser lösen.Ist das so, dass man möglichst durch alle emotionalen Dinge schon durch sein muss, bevor LU funktionieren kann?
Hier ist ein Muster: das Bedürfnis zu hören dass ich halbwegs auf dem richtigen Weg bin. Aber klar, das ist auch eine Erwartung. Und ein Gedanke, dass das nötig ist.
Ok, lass uns diesen Wunsch nochmal ganz genau ansehen.
Probiere das Ganze vielleicht auch die Erwartung/den Wunsch, dass es nach dem Gate leichter gehen soll.
Lass den Wunsch hier sein, ... die Gedanken, spüre in das Gefühl, das mit dem Wunsch auftaucht, gib dich vollkommen dem Wünschen hin.
Dann spüre rein in den Widerstand dagegen, vielleicht ein 'ich soll diesen Wunsch gar nicht haben' oder so, auch der Widerstand bringt ein Gefühl mit sich, lass auch das vollkommen da sein.
Ist da vielleicht so etwas wie ein Anhaften an den Wunsch? Ein 'das ist jetzt aber wichtig' oder 'der Wunsch hat recht'-Gedanke? Lade auch das und das Gefühl dazu ein und spüre einfach hinein.
Dann schau, ob sich das alles in irgendeiner Art persönlich anfühlt, lass auch dieses Gefühl sich entfalten,
... es ist nur ein Gefühl.
Nimm nun wahr, dass sich das alles nun schon ein wenig freier anfühlt, spüre in die etwas freiere Energie
Frag dich dann, ob der Ursprungswunsch nun noch wahr erscheint. Gibt es irgendetwas, was passieren bzw. getan werden muss?
Wiederhole das Ganze, wenn in diesem Moment noch Reste des Wunsches vorhanden sind.
Jedes Gefühl besteht aus vielen, sich zum Teil widersprechenden Komponenten und dekundären Gefühlen, wenn alles da sein darf, verliert es seine Relevanz und kann sich auflösen :))
Liebe Grüße!
Re: Hilfe beim hinschauen
Ich bin übrigens morgen den ganzen Tag nicht im Netz ...
Who is online
Users browsing this forum: No registered users and 40 guests

