Nach Hause

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Wed May 10, 2017 5:14 pm

Liebe Karin,

vielen Dank für dein Guiding. Ich werde viel üben, da ich Zeit für mich habe.
Viel Vergnügen und Erfolg in London und gute Reise!

LG Donna

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Wed May 10, 2017 6:43 pm

Liebe Karin,
zweiter Versuch:

Vielen Dank für dein Guiding .Ich werde viel zum Üben kommen, da ich Zeit für mich habe.
Viel Spaß und Erfolg in London.
Guten Flug.

Donna

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Thu May 11, 2017 3:23 pm

Liebe Karin,

gestern fand ich nicht auf Anhieb den letzten Gruss an dich, da ich übersah, dass bereits auf die 3. Seite gesprungen wurde...
deshalb der "2. Versuch"....
Nimm die Gedanken, die in diesem Moment auftauchen zwar wahr, glaube ihnen jedoch nicht, nimm stattdessen mit allen Sinnen alles das wahr, was sich dir zeigt.
Lass dich dabei nicht von subtilen Etikettierungen oder Bewertungen von Empfindungen in die Irre leiten.

Schau einfach in die rohe Empfindung. Könnte irgendwas in diesem Moment anders sein, als es ist? Ist irgendetwas NICHT vollkommen in diesem Moment?
Dies ist eine Übung, die das Ich bereits einmal gemacht hat... damals kam Überraschung auf, da auf die sich ständig wiederholende Frage "Was ist falsch an diesem Moment?" die Antwort/das Erleben kam "nichts, nichts ist falsch an diesem Moment!" ... Keine Unvollkommenheit.

Diese Übung will das Ich heute noch ein paar Mal machen. Mal sehen ...

Gruss: Donna

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Fri May 12, 2017 10:13 am

Liebe Karin,

das Ich hat die Übung gemacht, der Körper-Geist Automat hat innerhalb seines Referenzrahmens diesen Impuls umgesetzt, in unterschiedlichen Situationen.

Es geschah immer wieder das Gleiche: Die Reduzierung auf die rohen Empfindungen ergab wieder: "Nichts ist falsch an diesem Moment." Keine Unvollkommenheit, kein Mangel. Wieso auch? Der /jeder Moment ist für sich immer echt und authentisch, egal ob Dehnungsschmerzen oder Vielfalt der Sinne (diffuser unkontrollierbarer Focus auf einzelne Sinnesdaten) etc. wahrgenommen wurde. Keine Ich-Illusion / kein Handelnder tritt auf. Ein Erleben so, wie es jetzt IST.
Schwierig ...sehr schwierig und sehr kurz wurde es bei Kurzgesprächen mit der alten Mutter.
Leider dauerte der jeweilige Moment nicht lange, sekundenweise ohne Gedanken, dann wieder Gedankenfetzen, dann wieder Ich-Gedanken und andere.
Im Hier und Jetzt...dasselbe. Das Erleben von Gefühlen in ihrer körperlichen Form und ihrem steten Wechsel wird deutlicher gespürt.

Heute sind die Noting-Übungen dran. Mal schauen, wie es tanzt-

Grüße Donna

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Fri May 12, 2017 6:08 pm

Liebe Karin,

es wird spannend ...
1. Ich sitze auf dem Stuhl und spüre die Lehne. Ich sehe aus dem Fenster. Ich höre einen Vogel. Ich spüre die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, ich stehe auf. Ich gehe in die Küche usw.
Mach das eine Weile und spüre in dich rein, wie sich das anfühlt, dann variiere die Übung ein wenig. Lass diesmal das Ich weg, also:
ICH-Sätze wie oben: undefinierbare Schwere und Anspannung im Körper..."Ich sitze auf dem Stuhl..." Schnelles Auftauchen weiterer Gedanken... besonders Modalsätze... Ich müsste jetzt aufräümen... die Wäsche ist auch noch nicht gemacht... diese Unordnung hatte ich früher nicht--- etc. Volle Identifikation mit dem Ich... Gedankenketten laufen an... Bewertungen und Beurteilungen folgen... Das Ich-Spiel ist am Tanzen--- Ich und die Welt da draußen, die kontrolliert werden will.

"Ich spüre die Sonne auf meiner Haut" ... Das ist mir zu warm... Ich war noch zu wenig draußen ...ich bräuchte mehr Bewegung... wohin soll das noch führen?..." Das gleiche Spiel der Dualität: Ich und die Welt... das Leben...
2. Sitzen und die Lehne spüren. Aus dem Fenster sehen. Einen Vogel hören. Die Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Aufstehen. In die Küche gehen, usw.
Was ist bei dieser zweiten Übung anders? Welche Betrachtungsweise fühlt sich freier an? Welche fühlt sich "wahrer" an? Braucht es ein Ich, um zu sein, etwas zu tun?
"Einen Vogel hören"... Anspannung und Schwere läßt nach. Satzketten sind anderer Art: einen LKW / Autotüren /Bellen hören; kommt hinzu--- weiter "Die Motorengeräusche sind laut... ein Rasenmäher in der Ferne leise..."
Immer noch differenziert...analytischer Eindruck; Gedankenprozess ist verlangsamt, Aufmerksamkeit zielt auf das Hören von Geräuschen.
Diese Art der Betrachtung fühlt sich in der Tat freier an...weil keine direkte Überlagerung durch Ich-Gedankenketten auftaucht... damit unmittelbarer... wahrer... Aber immer noch -auf spezielle Art- dualistisch ...
Jedenfalls braucht es kein ICH , um etwas zu tun... wahrzunehmen ...
3. Spüren. Sehen. Hören. Spüren. Spüren. Sehen, usw.
Fast unglaublich ! Die Aufmerksamkeit z.B. auf das Sehen ergibt einen Gesamteindruck, -bild... es wird "synthetisch"... nach längerem Verweilen schwindet ICH-Anspannung völlig...Begrifflichkeiten ... Etikettierungen sind nicht vorhanden... wie bereits schon öfters kurzzeitig erlebt. Eine reine Sinneserfahrung taucht auf. Ebenso beim Hören... beim Tastsinn Körper (Sitzen, anlehnen) wird / ist es diffus... Jedoch: die Reduktion auf das Verb "Sehen / Hören" ermöglicht viel leichter das Verlassen der Illusion in die Wirklichkeit...

Besonders beim Verb "Denken" bei Gedankenketten: es funktioniert wie ein Unterbrecher ... Marker...Stopper... Überraschung !
Die Verben als Wortbilder/ Gedanken ...Schilder---(sehen. hören usw.) fungieren wie ein Focussieren der Aufmerksamkeit in "Richtung" Wirklichkeit/Wahrheit. Und diese ist ständig vorhanden... das synthetische Erleben wird aber erst erfahren, wenn "ein Finger auf den Mond zeigt"--- jetzt versteht das Ich zum ersten Mal diesen Ausspruch -hoffentlich nicht falsch !...
das wird wohl das "direct pointing" sein ?!?

Jetzt aber Schluß für heute.

Lieben Gruß Donna

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Re: Nach Hause

Postby pregunta » Sat May 13, 2017 6:38 pm

Liebe Donna,

Es geschah immer wieder das Gleiche: Die Reduzierung auf die rohen Empfindungen ergab wieder: "Nichts ist falsch an diesem Moment." Keine Unvollkommenheit, kein Mangel. Wieso auch? Der /jeder Moment ist für sich immer echt und authentisch, egal ob Dehnungsschmerzen oder Vielfalt der Sinne (diffuser unkontrollierbarer Focus auf einzelne Sinnesdaten) etc. wahrgenommen wurde. Keine Ich-Illusion / kein Handelnder tritt auf. Ein Erleben so, wie es jetzt IST.
Schwierig ...sehr schwierig und sehr kurz wurde es bei Kurzgesprächen mit der alten Mutter.
Leider dauerte der jeweilige Moment nicht lange, sekundenweise ohne Gedanken, dann wieder Gedankenfetzen, dann wieder Ich-Gedanken und andere.
Im Hier und Jetzt...dasselbe. Das Erleben von Gefühlen in ihrer körperlichen Form und ihrem steten Wechsel wird deutlicher gespürt.
Ach, du kanntest die Uebung bereits ... Ich finde es jedoch nach wie vor immer wieder spannend, wie dieses klaren Wissens ein Verfangen in irgendwelchen Geschichten passieren kann, und hilfreich, mich genau in diesen Momenten auf den Augenblick zu konzentrieren.

Starke Kondtionierung kann das natuerlich erschweren, wie du mit deiner Mutter erfahren hast. Da ist der Realitaetsfaktor durch all die auftauchenden Gedanken und Gefuehle einfach viel hoeher ...

Spannend auch, was du bei den Noting-Uebungen erfahren hast. Selbst bei der ersten Uebung kommt es bei vielen Menschen schon zu einer Entspannung, wenn sie sich nur auf die Erfahrung konzentrieren und Gedankennhalte ausser Acht lassen. Allerdings ist die Entspannung bei der 3. Uebung bei allen am groessten, weil sich alles in der Ganzheit aufzuloesen scheint ...
Welche dieser drei Erfahrung fuehlt sich denn wahrer bzw. wahrhaftiger an?

Und, ... wie ist das, wenn du in direkter Erfahrung hinschaust, kannst du dann eine Handelnde finden? Also jemanden, der eine Handlung ausfuerhrt?

Schau mal genau, was passiert, wenn du z.B. langsam deinen Arm hebst. Mach das ruhig mehrmals. Hebst du den Arm? Gibst du tatsaechlich den Befehl, den Arm zu heben? Was kannst du dabei genau beobachten an Gedanken, Empfindungen etc.? Hast du eine wirkliche Kontrolle ueber das, was passiert?

Liebe Gruesse aus London!

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Sun May 14, 2017 8:37 am

Liebe Karin,

Kontrolle... das Kernthema---
Vorgestern nach dem intensiveren Üben der Moment- und Noting Praktiken geschah es, dass am späten Abend, als das ICH auf der Couch lag, dieses angenehme Körpergefühl auftauchte, welches vor Jahren intensiver geübt wurde.
Es ist die erste von den 8 buddhistischen Vertiefungen (Jhanas) wie sie von Ayya Khema gelehrt wurden. Das Rieseln und Rinnseln.. das Vibrieren und Pulsieren.. war sehr intensiv und durchzog den gesamten Körper. Es kam aus dem Nichts und ebbte nach einer ganzen Weile (ca. 15 m.) wieder ab, als das Ich die CDs dazu suchte und nicht fand.
Eine Begleiterscheinung der Moment- Übungen ?? Überraschend... ohne ein direktes Üben - auch schon so lange her ...
Die 2. (Liebe /Freude) und 3. (Frieden) sowie die 5. (Raum) konnte damals bereits durch Übung erlebt und erfahren werden, die 4. (Stille) war kaum zu erleben.
Was solls! So war es und wie es wird ist ungewiß! Eigentlich auch egal---

Heute morgen große Traurigkeit und tiefe Verlassenheitsgefühle: Es gibt NIEMAND der für JEMAND / MICH etwas tun könnte !! Kurze leichte Ärgerwellen... Angstwellen bleiben aus. Dafür diese Quasi- Leere, in der es niemanden gibt. Der Gedanke schießt hoch: Damit wird alles so sinnlos... wenn niemand da ist... nur noch ein automatisiertes Reiz-Reaktionsgebilde verschiedener natürlicher Organismen aller Art... des ganzen Kosmos ...
Diese tiefe Traurigkeit ist jetzt noch da, Tränen steigen auf... Schmerz wird gespürt---

Die Erinnerung kommt hoch : Vor Jahren wurde dieses Gefühl auf das Erkennen der absoluten Kontrolllosigkeit schon einmal heftig durchlebt... Nach einem Streit und der anschließenden Reflexion ( Wir haben keine Kontrolle über unsere unbewussten ? Verhaltensmuster ... sie geschehen einfach) brachte die Nacht ruhelosen Schlaf und bei jedem kurzen Aufwachen schoß ein Schluchzen und heftiges Weinen durch den Körper... Am Morgen bei einem einsamen Waldspaziergang erschien alles so hohl...leer--- trostlos eben, wenn erlebt wird, dass es da NIEMANDEN gibt... und wieder Tränen... jetzt-
Ein weiteres vergangenes Erlebnis: Auf der Fahrt zu einem Tanztreffen - wieder das Thema Kontrlllosigkeit - erhob sich ein gruseliges Grauen, das MICH ergriff, vor dieser Leerheit... Nicht-Anwesenheit von irgendetwas... 1-2 h dauerte es damals...
alles bloße Erinnerungen /Gedankengebilde des unruhigen Geistes, der dies in die Tastatur tippen will... es einfach so geschieht... Tränen und Schmerz... Gedanke des Ausgeliefertseins ... Tränen ... Schmerz ... jetzt--

Zu den Noting-Übungen:
Die 3. Übung fühlt sich für das Ich anstrengungslos und wahrer...wahrhaftiger ... an, ohne dass es da einen Handelnden.. Besitzer gäbe... Doch ... da ist ETWAS, das damit hadert, es (noch) nicht akzeptieren möchte, gedachte Sinnlosigkeit und mögliches Grauen /Gefühl weghaben möchte ... sich schützen möchte ---

Armheben: Dein Impuls /Auftrag.. Reiz irgendwann...irgendwie... mal schneller..mal langsamer wird die Reaktion ausgeführt... kein Besitzer... kein Handelnder ...kein ICH--- Tränen ...

Ein ETWAS /Mind wehrt sich--- es findet die geglaubte Identifikation... der KÖRPER !!! Da muss doch ein ICH zu finden sein--- der gehört doch MIR !!! Es darf doch nicht ein reines Reiz-Reaktionsmechanismus sein... Tränen ...

Der Stopp...
Gruß Donna

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Re: Nach Hause

Postby pregunta » Tue May 16, 2017 10:43 am

Liebe Donna, jetzt bin ich wieder da :))
Kontrolle... das Kernthema---
Vorgestern nach dem intensiveren Üben der Moment- und Noting Praktiken geschah es, dass am späten Abend, als das ICH auf der Couch lag, dieses angenehme Körpergefühl auftauchte, welches vor Jahren intensiver geübt wurde.
Es ist die erste von den 8 buddhistischen Vertiefungen (Jhanas) wie sie von Ayya Khema gelehrt wurden. Das Rieseln und Rinnseln.. das Vibrieren und Pulsieren.. war sehr intensiv und durchzog den gesamten Körper. Es kam aus dem Nichts und ebbte nach einer ganzen Weile (ca. 15 m.) wieder ab, als das Ich die CDs dazu suchte und nicht fand.
Eine Begleiterscheinung der Moment- Übungen ?? Überraschend... ohne ein direktes Üben - auch schon so lange her ...
Die 2. (Liebe /Freude) und 3. (Frieden) sowie die 5. (Raum) konnte damals bereits durch Übung erlebt und erfahren werden, die 4. (Stille) war kaum zu erleben.
Was solls! So war es und wie es wird ist ungewiß! Eigentlich auch egal---
Das klingt ja nach einer schönen Erfahrung ... Von diesen Jhana-Zuständen weiss ich aus eigener Erfahrung garnichts. Prinzipiell ist es aber so, dass diese Zustände unter all unserem Alltagskram (insbesondere dem Glauben an die Gedanken) verborgen sind und immer dann durchscheinen, wenn wir ihnen die Gelegenheit dazu geben.
Heute morgen große Traurigkeit und tiefe Verlassenheitsgefühle: Es gibt NIEMAND der für JEMAND / MICH etwas tun könnte !! Kurze leichte Ärgerwellen... Angstwellen bleiben aus. Dafür diese Quasi- Leere, in der es niemanden gibt. Der Gedanke schießt hoch: Damit wird alles so sinnlos... wenn niemand da ist... nur noch ein automatisiertes Reiz-Reaktionsgebilde verschiedener natürlicher Organismen aller Art... des ganzen Kosmos ...
Diese tiefe Traurigkeit ist jetzt noch da, Tränen steigen auf... Schmerz wird gespürt---
Die Erinnerung kommt hoch : Vor Jahren wurde dieses Gefühl auf das Erkennen der absoluten Kontrolllosigkeit schon einmal heftig durchlebt... Nach einem Streit und der anschließenden Reflexion ( Wir haben keine Kontrolle über unsere unbewussten ? Verhaltensmuster ... sie geschehen einfach) brachte die Nacht ruhelosen Schlaf und bei jedem kurzen Aufwachen schoß ein Schluchzen und heftiges Weinen durch den Körper... Am Morgen bei einem einsamen Waldspaziergang erschien alles so hohl...leer--- trostlos eben, wenn erlebt wird, dass es da NIEMANDEN gibt... und wieder Tränen... jetzt-
Ein weiteres vergangenes Erlebnis: Auf der Fahrt zu einem Tanztreffen - wieder das Thema Kontrlllosigkeit - erhob sich ein gruseliges Grauen, das MICH ergriff, vor dieser Leerheit... Nicht-Anwesenheit von irgendetwas... 1-2 h dauerte es damals...
alles bloße Erinnerungen /Gedankengebilde des unruhigen Geistes, der dies in die Tastatur tippen will... es einfach so geschieht... Tränen und Schmerz... Gedanke des Ausgeliefertseins ... Tränen ... Schmerz ... jetzt--
Erlaube dir, alles das zu fühlen, es sind wahrscheinlich Gefühle, die du seit langem mit dir rumträgst.

Und schau außerdem genau hin, ob es da irgendwelche Bewertungen, Abneigungen, Rechtfertigungen ( wie z.B. Hadern, nicht akzeptieren, sich davor schützen wollen) etc. auftauchen,
also Gefühle/Gedanken ÜBER die primären Gefühle. Es sind nie die Gefühle selbst, die schmerzhaft sind, sondern die Haltung, die wir ihnen gegenüber einnehmen. Nimm auch alle diese sekundären Gefühle wahr und lass sie vollkommen zu.

Möglicherweise fühlt sich das alles auch persönlich an. Dann erlaube auch diesem Gefühl da zu sein.

Dann lass alle Gedanken und Geschichten los, alle Etiketten ... und erlaube der puren Energie den Raum einzunehmen, den sie braucht, und spüre den Frieden, der unter alledem liegt.

Schau dann, ob dieser weite Erfahrungsraum nicht um ein Vielfaches größer ist, als die Tränen und der Schmerz, die Einsamkeit und der Wunsch nach Kontrolle?


Ist da wirklich jemand zu finden, der traurig sein könnte, verlassen oder ausgeliefert, ein Jemand der geschützt werden muss? Oder sind da in direkter Erfahrung einfach nur Gefühle, die aus Empfindungen und Gedanken zusammengesetzt sind, ... Erfahrungen, die präsent sind, aber niemandem gehören?

Ist da wirklich irgendwas, was verloren werden kann?

Das soll jetzt erstmal reichen. Zu den Armhebegeschichten kommen wir später ...

Liebe Grüße!

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Tue May 16, 2017 4:40 pm

Liebe Karin,
danke für deine lange Mail.
Ich kannerst morgen antworten, heute ist keine Konzentration da-

Gruß Donna

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Wed May 17, 2017 7:36 am

Liebe Karin,

gefühlsmäßige Empfindungen - ein zentrales Thema ...
Und schau außerdem genau hin, ob es da irgendwelche Bewertungen, Abneigungen, Rechtfertigungen ( wie z.B. Hadern, nicht akzeptieren, sich davor schützen wollen) etc. auftauchen,
also Gefühle/Gedanken ÜBER die primären Gefühle. Es sind nie die Gefühle selbst, die schmerzhaft sind, sondern die Haltung, die wir ihnen gegenüber einnehmen. Nimm auch alle diese sekundären Gefühle wahr und lass sie vollkommen zu.
Alles zu fühlen, was da ist...
Das gelingt auch bei dem abgewehrten Gefühl der Angst morgens am ehesten nach dem Aufwachen und späterem Sitzen mit Kaffee, wenn das Ich ungestört ist. Da gibt es dann z.B- kurze Angstwellen, Ärgerwellen etc-, die wie Blitze oder Wellen einen Raum durchziehen, wo es nur noch Wahrnehmung gibt... ohne einen Ich-Gedanken.
Bei Angst und Ärger herrscht in Gedanken später der Widerstand: Abneigung und negative Bewertung...ein Hadern und schwer Akzeptieren wollen... und auch dieser Widerstand wird abgelehnt ...
Wie das Ich den Widerstand (Ärger gegenüber dem Ärger; Angst vor der Angst ?) fühlen soll ist unklar ... wenn es ins Persönliche geht... in die Geschichte---, fangen Gedankenketten an...und der Widerstand mit seinem hintergründigen Gefühl wird eher als diffuse Schwere erlebt...
Seit einigen Monaten ist eine Veränderung durch die Welpenzeit eingetreten, da die Junghündin sehr in den Augenblick drängt ... Weiterhin sind klare Veränderungen im Verhalten etc. beim Ehemann eingetreten, die auch den Antrieb des Kontrollieren könnens und wollens stärker reduziert haben ...

Gegenüber Traurigkeit und Schmerz/Weinen herrscht eine offene bis sogar begrüßende Haltung vor: Lebendigkeit und Stressabbau werden empfunden... Der Frieden unterhalb den Gefühlen wird bei der "reinen" Wahrnehmung von Gefühlswellen sehr klar gespürt--- dann kommen doch bald wieder Gedanken... Vorstellungen etc. , die dies torpedieren...
Ist da wirklich jemand zu finden, der traurig sein könnte, verlassen oder ausgeliefert, ein Jemand der geschützt werden muss? Oder sind da in direkter Erfahrung einfach nur Gefühle, die aus Empfindungen und Gedanken zusammengesetzt sind, ... Erfahrungen, die präsent sind, aber niemandem gehören?

Ist da wirklich irgendwas, was verloren werden kann?
In diesem riesigen weiten Wahrnehmungsraum tauchen Emfindungen auf, es gibt da KEIN ICH /JEMAND mehr, der diese Empfindungen besitzt. Das ist eine sehr klare Wahrnehmung.!!
Wenn Gedanken kommen, wird der Wahrnehmungsraum weniger ... sehr wenig ... erlebt. Da gibt es wieder blitzschnell eine Ich-Identifizierung, obwohl es sehr deutlich !! ist, dass die einzelnen Gedankenformen kommen wie und wann sie "wollen"... ohne Kontrolle und Vorhersage jedoch in bekannten Mustern und Themen...
Bei Empfindungen im Wahrnehmungsraum gibt es NICHTS, was verloren werden könnte... nur gegenwärtige Erfahrungen, nur bei Gedanken wird es wirklich schwierig ...

Liebe Grüße
Donna

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Re: Nach Hause

Postby pregunta » Wed May 17, 2017 1:56 pm

Liebe Donna,
gefühlsmäßige Empfindungen - ein zentrales Thema ...
Nach meiner Erfahrung kommen Menschen, die ein starkes Thema mit Gefühlen haben, da nicht drumherum. Ob vor oder nach dem Gate ... In der Regel werden Gefühle an sich erstmal nicht wesentlich weniger. Es ist eher so, dass gesehen wird, dass das allem keinem gehört und der Widerstand dagegen abnimmt.
Wie das Ich den Widerstand (Ärger gegenüber dem Ärger; Angst vor der Angst ?) fühlen soll ist unklar ... wenn es ins Persönliche geht... in die Geschichte---, fangen Gedankenketten an...und der Widerstand mit seinem hintergründigen Gefühl wird eher als diffuse Schwere erlebt...
Gibt es da kein Gefühl, das da sagt: "Ich will das nicht"? das kann z.B. verbunden sein mit Wut, Hilflosigkeit oder Angst.
Gegenüber Traurigkeit und Schmerz/Weinen herrscht eine offene bis sogar begrüßende Haltung vor: Lebendigkeit und Stressabbau werden empfunden... Der Frieden unterhalb den Gefühlen wird bei der "reinen" Wahrnehmung von Gefühlswellen sehr klar gespürt--- dann kommen doch bald wieder Gedanken... Vorstellungen etc. , die dies torpedieren...

In diesem riesigen weiten Wahrnehmungsraum tauchen Emfindungen auf, es gibt da KEIN ICH /JEMAND mehr, der diese Empfindungen besitzt. Das ist eine sehr klare Wahrnehmung.!!
Wenn Gedanken kommen, wird der Wahrnehmungsraum weniger ... sehr wenig ... erlebt. Da gibt es wieder blitzschnell eine Ich-Identifizierung, obwohl es sehr deutlich !! ist, dass die einzelnen Gedankenformen kommen wie und wann sie "wollen"... ohne Kontrolle und Vorhersage jedoch in bekannten Mustern und Themen...
Bei Empfindungen im Wahrnehmungsraum gibt es NICHTS, was verloren werden könnte... nur gegenwärtige Erfahrungen, nur bei Gedanken wird es wirklich schwierig ...
Ist es möglich, dass es da bei dir eine ziemliche Abneigung gegen Gedanken an sich entwickelt hat? ein weiteres "Ich will das nicht"?

Schau mal, ob ein Gedanke wirklich die Macht hat, irgendetwas zu torpedieren?
Oder ist es in Wirklichkeit nur der Glaube, dass der Gedanke bedeutsam ist, und dass es deiner ist, dem aus irgendeiner Konditionierung heraus gefolgt wird?

Auf der einen Seite scheint da dieser Wunsch zu sein, dem Inhalt des Gedankens zu folgen, dich mit diesem zu identifizieren, auf der anderen Seite wird er zurückgewiesen, ... das kann dann nur zu einem Block führen.

Wie nimmst du Gedanken in der direkten Erfahrung wahr? Sind es wirklich mehr als Töne, die automatisch ertönen? Ohne Kontrolle? Objekte innerhalb von Bewusstsein?

Sind Gedanken in sich bedeutsam oder unbedeutend, schrecklich oder harmlos? Gibt es einen wirklichen Grund, sie abzulehnen oder ihnen zu folgen? Wenn du erkennst, dass sie keinem gehören?

Was passiert, wenn du ihnen mit einer liebevollen neugierigen Haltung begegnest? Und Gedanken Gedanken sein lässt? So wie zwitschernde Vögel auf der Hochspannungsleitung?

Dir sonnig-warme Grüße!

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Thu May 18, 2017 7:16 am

Liebe Karin,

danke für deine Bewusstmachung !
Der Widerstand ist eine Art Gegen-Anspannung gegen das Gefühl... und irgendwo scheint unterschwellig der gedanke zu sein "Ich will das nicht!" ...und da gibt es dann schwerpunktmäßig das Gefühl der Hilflosigkeit ... zusätzlich !!

Abwehr von Gedanken:
Ist es möglich, dass es da bei dir eine ziemliche Abneigung gegen Gedanken an sich entwickelt hat? ein weiteres "Ich will das nicht"?
Schau mal, ob ein Gedanke wirklich die Macht hat, irgendetwas zu torpedieren?
Oder ist es in Wirklichkeit nur der Glaube, dass der Gedanke bedeutsam ist, und dass es deiner ist, dem aus irgendeiner Konditionierung heraus gefolgt wird?
Genau! Es hat sich noch eine weitere Abwehr gegen Gedanken entwickelt und zwar besonders dann, wenn sie wie ein Sturm über das Ich herfallen... Dieser Umstand resultiert sehr wahrscheinlich daher, dass heftige Gefühle nicht gefühlt werden ... wie es auch schon andere bemerkt haben ...Wer nicht fühlen will, muss denken ...
Es ist der GLAUBE, diese Gedanken wären BEDEUTSAM für ein Ich, das so konditioniert ist ...
Auf der einen Seite scheint da dieser Wunsch zu sein, dem Inhalt des Gedankens zu folgen, dich mit diesem zu identifizieren, auf der anderen Seite wird er zurückgewiesen, ... das kann dann nur zu einem Block führen.
Genau !!! Dieser Hinweis hat dem Ich die Blockade bewußt gemacht, es kam Betroffenheit ... Der Ich-Wunsch sich zu identifizieren mit Gedanken gepaart mit deren Zurückweisung... "Ich will sie nicht haben..."
Gestern schon fing das Ich an, die Gedanken kommen zu lassen ... Leitfaden ist der Satz "Was ist der nächste Gedanke?"
Wie nimmst du Gedanken in der direkten Erfahrung wahr? Sind es wirklich mehr als Töne, die automatisch ertönen? Ohne Kontrolle? Objekte innerhalb von Bewusstsein?

Sind Gedanken in sich bedeutsam oder unbedeutend, schrecklich oder harmlos? Gibt es einen wirklichen Grund, sie abzulehnen oder ihnen zu folgen? Wenn du erkennst, dass sie keinem gehören?
Das Ich kennt zwar die direkte Erfahrung von Gefühlen, aber -noch- nicht die direkte Erfahrung von Gedanken... sie als Töne, bloße Objekte der Wahrnehmung wahrzunehmen ... Sie wirken meistens schrecklich... oder harmlos... oder bedeutsam... oder interessant...
Es ist die große Einbildungskraft und Fantasie..., die aktiv ist, die in früheren Zeiten das Ich aus LANGWEILE in "schöne Welten" entführt hat, heute eher in Katastrophensorgen wie auf einem Karussell kreist ...
Das Ich fühlt jetzt in diesem Moment große Dankbarkeit über die Bewußtmachung ...
Was passiert, wenn du ihnen mit einer liebevollen neugierigen Haltung begegnest? Und Gedanken Gedanken sein lässt? So wie zwitschernde Vögel auf der Hochspannungsleitung?
Ja,... damit beginnt ein neuer Abschnitt... mit dem Satz "Was ist der nächste Gedanke?"- Das Üben einer neugierigen Haltung... sie sein zu lassen als zwitschernde Vögel... Vielleicht gibt es noch andere Übungen dazu ...?

Vielen Dank!

Gruß Donna

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Re: Nach Hause

Postby pregunta » Thu May 18, 2017 11:03 am

Sehr schön. Donna,

deine Fortschritte freuen mich sehr :))
Genau! Es hat sich noch eine weitere Abwehr gegen Gedanken entwickelt und zwar besonders dann, wenn sie wie ein Sturm über das Ich herfallen... Dieser Umstand resultiert sehr wahrscheinlich daher, dass heftige Gefühle nicht gefühlt werden ... wie es auch schon andere bemerkt haben ...Wer nicht fühlen will, muss denken ...
Es ist der GLAUBE, diese Gedanken wären BEDEUTSAM für ein Ich, das so konditioniert ist ...
Genau so ist es ...
Das Ich kennt zwar die direkte Erfahrung von Gefühlen, aber -noch- nicht die direkte Erfahrung von Gedanken... sie als Töne, bloße Objekte der Wahrnehmung wahrzunehmen ... Sie wirken meistens schrecklich... oder harmlos... oder bedeutsam... oder interessant...
Es ist die große Einbildungskraft und Fantasie..., die aktiv ist, die in früheren Zeiten das Ich aus LANGWEILE in "schöne Welten" entführt hat, heute eher in Katastrophensorgen wie auf einem Karussell kreist ...
Das Ich fühlt jetzt in diesem Moment große Dankbarkeit über die Bewußtmachung ...
Ja, Gedanken, sind auch einfach nur Erfahrungen, die direkt wahrgenommen werden können, Erscheinungen im Bewusstsein.

Noch was anderes. Du schreibst immer mal wieder so etwas wie "Das Ich kennt ..." oder ähnliches, du benutzt dabei das Ich so, als wenn ein tatsächliches Ich das tatsächlich erleben würde. Ist das Ich denn mehr als das fiktive Zentrum einer Geschichte? Hat es darüber hinaus eine Realität?

Untersuche die versteckten Überzeugungen, die nach wie vor da sind. Gibt es eine separate Einheit, um die es sich hier dreht? Kannst du dieses Ich aus der direkten Erfahrung heraus bestätigen?
Ja,... damit beginnt ein neuer Abschnitt... mit dem Satz "Was ist der nächste Gedanke?"- Das Üben einer neugierigen Haltung... sie sein zu lassen als zwitschernde Vögel... Vielleicht gibt es noch andere Übungen dazu ...?
Wenn das gut funktioniert, mach weiter so. Frag dich außerdem immer wieder, ob du den Wahrheitsgehalt der Gedanken in direkter Erfahrung bestätigen kannst und ob diese Erscheinungen irgendjemandem gehören.

Alternativ könntest du einen Gedanken bemerken und anschließend das Bewusstsein wahrnehmen, was die Grundlage für das Bemerken ist, diesem zugrunde liegt ... jedesmal dann, wenn dir ein Gedanke auffällt.
"Bewusstsein" kannst du auch mit Raum ersetzen, oder Frieden, oder was auch immer für dir stimmtig erscheint.
Sieh jedesmal, dass es unter und neben dem Gedanken noch etwas anderes gibt.

Liebe Grüße!

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Re: Nach Hause

Postby Donna » Fri May 19, 2017 8:20 am

Liebe Karin,

bin etwas ratlos ...
Noch was anderes. Du schreibst immer mal wieder so etwas wie "Das Ich kennt ..." oder ähnliches, du benutzt dabei das Ich so, als wenn ein tatsächliches Ich das tatsächlich erleben würde. Ist das Ich denn mehr als das fiktive Zentrum einer Geschichte? Hat es darüber hinaus eine Realität?
Zunächst zu meinem Ausdruck "Das Ich kennt etc. .."
Ich benutze "das Ich" als unpersönlichen Ausdruck beim Schreiben in diesem Prozess , weil es erstens kürzer ist, als die Wörter "die konditionierte Ich-Illussion". Es ist von mir als ein Synonym für diese Konditionierung verstanden !
Zweitens übe ich mit dem Ausdruck "das Ich" ( anstelle von "ich, mein, mich etc.) bereits das Einnehmen einer Distanz zu der Identifizierung im Alltag mit einem "Ich". D.h. ich versuche so auch schriftlich eine Art Spaltung zu schaffen zwischen der erkannten - noch nicht erlebten - Nicht-Existenz eines Ich bzw. eines vermeintlichen Zentrums "Ich" einerseits und dem Ich-Gefühl mit seiner alltäglichen Identifizierung andererseits. Deshalb schreibe ich auch öfters im Passiv... alles Übung !

Zu meiner Ratlosigkeit...
Untersuche die versteckten Überzeugungen, die nach wie vor da sind. Gibt es eine separate Einheit, um die es sich hier dreht? Kannst du dieses Ich aus der direkten Erfahrung heraus bestätigen?
Ja... die versteckten Überzeugungen, Glaubenssätze... Der eine oder andere noch nicht klar bewusste... kommt langsam an die Oberfläche... es vollzieht sich eine weitere vertiefende Selbsterkenntnis. Diese ist nicht angenehm...löst eher Betroffenheit und manchmal Erschrecken...Widerstand aus... Insofern ist dieser Prozess auch so etwas wie Therapie ...
Ein Ich als separate Einheit kann beim Auftreten der Glaubenssätze beim DP nicht gefunden werden !! Doch... irgendwie ist dieser GLAUBE daran so hartnäckig...und allzu leicht erfolgt wieder eine Flucht in Geschichten ...
Wenn das gut funktioniert, mach weiter so. Frag dich außerdem immer wieder, ob du den Wahrheitsgehalt der Gedanken in direkter Erfahrung bestätigen kannst und ob diese Erscheinungen irgendjemandem gehören.
Gut funktioniert ...? Die wilden Affen tanzen in den Bäumen ... Sie werden öfters unterbrochen mit der Frage "Was ist der nächste Gedanke?"... dann tanzen sie weiter...
der Wahrheitsgehalt der Gedanken kann im Hier und Jetzt nicht gefunden werden...diese Gedanken treten einfach auf... und scheinen gefühlte Einstellungen und Verhaltensweisen in der Vergangenheit zu erklären... klarer zu machen... insofern sind sie nicht nutzlos...!
Alternativ könntest du einen Gedanken bemerken und anschließend das Bewusstsein wahrnehmen, was die Grundlage für das Bemerken ist, diesem zugrunde liegt ... jedesmal dann, wenn dir ein Gedanke auffällt.
"Bewusstsein" kannst du auch mit Raum ersetzen, oder Frieden, oder was auch immer für dir stimmtig erscheint.
Sieh jedesmal, dass es unter und neben dem Gedanken noch etwas anderes gibt
Bemerken der Gedanken... des Bewusstseinsraumes, auf dessen "Oberfläche" das Denken tanzt...
Der Begriff RAUM erzeugt die stärkste Resonanz... weil das Erleben eines "Raumes" bereits in der Vergangenheit stattgefunden hat.


Dies will weiter geübt werden... nicht so leicht mit der Konzentration ...

Alles Liebe und danke
Donna

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Re: Nach Hause

Postby pregunta » Fri May 19, 2017 9:45 am

Liebe Donna,
Zunächst zu meinem Ausdruck "Das Ich kennt etc. .."
Ich benutze "das Ich" als unpersönlichen Ausdruck beim Schreiben in diesem Prozess , weil es erstens kürzer ist, als die Wörter "die konditionierte Ich-Illussion". Es ist von mir als ein Synonym für diese Konditionierung verstanden !
Zweitens übe ich mit dem Ausdruck "das Ich" ( anstelle von "ich, mein, mich etc.) bereits das Einnehmen einer Distanz zu der Identifizierung im Alltag mit einem "Ich". D.h. ich versuche so auch schriftlich eine Art Spaltung zu schaffen zwischen der erkannten - noch nicht erlebten - Nicht-Existenz eines Ich bzw. eines vermeintlichen Zentrums "Ich" einerseits und dem Ich-Gefühl mit seiner alltäglichen Identifizierung andererseits. Deshalb schreibe ich auch öfters im Passiv... alles Übung !
Ok.
Ein Ich als separate Einheit kann beim Auftreten der Glaubenssätze beim DP nicht gefunden werden !! Doch... irgendwie ist dieser GLAUBE daran so hartnäckig...und allzu leicht erfolgt wieder eine Flucht in Geschichten ...

Geschichten werden wahrscheinlich immer wieder konstruiert, selbst wenn es klar erkannt wurde. Da ist einfach immer wieder hinschauen angesagt ...
Woraus besteht denn eigentlich dieser Glaube, wenn du ihn in direkter Erfahrung untersuchst?
Gut funktioniert ...? Die wilden Affen tanzen in den Bäumen ... Sie werden öfters unterbrochen mit der Frage "Was ist der nächste Gedanke?"... dann tanzen sie weiter...

Die Affen tanzen so und so, das scheint zurzeit einfach so zu sein, lass sie tanzen ;) Und nimm nebenbei auch immer wieder das "Ich will das nicht" wahr, spüre den Widerstand voll und ganz und suche seinen Eigentümer. Ist irgendwo eine Denkerin zu finden, oder sind da einfach immer nur Gedanken, Gedanken, Gedanken?
Bemerken der Gedanken... des Bewusstseinsraumes, auf dessen "Oberfläche" das Denken tanzt...
Der Begriff RAUM erzeugt die stärkste Resonanz... weil das Erleben eines "Raumes" bereits in der Vergangenheit stattgefunden hat.

Gut, lass uns einfach noch eine Weile beim Phänomen Denken bleiben. Erlaube abwechselnd dem Gedanken da zu sein, der gerade da ist und den Raum wahrzunehmen, der alle Gedanken umgibt und durchdringt.

Ist es möglich, beides gleichzeitig wahrzunehmen?
Ist der Raum jemals NICHT vorhanden?

Dir einen schönen Tag!


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