tictactictac

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Thu Mar 30, 2017 2:44 pm

Es fühlt kein Ich. Gefühl findet statt. Auch da ist kein Ort auszumachen an dem Gefühl/Emotion lokalisiert werden kann.

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Re: tictactictac

Postby Truthcounts » Thu Mar 30, 2017 3:59 pm

Wie ist es mit dem Riechen. Gibt es ein Ich mit Geruch?

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Fri Mar 31, 2017 7:08 am

Ebenfalls nicht. Kann auch kein Ich im Geruch feststellen.

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Fri Mar 31, 2017 8:50 am

Riechen entsteht zwangsläufig als Nebeneffekt des Einatmens durch die Nase. Ich kann Ort lokalisieren in dem die qualitative Auswertung des Geruches stattfindet. Das Wo und Wie ist nicht begreifbar. Das Was wird erlebt/wahrgenommen.

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Fri Mar 31, 2017 8:52 am

Ich kann kein Ort lokalisieren in dem die qualitative Auswertung des Geruches stattfindet. Das Wo und Wie ist nicht begreifbar.

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Re: tictactictac

Postby Truthcounts » Sat Apr 01, 2017 8:07 am

Riechen entsteht zwangsläufig als Nebeneffekt des Einatmens durch die Nase. Ich kann Ort lokalisieren in dem die qualitative Auswertung des Geruches stattfindet.
Ist es nicht eher so, dass Du die Körperempfindung / das Spüren des Atmens lokalisierst oder ist es wirklich der Geruch?

Und wie ist es schließlich im Geschmack, kann ein Ich geschmeckt werden?

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Sat Apr 01, 2017 2:23 pm

Ist es nicht eher so, dass Du die Körperempfindung / das Spüren des Atmens lokalisierst oder ist es wirklich der Geruch?
Ja, so meinte ich das auch. Hatte das fehlende Wort "kein" in meinem letzten, gestrigen Beitrag nachträglich eingesetzt. Der Atem ist durch die gefühlte strömende Luft lokalisierbar. Der Geruch ist nicht lokalisierbar. Geruch entsteht (als Nebeneffekt) beim Einatmen, nicht beim Ausatmen.
Und wie ist es schließlich im Geschmack, kann ein Ich geschmeckt werden?
Nein. Es kann nur etwas geschmeckt werden.

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Re: tictactictac

Postby Truthcounts » Sat Apr 01, 2017 7:13 pm

Wo versteckt sich also dieses ominöse Ich und wo ist der zu finden, der es sucht?

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Sat Apr 01, 2017 10:02 pm

Wo versteckt sich also dieses ominöse Ich und wo ist der zu finden, der es sucht?
Musste erst die Bedeutung des Wortes ominös nachforschen:
Synonyme:
[1] bedrohlich, unheilverkündend, unheilvoll, unheilschwanger
[2] anrüchig, bedenklich, berüchtigt, fraglich, zweifelhaft, obskur, dubios, suspekt
[3] seltsam, unangenehm, unheimlich, ungewöhnlich

Wenn sich ein Ich verstecken würde, müsste es ja existieren. Ich müsste also das Versteck und der zu versteckende zugleich sein. Der Ort und der Besucher in einem!? Da passt aus der Synonymenliste am besten die Bezeichnung "unheimlich".

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Re: tictactictac

Postby Truthcounts » Sun Apr 02, 2017 9:42 am

Naja, das war nicht als Denksportaufgabe gemeint. Du bist alle Sinneskanäle durchgegangen, und konntest kein Ich dingfest machen. Wenn etwas davon gefunden wurde, war es in Gedanken, aber nicht in direkter Erfahrung im hier und jetzt.

Soweit Du aber scheinbar immer noch ein Ich erfährst, was kannst Du darüber berichten? Ist es mehr ein Beobachter, Erleidender, Handelnder, Bewertender oder welche Qualität herrscht momentan bei Dir vor?

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Sun Apr 02, 2017 12:03 pm

Soweit Du aber scheinbar immer noch ein Ich erfährst, was kannst Du darüber berichten? Ist es mehr ein Beobachter, Erleidender, Handelnder, Bewertender oder welche Qualität herrscht momentan bei Dir vor?
Ein Ich erfahre ich dann wenn ich mir eine Meinung bilde. Also einen Gedanklichen Prozess anrege um eine persönliche Einbildung gegenüber meinem Umfeld zu positionieren. Mir ist inzwischen theoretisch klar geworden dass diese Prozesse mein Leben lang automatisiert abliefen. Eine weitere hilfreiche Erkenntnis für diese Ich-Gedankenbildung war das Entwickeln von Verständnis für mein Ursprungstrauma.
Damit kann ich Deine zweite Frage beantworten. Das vorherrschende Atribut meines Ichs war bisher Situationsabhängig. Die Grundeinstellung die sich durch meine Prägung ergab war auf zwischenmenschliche Anpassung getrimmt, und dadurch entstand meine Sucht nach Akzeptanz von der Aussenwelt für meine Ich-Darstellung. Meine momentane Ich-Qualität ist nicht klar zu definieren. Dank unserem Dialog erscheint es mir am ehesten wie ein Forschender der sich selbst Erforscht. Und je mehr er hinschaut und entdeckt, desto mehr löst er sich auf. Wie wenn ich mein Fokus auf etwas richte dass im Strahl dieser Aufmerksamkeit verbrennt. Also ich schaue hin und verstehe die Zusammenhänge. Wenn ich sie aber zu erfühlen versuche löst sich alles auf. Das ganze Gebilde wird unbegreiflich.
Hoffe Du kannst mit meinem Bericht etwas anfangen. Mein Selbst ist ehrlich gesagt etwas verwirrt. Kein Plan wie es weitergeht.

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Re: tictactictac

Postby Truthcounts » Mon Apr 03, 2017 7:35 pm

Meine momentane Ich-Qualität ist nicht klar zu definieren. Dank unserem Dialog erscheint es mir am ehesten wie ein Forschender der sich selbst Erforscht. Und je mehr er hinschaut und entdeckt, desto mehr löst er sich auf. Wie wenn ich mein Fokus auf etwas richte dass im Strahl dieser Aufmerksamkeit verbrennt. Also ich schaue hin und verstehe die Zusammenhänge. Wenn ich sie aber zu erfühlen versuche löst sich alles auf. Das ganze Gebilde wird unbegreiflich.
Verstehen geschieht auf gedanklich konzeptioneller Ebene, wenn ein Modell gefunden ist, dass scheinbar endlich die bisherige Erfahrung erklärt. Erfühlen hört sich mir mehr nach direkter Erfahrung an und die kommt ohne Konzepte aus - meinst Du das mit auflösen? Und wäre Unbegreiflichkeit verwunderlich wenn gedankliche Konzepte nur eine illusorische Erscheinung sind? Kann der erwachte Zustand verstanden werden oder einfach nur sein? Ist ein Versteher zu finden in direkter Erfahrung?

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Mon Apr 03, 2017 9:17 pm

meinst Du das mit auflösen?
Ich meinte dass das Erforschen über die direkte Erfahrung (Erfühlen) den gedanklichen Ich-Erforscher auflöst.
Und wäre Unbegreiflichkeit verwunderlich wenn gedankliche Konzepte nur eine illusorische Erscheinung sind?
Diese Frage ist für mein Verständnis um zu viele Ecken gedacht. Ich kann leider den Kern Deiner Frage nicht erkennen. Mit unbegreiflich meinte ich dass ich die Zusammenhänge gedanklich konzeptionell mit dem Verstand verstehe aber über die direkte Erfahrung nicht greifen/erfassen (Erfühlen) kann.
Kann der erwachte Zustand verstanden werden oder einfach nur sein?
Ich vermute mal dass ein Zustand wahrgenommen wird, also einfach nur sein.
Ist ein Versteher zu finden in direkter Erfahrung?
Nein. Direkte Erfahrung ist nicht erfahrbar über den Verstand. Der Verstand ist eine Illusionsmaschine die einen Versteher simuliert.

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Re: tictactictac

Postby Truthcounts » Tue Apr 04, 2017 7:25 pm

Du sagst, dass das Erfühlen das illusorische Ich auflöst, dass Du aber andererseits durch das Erfühlen die Zusammenhänge nicht begreifen kannst. Was gibt es denn noch zu begreifen, wenn die Ich-Illusion fühlend entlarvt wird?

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Re: tictactictac

Postby welle245 » Wed Apr 05, 2017 1:30 pm

Im Grunde genommen sollte es nichts mehr gedanklich zu begreifen geben. Es gibt in mir ein emotionales Unwohlsein das ich immer noch versuche gedanklich zu begreifen. Dieses Unwohlsein habe ich auf der gedanklichen psychologischen Ebene begriffen. Diese Emotion des mich nicht wohlfühlens in meiner Haut hat sich durch die Analyse und diversen Heilungsmethoden nicht beruhigt. Das Ausbleiben von Heilung ließ Frustration und Leiden entstehen. Ich habe nicht bis zu dem Dialog mit Dir gefunden aus Hoffnung auf einen therapeutischen Erfolg. Meine analytische Suche habe ich abgeschlossen. Ich bin dankbar für Deine Begleitung um dieses nicht existierende Tor zu durchschreiten. Ich kann mir vorstellen dass Du so ähnliche Zeilen des Öfteren gelesen hast. In unserem Dialog immer offen und ehrlich möchte ich Dir im Hier und Jetzt auch mein momentanes Erschöpfungsgefühl nicht verheimlichen. In der Hoffnung dass nur ich ein Gefühl der Resignation verspüre spreche ich Dir mein Vertrauen aus. Nocheinmal Danke für Deine Begleitung! Ich will immer noch weitermachen um die Illusion zu durchschauen.


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