Gibt es mich?
Re: Gibt es mich?
Danke für die Info. Dir auch. ;)
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Lieber Daniel,
Die Stille, die da ist, nachdem ich dieses „ich tue das“ als gedankliche Zugabe erkenne und wieder weglasse, ist eine viel tiefere. Sie fühlt sich unglaublich gut an.
Ich nehme aber auch wahr, was ich hier dennoch dauernd schreibe… etwa „…nachdem ICH dieses „ich tue das“ erkenne…“. Ein Teil von mir möchte es „richtig“ schreiben, etwa „nach dem Erkennen“ anstelle von „Ich erkenne“. Aber das wäre noch geheuchelt, da das ich wie von alleine getippt wird. Vermutlich ist das die Konditionierung von vielen Jahrzehnten. Beim direkten Schauen hält dieses Ich einer Prüfung nicht stand und fliegt als Gedankenkonstrukt auf. Sprachlich scheint sich das aber (noch?) nicht auszuwirken. Bedeutet das, dass nicht genügend geschaut wurde - oder ist das wirklich nur Konditionierung, die mit der Zeit verblasst?
Danke und liebe Grüße
Micha
Klar zu den nicht sinnlich wahrnehmbaren Dingen.Es gibt Wörter, die auf reale Dinge verweisen,…
...Und dann gibt es Namen für Dinge, die wir nicht wahrnehmen können.
Wozu gehört die Bezeichnung ICH?
Bislang war da immer „ich meditiere“ oder „ich bin still“ etc.Tu das.Das schaue ich mir jetzt und auch morgen noch sehr sehr genau an! "Bin ich still - oder ist da einfach Stille"
Die Stille, die da ist, nachdem ich dieses „ich tue das“ als gedankliche Zugabe erkenne und wieder weglasse, ist eine viel tiefere. Sie fühlt sich unglaublich gut an.
Ich nehme aber auch wahr, was ich hier dennoch dauernd schreibe… etwa „…nachdem ICH dieses „ich tue das“ erkenne…“. Ein Teil von mir möchte es „richtig“ schreiben, etwa „nach dem Erkennen“ anstelle von „Ich erkenne“. Aber das wäre noch geheuchelt, da das ich wie von alleine getippt wird. Vermutlich ist das die Konditionierung von vielen Jahrzehnten. Beim direkten Schauen hält dieses Ich einer Prüfung nicht stand und fliegt als Gedankenkonstrukt auf. Sprachlich scheint sich das aber (noch?) nicht auszuwirken. Bedeutet das, dass nicht genügend geschaut wurde - oder ist das wirklich nur Konditionierung, die mit der Zeit verblasst?
Danke und liebe Grüße
Micha
Re: Gibt es mich?
Lieber Micha,
Für die Kommunikation und Verständigung ist es notwendig. Wichtig zu verstehen ist, worauf das ICH verweist.
Auf was verweist das ICH?
Liebe Grüße
Daniel
Genau. Ein ICH in physischer Form oder Gestalt kann also nicht gefunden werden.Klar zu den nicht sinnlich wahrnehmbaren Dingen.
Sehr gut. Fühlt das "jemand"?Die Stille, die da ist, nachdem ich dieses „ich tue das“ als gedankliche Zugabe erkenne und wieder weglasse, ist eine viel tiefere. Sie fühlt sich unglaublich gut an.
Das ICH aus dem Wortschatz zu verbannen ist nicht Sinn der Sache. :)ch nehme aber auch wahr, was ich hier dennoch dauernd schreibe… etwa „…nachdem ICH dieses „ich tue das“ erkenne…“. Ein Teil von mir möchte es „richtig“ schreiben, etwa „nach dem Erkennen“ anstelle von „Ich erkenne“. Aber das wäre noch geheuchelt, da das ich wie von alleine getippt wird. Vermutlich ist das die Konditionierung von vielen Jahrzehnten. Beim direkten Schauen hält dieses Ich einer Prüfung nicht stand und fliegt als Gedankenkonstrukt auf. Sprachlich scheint sich das aber (noch?) nicht auszuwirken. Bedeutet das, dass nicht genügend geschaut wurde - oder ist das wirklich nur Konditionierung, die mit der Zeit verblasst?
Für die Kommunikation und Verständigung ist es notwendig. Wichtig zu verstehen ist, worauf das ICH verweist.
Auf was verweist das ICH?
Liebe Grüße
Daniel
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Guten Morgen Daniel
Liebe Grüße
Manfred
Laut „Fußballkommentator“: ICH. Die direkte Erfahrung ist jedoch: Da ist einfach „nur“ die Wahrnehmung. Keiner, der sie wahrnimmt.Sehr gut. Fühlt das "jemand"?Die Stille fühlt sich unglaublich gut an.
Beruhigend!Das ICH aus dem Wortschatz zu verbannen ist nicht Sinn der Sache. :)
Für die Kommunikation und Verständigung ist es notwendig.
Entweder auf Erinnerungen an die Vergangenheit, Überlegungen/Sorgen zu einer ebenfalls imaginierten Zukunft oder ein illusionäres Selbst, das vorgeblich erlebt, was gerade ist. In jedem Fall also auf Gedanken des Verstandes.Wichtig zu verstehen ist, worauf das ICH verweist.
Auf was verweist das ICH?
Liebe Grüße
Manfred
Re: Gibt es mich?
Lieber Manfred/Micha, :)
Prima.
Was ist der Verstand eigentlich in der direkten Erfahrung?
Und: Ist da ein Denker, ein Beobachter sozusagen 'hinter' dem Gedankenstrom? Prüfe und schau nach.
Liebe Grüße
Daniel
Prima.
Was ist der Verstand eigentlich in der direkten Erfahrung?
Und: Ist da ein Denker, ein Beobachter sozusagen 'hinter' dem Gedankenstrom? Prüfe und schau nach.
Liebe Grüße
Daniel
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Lieber Daniel,
Liebe Grüße
Micha ;)
Jetzt scheint es schwierig zu werden… Ich finde nichts. Die Antwort wäre somit: „Nichts“ oder „es gibt ihn nicht“. Gegen diese Aussage rebellieren nun aber die Gedanken.Was ist der Verstand eigentlich in der direkten Erfahrung?
Nein. Da ist nur ein Gedankenstrom. Falls ein Denker/Beobachter auftaucht, dann nur „im“ Gedankenstrom – nicht als tatsächliche Entität – und schon gar nicht „dahinter“.Und: Ist da ein Denker, ein Beobachter sozusagen 'hinter' dem Gedankenstrom?
Liebe Grüße
Micha ;)
Re: Gibt es mich?
"Nichts" ist auch eine Antwort. :)Jetzt scheint es schwierig zu werden… Ich finde nichts. Die Antwort wäre somit: „Nichts“ oder „es gibt ihn nicht“. Gegen diese Aussage rebellieren nun aber die Gedanken.
Anders gefragt:
Kann ein "Verstand" gefunden werden, der die Gedanken
produziert? Ein Generalmanager der Gedanken sozusagen? Oder ist "Verstand" einfach ein anderes Wort für "Gedanken"?
Korrekt.Nein. Da ist nur ein Gedankenstrom. Falls ein Denker/Beobachter auftaucht, dann nur „im“ Gedankenstrom – nicht als tatsächliche Entität – und schon gar nicht „dahinter“.
Liebe Grüße
Daniel
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Faszinierenderweise nein!Anders gefragt:
Kann ein "Verstand" gefunden werden, der die Gedanken
produziert?
Direktes Schauen führt zu diesem Schluss. Verstand = Gedanken = tauchen einfach auf. Hammer!Ein Generalmanager der Gedanken sozusagen? Oder ist "Verstand" einfach ein anderes Wort für "Gedanken"?
Danke! <3
Re: Gibt es mich?
<3
Klappt doch prima mit dem hinschauen. :)
Sehr gut. Genau, Gedanken tauchen einfach auf und verschwinden wieder...ohne Kontrolle. Oder vielleicht doch?
Kannst Du einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist?
Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben 'Stelle' wie die anderen Gedanken? Beobachte...
Liebe Grüße
Klappt doch prima mit dem hinschauen. :)
Sehr gut. Genau, Gedanken tauchen einfach auf und verschwinden wieder...ohne Kontrolle. Oder vielleicht doch?
Kannst Du einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist?
Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben 'Stelle' wie die anderen Gedanken? Beobachte...
Liebe Grüße
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Dank der guten Begleitung! :)Klappt doch prima mit dem hinschauen. :)
Ja, sie tauchen einfach auf und verschwinden wieder. Kontrolle scheint es darüber nicht zu geben.Sehr gut. Genau, Gedanken tauchen einfach auf und verschwinden wieder...ohne Kontrolle. Oder vielleicht doch?
Das würde ein „mich“ voraussetzen, das das versuchen könnte. Aber dieses „mich“ wäre wiederum nur ein Gedanke. Somit: Nein, ich kann es nicht. Der Gedankenstrom kann allerhöchstens – als Teil des Stroms - sich selbst in Frage stellen und ändern wollen und/oder beenden wollen. Und denken, dass er dabei erfolgreich ist - oder nicht. Aber das alles bleibt ein Gedankenstrom, der kommt und geht.Kannst Du einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist?
Andererseits scheint auf den Gedankenstrom mit dem Inhalt „sei mal still/meditiere“ tatsächlich ein massives Nachlassen der Gedankenstromintensität zu folgen. Aber Deine Frage war: kann ICH einen Gedanken beseitigen, wenn er einmal erschienen ist. Nein. Da ist keiner, der diese Möglichkeit haben könnte.
Nein. Er ist ein Gedanke, wie jeder andere Gedanke – nur dass diesem bislang, warum auch immer, eine Identität zugeschrieben wurde.Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Definitiv von derselben Stelle wie der Gedanke „wer oder was tippt hier gerade?“ oder jeder andere Gedanke.Oder kommt er von derselben 'Stelle' wie die anderen Gedanken? Beobachte...
Re: Gibt es mich?
Gut beobachtet, Micha.
Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Was psssiert da genau? Wird entschieden welche Zahl erscheinen soll oder erscheint einfach eine Zahl?
Es gibt kein „Ich“ oder „Mich“ außer als Bezeichnungen, Worte, Gedanken. Da ist kein „Ich“, dass das hier liest – kein „Leser“, kein „Jemand“, der liest. Hier - JETZT - geschieht einfach nur Lesen.
„Ich“ ist kein Ort, an dem Gedanken erscheinen. „Ich“ ist ein Gedanke. Er erscheint und verschwindet von selbst.
Ist das wahr?
So ist es.Das würde ein „mich“ voraussetzen, das das versuchen könnte. Aber dieses „mich“ wäre wiederum nur ein Gedanke. Somit: Nein, ich kann es nicht. Der Gedankenstrom kann allerhöchstens – als Teil des Stroms - sich selbst in Frage stellen und ändern wollen und/oder beenden wollen. Und denken, dass er dabei erfolgreich ist - oder nicht. Aber das alles bleibt ein Gedankenstrom, der kommt und geht.
Scheint so oder ist so? :)Ja, sie tauchen einfach auf und verschwinden wieder. Kontrolle scheint es darüber nicht zu geben.
Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Was psssiert da genau? Wird entschieden welche Zahl erscheinen soll oder erscheint einfach eine Zahl?
Tippen und Tipper?wer oder was tippt hier gerade?
Es gibt kein „Ich“ oder „Mich“ außer als Bezeichnungen, Worte, Gedanken. Da ist kein „Ich“, dass das hier liest – kein „Leser“, kein „Jemand“, der liest. Hier - JETZT - geschieht einfach nur Lesen.
„Ich“ ist kein Ort, an dem Gedanken erscheinen. „Ich“ ist ein Gedanke. Er erscheint und verschwindet von selbst.
Ist das wahr?
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Es ist so. :)Scheint so oder ist so? :)Ja, sie tauchen einfach auf und verschwinden wieder. Kontrolle scheint es darüber nicht zu geben.
Das ist mega-beeindruckend! So klar konnte „ich“ noch nie beobachten, WIE zufällig Gedanken entstehen. Hier kann ich es wirklich spielerisch und beeindruckend klar sehen. 73, 28, 57, … und nichts davon habe „ich“ entschieden oder ausgedacht. Die Zahl (und weil es so viel Spaß macht: ZahlEN) tauchen einfach auf. Wenn irgendetwas vorab über die erscheinende Zahl entscheiden sollte, dann entzieht sich das der direkten Beobachtung. In dieser „ernscheint“ die (irgendeine) Zahl plötzlich. Als Gedanke. Ohne, dass dieser gewählt wurde. Das ist ziemlich cool! Wow!Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Was psssiert da genau? Wird entschieden welche Zahl erscheinen soll oder erscheint einfach eine Zahl?
Tippen + faszinierter Gedankenstrom “wer oder was tippt hier gerade?”. Eine Antwort darauf ist allerdings nicht wichtig.Tippen und Tipper?wer oder was tippt hier gerade?
Ja!!! Das ist krass - aber absolut wahr. Und „das ist krass“ ist ebenfalls nur ein Gedanke.Es gibt kein „Ich“ oder „Mich“ außer als Bezeichnungen, Worte, Gedanken. Da ist kein „Ich“, dass das hier liest – kein „Leser“, kein „Jemand“, der liest. Hier - JETZT - geschieht einfach nur Lesen.
„Ich“ ist kein Ort, an dem Gedanken erscheinen. „Ich“ ist ein Gedanke. Er erscheint und verschwindet von selbst.
Ist das wahr?
Hey, von Herzen Danke!!!!! <3
Re: Gibt es mich?
Guten Morgen Micha,
Stehe auf und gehe 5 Schritte hin und 5 Schritte wieder zurück. Wiederhole....
Welches ICH übernimmt die Handlung spontan? Bein heben, Bein senken, die Geschwindigkeit der Bewegung, das eventuelle mitschwingen der Arme etc.
Achte auf alle Details, schau wie ein Adler. Beschreibe, was wirklich mit den 5 Sinnen wahrgenommen werden kann.
Ist ein ICH, ein SELBST beteiligt, was dies alles vollzieht? Steuern Gedanken den Körper? Oder beschreiben sie, was geschieht? Beobachte...
Liebe Grüße
Daniel
Genau. Gut hingeschaut.Das ist mega-beeindruckend! So klar konnte „ich“ noch nie beobachten, WIE zufällig Gedanken entstehen. Hier kann ich es wirklich spielerisch und beeindruckend klar sehen. 73, 28, 57, … und nichts davon habe „ich“ entschieden oder ausgedacht.
Stehe auf und gehe 5 Schritte hin und 5 Schritte wieder zurück. Wiederhole....
Welches ICH übernimmt die Handlung spontan? Bein heben, Bein senken, die Geschwindigkeit der Bewegung, das eventuelle mitschwingen der Arme etc.
Achte auf alle Details, schau wie ein Adler. Beschreibe, was wirklich mit den 5 Sinnen wahrgenommen werden kann.
Ist ein ICH, ein SELBST beteiligt, was dies alles vollzieht? Steuern Gedanken den Körper? Oder beschreiben sie, was geschieht? Beobachte...
Liebe Grüße
Daniel
- whoami4real
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Re: Gibt es mich?
Guten Morgen Daniel,
Kopf meldet hier allerdings trotzdem Zweifel an: „wenn er [Daniel] nicht gesagt hätte, dass ich das tun soll, dann wären die Bewegungen auch nicht geschehen.“
Der gedankliche Einwand kann aber nicht an der direkten Beobachtung rütteln: die Bewegung passiert einfach.
Liebe Grüße
Micha
Gar kein Ich. Die Bewegungen geschehen einfach. Es gibt keine Steurung im Sinne von „nun linkes Bein anheben“, etc.Stehe auf und gehe 5 Schritte hin und 5 Schritte wieder zurück. Wiederhole....
Welches ICH übernimmt die Handlung spontan? Bein heben, Bein senken, die Geschwindigkeit der Bewegung, das eventuelle mitschwingen der Arme etc.
Kopf meldet hier allerdings trotzdem Zweifel an: „wenn er [Daniel] nicht gesagt hätte, dass ich das tun soll, dann wären die Bewegungen auch nicht geschehen.“
Der gedankliche Einwand kann aber nicht an der direkten Beobachtung rütteln: die Bewegung passiert einfach.
Es ist kein Steuermann wahrnehmbar. Die Bewegung entsteht, wie zuvor die Zufallszahl. Es gibt keine Instanz (die ich beobachten kann), die vorab weiß, wie die Bewegung ausfallen wird. Sinnlich wahrnehmbar ist lediglich das Körpergefühl.Achte auf alle Details, schau wie ein Adler. Beschreibe, was wirklich mit den 5 Sinnen wahrgenommen werden kann.
Nein.Ist ein ICH, ein SELBST beteiligt, was dies alles vollzieht?
Steuern tun sie ihn ganz klar nicht. Sie scheinen jedoch teilweise ursächlich für eine nachfolgende Bewegung zu sein. Ein entstehender Gedanke „jetzt lauf mal seitwärts“ kann etwa einer Seitwärtsbewegung des Körpers vorausgehen. Es gibt jedoch keinen, der entscheidet „jetzt habe ich gleich den Gedanken ´jetzt lauf mal seitwärts´“. Dieser Gedanke entsteht einfach – wiederum wie die Zufallszahl. Ob der Körper dem folgt oder nicht, entscheidet sich ebenfalls „zufällig“, also ohne einen Entscheider. Dennoch ist das ein Ablauf, den der Kopf nutzt, um die Illusion von „es gibt einen Entscheider!“ am Leben zu halten.Steuern Gedanken den Körper?
Ja, sie kommentieren auch brav, was geschieht. Auch auf den Inhalt dieser Kommentare gibt es keinen Einfluss – sie erscheinen wiederum zufällig.Oder beschreiben sie, was geschieht? Beobachte...
Liebe Grüße
Micha
Re: Gibt es mich?
Lieber Micha,
Gibt es einen Beobachter?
Stelle einen Gegenstand vor Dich hin. Schaue ihn an mit "gelöster Aufmerksamkeit".
Achte nur auf die reine Sinnliche Wahrnehmung SEHEN, ohne auf gedankliche Interpretation zurückzugreifen.
Was ist zu sehen?
Wo wird es gesehen? Drinnen oder draußen?
Wo ist die Grenze zwischen Dir und der Wahrnehmung des Gegenstandes?
Gibt es einen Seher und das Gesehene oder nur sehen?
Berichte aus der direkten Erfahrung. Lass Dir Zeit.
Liebe Grüße
Daniel
Gut beschrieben. Der Körper macht tatsächlich, was "er" will….:)Steuern tun sie ihn ganz klar nicht. Sie scheinen jedoch teilweise ursächlich für eine nachfolgende Bewegung zu sein. Ein entstehender Gedanke „jetzt lauf mal seitwärts“ kann etwa einer Seitwärtsbewegung des Körpers vorausgehen. Es gibt jedoch keinen, der entscheidet „jetzt habe ich gleich den Gedanken ´jetzt lauf mal seitwärts´“. Dieser Gedanke entsteht einfach – wiederum wie die Zufallszahl. Ob der Körper dem folgt oder nicht, entscheidet sich ebenfalls „zufällig“, also ohne einen Entscheider.
So ist es. Wenn es Zweifel gibt, bemerke, das auch der Zweifel wahrgenommen wird. Seh ihn als einen weiteren Mechanismus des Schutzes, um den bisherigen Glauben an ein Selbst zu halten. Es ist nur ein Gedanke, der entsteht und vergeht. Halte den Blick auf das offensichtliche.Der gedankliche Einwand kann aber nicht an der direkten Beobachtung rütteln: die Bewegung passiert einfach.
Gibt es einen Beobachter?
Stelle einen Gegenstand vor Dich hin. Schaue ihn an mit "gelöster Aufmerksamkeit".
Achte nur auf die reine Sinnliche Wahrnehmung SEHEN, ohne auf gedankliche Interpretation zurückzugreifen.
Was ist zu sehen?
Wo wird es gesehen? Drinnen oder draußen?
Wo ist die Grenze zwischen Dir und der Wahrnehmung des Gegenstandes?
Gibt es einen Seher und das Gesehene oder nur sehen?
Berichte aus der direkten Erfahrung. Lass Dir Zeit.
Genau.Es ist kein Steuermann wahrnehmbar. Die Bewegung entsteht, wie zuvor die Zufallszahl. Es gibt keine Instanz (die ich beobachten kann), die vorab weiß, wie die Bewegung ausfallen wird. Sinnlich wahrnehmbar ist lediglich das Körpergefühl.
Korrekt. :)Ja, sie kommentieren auch brav, was geschieht. Auch auf den Inhalt dieser Kommentare gibt es keinen Einfluss – sie erscheinen wiederum zufällig.
Liebe Grüße
Daniel
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