Nein, es gibt keinen Denker der ICH Gedanken sowie der anderen Gedanken.
Liebe Grüße,
Filippo
Die letzte Mauer
Re: Die letzte Mauer
Sehr gut, Filippo. :-)
Ich-Gedanken sind tatsächlich einfach normale Gedanken, in denen das Wort Ich vorkommt.
Würdest du sagen, Ich-Gedanken sind gleichbedeutend mit der Ich-Illusion?
Wird es deiner Meinung nach die Ich-Gedanken noch geben, wenn die Illusion durchschaut ist?
Liebe Grüße,
Ghata
Ich-Gedanken sind tatsächlich einfach normale Gedanken, in denen das Wort Ich vorkommt.
Bitte beschreibe näher, wie sich die Ich-Illusion einschleicht. Wodurch entsteht sie genau?Ich konnte beobachten, wie sich die "ICH-Illusion" in jedem unachtsamen Moment in Form von "ICH -Gedanken" einschleicht.
Würdest du sagen, Ich-Gedanken sind gleichbedeutend mit der Ich-Illusion?
Wird es deiner Meinung nach die Ich-Gedanken noch geben, wenn die Illusion durchschaut ist?
Liebe Grüße,
Ghata
In the seen just the seen. In the heard just the heard.
(Bahiya-Sutta)
http://www.unterwegsmitbuddha.de
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Re: Die letzte Mauer
Liebe Ghata,
Bitte beschreibe näher, wie sich die Ich-Illusion einschleicht. Wodurch entsteht sie genau?
Damit meinte ich, das sobald eine Empfindung oder ein Gefühl aufgrund eines Reizes entsteht, oft, unmittelbar darauf ein "ICH-Gedanke" auftaucht. Es findet eine Art der Personalisierung der Empfindung bzw. des Gefühls statt. Ist man achtsam, dann bekommt man diesen Vorgang mit und es fällt leichter diesen wieder loszulassen. Ist man dagegen weniger achtsam, dann verdichtet sich dieser Prozess und man baut die Illusion wieder ein Stück weit auf. Man rutscht sozusagen zurück in ein Glaubensmuster.
Würdest du sagen, Ich-Gedanken sind gleichbedeutend mit der Ich-Illusion? :-) Nun, wenn ich das sagen würde, dann hätte ich Deinen letzten Post nicht gelesen.
ICH-Gedanken sind nicht gleichbedeutend jedoch unbeachtet tragen sie dazu bei, die Illusion wieder aufzubauen.
Wird es deiner Meinung nach die Ich-Gedanken noch geben, wenn die Illusion durchschaut ist?
Ja, ICH-Gedanken wird es dann noch geben, allerdings entsteht eine gewisse Wachheit den Ich-Gedanken gegenüber.
Ich denke, das ich die Illusion noch nicht durchschaut habe. Meine Antworten sind teils rational aber spiegeln auch eigene Erfahrung wider.
Liebe Grüße,
Filippo
Bitte beschreibe näher, wie sich die Ich-Illusion einschleicht. Wodurch entsteht sie genau?
Damit meinte ich, das sobald eine Empfindung oder ein Gefühl aufgrund eines Reizes entsteht, oft, unmittelbar darauf ein "ICH-Gedanke" auftaucht. Es findet eine Art der Personalisierung der Empfindung bzw. des Gefühls statt. Ist man achtsam, dann bekommt man diesen Vorgang mit und es fällt leichter diesen wieder loszulassen. Ist man dagegen weniger achtsam, dann verdichtet sich dieser Prozess und man baut die Illusion wieder ein Stück weit auf. Man rutscht sozusagen zurück in ein Glaubensmuster.
Würdest du sagen, Ich-Gedanken sind gleichbedeutend mit der Ich-Illusion? :-) Nun, wenn ich das sagen würde, dann hätte ich Deinen letzten Post nicht gelesen.
ICH-Gedanken sind nicht gleichbedeutend jedoch unbeachtet tragen sie dazu bei, die Illusion wieder aufzubauen.
Wird es deiner Meinung nach die Ich-Gedanken noch geben, wenn die Illusion durchschaut ist?
Ja, ICH-Gedanken wird es dann noch geben, allerdings entsteht eine gewisse Wachheit den Ich-Gedanken gegenüber.
Ich denke, das ich die Illusion noch nicht durchschaut habe. Meine Antworten sind teils rational aber spiegeln auch eigene Erfahrung wider.
Liebe Grüße,
Filippo
Re: Die letzte Mauer
Lieber Filippo,
ich danke dir für deine genaue Einschätzung, wo du gerade stehst :-). Wenn die Illusion ganz durchschaut ist, wird es klares Erfahrungswissen sein, dass es das Ich nicht gibt. Dann wird dich auch gelegentliches "Zurückrutschen" nicht mehr irritieren, weil du einfach weißt, was stimmt. Du weißt es dann mit der gleichen Klarheit wie du weißt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.
Schau mit allen Sinnen, sehen, hören, tasten, riechen, schmecken: Gibt es das Ich in irgendeiner physischen Form oder Gestalt?
Liebe Grüße,
Ghata
P.S. Ich muss aus privaten Gründen ab nächster Woche für einige Monate Pause machen mit der Begleitung. Wenn du einverstanden bist, würde ich einen anderen Guide fragen, ob er/sie weitermacht. Wenn du dir jemanden aussuchen möchtest, schreibe mir bitte eine pm, wer es sein soll.
ich danke dir für deine genaue Einschätzung, wo du gerade stehst :-). Wenn die Illusion ganz durchschaut ist, wird es klares Erfahrungswissen sein, dass es das Ich nicht gibt. Dann wird dich auch gelegentliches "Zurückrutschen" nicht mehr irritieren, weil du einfach weißt, was stimmt. Du weißt es dann mit der gleichen Klarheit wie du weißt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.
Sehr gut beobachtet, Filippo! Erst wird etwas wahrgenommen, dann wird der Ich-Gedanke daran gehängt.
Damit meinte ich, das sobald eine Empfindung oder ein Gefühl aufgrund eines Reizes entsteht, oft, unmittelbar darauf ein "ICH-Gedanke" auftaucht. Es findet eine Art der Personalisierung der Empfindung bzw. des Gefühls statt.
Auch das hast du sehr gut beschrieben. Dieses "zurückrutschen" kann übrigens auch noch nach dem Tor passieren (d.h. nicht, dass ich davon ausgehe, dass du bereits hindurch bist). Dann reicht einfaches Hinschauen und es wird wieder klar.Ist man achtsam, dann bekommt man diesen Vorgang mit und es fällt leichter diesen wieder loszulassen. Ist man dagegen weniger achtsam, dann verdichtet sich dieser Prozess und man baut die Illusion wieder ein Stück weit auf. Man rutscht sozusagen zurück in ein Glaubensmuster.
Schau mit allen Sinnen, sehen, hören, tasten, riechen, schmecken: Gibt es das Ich in irgendeiner physischen Form oder Gestalt?
Liebe Grüße,
Ghata
P.S. Ich muss aus privaten Gründen ab nächster Woche für einige Monate Pause machen mit der Begleitung. Wenn du einverstanden bist, würde ich einen anderen Guide fragen, ob er/sie weitermacht. Wenn du dir jemanden aussuchen möchtest, schreibe mir bitte eine pm, wer es sein soll.
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(Bahiya-Sutta)
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Re: Die letzte Mauer
Liebe Ghata,
Ich kann kein physisches "ICH" in irgendeiner Form oder Gestalt finden. In der Wahrnehmung der Sinne finde ich nur Wahrnehmung.
Liebe Grüße,
Filippo
P.S. Es wäre mir lieb, wenn Du jemanden fragst, ob er die Begleitung übernimmt. Dir wünsche ich von Herzen das Allerbeste und nochmals vielen lieben Dank für Deine Begleitung.
Ich kann kein physisches "ICH" in irgendeiner Form oder Gestalt finden. In der Wahrnehmung der Sinne finde ich nur Wahrnehmung.
Liebe Grüße,
Filippo
P.S. Es wäre mir lieb, wenn Du jemanden fragst, ob er die Begleitung übernimmt. Dir wünsche ich von Herzen das Allerbeste und nochmals vielen lieben Dank für Deine Begleitung.
Re: Die letzte Mauer
Lieber Filippo,
Überprüfe diesen Satz in der unmittelbaren Erfahrung der Sinne:
"Es gibt kein Ich." - Ist das wahr?
Liebe Grüße,
Ghata
P.S. Wenn du einverstanden bist, wird Daniel777 dich ab Sonntag weiterbegleiten.
Sehr gut :-)Ich kann kein physisches "ICH" in irgendeiner Form oder Gestalt finden. In der Wahrnehmung der Sinne finde ich nur Wahrnehmung.
Überprüfe diesen Satz in der unmittelbaren Erfahrung der Sinne:
"Es gibt kein Ich." - Ist das wahr?
Liebe Grüße,
Ghata
P.S. Wenn du einverstanden bist, wird Daniel777 dich ab Sonntag weiterbegleiten.
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Re: Die letzte Mauer
Liebe Ghata,
Ja, es gibt kein "ICH"! Ich kann kein "ICH" erfühlen! Ich möchte dennoch ein wenig bei dieser Frage "Es gibt kein Ich." - Ist das wahr? bleiben.
Alles Gute und liebe Grüße,
Filippo
P.S. Ja, das ist mir recht!
Ja, es gibt kein "ICH"! Ich kann kein "ICH" erfühlen! Ich möchte dennoch ein wenig bei dieser Frage "Es gibt kein Ich." - Ist das wahr? bleiben.
Alles Gute und liebe Grüße,
Filippo
P.S. Ja, das ist mir recht!
Re: Die letzte Mauer
Lieber Filippo,
Liebe Grüße,
Ghata
Wunderbar! Ja, Schau weiter. Wenn Zweifel auftauchen, sieh nach, ob das Ich zu finden ist.Ja, es gibt kein "ICH"! Ich kann kein "ICH" erfühlen!
Liebe Grüße,
Ghata
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Re: Die letzte Mauer
Lieber Filippo,
ich habe dir eine pm geschickt.
Liebe Grüße,
Ghata
ich habe dir eine pm geschickt.
Liebe Grüße,
Ghata
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Re: Die letzte Mauer
Hallo Daniel777,
wo fange ich am besten an? In den letzten Tagen war mir, als würde mich meine Vergangenheit einholen. Die Trennung von meiner Partnerin ist nun 1 Jahr her und irgendwie erschlägt mich das Ganze von Zeit zu Zeit... periodisch alle paar Monate. Das hat mich ein Stück weit entfernt von dem Auflösungsprozess meiner "ICH-Illusion".
Von dem Gedanken, den Prozess zumindest temporär zu unterbrechen, bin ich wieder abgekommen. Aktuell empfinde ich mich in einer Art Widerspruch. Wissen scheint da zu sein jedoch nicht das nötige Erfahrungswissen, so wie Ghata es treffend ausdrückte. Wahrscheinlich muss ich mich noch mehr auf den Prozess einlassen und genau das fällt mir im Moment sehr schwer.
Viele Grüße,
Filippo
wo fange ich am besten an? In den letzten Tagen war mir, als würde mich meine Vergangenheit einholen. Die Trennung von meiner Partnerin ist nun 1 Jahr her und irgendwie erschlägt mich das Ganze von Zeit zu Zeit... periodisch alle paar Monate. Das hat mich ein Stück weit entfernt von dem Auflösungsprozess meiner "ICH-Illusion".
Von dem Gedanken, den Prozess zumindest temporär zu unterbrechen, bin ich wieder abgekommen. Aktuell empfinde ich mich in einer Art Widerspruch. Wissen scheint da zu sein jedoch nicht das nötige Erfahrungswissen, so wie Ghata es treffend ausdrückte. Wahrscheinlich muss ich mich noch mehr auf den Prozess einlassen und genau das fällt mir im Moment sehr schwer.
Viele Grüße,
Filippo
Re: Die letzte Mauer
Lieber Filippo,
ich habe euren Dialog bis hierhin verfolgt und freue mich, Dich weiter begleiten zu dürfen. Schön, das Du weiter machen willst, auch wenn es momentan etwas schwer fällt. Gehen wir gemeinsam, langsam vor.
Solltest Du etwas nicht verstehen, bitte sag bescheid.
Habe den Mut, auch bei den momentan unangenehmen Gefühlen zu bleiben.
Damit aus Körperempfindungen Gefühle werden, müssen Gedanken hinzukommen, die das Empfinden etikettieren (bekannt machen) als zb. Trauer, Angst, Wut, Frust, Liebe, Freude etc. .
An sich sind da erstmal nur Körperempfindungen, sinnliche Erfahrung und Gedanken. Das habt Ihr beiden bereits besprochen.
Wenn man durch den Namen zb. "Traurigkeit" hindurchtaucht und nur noch die Körperempfindungen ohne Widerstand fühlt, geht das Unangenehme vorbei. Es ist dann viel leichter, die Gefühle einfach da sein zu lassen.
Sie wollen einfach nur gefühlt werden. Dann lösen sie sich.
Nun, wo empfindest Du dieses ICH, denjenigen der sich von Zeit zu Zeit irgendwie erschlagen fühlt von aufkommenden Gedanken und Körperempfindungen? Ist "ich fühle mich erschlagen" vielleicht auch nur ein weiterer Gedanke, der mühelos vorüberzieht? Untersuche in aller Ruhe.
Freue mich auf Deine Forschungsergebnisse.
Liebe Grüße
Daniel
ich habe euren Dialog bis hierhin verfolgt und freue mich, Dich weiter begleiten zu dürfen. Schön, das Du weiter machen willst, auch wenn es momentan etwas schwer fällt. Gehen wir gemeinsam, langsam vor.
Solltest Du etwas nicht verstehen, bitte sag bescheid.
Sind die Gedanken an die Trennung vielleicht gekommen, weil gerade wieder eine Trennung war? Der Abschied von Ghata?In den letzten Tagen war mir, als würde mich meine Vergangenheit einholen. Die Trennung von meiner Partnerin ist nun 1 Jahr her und irgendwie erschlägt mich das Ganze von Zeit zu Zeit
Habe den Mut, auch bei den momentan unangenehmen Gefühlen zu bleiben.
Damit aus Körperempfindungen Gefühle werden, müssen Gedanken hinzukommen, die das Empfinden etikettieren (bekannt machen) als zb. Trauer, Angst, Wut, Frust, Liebe, Freude etc. .
An sich sind da erstmal nur Körperempfindungen, sinnliche Erfahrung und Gedanken. Das habt Ihr beiden bereits besprochen.
Wenn man durch den Namen zb. "Traurigkeit" hindurchtaucht und nur noch die Körperempfindungen ohne Widerstand fühlt, geht das Unangenehme vorbei. Es ist dann viel leichter, die Gefühle einfach da sein zu lassen.
Sie wollen einfach nur gefühlt werden. Dann lösen sie sich.
Nun, wo empfindest Du dieses ICH, denjenigen der sich von Zeit zu Zeit irgendwie erschlagen fühlt von aufkommenden Gedanken und Körperempfindungen? Ist "ich fühle mich erschlagen" vielleicht auch nur ein weiterer Gedanke, der mühelos vorüberzieht? Untersuche in aller Ruhe.
Freue mich auf Deine Forschungsergebnisse.
Liebe Grüße
Daniel
Re: Die letzte Mauer
Hallo Daniel,
Sicherlich hat die Trennung von Ghata, einiges in mir bewegt jedoch sehe ich da keinen Zusammenhang, was nicht bedeutet das keiner existiert sondern nur, das ich ihn nicht wahrnehme. In mir kam die Vermutung auf, das das Aufflackern meiner Vergangenheit und die Intensität der Gefühle, mich eher davon abhalten wollten, weiterhin an der Auflösung der Illusion zu arbeiten.
Ja, das mit dem Labeln der Empfindungen bzw. das "Entlabeln" der Gefühle habe ich bereits erlebt und ich bin immer wieder sehr über die Schnelligkeit dieses Vorgangs verwundert. Diese alten Label-Muster-Gewohnheiten sind wie Fußabdrücke auf einem Felsen.
Ich empfinde das "ICH" nirgends in meinem Körper. Immer häufiger sehe ich, das es nur als Gedanke existiert. Vergangene Situationen erscheinen in der Erinnerung, der Gedanke ICH hängt sich dran und der Druck in meiner Brust wird zu "meinem" Schmerz. Leider gelingt es mir nicht immer, die Dinge, so wie sie wirklich sind, getrennt zu sehen. Dann hängt man halt wieder in der Illusion.
Mittlerweile hat diese "Trennungs-Erinnerung" wieder aufgehört und mir geht es soweit ganz gut.
Liebe Grüße,
Filippo
Sicherlich hat die Trennung von Ghata, einiges in mir bewegt jedoch sehe ich da keinen Zusammenhang, was nicht bedeutet das keiner existiert sondern nur, das ich ihn nicht wahrnehme. In mir kam die Vermutung auf, das das Aufflackern meiner Vergangenheit und die Intensität der Gefühle, mich eher davon abhalten wollten, weiterhin an der Auflösung der Illusion zu arbeiten.
Ja, das mit dem Labeln der Empfindungen bzw. das "Entlabeln" der Gefühle habe ich bereits erlebt und ich bin immer wieder sehr über die Schnelligkeit dieses Vorgangs verwundert. Diese alten Label-Muster-Gewohnheiten sind wie Fußabdrücke auf einem Felsen.
Ich empfinde das "ICH" nirgends in meinem Körper. Immer häufiger sehe ich, das es nur als Gedanke existiert. Vergangene Situationen erscheinen in der Erinnerung, der Gedanke ICH hängt sich dran und der Druck in meiner Brust wird zu "meinem" Schmerz. Leider gelingt es mir nicht immer, die Dinge, so wie sie wirklich sind, getrennt zu sehen. Dann hängt man halt wieder in der Illusion.
Mittlerweile hat diese "Trennungs-Erinnerung" wieder aufgehört und mir geht es soweit ganz gut.
Liebe Grüße,
Filippo
Re: Die letzte Mauer
Guten Morgen Filippo,
es freut mich, das es Dir wieder besser geht.
Es ist gut möglich, das Widerstände auftauchen, in welcher Form auch immer. Hier werden tiefsitzende Überzeugungen und ein vertrautes Selbst/- und Weltbild hinterfragt. Das ist manchmal aufwühlend, aber es gehört zum Prozess dazu. Dann gilt es, das da sein zu lassen, was da ist.
Die Widerstände (so komisch es klingen mag) könntest Du mal fragen, was sie versuchen zu schützen. Die Abwehrhaltung (falls sie auftaucht) mal zu fragen, was sie versucht "abzuwehren". Der Angst (falls sie da ist) ins Auge zu schauen und sehen, was dahinter steckt. Alles "ausfühlen", was eben gerade da ist. Das ist eine Möglichkeit…
Mache einmal folgende Körperübung.
Sie ist sehr angenehm. Nach den etwas unruhigen Tagen zuvor vielleicht ganz angebracht. :)
Setze oder lege Dich für ungefähr 15 Minuten hin.
Achte nur auf die reinen Empfindungen, ohne Dich auf Gedanken oder geistige Bilder zu stützen.
Kannst Du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat Dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl?
Wieviel Zehen hast Du?
Bist Du männlich oder weiblich?
Hast Du einen Namen?
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt irgendetwas, wenn Du Dich so erfährst?
Wie Du siehst, es sind einige Fragen. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst.
Liebe Grüße
Daniel
es freut mich, das es Dir wieder besser geht.
Ihr habt es beide bereits besprochen, aber ich mag es wiederholen. :)In mir kam die Vermutung auf, das das Aufflackern meiner Vergangenheit und die Intensität der Gefühle, mich eher davon abhalten wollten, weiterhin an der Auflösung der Illusion zu arbeiten.
Es ist gut möglich, das Widerstände auftauchen, in welcher Form auch immer. Hier werden tiefsitzende Überzeugungen und ein vertrautes Selbst/- und Weltbild hinterfragt. Das ist manchmal aufwühlend, aber es gehört zum Prozess dazu. Dann gilt es, das da sein zu lassen, was da ist.
Die Widerstände (so komisch es klingen mag) könntest Du mal fragen, was sie versuchen zu schützen. Die Abwehrhaltung (falls sie auftaucht) mal zu fragen, was sie versucht "abzuwehren". Der Angst (falls sie da ist) ins Auge zu schauen und sehen, was dahinter steckt. Alles "ausfühlen", was eben gerade da ist. Das ist eine Möglichkeit…
Lass uns schauen, ob wir einen Besitzer des Körpers ausfindig machen können. Schauen wir, ob das "Selbst" der Körper ist.Ich empfinde das "ICH" nirgends in meinem Körper. Immer häufiger sehe ich, das es nur als Gedanke existiert. Vergangene Situationen erscheinen in der Erinnerung, der Gedanke ICH hängt sich dran und der Druck in meiner Brust wird zu "meinem" Schmerz. Leider gelingt es mir nicht immer, die Dinge, so wie sie wirklich sind, getrennt zu sehen. Dann hängt man halt wieder in der Illusion.
Mache einmal folgende Körperübung.
Sie ist sehr angenehm. Nach den etwas unruhigen Tagen zuvor vielleicht ganz angebracht. :)
Setze oder lege Dich für ungefähr 15 Minuten hin.
Achte nur auf die reinen Empfindungen, ohne Dich auf Gedanken oder geistige Bilder zu stützen.
Kannst Du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Hat Dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl?
Wieviel Zehen hast Du?
Bist Du männlich oder weiblich?
Hast Du einen Namen?
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt irgendetwas, wenn Du Dich so erfährst?
Wie Du siehst, es sind einige Fragen. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst.
Liebe Grüße
Daniel
Re: Die letzte Mauer
Hallo Daniel,
Zur Körperübung!
- Sobald ich mich ausschließlich auf die Empfindungen einlasse, ist es nicht mehr möglich die Frage nach der Größe, dem Gewicht oder dem Umfang des Körpers zu beantworten. Körperliche Grenzen verschwimmen, die Aufmerksamkeit ist bei der Empfindung.
- Keine Grenze zwischen Körper und Kleidung bzw. Körper und Stuhl...Ich nehme keine Grenze wahr!
- Ich habe keine Zehen, Ich habe keinen Namen und in dem Moment wenn Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen vorhanden ist, stellt sich auch nicht mehr die Frage nach männlich oder weiblich.
-Durch Erfahrungen, die während der Meditation auftreten, verschwimmt das Innen und Außen und wird Eins. Dies passiert auch ab und zu während des restlichen Tages.
- Was ist der Körper? Was ist eine Hand? Ein Daumen, usw. Es sind Bezeichnungen, die wir entwickelt haben, um ein Verständnis von den Objekten zu erlangen. Wir gliedern die Dinge in Kategorien damit wir "verstehen". Wir geben Illusionen Namen.
Jetzt gerade fehlt Nichts.
Gute Nacht und liebe Grüße,
Filippo
P.S. Gerade tut sich beruflich eine ganze Menge. Gerne würde ich hiermit weitermachen, wie bereits erwähnt jedoch benötige ich mehr Zeit, d.h. die Abstände meiner Antworten könnten sich für eine Zeitlang vergrößern. Ich hoffe, das geht so in Ordnung!
Zur Körperübung!
- Sobald ich mich ausschließlich auf die Empfindungen einlasse, ist es nicht mehr möglich die Frage nach der Größe, dem Gewicht oder dem Umfang des Körpers zu beantworten. Körperliche Grenzen verschwimmen, die Aufmerksamkeit ist bei der Empfindung.
- Keine Grenze zwischen Körper und Kleidung bzw. Körper und Stuhl...Ich nehme keine Grenze wahr!
- Ich habe keine Zehen, Ich habe keinen Namen und in dem Moment wenn Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen vorhanden ist, stellt sich auch nicht mehr die Frage nach männlich oder weiblich.
-Durch Erfahrungen, die während der Meditation auftreten, verschwimmt das Innen und Außen und wird Eins. Dies passiert auch ab und zu während des restlichen Tages.
- Was ist der Körper? Was ist eine Hand? Ein Daumen, usw. Es sind Bezeichnungen, die wir entwickelt haben, um ein Verständnis von den Objekten zu erlangen. Wir gliedern die Dinge in Kategorien damit wir "verstehen". Wir geben Illusionen Namen.
Jetzt gerade fehlt Nichts.
Gute Nacht und liebe Grüße,
Filippo
P.S. Gerade tut sich beruflich eine ganze Menge. Gerne würde ich hiermit weitermachen, wie bereits erwähnt jedoch benötige ich mehr Zeit, d.h. die Abstände meiner Antworten könnten sich für eine Zeitlang vergrößern. Ich hoffe, das geht so in Ordnung!
Re: Die letzte Mauer
Lieber Filippo,
Danke für den Bericht. Gut geschaut. Für mich ist es in Ordnung, wenn Du mehr Zeit benötigst, um zu Antworten.
Ich fasse einmal zusammen….seid Beginn des Dialoges hast Du folgendes festgestellt:
- Der Gedankenstrom-Prozess wird nicht durch Dich verursacht. Er ist einfach nur da, wird wahrgenommen.
- Dir wurde die Willkür des Gedankenstrom-Prozesses klar. Es konnte kein System/Denker "hinter" den Gedanken gefunden werden. Es gibt keinen Denker der Gedanken. Nicht sichtbar, fühlbar oder sonst irgendwie wahrnehmbar. Der Denker selbst ist ein Gedanke.
- Du hast keinen Generalmanager ausfindig machen können. Die Dinge passieren einfach.
- Es gibt kein getrenntes ICH, das Kontrolle besitzt. Du kannst beim besten Willen nichts sehen, was die Kontrolle hat. Nichts, was "Dich" lenkt.
- Ein ICH nimmt nichts wahr. Erst findet Wahrnehmung statt. Anschließend wird aus Wahrnehmen "ich nehme wahr", "meine Wahrnehmung".
- Du hast festgestellt, das kein DING, das man als sich selbst bzw."ICH bin das" bezeichnen könnte irgendwo existiert. Nicht im Körper, nicht außerhalb davon. Kein kleiner Filippo ausfindig zu machen. Nada. Da ist nichts.
Nach diesen Erkenntnissen ist es - aus eigener Erfahrung gesprochen - so, das Identifikation an einem "seidenen Faden" hängt. Identifikation als Beobachter, als Zeuge alldessen. Empfindest Du, das es einen "verstehenden", einen Zeugen, einen Beobachter gibt?
Wenn dem so ist, mache folgendes:
Betrachte ein Objekt im Raum (oder schau Dich willkürlich im Raum um), in dem Du Dich befindest.
Kannst Du das Geschehen genau beobachten und mir sagen, ob es überhaupt jemanden gibt, der an diesem Prozess beteiligt ist? Jemanden, der wirklich ist, nicht nur eine Idee/Annahme/Gedanke?
Kannst Du Sehen, Gesehenes und einen Sehenden in der unmittelbaren Erfahrung identifizieren, bzw. voneinander isolieren?
Liebe Grüße
Daniel
Danke für den Bericht. Gut geschaut. Für mich ist es in Ordnung, wenn Du mehr Zeit benötigst, um zu Antworten.
Ich fasse einmal zusammen….seid Beginn des Dialoges hast Du folgendes festgestellt:
- Der Gedankenstrom-Prozess wird nicht durch Dich verursacht. Er ist einfach nur da, wird wahrgenommen.
- Dir wurde die Willkür des Gedankenstrom-Prozesses klar. Es konnte kein System/Denker "hinter" den Gedanken gefunden werden. Es gibt keinen Denker der Gedanken. Nicht sichtbar, fühlbar oder sonst irgendwie wahrnehmbar. Der Denker selbst ist ein Gedanke.
- Du hast keinen Generalmanager ausfindig machen können. Die Dinge passieren einfach.
- Es gibt kein getrenntes ICH, das Kontrolle besitzt. Du kannst beim besten Willen nichts sehen, was die Kontrolle hat. Nichts, was "Dich" lenkt.
- Ein ICH nimmt nichts wahr. Erst findet Wahrnehmung statt. Anschließend wird aus Wahrnehmen "ich nehme wahr", "meine Wahrnehmung".
- Du hast festgestellt, das kein DING, das man als sich selbst bzw."ICH bin das" bezeichnen könnte irgendwo existiert. Nicht im Körper, nicht außerhalb davon. Kein kleiner Filippo ausfindig zu machen. Nada. Da ist nichts.
Nach diesen Erkenntnissen ist es - aus eigener Erfahrung gesprochen - so, das Identifikation an einem "seidenen Faden" hängt. Identifikation als Beobachter, als Zeuge alldessen. Empfindest Du, das es einen "verstehenden", einen Zeugen, einen Beobachter gibt?
Wenn dem so ist, mache folgendes:
Betrachte ein Objekt im Raum (oder schau Dich willkürlich im Raum um), in dem Du Dich befindest.
Kannst Du das Geschehen genau beobachten und mir sagen, ob es überhaupt jemanden gibt, der an diesem Prozess beteiligt ist? Jemanden, der wirklich ist, nicht nur eine Idee/Annahme/Gedanke?
Kannst Du Sehen, Gesehenes und einen Sehenden in der unmittelbaren Erfahrung identifizieren, bzw. voneinander isolieren?
Liebe Grüße
Daniel
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