sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

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Sharifa
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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Thu Jan 05, 2017 1:38 pm

Hola, Ichbin,
dankeschön für die Rückmeldung!
ZU deinen Fragen:
Ist das nun Glaube oder Erfahrung?
„Glaube“ beeinflusst die Einordnung der Erfahrung, liefert eine Deutung. Ist somit also strenggenommen nichts anderes als Gedanken.
Ist diese "höhere Macht" eine "Instanz" ist da ein "etwas" oder sind da Prozesse?
Wie ich schon gesagt habe, sind meiner bisherigen Anschauung nach alle Bilder nicht zutreffend. Da ist nichts Getrenntes, sondern „es“ ist eine Art Energie, die alles durchdringt.
Hat die "höhere Macht" eine Absicht? Hast "Du" Kontrolle darüber, was diese Macht tut oder nicht tut? Hat diese "höhere Macht" Kontrolle darüber oder eine Absicht?
Das weiß ich nicht und kann es auch gar nicht wissen, sonst wäre ich der „höheren Macht“ ja quasi gleichgestellt. Und dann wäre es ja keine höhere Macht mehr.
Und wer bis Du im Vergleich zu dieser "höheren Macht".
Gibt es da diese "Instanz" "außerhalb" von Dir? Also dort "oben" das große die höhere Macht und hier unten "Du", das Kleine?
Ich bin ein Teil davon, erschaffen durch diese Macht. Alles ist EINS.

Okay das war der erste Durchgang, Antworten spontan, ohne langes Nachdenken!
Bitte beantworte diese Fragen außschließlich aus deiner direkten Erfahrung und zwar hier und jetzt.
upps, sorry.das ganze nochmal! - Direkte Erfahrung, hier und jetzt:
Computer, Finger von zwei Händen tippen, Arme liegen auf Tischchen auf, Tasse steht da, im Blickfeld außerdem ein Ausschnitt gemauerte Wand und Holzregal mit Büchern. Atmen, schlucken.
Ist diese "höhere Macht" eine "Instanz" ist da ein "etwas" oder sind da Prozesse?
Ich muss vor mich hin lachen. Welche „höhere Macht“?
Die nächsten Fragen erübrigen sich.

Es bleibt erst mal eine Art von Verblüffung.

In diesem Sinne,
hasta luego!

Sharifa

PS: Was macht dich so sicher, dass es nur das gibt, was durch direkte Erfahrung wahrgenommen werden kann?

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Ichbin01
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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Thu Jan 05, 2017 10:23 pm

Hallo Sharifa,
„Glaube“ beeinflusst die Einordnung der Erfahrung, liefert eine Deutung. Ist somit also strenggenommen nichts anderes als Gedanken.
Genau: Glaube ist auch nur ein Gedanke!
Und wenn dem so ist, was ist dann die Ich-Illuion?
Da ist nichts Getrenntes, sondern „es“ ist eine Art Energie, die alles durchdringt.
Die Frage ist: ist da Sharifa, die von dieser Energie durchdringt ist. Also drei "Sachen". 1.) Sharifa, 2.) "Energie", 3.)Der/diejenige die das erfährt?
sonst wäre ich der „höheren Macht“ ja quasi gleichgestellt.
Wie wäre das, wenn es diese "höhere Macht" nicht gibt, genauso wenig wie es "Dich" gibt, sondern einfach nur erleben?
Ich bin ein Teil davon, erschaffen durch diese Macht. Alles ist EINS
.
Wenn alles EINS ist, wie Du sagst, dann wärst Du nicht "ein Teil" davon, dann bist Du es, oder?
Es bleibt erst mal eine Art von Verblüffung.
Was macht Dich verblüfft?
Was macht dich so sicher, dass es nur das gibt, was durch direkte Erfahrung wahrgenommen werden kann?
Schau selbst nach und dann weißt Du es ;-) Öffne Dich der Möglichkeit, dass es so ist.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Fri Jan 06, 2017 4:19 pm

Hola, Ichbin,
danke für deine Rückmeldung! Durch die Zeitverschiebung liegt ja zwischen unserem Austausch immer etwas mehr Zeit (ich „hinke“ 4 Stunden hinterher) und so habe ich immer Gelegenheit schon vor deiner Antwort „meinen“ Fragen nachzuspüren und immer wieder „umzuschalten“ vom Denkapparat auf das, was IST. Dann ist deine Antwort oft eine Bestätigung oder meine Fragen haben sich mittlerweile schon von selbst beantwortet.

Im aktuellen Fall kam meine „Verblüffung“ daher, dass dieses ganze Glaubenskonstrukt wie so ein Kartenhaus zusammenfiel. Bis ich dann meine Antwort wegschickte, war aber der Gedankenapparat schon wieder am Laufen, so dass es zu meiner PS-Frage kam.

Insgesamt hat mich erstaunt, in welche Richtung die Reise jetzt plötzlich ging: ich merke, dass es mir leichter fällt, die „ich-illusion“ fallenzulassen, als diese Glaubensgeschichte! Und der (scheinbare) Konflikt mit der direkten Erfahrung kommt von Überlegungen in dieser Art: die Ameise lebt in ihrer „Ameisenwelt“ und hat keine Ahnung davon, dass es z.B. noch eine Menschenwelt gibt. (Obwohl ja beide Spezies in der gleichen Welt leben.) Anhand dieser Analogie sagte ich mir, dass meine direkte Erfahrung nicht alles beinhaltet, sondern es noch eine andere Welt geben kann, die ich nicht direkt wahrnehme – da wären wir wieder bei der „höheren Macht“. Durch die direkte Erfahrung wurde mir jetzt aber klar, dass es völlig unerheblich ist, ob und wie viele „andere Schichten“ noch existieren, wenn ich sie nicht wahrnehmen kann. Genauso, wie die Ameise eben in ihrer Ameisenwelt lebt. Alles andere sind Konstrukte der Vorstellung. Und genau wie ich heute den Götterhimmel der Griechen und Römer als Projektion erkenne, geht es mir jetzt mit den geschilderten Vorstellungen, die ich bisher als „meine“ erlebt habe. Und das verblüfft mich! - immer noch! (Und ich warte so ein bisschen gespannt, ob jetzt Gedanken kommen, die sich da wieder im Kreis drehen möchten oder nicht!)

Suerte!
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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Fri Jan 06, 2017 10:02 pm

Liebe Sharifa,
ja an den Zeitunterschied habe ich auch schon gedacht.
Das ist schon manchmal erstaunlich wie Erkenntnisse auf einmal geschehen.
Und so ist es auch mit dem Durchschauen der ICH-Illusion :-)
meine „Verblüffung“ daher, dass dieses ganze Glaubenskonstrukt wie so ein Kartenhaus zusammenfiel.
Das ist sehr gut. Lass am besten gleich ALLE Deine weiteren Glaubenskonstrukte auch los. Mach Dir keine Vorstellung von nix. Also von wie irgendetwas zu sein hat und was Du denkst, gelesen, gehörte etc. hast wie etwas ist. Gerade in Bezug auf den Begriff "Erleuchtung/Erwachen". Vergiss einfach alles.
Sei immer nur ganz offen für das, was immmer im hier und jetzt erfahren wird. Also nur für Deine Dirkete Erfahrung hier und jetzt.
„ich-illusion“ fallenzulassen, als diese Glaubensgeschichte.
Ist das gedacht oder erfahren? Bitte beschreibe mir mit Deinen eigenen Worten und aus deiner Direkten Erfahrung, wie sich die ICH-Illusion zusammensetzt? Was ist das ICH genau, was kann es und wie bzw. aus was entsteht die Illusion?
Und genau wie ich heute den Götterhimmel der Griechen und Römer als Projektion erkenne, geht es mir jetzt mit den geschilderten Vorstellungen, die ich bisher als „meine“ erlebt habe.
Welche Vorstellungen sind das genau? Bitte gib mir ein paar Beispiele? Und was wurde daran durchschaut? Was bist Du nicht mehr? Was ist tatsächlich wahr und was ist nicht wahr?

Bin gespannt :-)
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Sat Jan 07, 2017 3:53 pm

Hola, Ichbin,
Danke für deine Rückmeldung!
Zu deinen Fragen bzgl. „Ich-Illusion“:
Ist das gedacht oder erfahren? Bitte beschreibe mir mit Deinen eigenen Worten und aus deiner Direkten Erfahrung, wie sich die ICH-Illusion zusammensetzt? Was ist das ICH genau, was kann es und wie bzw. aus was entsteht die Illusion?
Oh je, das fällt mir jetzt unheimlich schwer, darauf eine Antwort zu finden. Was ich wiederum lustig finde. Wie kann ich etwas beschreiben, was gar nicht hier ist? Und wenn ich versuche, mich da reinzudenken, eine Vorstellung heraufzubeschwören, wie ich das („mein Ich“) zuletzt erlebt habe, ist es nicht greifbar.
Welche Vorstellungen sind das genau? Bitte gib mir ein paar Beispiele? Und was wurde daran durchschaut? Was bist Du nicht mehr? Was ist tatsächlich wahr und was ist nicht wahr?
Mit den „Vorstellungen“ bezog ich mich auf das, was ich in Bezug auf die „höhere Macht geschrieben hatte, in meinem vorletzten Brief. Es ging also eher um so „spirituelle“ Vorstellungen, nicht um „mich selbst“. Mit „durchschaut“ meinte ich diese Erkenntnis, dass es sich auch da um Gedankenkonstrukte handelt.
Was bist Du nicht mehr? Was ist tatsächlich wahr und was ist nicht wahr?
Ich finde gerade keine Antworten auf diese Fragen. Was mich allerdings überhaupt nicht beunruhigt.

Jetzt ist Spülen angesagt.
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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Sat Jan 07, 2017 9:09 pm

Hallo Sharifa,
soweit so gut.

Es ging also eher um so „spirituelle“ Vorstellungen, nicht um „mich selbst“. Mit „durchschaut“ meinte ich diese Erkenntnis, dass es sich auch da um Gedankenkonstrukte handelt.
D.h. also es gibt keine "höhere Macht" oder "Gott" etc., richtig?

Bitte beschreibe am Beispiel deines täglichen Lebens, was statt dessen wahr ist?
Was erfährst Du - in deiner Direkten Erfahrung?

Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst?
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Sat Jan 07, 2017 10:42 pm

D.h. also es gibt keine "höhere Macht" oder "Gott" etc., richtig?
Ich gehe gar nicht so weit, zu sagen, „das gibt es und das gibt es nicht“. Ich nehme es (dieses Konzept) nicht wahr und brauche aber auch diese Vorstellung nicht (mehr).- Was bisher durchaus der Fall war, wenn ich so zurückschaue, (was mir aber vorher nicht bewusst war.)
Bitte beschreibe am Beispiel deines täglichen Lebens, was statt dessen wahr ist?
Was erfährst Du - in deiner Direkten Erfahrung?
Gerade jetzt spüre ich einen leichten Windhauch auf der Haut, höre Regentropfen auf dem Dach. Wenn ich den Blick vom Bildschirm hebe, sehe ich auf den WAld und einen grauen Gewitterhimmel.
Was erfahre ich? Leben.
Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst?
Ja, da liegt der Hase im Pfeffer. „Ich“ erlebe jetzt keine Ich-illusion. Sehen, Hören, Wahrnehmen über die Haut ist da. Gedanken kommen und gehen. Wahrnehmung geht zum Körper, „ich“ spüre wie ich auf dem Stuhl sitze. Finger tippen, Gefühl der Fingerspitzen an den Tasten.
Waum sollte ich jetzt „detailliert erklären, wie eine Illusion entsteht“? Dazu müsste ich ein paar Gedanken mehr anheften – wozu?! Es amüsiert mich, ich weiß nicht, ob du mich da ein wenig provozieren willst, aufs Glatteis führen?!

So, der Regen lässt nach, jetzt geh ich die Kuh holen.
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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Sun Jan 08, 2017 3:00 pm

Liebe Sharifa,
Es amüsiert mich, ich weiß nicht, ob du mich da ein wenig provozieren willst, aufs Glatteis führen?!
Hmm, wie kommst Du darauf, dass ich Dich "provozieren" aufs "Glatteis führen" will?
Du hast das auch schon am Anfang mit der Bemerkung mit den "Fangfragen" zum Ausdruck gebracht.
Warum sollte ich das tun? Darum geht es mir überhaupt nicht. Diese Konversation ist von meiner Seite her nichts persönliches. Es geht um das klares sehen. Die Fragen dienen nur dafür, dass es Dir vereinfacht in die "richtige Richtung" zu schauen. Wie bei dem Spiel "Topfschlagen". Kennst Du das? Die Fragen sind nur Zeichen: warm, kalt, wärmer... etc.
Hilft Dir das ein bisschen?
Ich nehme es (dieses Konzept) nicht wahr und brauche aber auch diese Vorstellung nicht (mehr).- Was bisher durchaus der Fall war, wenn ich so zurückschaue, (was mir aber vorher nicht bewusst war.)
Ok, also einigen wir uns darauf: "höhere Macht" ist ein Konzept, was als solches von Sharifa erkannt, durchschaut und nicht mehr benötigt wird?
Gerade jetzt spüre ich einen leichten Windhauch auf der Haut, höre Regentropfen auf dem Dach. Wenn ich den Blick vom Bildschirm hebe, sehe ich auf den WAld und einen grauen Gewitterhimmel.
Was erfahre ich? Leben
Braucht Spüren einen Spürer? Braucht Hören einen Hörer? Braucht Sehen einen Seherr? Braucht Leben einen Leber?
Waum sollte ich jetzt „detailliert erklären, wie eine Illusion entsteht“? Dazu müsste ich ein paar Gedanken mehr anheften – wozu?!
Kannst Du denn Sehen, wie die ICH-Illsuion entseht?

Bist Du der Meinung, dass Du schon angekommen bist? Oder fehlt noch etwas?
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Sun Jan 08, 2017 3:39 pm

Hola, Ichbin,
nein, nein, hinter meiner Nachfrage von wegen „Fangfragen“, „Glatteis“ und so steckt auch von meiner Seite überhaupt nichts „persönliches“. Es ist eher so, dass das Gefühl da ist: sobald ich das Wort „ich“ z.B. benutze, wird das irgendwie als Ich-Konzept/ich-Illusion „ausgelegt“. Es ist aber im Sprachgebrauch wirklich schwer oder sogar unmöglich darauf zu verzichten, auch wenn dieses Wort nicht mehr für das Konzept (m)einer Person steht. Es ist wirklich schwierig zu erklären.
Ok, also einigen wir uns darauf: "höhere Macht" ist ein Konzept, was als solches von Sharifa erkannt, durchschaut und nicht mehr benötigt wird?
Nein, nicht ganz. „Höhere Macht“ ist ein Konzept. „Sharifa“ ist ebenfalls ein Konzept. Erkennen/Durchschauen hat sich ereignet und soll jetzt aber bloß nicht zum Konzept gemacht werden, „in Stein gemeißelt“.
Braucht Spüren einen Spürer? Braucht Hören einen Hörer? Braucht Sehen einen Seherr? Braucht Leben einen Leber?
Braucht Brauchen einen Braucher?! Kleiner Scherz.
Nun ja, irgendwie findet ja auch die Wahrnehmung statt. Ich bleibe mal beim Windhauch, da der gerade wieder spürbar ist: Hier oben weht ein leichtes Lüftchen. Außer „mir“ sind hier Tisch und Stühle, Computer. Der Windhauch weht. Und ich vermute mal, dass Tisch und Stühle nicht in der Lage sind, zu „Spüren“. „Ich“ aber bin es – ohne jetzt die biologischen Prozesse aufzuzählen, die dahinter stecken. „Ich“ steure diese nicht, die laufen einfach ab, aber dass ich ein Lüftchen spüre, angenehm finde, darüber schreibe, das alles „braucht“ zwar keinen Spürer, aber er bzw. sie (Weiblicher Körper) ist nunmal da – jetzt, hier, spürt und freut sich.
Kannst Du denn Sehen, wie die ICH-Illsuion entseht?
Sagen wir mal so: ich erinnere mich, wie sie war und ich sehe im Alltag, wie das bei meinen Mitmenschen so läuft.
Das soll jetzt bloß nicht überheblich klingen, aber es ist, wie es ist: die „Ich-Illusion“ ist nichts, was mich gerade „belastet“.
Bist Du der Meinung, dass Du schon angekommen bist? Oder fehlt noch etwas?
Ich bin nicht angekommen, ich war ja nie weg. Es fehlt nichts. Der jetzige Moment ist perfekt.
Lieber Himmel, wenn ich das schreibe, ist es das, was ist. Wenn ich es lese oder mir vorstelle, jemand anders liest das: Klingt das überheblich? Oder gar so, als mache ich mir etwas vor?
Dann muss ich wieder innerlich lachen – über diese Gedanken.

Topfschlagen war in meiner Kindheit der Hit bei Kindergeburtstagen und ist es auch heute noch bei meiner Tochter.

Was meinst du: warm-heiß oder kalt?!?!

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Sharifa

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Mon Jan 09, 2017 5:26 pm

Hallo Sharifa,

Danke für Deine Ausführungen.
Es ist eher so, dass das Gefühl da ist: sobald ich das Wort „ich“ z.B. benutze, wird das irgendwie als Ich-Konzept/ich-Illusion „ausgelegt“.
Ich verstehe Deine bedenken nicht? Ist da die Angst, die ICH-Illusion könnte zurück kommen?
Oder ist da immer noch das Thema "Fangfragen", "Glatteis" und jetzt kommt "falsch auslegen" dazu?
Was ist die Angst? Wenn glasklar gesehen wurde, dann ist es so klar, dass man darüber ohne bedenken schreiben und sprechen kann.
Erkennen/Durchschauen hat sich ereignet
Sehr schön, beschreibe mir bitte wie es war, als die ICH-Illusion durchschaut wurde.
Was ist anders, was hat sich dadurch verändert.
Und es interessiert mich immer noch, von Dir zu erfahren, was Du heraus gefunden hast, wie die ICH-Illusion entsteht?
Sharifa schrieb:
letzte hartnäckige Reste vom „Ego-Modus“ wegzuschmelzen. Durch die Hilfe mit einem Gegenüber denke ich, dass ich nicht so leicht „ausweichen“ kann.
Was ist damit?
Wenn es so ist, dass die ICH-Illusion wirklich durchschaut wurde, dürfte die Beantwortung der Fragen oben keine "Beeinträchtigung", "Widerstand" oder "Ausweichen" hervorrufen.

Ich freue mich auf Deine Antworten.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Tue Jan 10, 2017 3:35 pm

Hola, Ichbin,
Ich verstehe Deine bedenken nicht? Ist da die Angst, die ICH-Illusion könnte zurück kommen?
Oder ist da immer noch das Thema "Fangfragen", "Glatteis" und jetzt kommt "falsch auslegen" dazu?
Was ist die Angst? Wenn glasklar gesehen wurde, dann ist es so klar, dass man darüber ohne bedenken schreiben und sprechen kann.
Nein, keine Angst, weder vor „Rückkehr einer Illusion“ (da müsste ich mich ja vermutlich schon sehr anstrengen) noch vor sonst was.
Eher: „Ich kann es nicht richtig ausdrücken, möchte aber nicht, dass Missverständnisse entstehen.“ Sprache als „Zeichensystem“ erweist sich als lückenhaft. Das ist alles.
Sehr schön, beschreibe mir bitte wie es war, als die ICH-Illusion durchschaut wurde.
Was ist anders, was hat sich dadurch verändert.
Und es interessiert mich immer noch, von Dir zu erfahren, was Du heraus gefunden hast, wie die ICH-Illusion entsteht?
Da war ein Prozess, schon länger im Gange. Also, ich habe nicht das Gefühl, dass das „auf einen Schlag“ passiert ist, obwohl es in unserem Austausch auch einen Aha-Moment gab (dazu gleich).
Durch „the Work“ kam ich mehr und mehr davon los, Gedanken „persönlich“ zu nehmen und dann damit/daraus ein ICH zu basteln. Durch den Austausch hier, die Aufgaben und immer wieder den Fokus auf „hier und Jetzt“ und direkte Erfahrung zu richten, wurde das dann noch klarer. Jetzt ist auch das Bestreben weg, zu einer Art von „Gedankenlosigkeit“ zu kommen, also so dieses Ideal was einem ja auf vielen spirituellen Wegen nahegebracht wird. Die Gedanken sind kein Problem mehr. Sie sind da und gehen wieder, ich halte sie nicht fest oder baue sie weiter aus.
Der Erwähnte „Aha-Effekt“ war, durch die direkte Erfahrung (und nach deinen Hinweisen/Fragen) „meine Vorstellungen“ bzgl. der „höheren Macht“ als übernommene Gedanken zu erkennen.

Alles geschieht, da ist mehr Leichtigkeit im Alltag – sogar bei der Hausarbeit empfinde ich das so... Vorher war da immer so ein „Ich muss dies, ich muss das“, jetzt wird einfach gemacht (oder auch nicht) und es ist gut.

Ich-Illusion entsteht: (Unpersönliche) Gedanken wurden zu „meinen“ Gedanken, Erfahrungen wurden damit etikettiert und das alles als „etwas Festes, Bleibendes“ erlebt.
Sharifa schrieb:
letzte hartnäckige Reste vom „Ego-Modus“ wegzuschmelzen. Durch die Hilfe mit einem Gegenüber denke ich, dass ich nicht so leicht „ausweichen“ kann.

Was ist damit?
Wenn es so ist, dass die ICH-Illusion wirklich durchschaut wurde, dürfte die Beantwortung der Fragen oben keine "Beeinträchtigung", "Widerstand" oder "Ausweichen" hervorrufen.
Nein, kein Widerstand oder Ausweichen, eher eine Art Verwunderung oder „Unverständnis“, warum wir ausgerechnet darauf jetzt „herumreiten“...

Saludos y suerte!
Sharifa

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Tue Jan 10, 2017 6:28 pm

Hallo Sharifa,
„Ich kann es nicht richtig ausdrücken, möchte aber nicht, dass Missverständnisse entstehen.“ Sprache als „Zeichensystem“ erweist sich als lückenhaft.
Ja in der Verwendung der Sprache stößt man immer auf Barrieren. Aber wir wissen doch beide, von was wir sprechen :-). Insofern ist das kein Problem für mich. Du kannst die Sprache ganz normal gebrauchen. Sollte ich an einer Stelle nicht genau verstehen, wofür das "ich" steht oder was genau gemeint ist, frage ich einfach nach.
Ich-Illusion entsteht: (Unpersönliche) Gedanken wurden zu „meinen“ Gedanken, Erfahrungen wurden damit etikettiert und das alles als „etwas Festes, Bleibendes“ erlebt.
Vielen Dank für die Beschreibung. Ja genau, Erfahrungen werden etikettiert und werden dann zu meinen Erfahrungen.
Ja, es fühlt sich dann irgendwie nach etwas "Festem, Statischem" an :-)
Alles geschieht, da ist mehr Leichtigkeit im Alltag – sogar bei der Hausarbeit empfinde ich das so
Das ist schön.

Wie ist es denn konkret? Warum ist da diese Leichtigkeit bei der Hausarbeit?
Zum Beispiel beim Kochen oder Bügeln?
Wie läuft das alles genau ab, was/wie erfährst Du die Arbeit, Deine Umgebung? Was/wie nimmst du wahr?
Ich weiß, es ist Dir sicherlich unangenehm. Aber leider geht es nur über Sprache... könntest Du es mir bitte trotzdem etwas detaillierter beschreiben. Vielleicht magst es so formulieren, als wenn Du einer guten Freundin davon erzählst, die noch nie etwas davon gehört hat.
Nein, kein Widerstand oder Ausweichen, eher eine Art Verwunderung oder „Unverständnis“, warum wir ausgerechnet darauf jetzt „herumreiten“...
Nein, dass liegt nicht in meiner Absicht und es tut mir leid, wenn es bei Dir so ankommt.

Ich habe mit lediglich an Deinen Eingangswunsch erinnert.
Durch die Hilfe mit einem Gegenüber denke ich, dass ich nicht so leicht „ausweichen“ kann.
Und ich hatte das Gefühl, dass Du bei der Beantwortung der Fragen "ausweichst" und das habe ich einfach nur zum Ausdruck gebracht.

Du hast Dich bei LU angemeldet, weil Du eine Guide wolltest, der Dir die Richtung zeigt und Dir hilft, wirklich glasklar zu Sehen. Und nichts anderes habe ich im Sinn. Bei LU geht es über die Systematik Fragen und Antworten.

Vielleicht magst Du gerne erzählen, warum Du immer wieder das Gefühl hast, dass ich Dir "Fangfragen stelle", Dich aufs "Glatteis führen will", dass Du befürchten musst, dass ich "etwas falsch auslege" und dass ich auf etwas "herumreite" scheinbar zu einem ungewünschten Zeitpunkt.

Wenn es etwas ist, was Du hier nicht kommunizieren möchtest, dann können wir gerne auch per privaten Nachrichten dazu kommunizieren.

Ich freu mich auf Deine Antwort.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Wed Jan 11, 2017 12:29 pm

Hola, Ichbin,
gut, das „Sprach-Problem“ wäre geklärt. Ab sofort tippe ich „unzensiert“ drauf los.
Wie ist es denn konkret? Warum ist da diese Leichtigkeit bei der Hausarbeit?
Zum Beispiel beim Kochen oder Bügeln?
Wie läuft das alles genau ab, was/wie erfährst Du die Arbeit, Deine Umgebung? Was/wie nimmst du wahr?
Als Einheit. Unmittelbar. Ich bin nicht getrennt von dem, was geschieht. Kleinigkeiten wie Farben oder Formen werden bewusster wahrgenommen als früher.
Es ist leichter, bewusst bei den Tätigkeiten zu sein.
Der „Etikettierungsautomatismus“ fällt weg. Beispiel: Ich nehme etwas aus dem Regal und eine Spinne huscht davon. Die unerwartete Bewegung führt reflexartig zu einem Zurückzucken, dann wird die Bewegung zur Spezies „Spinne“ gehörend erkannt. Da folgt kein „igitt“ o.ä.

Wenn Gedanken auftauchen, ist es „nicht schlimm“. Noch vor einiger Zeit hätte ich dann gedacht, dass ich diesem Ideal „die Gedanken abzustellen“ immer noch nicht näher gekommen bin. Jetzt nehme ich es einfach als gegeben hin und so ist es viel einfacher. Ich kann es „geschehen lassen“ und bin dann schnell wieder „bei der Sache“.
(Beim Nachlesen des Geschriebenen fällt mir übrigens auf, dass das so klingt, als hätte ich es nicht nur mit EINER Ich-Illusion zu tun gehabt, sondern gleich mit mehreren oder unterschiedlichen Schichten/Stimmen: Einer, die versuchte, sich „ spirituell korrekt“ zu verhalten und dem Normalo-ich sozusagen. Geradezu schizophren.)
Du hast Dich bei LU angemeldet, weil Du eine Guide wolltest, der Dir die Richtung zeigt und Dir hilft, wirklich glasklar zu Sehen. Und nichts anderes habe ich im Sinn. Bei LU geht es über die Systematik Fragen und Antworten.

Vielleicht magst Du gerne erzählen, warum Du immer wieder das Gefühl hast, dass ich Dir "Fangfragen stelle", Dich aufs "Glatteis führen will", dass Du befürchten musst, dass ich "etwas falsch auslege" und dass ich auf etwas "herumreite" scheinbar zu einem ungewünschten Zeitpunkt.
Genau festmachen kann ich es nicht.
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es am Anfang hier (im Forum) „einfacher“ war, weil es sehr konkret war (die Fruchtübung z.B) und ich die Fragen jetzt manchmal eher „abstrakt“ finde?
Also, sollte ich irgendwie nochmal in die Richtung bei einer Fragen denken, werde ich dem direkt nachgehen, schauen, was da abläuft. Es wäre wirklich blöd, wenn ich mir auf die Art quasi „selbst ein Bein stelle“!
Insofern: Danke für die (wiederholte) Nachfrage!

Suerte!
Sharifa

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Ichbin01 » Thu Jan 12, 2017 4:16 pm

Hallo Sharifa,

es freut mich, dass wir ein paar "Missverständnisse" klären konnten.
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es am Anfang hier (im Forum) „einfacher“ war, weil es sehr konkret war (die Fruchtübung z.B) und ich die Fragen jetzt manchmal eher „abstrakt“ finde?
Ja, ich glaube auch, dadurch, dass Du schon viele Übungen von Douglas Harding gemacht hast, erscheinen Dir die Übungen als ein "sicheres" Terrain. Das ist super und sicherlich eine ganz tolle Basis.

Aber manchmal muss man den "sicheren" Hafen verlassen, um neue Dinge zu erfahren :-)
Das fühlt sich dann wie "Glatteis" an. Aber sei mutig und vertraue, Deiner Direkten Erfahrung, zu der Du über die Übungen bereits einen guten "Zugang" hast. Lass uns bisschen "Free-Style" machen und ein bisschen das für Dich scheinbar noch "unsichere Terrain" betreten :-) Du wirst sehen in der Direkten Erfahrung wird die Beantwortung der folgenden Frage leicht fallen.
Als Einheit. Unmittelbar. Ich bin nicht getrennt von dem, was geschieht. Kleinigkeiten wie Farben oder Formen werden bewusster wahrgenommen als früher. Es ist leichter, bewusst bei den Tätigkeiten zu sein.

Wie ist „Ich bin nicht getrennt“ gemeint? Bin „Ich“ „Alles“, da ich „von allem nicht getrennt bin“?
Gibt es also ein „Ich“ was alles umschließt, so ein „universales" "Ich"?

Bin gespannt :-)

P.S.
Ich werde morgen den ganzen Tag unterwegs sein und erst wieder am Samstag antworten können.
Herzliche Grüße - Ichbin

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Re: sehen und leben, wer (oder was?) ich wirklich bin

Postby Sharifa » Thu Jan 12, 2017 10:30 pm

Hola, Ichbin,
danke für deine Zeilen; ich habe nochmal unseren Austausch der letzten Tage überflogen und stelle fest, dass ich „hin und herschwanke“. Dazu gleich mehr, zuerst zu deinen Fragen:
Wie ist „Ich bin nicht getrennt“ gemeint? Bin „Ich“ „Alles“, da ich „von allem nicht getrennt bin“?
Gibt es also ein „Ich“ was alles umschließt, so ein „universales" "Ich"?
Nein, eher umgekehrt, also „ich bin nicht, ALLES IST.“
Das könnte man sich sicher gedanklich als "universales Ich" hindrehen...
„Meine“ Wahrnehmung ist aber eher ein „sich Auflösen“ im Sein oder Tun. Also, keine Trennung in „Hier bin ich, die Handelnde und dort sind die Dinge, die Umgebung“, aber ein „Hier ist Bewusstsein/Wahrnehmung“ - denn „ich“ nehme ja hier wahr, an dem Ort, an dem ich körperlich bin und nicht irgendwo anders.
„Universales Ich“ klingt für mich nach „ich kann mich überall hinbeamen“ - das ginge natürlich gedanklich, in Tagträumen, aber dann wäre ich ja wieder voll im Gedanken-/Verstandessog und nicht bei der Direkten Wahrnehmung von dem, was ist.

Apropos Gedanken:
die letzten Tage war für mich eine Diskrepanz spürbar, zwischen „zeitweiligem Durchschauen der Ich-Illusion“ (vor allem, wenn ich allein bin oder in der Natur) und dem Gefühl, „voll drinzuhängen im Ich/Ego“, z.B. bei Situationen mit anderen Menschen, die eher konfliktgeladen sind (Tendenz, in Abwehr zu gehen, sich zu verteidigen).

Ein weiterer Gedanke, der immer wieder kommt, ist, dass auch wenn „Ich selbst“ kein ICH wahrnehme, doch aber die anderen mich als DU wahrnehmen. Also, für meine Kinder bin ich doch ganz real die MAMA, die für sie da ist, manchmal mit ihnen ungehalten ist usw. und für meinen Mann bin ich Partnerin, Geliebte usw. - die nehmen doch MICH wahr und nicht nur Handeln, das geschieht, oder?! Ich weiß nicht, ob ich mich klar ausdrücke, aber da scheint mir irgendwie ein Widerspruch und ich kann ja schlecht zu ihnen sagen: „Hey, ich bin wie der Weihnachtsmann, mich gibt’s gar nicht, kapiert das mal!“
Vermutlich verweist du mich jetzt bei Situationen mit anderen Menschen auf meine Direkte Wahrnehmung... Da du dich erst Samstag wieder meldest, stelle ich mir bis dahin selbst diese Aufgabe... aber vielleicht hast du noch einen anderen brauchbaren Hinweis für mich!

Saludos
y suerte!
Sharifa


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