Die Augen sehen Hell, Dunkel und Farbe. Die Berührung fühlt Druck und Temperatur. Das Denken (Geist) interpretiert: Tastatur/Bildschirm, Tisch usw….
Das sind Beispiele für direkte Erfahrung.
Wo ist da, im Prozess der Wahrnehmung, ein „Ich“ was angeblich wahrnimmt, zu finden?
Bedarf die Wahrnehmung überhaupt ein „Ich“?
Schau selber nach :-)
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Durchschreiten wagen
Re: Durchschreiten wagen
Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Durchschreiten wagen
Oh man. Ich weiß gar nicht was ich denke oder schreiben soll. "ich" bin einen (kleinen) schritt weiter. Ist es einfach nur Erfahrung? Alles? Erfahrung über die 5 und den 6 Sinn? Und das ich, ist nur ein Ettiket, jeweils aus einer Mischung dieser Sinne mit einem Gedanken? Ist es das? :P... Berührung + gefühl und gedanke "Ich"?? Alles nur ein strom aus erfahrung, ALLES. Ein Label ist und bleibt eine Erfahrung, kein festes selbst... sondern Leere, wie alles. Nicht-substanziell. Ein Strom..??
Re: Durchschreiten wagen
Ja.
Untersuche diese Erfahrung: „Ist da ein ‚Ich‘ in der Erfahrung zu finden?“ - und beschreibe was bei „dir“ abläuft…
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Untersuche diese Erfahrung: „Ist da ein ‚Ich‘ in der Erfahrung zu finden?“ - und beschreibe was bei „dir“ abläuft…
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Durchschreiten wagen
Da ist Angst und Zweifel. Da ist Festhalten an der Erfahrung. Da ist ein Kampf.. Gleichzeitig, kribbeln, erleichterung, freude. Das Label.. das ist der Kampf, dem Label nicht anheim zu fallen. das "ich"...
Ich-Erfahrung: Ein Bild von mein Gesicht, ein Gefühl im Bauch als Bestätigung.
Etwas ist anders, aber noch nicht durch. Etwas bemüht sich.
Ich-Erfahrung: Ein Bild von mein Gesicht, ein Gefühl im Bauch als Bestätigung.
Etwas ist anders, aber noch nicht durch. Etwas bemüht sich.
Re: Durchschreiten wagen
Gab es je ein „Ich“ was „im Kampf fallen könnte“?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Durchschreiten wagen
Die Dinge laufen automatisch. Ein Impuls aufzustehen, der prozess des gehens. Freude taucht auf, mitgefühl, güte. Reue, schuld. Das gefühl von "ich" kommt und entsteht von selbst. Es braucht niemanden dafür. Die Dinge kommen und gehen.Gab es je ein „Ich“ was „im Kampf fallen könnte“?
Es gibt kein ich das fallen könnte.Gleichzeitig: am stärksten ist die identifikation beim denken.
Re: Durchschreiten wagen
Hast Du Beispiel?am stärksten ist die identifikation beim denken.
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Durchschreiten wagen
Den Körper wahrzunehmen: automatischer Prozess. Ich-label = taucht auf: automatischer ProzessHast Du Beispiel?
Denken fühlt sich so an, als würde das jemand tun, als wäre jemand die ursache dafür.
Beispiel: Wenn "ich" plane "blubb" zu denken und innerlich zu sagen, kann "ich" anschließend "blubb" innerlich sagen. Da ist nicht spontan, sondern geplant. Keine "stille" vorher, aus der dann irgendetwas im Geist auftaucht. Es fühlt sich wie provizierte, keine automatische "Bewegung" im geist an. Kannst du nachvollziehen was ich meine?
Wenn bäume im wind wehen, wehen sie, weil der wind weht. Der wind weht, weil es temperaturunterschiede gibt, ect... alles nur wegen Bedingungen. Wenn "ich" plane "blubb" zu denken, wo ist da die Bedingtheit, die es entlarvt als nicht-ich? Welche Bedingung war vorher da, die den geist veranlasst etwas dummes, nicht rationales zu planen?
Das meine ich mit, am stärksten ist die identifikation beim denken.
Re: Durchschreiten wagen
Liebe(r) Joram, erstmal nochmal danke für deine Zeit, Energie und vor allem Geduld mit mir. Das bedeutet mir viel! Du hilfst mir bei einem, mir so basal wichtigen Anliegen!
Gerade habe ich das Metta-Sutta rezitiert. Währenddessen (soviel zur ungeteilten Achtsamkeit ;P), kam der Gedanke auf, wer denn sich dazu entscheidet, Metta zu praktizieren, bzw. auszusenden zu allen möglichen Wesen.
Im nächsten Moment ist mit gewahr geworden, dass das einfach passiert. Die Worte des Suttas, die Gedanken, selbst die Güte, spontan und rein. Nichts dahinter. Es ist einfach, es entfaltet sich - ganz wunderbar und einfach.
Es gab Zeiten zuvor, da hab "ich" versucht Metta zu erzeugen. Jetzt hab ich bemerkt, dass es sich spontan einstellt. Dahinter ist nichts, keine Person niemand. Nur ein ewiger "Raum".
Der Zweifel ist wieder ein Stück weniger, die Erfahrung tiefer geworden.
Auch jetzt. Ich fühle Wärme, Wohlwollen, Freude, Glück. Dahinter, nichts.
Gerade habe ich das Metta-Sutta rezitiert. Währenddessen (soviel zur ungeteilten Achtsamkeit ;P), kam der Gedanke auf, wer denn sich dazu entscheidet, Metta zu praktizieren, bzw. auszusenden zu allen möglichen Wesen.
Im nächsten Moment ist mit gewahr geworden, dass das einfach passiert. Die Worte des Suttas, die Gedanken, selbst die Güte, spontan und rein. Nichts dahinter. Es ist einfach, es entfaltet sich - ganz wunderbar und einfach.
Es gab Zeiten zuvor, da hab "ich" versucht Metta zu erzeugen. Jetzt hab ich bemerkt, dass es sich spontan einstellt. Dahinter ist nichts, keine Person niemand. Nur ein ewiger "Raum".
Der Zweifel ist wieder ein Stück weniger, die Erfahrung tiefer geworden.
Auch jetzt. Ich fühle Wärme, Wohlwollen, Freude, Glück. Dahinter, nichts.
Re: Durchschreiten wagen
:-)Es gab Zeiten zuvor, da hab "ich" versucht Metta zu erzeugen. Jetzt hab ich bemerkt, dass es sich spontan einstellt. Dahinter ist nichts, keine Person niemand. Nur ein ewiger "Raum".
Der Zweifel ist wieder ein Stück weniger, die Erfahrung tiefer geworden.
Auch jetzt. Ich fühle Wärme, Wohlwollen, Freude, Glück. Dahinter, nichts.
Und wer plant "blubb" zu denken?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Durchschreiten wagen
ist es mit dem blubb, so wie mit dem lesen? Lesen verläuft spontan. Keine Anstrengung nötig. Das war "meine" erfahrung grad, als ich über die tastatur blickte. Augen glitten über den "Altg gr" button. Automatisch gelesen, automatisch "meine" stimme innerlich gehört, wie sie die buchtaben laßen... kein ich, dass laß, oder sich um das sprechen bemühte.Und wer plant "blubb" zu denken?
Der blubb ist aber noch hartnäckig ;)..
Re: Durchschreiten wagen
Ist da jemand beim blubben? ;-)ist es mit dem blubb, so wie mit dem lesen? Lesen verläuft spontan. Keine Anstrengung nötig. Das war "meine" erfahrung grad, als ich über die tastatur blickte. Augen glitten über den "Altg gr" button. Automatisch gelesen, automatisch "meine" stimme innerlich gehört, wie sie die buchtaben laßen... kein ich, dass laß, oder sich um das sprechen bemühte.Und wer plant "blubb" zu denken?
Der blubb ist aber noch hartnäckig ;)..
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Durchschreiten wagen
Die spontane Antwort auf deine Frage: Nein, da ist niemand :P... Da fühle "ich" niemandenIst da jemand beim blubben? ;-)
Ich würde dir gern eine Frage zu meinem Problem stellen. Du fragst mich immer wieder, ob da ein "ich" ist. "ich" frag mich gerade, was ein "ich" überhaupt sein soll. Wie macht man das fest? Wenn hineingefühlt, geguckt wird, ist da nichts, nur Erfahrung.
Das Label, die Identifikation ist noch da. Der Zweifel auch. Gleichzeit kann die Antwort gegeben werden, da ist niemand. Alles verläuft spontan, aus dem nichts heraus. Sinneseindrücke mit "ich"-label weiter erforscht, hinterlässt nur Erfahrung und Leere.
Wie müsste sich ein "ich" anfühlen, wenn es eines gäbe? .. Nur mal so...^^ ..
Der blubb, blubbt sich selbst. Ein Gedanken, eine Aktion. Nichts weiter. Man muss nur genau genug hinsehen.
Jeder Gedanke, jedes Ichgefühl das aufkommt, wird gerade im "nacheinein" als aus der Leere stammend erkannt. Niemand der es erzeugt, nur Raum und die 6 Sinneseindrücke.
Re: Durchschreiten wagen
Bin gerade erst aufgestanden. Hatte einen Traum, dort war die Ich-Identifizierung noch ungebrochen.
Gerade aus dem Fenster geguckt. Gespürt, dass die Identifizierungstendenz noch da ist, aber deutlich geringer. Ich-gefühl daucht auf, aufmerksamkeit, ichgefühl entlarvt. Aber es kommt immer wieder.
Auch witzig. Aufgestanden, dann die Einsicht gehabt, dass der Gedanke zuvor da war, dass wenn das Tor durchschritten sein würde, ein neues verbessertes ich leben würde... XD..Ein ichloses, ich. Das schlummerte die ganze Zeit mit.
Erfahrung: Das schreiben, schreibt sich selbst. Gedanken, denken sich selbst.
Gerade aus dem Fenster geguckt. Gespürt, dass die Identifizierungstendenz noch da ist, aber deutlich geringer. Ich-gefühl daucht auf, aufmerksamkeit, ichgefühl entlarvt. Aber es kommt immer wieder.
Auch witzig. Aufgestanden, dann die Einsicht gehabt, dass der Gedanke zuvor da war, dass wenn das Tor durchschritten sein würde, ein neues verbessertes ich leben würde... XD..Ein ichloses, ich. Das schlummerte die ganze Zeit mit.
Erfahrung: Das schreiben, schreibt sich selbst. Gedanken, denken sich selbst.
Re: Durchschreiten wagen
Oh man. Gerade wurde "mir" (ein Gedanke), klar, dass es NICHTS zu erreichen gibt im Leben XD... da es der Basis hierfür fehlt, einen festen Ich.. Oh man, es gibt nichts zu erreichen XD... Alles ist einfach, sich ständig Entfaltend und vergehend. Es gibt im ganzen Universum kein Zurück oder Vor. Es ist "Leben" überall. Einfach nur ein Strom. Nichts zu ereichen, oder zu verändern oder zu verlieren, da es nichts zu erreichen oder zu verändern gibt XD.. oh man oh man..das ist seltsam und erleichternd zu gleich.. oh man oh man... hahaha.. XD...
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